Forum: Reise
Rekord-Paddlerin Freya Hoffmeister: "Der Orkan blies mich Richtung offenes Meer"
freyahoffmeister.com

Es ist eine beinahe unglaubliche Rekordleistung: Freya Hoffmeister aus Husum hat innerhalb von vier Jahren Südamerika mit dem Kajak umpaddelt. Auf ihrer Route überstand sie Überfälle, Moskitoattacken und einen Orkan am Kap Hoorn.

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Icestorm 05.05.2015, 16:32
30.

Zitat von Don_Draper
Dem kann ich mich nur anschließen. Nichts für die Allgemeinheit erbringen, aber Hausache es ist schön extrem. Vielleicht langweilen sich ja auch alle die, die solche Extreme brauchen, um sich zu spüren.
"Bleibe im Lande und nähre Dich redlich" ... heute biedermeierts wiedermal ziemlich heftig hier auf SPON

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odin1 05.05.2015, 16:37
31. Och Peterbuske,

kann es sein, dass Sie der langweiligste Mensch in ihrer Stadt sind...? Würde mich nicht wundern, kann mich aber selbstverständlich auch täuschen...
Was haben Sie denn schon so alles, nein nicht für Südamerikaner, sondern die Menschen in ihrer Stadt getan?

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Reza Rosenbaum 05.05.2015, 17:02
32. Geh' Paddeln!

Zitat von Don_Draper
Habe letztens 5 Stunden auf einem Bein in meiner Wohnung gestanden, mache ich jetzt hier öffentlich, ist eine Superleistung, will jetzt Respekt und schreibe ein Buch drüber, wil auch noch Geld verdienen. Wer das kritisiert ist neidisch.
Das war bisher der beste Beitrag zum Thema. Ich bin selbst Paddler, und Paddeln ist eine tolle Art, Gewaesser zu erleben, die sich eigentlich nicht mit dieser Art von (selbst)Vermarktung vertraegt. Ich kann natuerlich verstehen, dass Menschen die Extreme bewundern, und daher jemand, der sich vier Jahre lang jeden Tag in die Kajaktretmuehle setzt, und dann 50 km abreisst, am Ende mehr Bewunderung bekommt, als jemand, der sich taeglich in die Buerotretmuehle schwingt, oder zum beispiel eine Alleinerziehende Mutter, oder jemand, der einen Kranken Verwandten pflegt, obwohl die letzteren Taetigkeiten vermutlich wesentlich extremer und haerter sein koennen als dieser "Dauerurlaub."


In Indien werden Leute als Gurus verehrt, die einfach jahrelang eine Hand nach oben strecken, bis das Schultergelenk "einfriert," warum also nicht drei Jahre auf einem Stein auf einem Bein stehen? Was ist der Unterschied zu all den Umrundungen, Erstbesteigungen, Wuesten- oder Ozeandurchquerungen?
In einer Zeit, in der die meisten Kontinente bereits umrundet sind (Australien wurde zum Beispiel in den 70ern von Paul Caffyn in einem Kayak umrundet), muss es immer extremer werden, damit man genuegend Presse und Sponsoren kriegt. Also muss es jetzt eine Frau sein, oder eben die Umrundung schneller gehen als bisher. Oder in einem noch kleineren Boot, oder rueckwaerts mit verbundenen Augen...


Freya hat sicherlich viel fuer den Kanusport getan, indem sie gezeigt hat, was moeglich ist. Sicherlich auch viel fuer das Selbstbewusstsein von Frauen, die gerade im Kayaksport doch recht unterrepraesentiert sind. Auf der anderen Seite ist Freya aber auch eine echt penetrante Selbstvermarkterin an der Grenze zur Nervensaege. Die Bilder, die von ihr im Netz kursieren, strotzen vor Narzissmus, und erzeugen Fremdschaemdrang. Von daher turnt sie vermutlich genau so viele Leute von diesem Sport ab, wie sie fuer ihn gewinnt. Ich weiss jedenfalls, dass ich, wenn so Leute mit Sponsorenstickern und Super-Hightech-Carbon-Wingpaddeln und so Zeugs irgendwo auftauchen, die nachher immer sagen muessen wie viele km sie in wie vielen Tagen gepadeelt sind, wie gefaehrlich und strapazioes das alles war, und so, ich immer lieber das Weite suche. Zum Glueck ist mein Hausteich zu klein, um von Freya & Co. "beehrt" zu werden.

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Don_Draper 05.05.2015, 17:54
33.

