Forum: Reise
Schnellzug-Vision: In 2,5 Stunden von Berlin nach München
DPA

Gäbe es in Deutschland schnelle Bahntrassen wie in Frankreich, wären Inlandsflüge überflüssig. Doch ein solches Netz wird es wohl nie geben - das Verkehrsministerium und die Bahn haben andere Prioritäten.

Seite 2 von 23
flytex 15.04.2019, 15:20
10. Unsinnige Spekulation

Sie schreiben "Deutschland ist nicht Frankreich" - und damit hätte dieser sinnlose Artikel auch enden können. Frankreich besteht aus einer Handvoll großer Ballungsräume und dazwischen viel bevölkerungsarmer Fläche. Deutschland ist in weiten Teilen ein riesiger Ballungsraum mit einigen, wenigen bevölkerungsarmen Landstrichen (insbesondere im Norden und Teilen Bayerns). Ein Eisenbahnnetz a la TGV wäre hier ausgemachter Unfug: Wie sinnlos wäre beispielsweise ein Schnellzug, der in Köln (1 Mio. Einwohner) startet und ohne Halt nach Berlin fährt? 35 Kilometer von Köln entfernt befindet sich mit der Rhein-Ruhr-Region von Düsseldorf bis Dortmund der größte, deutsche Ballungsraum mit mehr als fünf Millionen Einwohnern. Soll man diese Städte links liegen lassen oder Reisende von dort erst mit der S-Bahn (in die falsche Richtung) nach Köln karren?

Beitrag melden
tomo1 15.04.2019, 15:21
11. Geschwindigkeit ist nicht alles

"Unter dem Schlagwort Deutschlandtakt sollen die Strecken so ausgebaut und optimiert werden, dass im Idealfall von jedem wichtigen Bahnhof alle 30 Minuten ein Zug in jede Richtung abfährt."

Das ist m.E. Auch viel sinnvoller. Die Zeitersparnis kommt nur einer Minderheit der Fahrgaeste zugute, die wirklich von einer Metropole zur Anderen unterwegs sind. Alle Anderen muessen die Super-Schnell-Zuege dann mit Bummelzuegen kombinieren, die die Zeitersparnis wieder auffressen, von Umsteigezeiten noch gar nicht zu reden.

Die hoehere Taktung hilft die Reise besser in den Tagesplan einzubetten und reduziert damit auch Zeitverschwendung und spielt die Vorteile der Bahn gegen das Flugzeug viel besser aus und reduziert die Vorteile, die das Auto gegenueber der Bahn hat. Sie ist insbesonder hilfreich bei Reisen mit mehreren Umsteige-Stationen. Was hilft mir letzlich die Zeitersparnis, die mit Geschwindigkeit teuer erjauft wird, wenn ich sie dann beim Warten in Bahnhoefen vertroedele.

Beitrag melden
mimas101 15.04.2019, 15:24
12. Hmm Tja

Auch die Flugzeuge machen keinen Zwischenstopp an jeder landesfürstlichen (Zweit- und Dritt-)Residenz sondern fliegen durch die Bank z.B. von Kassel-Calden nach Friedrichshafen. Ohne Zwischenstopps und ohne Passagiere mittels Fallschirmen abzuseilen. So sollte es denn auch mit dem ICE sein.
Der fahrwillige Kunde wird sich dann entweder mittels Rohrpost von einem individuellen A nach B befördern lassen müssen oder sich gleich mittels Teleporter vom Wohnzimmer A nach Küche B befördern wenn die Punkt-zu-Punkt-Verbindung mittels ICE nicht zusagen sollte.

Die Bahn könnte aber etwas entscheidendes mit anbieten: Leihwagen oder in Kooperation mit dem ÖPNv abgestimmte Umsteigemöglichkeiten. Vorausgesetzt es gibt solche ICE-Ausstiegspunkte, sagen wir mal alle 100 bis 150 Kilometer. Die Bahn kann nicht vollends die Fläche abdecken aber weitere Mobilitätsdienste können das sehr wohl mit übernehmen. Klar auch das die Bahn so flexibel sein muß je nach aktuellem Bedarf die Zuglängen individuell festzulegen.
Und was die eigene Trasse betrifft - da sollte man so bauen wie die Römer oder die Amerikaner: Doppelstöckig. Unten der ICE und oben die Bimmelbahnen samt dem Frachtverkehr.

