Forum: Reise
Schatzsuche: Der Klunker-Taucher von der Côte d'Azur
Helge Sobik

Eheringe, goldene Rolex-Uhren, kostbare Ketten: Im Auftrag seiner betuchten Kundschaft sucht Fabrice Maurel an den Stränden der Côte d'Azur nach verlorengegangenen Schätzen - und findet manchmal sehr Privates.

sibbi78 20.05.2014, 11:45
1. Nettes Thema,

nur stellt sich mir da - zumal als Deutscher - eine zwingende Frage: Kann ein Jeder an der französichen Küste, einfach so, mit seiner Sonde nach Wertgegenständen sondeln? Wenn ja: Glückliche Franzosen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die hiesigen Behörden dem (an deutschen Stränden) tatenlos zusehen würden...

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IntelliGenz 20.05.2014, 13:53
2. hierzu etwas gefunden:

Auf eines muss man aber hinweisen: Sondengehen ist in Deutschland nur sehr eingeschränkt legal. Man darf nicht einfach in den Wald rennen und "Schätze" ausbuddeln. Wer das macht, riskiert erstens ein strafrechtliches Verfahren und zweitens großen Schaden an unserem nationalen kulturellen Erbe. Daneben riskiert man aber nicht selten auch das eigene Leben, denn vermeintliche Schätze entpuppen sich auch schon mal als gefährliche Kriegsüberreste.
Unproblematisch ist Sondengehen auf Spielplätzen, an Badestränden oder ähnlichen öffentlichen Plätzen, wo eine Beschädigung von Bodendenkmälern ausgeschlossen werden kann. Für diese Terrains ist der Garrett ACE 250 auch am besten geeignet, weil er auf typische Verlustfunde der Gegenwart prima anspricht.
Wer sich das Gerät also zulegen will, sollte sich auf jeden Fall VORHER über die Rechtslage in seinem Bundesland kundig machen. Illegales Sondengehen schadet allen und wird strafrechtlich verfolgt.

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dirkn. 20.05.2014, 14:07
3. sibbi78

Hallo Sibbi78,
die Gesetze in Frankreich in Bezug auf die Suche mit Metalldetektoren ist genau so kompliziert wie in Deutschland. Jede Provinz, teilweise jeder Ort hat dort eigene Gesetze. Es ist in Frankreich dezentral organisiert. Es ist aber ein großer Unterschied, und ich denke Du hast diesen übersehen... es handelt sich bei diesem Bericht um das Wiederfinden von kürzlich verlorenen Gegenständen, z.B. Eheringe oder Uhren, und nicht um das geziehlte Suchen nach Kulturgütern.
Auch in Deutschland hat man das Recht seine verloren gegangen Wertgegenstände wiederzufinden.
Ich betreibe als Hobby eine ähnliche Seite wie Fabrice, www.detectorist.eu , und hatte noch nie Probleme mit Hilfeanfragen. Zur Not muss man sich mit den jeweiligen Behörden auseinandersetzen und diese vorweg über eine Suchaktion informieren. In keinem einzigen Fall hatten wir dahingegend Probleme, eher wurde uns sogar noch geholfen.
Schöne Grüße
Dirk

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sibbi78 20.05.2014, 17:15
4. Vielen Dank

für die sehr interessanten Informationen. Da kann man schon mal Lust belommen, selbst loszuziehen. Zumal Bewegung und frische Luft gratis dazu kommen.

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Aktivsucher.de 20.05.2014, 22:22
5. Auftragssucher gibt es schon seit 1999 in Deutschland!!!

Also das ist doch nichts neues!!!
Hier zu Lande gibt es das schon seit 1999!!!!
Die erste erfolgreiche Auftragssucherseite war: www,auftragssucher.de dann wurde das ganze erweitert und 2003 entstand www.aktivsucher.de wir arbeiten eng zusammen und haben mehr als 500 Mitglieder die bundesweit Auftragssuche nach verlorenen Ringen, Haustürschlüsseln, Handy's und Schmuck aller Art machen.
Warum muss man denn aus dem Ausland berichten, obwohl es das längst vor der eignen Haustür gibt?
Sehr vielen Menschen wären froh, wenn Sie von uns wüssten! ;-)
Liebe Grüße vom
Aktivsucher-Team

---Übrigens findet Ihr uns auch auf Facebook!!! Stichwort: Aktivsucher!

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dekalb 21.05.2014, 17:16
6. prost mahlzeit..

.."Auftragssuche nach (...) Haustürschlüsseln, Handy's..."

der gesetzgeber sollte bei solchen grauzonen freilich eingreifen. "suchen sie mal ein paar hausschlüssel" kann ja wohl nicht der weissheit letzter schluss in einer bürgergesellschaft sein..

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dirkn. 22.05.2014, 17:19
7. Diese Art der Hilfe....

...gibt es in der EU schon seit 1983! In Deutschland seit spätestens 1986! Eigentlich sollte das egal sein.

Es ist aber irgendwie beschämend mit anzusehen wie sich manche mit den Erfolgen anderer versuchen in die Öffentlichkeit zu setzen, erst recht wenn sie mit diesen Leuten nichts zu tun haben!
Maurice hat diesen schönen Bericht verdient! Er hilft seit Jahren Urlaubern in Frankreich ihre Sachen wiederzufinden. Umso weniger kann ich verstehen warum man einen Bericht über einen der französischen "helfenden Schatzsucher" ausnutzt, um seine eigene gezielte „Schleichwerbung‘‘ loszuwerden.

Dirk N.
… einer von 4263 Schatzsuchern in der EU, die jedem zu jederzeit uneigennützig helfen-
;-) ohne Schleichwerbung

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