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Regulärer Betrieb gestartet: Auch Sie können jetzt durch den Gotthard-Tunnel fahren
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Der erste planmäßige Zug ist durch den Gotthard-Tunnel gerollt. Der Weg nach Italien verkürzt sich um eine halbe Stunde.

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ace.of.spades 11.12.2016, 09:55
10. Um 30 Minuten für Fernreisende geht es doch gar nicht!

Die 30 Minuten für Fernreisende sind nicht der Zweck des Tunnels, sondern eher ein angenehmer Nebeneffekt. Das wird im Artikel leider nicht besonders herausgehoben. Allerdings wird es immerhin zumindest erwähnt:

Zitat von
"Täglich sollen rund 50 Personen- und bis zu 260 Güterzüge den Tunnel befahren."
Bis zu 260 Güterzüge - das sind tausende von stinkenden, krauchenden, straßenschädigenden und umweltbelastenden LKW weniger, die von Deutschland aus durch die Schweiz nach Italien fahren - und zwar täglich!

Und die Deutschen sollten sich in Grund und Boden schämen für ihre offensichtliche Unfähigkeit und Unehrlichkeit, denn der Ausbau der Eisenbahntrassen längs des Rheins bis zu den Nordseehäfen wurde bisher noch nicht einmal in Angriff genommen, obwohl man es den Schweizern hoch und heilig vor vielen Jahren schon versprochen hatte. Aber in Deutschland ist man ja so rückständig und setzt immer noch auf die längst völlig überholte, aber als "heilige Kuh" betrachtete Autobahnlösung.

Die 30 Minuten Ersparnis für den Personenverkehr sind ein Abfallprodukt, das allerdings von den Schweizern auch sicherlich auf die Minute genau eingehalten wird, ganz im Gegensatz zu den Deutschen, für die selbst eine Stunde Verspätung noch als "pünktlich" gilt.

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bartsuisse 11.12.2016, 10:16
11. 30 Minuten ist sehr viel

wenn man in 2 Std in Lugano sein kann anstellen von 3.5 ist das enorm. Abgesehen davon ist es eine Flachbahn ohne Steigung. Das heisst: keine Winterprobleme, keine Steinschlagprobleme, Schwere Züge brauchen nur noch eine Lock, die Bremsen sind geschont. Zudem ist es sehr wichtig die verschiedenen schweizer Regionen bestens miteinander zu verbinden, denn das ist der Sinn der schweizer Zusammengehörigkeit. Niemand aussen vor lassen.

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tpro 11.12.2016, 10:38
12.

Zitat von dbrown
Eine halbe Stunde??? Und dafür so ein Aufwand? Das schöne Geld, verpulvert für 30 Minuten...
Wenn Sie mit dem PKW durch den Gotthard-Autotunnel fahren, sparen Sie auch nur ca. 30 Minuten gegenüber der Passfahrt. Dafür kommen Sie aber wesentlich entspannter am Tunnelende an. Und dann multiplizieren Sie Ihre 30 Minuten mal mit der Anzahl an Benutzer.

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bartsuisse 11.12.2016, 10:45
13. das sind 25 Zugstunden pro Tag

die alleine durch die Passagierzüge eingespart werden. Dann noch circa 100 Güterzugstunden Pro Tag. Wenn das wenig sein soll? Plus die ganze Ersparnis an Material

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braunmd 11.12.2016, 10:51
14. ticket

Was kostet eigentlich ein return ticket für einen mittelklasse Pkw mit 3 Personen? Das wäre doch mal interessant, oder ein 11 to Lkw? ..

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werder11 11.12.2016, 10:54
15. dieses projekt

war nur möglich, weil die schweiz NICHT in der EU ist und alles in eigenregie erstklassig gemacht hat, ohne sich reinquatschereien aus brüssel anhören zu müssen - ein armutszeugnis für die EU und vor allem UNS - das was die schweizer uns vormachen hätte hier schon vor 20 jahren passieren müssen, aber die industrie und vor allem auto lobby hat alles perfekt im griff und muß zum umdenken gezwungen werden, wenn die deutschen 2017 richtig wählen!