.

Beitrag melden
chewbakka 15.04.2019, 15:26
13. Die Bahn und das Ministerium haben andere Prioritäten?

Von wegen. Dieselben (Grünen Berufsprotestler) die morgens nach mehr und besserer Bahn rufen, protestieren nachmittags gegen neue Trassen und Bahnlärm. Wird langsam Zeit für die Entzauberung der Grünen.

Beitrag melden
daniel74 15.04.2019, 15:29
14. Wenn das jemals klappen wird…

…dann nur weil die CSU Spitze am Freitag um 12.00 schnell zum Stammtisch dahoam will.

Beitrag melden
gangnamstyle 15.04.2019, 15:30
15. Vielleicht deswegen kein Tempolimit auf Autobahnen

Es wird vielleicht versucht für die heimischen Autokonzerne lobbyieren. Wenn die Züge nicht so schnell fahren können/dürfen dann werden mehr Leute gleich ein Auto nehmen, denn auf Autobahn darf man ja hierzulande rasen.
Was ist wenn eines Tages doch Tempolimit kommt? Dann haben wir keine Schnellstrecken auf den Schienen. Das ist gewiss ein Standortnachteil für Deutschland. Danke CSU!

Beitrag melden
wolle0601 15.04.2019, 15:32
16. Klar, laßt uns bauen!

Vorher bitte noch die Gesetze so ändern, daß kleinliche Bedenken wie Lärmschutz oder irgendwelches Ökogedöns den Bau nicht jahrzehntelang aufhalten können. Im selben Aufwasch kann dann auch die Nord-Süd-Stromtrasse für den Nordsee-Windstrom gebaut werden. Kleiner Tipp: France hat etwa die doppelte Fläche pro Einwohner.

Beitrag melden
Sibylle1969 15.04.2019, 15:35
17. @9 goaskin

Nachdem die TGV-Strecke Paris - Marseille in Betrieb gegangen war, gingen die Inlandsflüge zwischen den beiden Städten stark zurück.

Beitrag melden
Henson 15.04.2019, 15:37
18. Das muss gar nicht sein

Mir reichen die aktuellen Geschwindigkeiten. Zug ist dem Flugzeug schon deswegen überlegen, weil die Reisezeit selber keine verlorene Zeit ist. Da kann man arbeiten, telefonieren, lesen und vieles andere. Im Flieger habe ich nur die 40 bis 50 Minuten in dem engen Sitz, in denen ich was machen könnte. Dann lieber drei Stunden auf einem gemütlichen Sitz mit Bedienung am Platz und Platz für meinen Laptop.

Das Problem ist aber, dass man bei wichtigen Terminen nicht mit dem Zug fahren kann, weil die Chance, dass man pünktlich ankommt inzwischen zu gering ist. Wir fahren Zug inzwischen nur noch abends, wenn man ein Hotel vor dem Termin hat. Dann nimmt man den Zug, der um 19 Uhr ankommen soll und ist dann häufig schon um 20 Uhr wirklich da. Dann hat man am nächsten Tag seinen Termin und fährt danach zurück und ist dann statt um 21 Uhr vielleicht erst um 23 Uhr am Heimatbahnhof. Dann hat man viel weggeschafft und es ist egal.

Beitrag melden
Ostbayer 15.04.2019, 15:41
19. Dauer für den Ausbau

Tja, wenn man schneller bauen könnte, dann wäre es ja kein Thema.
Lustigerweise sind die Verhinderer des Ausbaus Mitglieder in der Allianz pro Schiene (NABU, BUND, DUH).
Da Schienen leider auch durch die Natur geführt werden müssen, findet sich bestimmt irgendeine Kröte oder ein seltener Schmetterling und die Freunde von NABU, BUND oder DUH verhindern den Bau des Schienewegs auf unbefristete Zeit.

Beitrag melden
Seite 2 von 23
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!