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Regulärer Betrieb gestartet: Auch Sie können jetzt durch den Gotthard-Tunnel fahren
DPA

Der erste planmäßige Zug ist durch den Gotthard-Tunnel gerollt. Der Weg nach Italien verkürzt sich um eine halbe Stunde.

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dbrown 11.12.2016, 08:30
1. Wie bitte?

Eine halbe Stunde??? Und dafür so ein Aufwand? Das schöne Geld, verpulvert für 30 Minuten...

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Le Commissaire 11.12.2016, 09:01
2. vernachlässigbar

Eine halbe Stunde für solch ein gigantisches Bauwerk finde ich irritierend wenig. Das ist ja keine Pendlerstrecke, bei der täglich viele tausend Berufstätige wichtige Lebenszeit sparen.

Liegt hier vielleicht ein Missverständnis vor?

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guenther2009 11.12.2016, 09:06
3. Super, die Schweizer

machen uns vor wie es sein soll. Alle güter auf die Schiene und das rollende Lager abschaffen. Die Firmen müssen endlichumdenken.

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Hardisch 11.12.2016, 09:09
4.

Man kann sich tatsächlich fragen, wofür! 30 Minuten- diese Verspätung ist bei der DB häufig! Am Ende kommt es auf's gleiche raus! Immerhin: die Schweizer haben es allen gezeigt!

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Thunder79 11.12.2016, 09:18
5. Eine halbe Stunde ist viel!

Zumal die Strecke hauptsächlich für den Güterverkehr genutzt wird. Die Strecke bedeutet ernorme Kosteneinsparungen, ist ein zuverlässiger Betrieb im Winter und zudem auch Umweltfreundlicher, wobei sich die Strecke natürlich erst in ein paar Jahrzehnten rentiert.

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exHotelmanager 11.12.2016, 09:21
6. 1 Stunde

Beim Endausbau wird es eine ganze Stunde sein, die eingespart wird. Diese Stunde ist nicht nur eingesparte Reisezeit für die Reisenden, es erhöht die Gesamtkapazität der Alpenquerung drastisch, schafft also auch mehr Züge und damit Güter auf die Schiene. Zudem ist der Energiebedarf der Züge aufgrund der geringeren Steigungen und entfallenden Kurven wesentlich geringer. Eine Einsparung von einer Stunde auf einer Fahrstrecke, die bisher 3 Stunden in Anspruch nahm - man muss es ja innerschweizerisch betrachten - ist doch erheblich, oder?

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Marvel Master 11.12.2016, 09:25
7.

Zitat von guenther2009
machen uns vor wie es sein soll. Alle güter auf die Schiene und das rollende Lager abschaffen. Die Firmen müssen endlichumdenken.
An den Firmen liegt das nicht. Die Bahn hat das in der Vergangenheit vergeigt. Böse Zungen behaupten, dass die LKW Lobby die Regierung "genötigt" hat, die Bahn soweit kaputt zu machen, dass alle Firmen freiwillig auf LKW umsteigen, damit mehr LKWs verkauft werden.

Der Güterverkehr war in Deutschland einfach nicht mehr zuverlässig. Und das können Firmen absolut nicht gebrauchen. Bis 1990 hatten fast alle Firmen einen Bahnanschluss. Heute sind diese ehemaligen Trassen Radwege oder die Natur holt sich das ehemalige Gleisbett zurück.

Mich selber stört es auch, aber ist wohl politisch so gewollt. Gründe habe ich ja oben angeführt.

VG
Marvel

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freudentanz 11.12.2016, 09:28
8. Nicht nur eine halbe Stunde

Da muss man sich mal vorstellen:
Die Schweiz schenkt der Europäischen Union einen "Stich" durch die Alpen und die Anrainerstaaten bekommen es seit mehr als 20 Jahren nicht gebacken Anschlußstellen und Strecken einzurichten. Auf deutscher Seite versagt und boykotiert Baden-Württemberg und deren Bürger im Südwesten. Immer neuere und abstrusere Forderungen werden gestellt. Auf italienischer Seite da ist, ja ..... da ist Italien eben. Die EU-Kommission ? Hält sich raus. Der EU-Ministerrat ? Hält die Klappe. Das EU-Parlament ? Hat überhaupt keine Ahnung und fragt noch nicht einmal nach. Kurzum: Die EU ist nicht an dem Gotthard-Tunnel interessiert. Die EU will keinen Warentransport auf der Schiene. Die EU hat , wie schon so oft, total versagt. Die EU hält sich nicht an Absprachen und Verträge. Die EU boykotiert den Bürger der maßgeblich von dem Tunnel profitieren kann. Runter von der Straße, rauf auf die Schiene. Schneller, effizienter von Neapel nach Nordeuropa (Neapel: größter chinesischer Hafen in der EU und somit von enormer Bedeutung für die EU) . Sie könnten co2 neutralen Verkehr von Süd nach Nord und das in Rekordzeiten realisieren. Und die EU ? Ja die träumt davon Steuergelder auf dem mars zu verbrennen und kriegt noch nicht einmal wenige Kilometer Bahntrasse hin

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cobaea 11.12.2016, 09:44
9. Güterverkehr

Zitat von Le Commissaire
Eine halbe Stunde für solch ein gigantisches Bauwerk finde ich irritierend wenig. Das ist ja keine Pendlerstrecke, bei der täglich viele tausend Berufstätige wichtige Lebenszeit sparen. Liegt hier vielleicht ein Missverständnis vor?
Die Strecke wurde auch nicht vor allem für den Personenverkehr gebaut, sondern soll vor allem dem Gütertransport dienen. Ziel ist es, die Schweiz vom Lastwagen-Transitverkehr zu entlasten. Deshalb wurden auch in Tunnelm auf den Zufahrtstrecken die Durchfahrthöhen vergrössert, damit "rollende Landstrassen" - also der Lastwagenverlad - quer durch die Schweiz möglich ist. Der alte Tunnel lag dafür zu hoch im Berg, die alte Bahnstrecke weist deshalb zuviele Kurven und zu grosse Steigungen auf. Problematisch ist, dass die vertraglich zugesicherten Ausbauten auf den Bahnstrecken in Deutschland (Rheintallinie) und in Norditalien nicht fertig sind. Wobei die Italiener weiter sind als die DB... Die Verkürzung der Fahrzeit für den Personenverkehr ist quasi ein erfreulicher Nebeneffekt. Wobei man die Nutzung nicht unterschätzen sollte.

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