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Reiseblogger berichten: Mein schlimmstes Urlaubserlebnis
Conni Biesalski /

In Reiseblogs bekommen Leser meist euphorische Berichte über spektakuläre Ziele präsentiert. Hier erzählen die Macher einmal von ihren Pannen - von verpassten Flügen und Fettnäpfchen, von Drogenkontrollen und Überfällen.

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dont_think 31.08.2015, 06:22
1.

sehr schön!
Aber der Urlaub beginnt doch da, wo man sein Bett verlässt.
Ich habe z.B. mal Handcreme mit Zahnpasta verwechselt - weil ich nicht genügend aufmerksam das Russische lesen wollte und konnte.

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dbeck90 31.08.2015, 08:11
2.

ich bin mit dem fahrrad nach westafrika, in algerien ein moped geholt, in gambia in den knast gekommen wegen korruptionsverdacht. Botschaft hat mich wieder raus geholt. danach mit dem moped nach mali / bamako. damit gegen eine kuh gefahren, lag 2 wochen mit gebrochenem arm im lokalen kramkenhaus und habe nebenbei noch denjenigen die operationen gezahlt die es sich nicht leisten konnten. in deutschland operuert worden, arbeitsunfähigkeit genutzt und in westschweiz gold schürfen gegangen. danach arbeiten gegangen, und als ich wieder genug hatte nach istanbul getrempt. danach an die syrische grenze nach iskenderun. vor einer woche bin ich in thailand angekommen, habe nach einer woche reisen eine wunderbare frau kennen gelernt, deren familie sogar reich ist. sie kommt aber aus myanmar, hat aber keinen pass um mit mir mit zu reisen. also motorrad mit myanmarischem visum gemietet, an der grenze vom militär aufgehalten, propellormaschine genommen und nach mandalay geflogen. nun sagt die polizei in mandalay wir müssen nach Lashio, da ihre familie aus Lashio kommt. und gerade sitze ich mit meiner freundin an der straße und wir warten auf den bus der uns richtung lashio fährt. ich glaube spiegel online hat noch nie richtige reisende getroffen. touristen sind keine reisenden ^^

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Lobhudel 31.08.2015, 08:23
3. Wirklich so öde?

Bei der Überschrift hätte ich zumindest mit einer Vogelspinne im Waschbeutel gerechnet. Stattdessen nur Missgeschicke, die auch jedem x-beliebigen Pauschal-Touri passieren. Liegt es vielleicht daran, dass viele "Profi-Blogger" sich nicht wesentlich von diesen unterscheiden?

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Tingletangle 31.08.2015, 08:32
4. Einmal in Brüssel...

...hatte mein Flieger nach München Verspätung und das bekam ich per SMS mitgeteilt. Also habe ich mich entspannt im Flughafen in ein Bistro gesetzt und die Ruhe genossen. Als dann die neue angekündigte Zeit kurz bevorstand machte ich mich auf den Weg zum Gate und musste verwundert feststellen dass mein Flieger schon weg war. Ich hatte die Abflugszeit mit der Boardingzeit verwechselt! Das beste kam aber noch: Die LH-Vertreterinnen am Gate waren super flexibel und hilfsbereit. "In 10 Minuten geht der letzte Flieger nach München - wenn Sie gleich losrennen schaffen Sie es noch". Sie griff zum Telefon, rief jemand an und ich rannte ich wie ein bekloppter durch das Terminal zu dem neuen Gate. Dort wartete doch tatsächlich jemand auf mich, brachte mich aufs Rollfeld, wo ein Auto auf mich wartete, dieses brachte mich zum Flieger. Ich stieg ohne gültige Bordkarte ein, die Tür schloss sich hinter mir und der los ging's. Ich kann bis heute nicht glauben dass ich ohne Umbuchung und ohne gültige Bordkarte mitfliegen durfte!

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HARK 31.08.2015, 09:08
5. Jetzt weiss ich...

... wieso ich keine Reiseblogs lese. Flieger verpasst, gefilzt - ach herrje... Und Schweinefleisch in einer muslimischen Region: Das darf einem Reise-Profi einfach nicht passieren!