Zitat von Icestorm
"Bleibe im Lande und nähre Dich redlich" ... heute biedermeierts wiedermal ziemlich heftig hier auf SPON
Sie glauben tatsächlich es hätte nichts Biedermeierisches Kanu zu fahren?

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binismus 05.05.2015, 17:59
34. Rekord-Paddlerin Freya Hoffmeister

Es ist doch interessant, was Menschen heutzutage möglich ist. Bin jetzt 71 und ich in glücklich meine Abenteuer bestanden zu haben, als ich dazu noch in der Lage war. Und zur Beruhigung aufgebrachter Leser. Ich habe kein Buch geschrieben. Dafür hat mich die Presse vor lauter Neid zerrissen. Wer will kann ja mal reinschauen. http://www.binismus.de/html/wassersportseite.html

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e-dirk 05.05.2015, 18:07
35.

Zitat von Don_Draper
Habe heute morgen einer jungen Mutter dabei geholfen, den Kinderwagen die Treppe der U Bahn hochzutragen. Gute Leistung, oder?
Nein!
Das ist keine gute Leistung, sondern eine Selbstverständlichkeit.

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pseudacacia 05.05.2015, 18:14
36. Da fallen mir . . .

nur fünf Worte ein: Was für eine coole Frau!

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thorsten35037 05.05.2015, 18:30
37.

Das wird sie wohl kaum Nonstop gemacht haben. Der Erfinder des autogenen Trainings, Johannes Heinrich Schultz, hat in den 50er Jahren eine Atlantik-Überquerung mit seinem Faltboot durchgeführt. Das geht nur Nonstop!

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karl-felix 05.05.2015, 18:50
38. Na,ja

Zitat von Don_Draper
Es geht darum, dass es immer wieder Leute gibt, die sofort schreiben, man sei "neidisch", wenn man etwas kritisiert, was eine so tolle Leistung ist und man das nicht wertschätzt. Habe letztens 5 Stunden auf einem Bein in meiner Wohnung gestanden, mache ich jetzt hier öffentlich, ist eine Superleistung, will jetzt Respekt und schreibe ein Buch drüber, wil auch noch Geld verdienen. Wer das kritisiert ist neidisch.
letzte Woche wurde Hannes begraben. Ein imponierender Mann. Irgendwie kann ich ihn mir in Verbindung mit Ihnen nicht vorstellen. Und ja, ein kleines bisschen neidisch war ich als Junge schon, dass der so was konnte und ich nicht.
Klar, man muss wohl schon etwas verrückt sein , um ein solches Projekt zu starten. Es aber durchzuziehen, zu vollenden, das beweist eine Menge mehr Mut, Kraft,Härte und Unternehmensgeist als der Durchschnittsmensch aufbringen kann.
Es ist halt etwas anderes tausende Kilometer zu flüchten- wobei ich diese Leistung auch unserer Großeltern nicht kleinreden will- als so etwas gezielt zu organisieren.
Nochmals: Gratulation . Eine tolle Leistung, Respekt.

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karl-felix 05.05.2015, 18:57
39. Das

Zitat von peterbuske
An alle Poster, welche hier die Nase über "langweilige Bürojobs" ect. rümpfen: Ohne diese langweiligen Bürojobs könntet ihr das derzeitige Wirtschafts- und Gesellschaftssystem vergessen, welches Extremsportlern den Luxus ihrer persönlichen Grenzerfahrungen überhaupt erst ermöglicht! Aber so wars schon immer: die einen erarbeiten den Wohlstand anderer, welche ihn dann verachtungsvoll verprassen! Und zur Paddlerin selbst (nachdem mein angeblich neidischer Beitrag gelöscht wurde): wer hat denn alles außer ihr selbst von der ganzen Aktion profitiert? Insbesondere: was hatten die Südamerikaner selbst davon?
ist halt der Unterschied zwischen Menschen, die sich selbst in Extremsituationen erfahren wollen und gierigen Pfeffersäcken , die fragen, was kann ich damit verdienen.

Wobei ich das schon in Ordnung finde, wenn jemand mit einer solchen Leistung gutes Geld verdient. Sinnvoller als gegen hohe Provision einer alten Oma das Geld abzuknöpfen mit der Begründung man müsse den eigenen und Leman`s Wohlstand erhöhen. Aber genauso wie es eben Extremsportler gibt, wird es auch immer Gierhälse geben.
Was sagten Sie noch einmal, wer profitiert non Robbens Millionen Salär ? Ach so, der langweilige Bürojobber. .

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