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crazy_swayze 11.12.2016, 10:58
16.

Zitat von guenther2009
machen uns vor wie es sein soll. Alle güter auf die Schiene und das rollende Lager abschaffen. Die Firmen müssen endlichumdenken.
Warum soll ein Zug kein rollendes Lager darstellen können? Funktioniert doch fast genauso, nur in größerem Maßstab. Interessant ist sowieso nur der Bestand zum Monats- und Jahresende.

Wie einige Foristen bereits ansprachen, es war politisch gewollt die Bahn kaputtzusparen, auf Kosten der Verlässlichkeit und des Komforts.
Einen unverlässlichen Transportweg scheuen die Unternehmen wie der Teufel das Weihwasser - zurecht.
Da hilft es auch nichts wenn die Bahn Pünktlichkeitsstatistiken veröffentlicht, wo alles unter einer halben Stunde Verspätung als pünktlich gilt. Das ist doch ein Witz. Wenn z.B. ein Band in einer Fabrik eine halbe Stunde steht kostet das bereits Millionen.

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j.e.r. 11.12.2016, 10:59
17. Hauptgrund für den Bau des Tunnels

ist der Güterverkehr. Mit den zwei neuen Basistunnels (Lötschberg und Gotthard) sollen Güterzüge direkt und schnell, vor allem ohne den Aufwand für spezielle Loks um die für normale Züge steilen Strecken der alten Tunnels bewältigen zu können. Der Ausbau in der Schweiz ist noch nicht fertig (Ceneri-Tunnel) - der geplante (vertraglich zugesicherte) Ausbau der Verbindungen in Süddeutschland und Norditalien ein anderes Thema. Basis ist ein vom Volk gegen den Willen der Regierung akzeptierter Verfassungsartikel, der den Ausbau von alpüberquerenden Strassenverbindungen untersagt, die Verlagerung des Transitverkehrs von der Strasse auf die Schiene verlangt.

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mens 11.12.2016, 11:06
18. Augen reiben

Ja, bei der Verkehrsinfrastruktur zwischen den europäischen Ländern stimmt was nicht. Und wird gepennt. Daher wundert es mich nicht, dass diese Strecke von anderen Nationen nur unzureichend "erreicht" werden kann. Und das gilt nicht nur für die Bahn. Schon mal probiert von der Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland mit dem Auto in die Hauptstadt Österreichs zu kommen? Plötzlich hören Autobahnen auf und man fährt zusammen mit riesigen "EU-LKW" mit 30 km/h auf Dorfstraßen durch Tschechien und Niederösterreich und lässt an Zebrastreifen Omas mit Einkaufstaschen passieren. Malerische Dorfkirchen und dunkle unbeleuchtete Waldkreuzungen fast 30 Jahre nach der "Öffnung". Das sind unhaltbare und gefährliche Reise-Abenteuer mitten in Europa. Vielleicht sollten europaweit nicht zuerst die Dorfradwege aus der Gemeinschaftskasse luxuriös saniert werden. Zugegeben, DIE sehen entlang der ganzen Strecke meist sehr schön aus.

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bartsuisse 11.12.2016, 11:14
19. crazy swazy - 30 Minuten pünktlich?

in der Schweiz gelten 5 Minuten Differenz als akzeptabel alles andere als Verspätung. Kein Wunder werden so wenig Personen und Güter in Deutschland transportiert. Die DB schnitt in Sachen Pünktlichkeit auch am schlechtesten ab in den grossen kontinentaleuropäischen Netzen. Nach Italien und Frankreich. Wenn in der Schweiz Züge im Regelbetrieb und nicht unfallbedingt Verspätungen von 30 Minuten hätten können sie davon ausgehn dass es Proteste hagelt und es in der Tagesschauhauptausgabe kommt

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