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c.PAF 31.08.2015, 09:17
6.

Erstaunlich, was Leute als "schlimmes" Urlaubserlebnis ansehen.

Ich frage mich, was da los sein mag, wenn ihnen mal wirklich etwas Schlimmes passiert...

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zerr-spiegel 31.08.2015, 09:44
7. Ja und?

Flug an Weihnachten mit Royal Jordanien von FRA nach Amman. Alles normal. Übliche Landevorbereitungen. Klappen raus, Fahrwerk raus aber weit und breit kein Flughafen. Amman lag schon weit hinter uns. Die Maschine stürzte einfach in ein schwarzes Loch. Kurz vor dem geschätzten Aufprall wurde es draußen taghell. Landebahnbeleuchtung vom feinsten. Maschine setzte auf, wieder wurde alles stockdunkel. Als die Maschine steht, rollen draußen Panzer um den Flieger. Nein, niemand hatte uns entführt. Aber irgendein Idiot hatte kurz vorher seinen kleinen Privatflieger in Amman auf die Landebahn geknallt und die waren noch nicht mit aufräumen fertig. Da es auf dem Militärflughafen, auf den man uns umgeleitet hatte, natürlich keinen Strom für den Flieger gab (Stromturbine musste zum Tanken aus sein), waren alle Türen offen und nur die Kabinennotbeleuchtung war an. Toller Heiligabende für zwei der Stuardessen, die eingentlich schon lange zu Hause sein wollten (ja, in Jordanien gibt es sehr viele Christen). Dafür hatten wir den regulären Airport zwei Stunden später ganz für uns alleine und die Einreise mit allem drum und dran ging ratz-fatz, weil die Leute auch alle nach Hause wollten. Im Hotel gab es dann kurz vor Mitternacht für jeden eine Flaschen Wasser und Sandwichs, weil das Abendessen ausgefahlen war.

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Bernhard.R 31.08.2015, 10:09
8. Autobahn kurz vor Granada

Die zulässige Geschwindigkeit wurde auf 100 Km/h begrenzt. Es ging leicht bergab. Da ich keine Lust hatte, die Bewegungsenergie wegzubremsen, trullerte ich mit 120 weiter. An einem dunklen Pkw vorbei. Plötzlich war der neben mir und zeigte durch die Seitenscheiben ein Police-Badge und die Aufforderung zu folgen. Was kosten 20 Km/h zuviel in Spanien? Oh, meine Reisekasse.
Ein Uniformierter wollte meinen Paß sehen, mein Geld, meine Brieftasche. Als er mich nach Drogen fragte und an der Brieftasche roch, wurde ich mißtrauisch. Meine geschwindigkeitsgetrübten kognitiven Fähigkeiten erwachten wieder. Mit dem Vorwand, Touristen würden Blüten nach Spanien bringen, wollte er mein gesamtes Geld sehen. Jetzt kulminierten die schon vorher festgestellten Merkwürdigkeiten: Keine Mütze auf, kein Koppel, keine Pistole. Ich sagte ihm auf den Kopf zu, daß er ein falscher Polizist sei. Er drehte sich um und stieg ins Auto. Die Campingplatzbetreiberin holte dann die Guardia Civil, die mir meinen Verdacht bestätigte. Glück gehabt!

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transsib_reisen 31.08.2015, 10:15
9. oberpeinlich

Baikalsee 2011, erste Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn, http://www.transsibirischeeisenbahn.me - Abfahrt 12.36 h laut Fahrkarte, Zug kommt und kommt nicht. Beschwere mich wild fuchtelnd bei allen moeglichen Beamten auf Deutsch, English, Franzoesisch - keine Chance.

Dummerweise ist der Baikal + 5 Stunden vor Moskauer / St. Petersburger Zeit.

Und alle Bahnzeiten in Russland sind immer in Moskauer / St. Petersburger Zeit angegeben, damit die Reisenden wegen der etlichen Zeitzonen nicht voellig durcheinander geraten.

Abfahrt war tatsaechlich sehr puenktlich 17.36 h Ortszeit.

Habe mich dann 50 X entschuldigt als Bloody German.

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