Forum: Reise
Schnellzug-Vision: In 2,5 Stunden von Berlin nach München
DPA

Gäbe es in Deutschland schnelle Bahntrassen wie in Frankreich, wären Inlandsflüge überflüssig. Doch ein solches Netz wird es wohl nie geben - das Verkehrsministerium und die Bahn haben andere Prioritäten.

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mullertomas989 17.04.2019, 20:26
200. Inzwischen ....

Zitat von murrle01
Auf der Strecke Frankfurt -Köln begegnen sich die Züge im Tunnel. Dort ist auch nur eine Röhre. Die allerdings, genau wie auf der Strecke Han. - Würzburg, einen größeren Querschnitt haben. Ich habe dort vor vielen Jahren an Versuchsfahrten teilgenommen, bei denen sich Züge mit 280 KmH begegneten. Sogar Züge mit IC Wagen, also keine ICE's. Da wird nichts aus den Schienen gehoben, bleiben Sie doch bitte sachlich. Die einzigen Probleme gab und gibt es bei Begegnungen mit Güterzügen mit 80 - 100 KmH und einem ICE mit 280KmH. Da gab es Schwierigkeiten mit verschiedenen Ladungen. Daher mussten ICE's die sehr verspätet waren auch die alte Strecke nehmen, damit eine solche Begegnung nicht stattfinden kann. In der Nacht haben dort Schnellgüterzüge mit Zuglaufüberwachung "Vorfahrt". Es wird hier bei den Beiträgen zu viel von wenn und aber spekuliert. Es wird aber von den Postern UND von der Bahn vollkommen ignoriert: Es fehlt schon jetzt Personal reichlich, und das wird demnächst durch Altersruhestand noch viel mehr werden. DAS Problem muss erst einmal gelöst werden, wobei ich da kaum Hoffnung habe. Und immer dieser Nachruf auf Transrapid...Unfug! Warum fährt kaum noch einer ? In D. nicht brauchbar! Und das Träumen von Geschwindigkeiten von 400 und 500 KmH? Irrsinnige Ideen. Da sollten sich die SF Träumer erst einmal schlau machen, welcher unbezahlbarer Aufwand da nötig wäre!! Oder Strecken übereinander?? Welch ein Unsinn!
... ist es Standard, solche Tunnel mit 2 Röhren zu bauen, wie ich beim Spiegel-Text "Was für eine Fehlplanung" lesen konnte. :) Der Kollege irrte dennoch bezüglich Topografie. Frankreich hat auch sehr viele Berge und Japan und Schweiz zeigen, dass das kein Grund gegen ein gut ausgebautes (HG-)Netz ist.

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peyrambert 17.04.2019, 22:13
201. Ländervergleiche

Versuchen sie mal in Frankreich Bahnverbindungen, die nicht von oder nach Paris führen... Der TGV vereinnahmt soviel des SNCF-Budgets dass für andere Strecken nichts mehr übrig bleibt.

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GyrosPita 17.04.2019, 22:36
202.

Zitat von heineken1
Besonders spannend ist da der Abschnitt Frankfurt-Flughafen bis Limburg. Da gehts fast durchgehend bergauf. Bis Limburg vergleichsweise steil bergab und auf der anderen Seite des Lahntals gleich wieder hoch, in den Westwerwald. Ab hier Berg- und Talbahn bis dann zuletzt noch das Siebengebirge überwunden werden muß. Von 300 km/h ist man da in großen Bereich sehr weit weg.
Jetzt bin ich aber verwirrt. Der Universalgelehrte bartsuisse, dieser Leuchtturm in der geistigen Dunkelheit die in Deutschland herrscht, dieser Mahner und Erklärer hat vor ein paar Seiten qua seiner gottgegebenen Kompetenz erklärt das Deutschland keine schwierige Topographie und keine nennenswerten Mittelgebirge hat, die alle völlig problemlos zu überwinden sind?

Wollen Sie etwa behaupten der eidgenössische Erlöser von der Mittelmäßigkeit hat Unrecht??????????

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bananenrepublikanerin 17.04.2019, 23:08
203. Keiner vermißt die Meilenkönige

Nach dem 11. September, als das Fliegen im Konzern verboten war, sind wir wunderbar mit Telefon- und Videokonferenzen klargekommen. War eine Umstellung, aber schnell wurde es Routine. Doch denn lockerte sich die Politik und damit fingen die Wichtigtuer wieder an, ihren CO2-Fußabdruck zu verbreitern. Diesen Typen geht es nicht um Fahrzeiten, sondern um den Nimbus der Unentbehrlichkeit, des Elitären. Schnödes Bahnfahren wird da nie gut genug sein. Also sollte die Verkehrspolitik stattdessen versuchen, die vielen Autofahrer zu überzeugen, die alleine in ihren Fahrzeugen sitzen und dabei viel zu viel Sprit verbraten. Wobei noch Zeit bleibt, am Konzept zu feilen: Im Moment ist die Auslastung im Fernverkehr so groß, dass das Reisen schon deshalb keinen Spaß mehr macht. Die Klimaanlagen sind regelmäßig überfordert, wenn nicht nur sämtliche Sitzplätze belegt sind, sondern zusätzlich noch Leute in den Gängen stehen. Und natürlich reichen dann auch die vorgesehenen Zeiten an den Bahnhöhen nicht, so dass Verspäungen zwangsläufig sind. Also erst neue Züge in Dienst stellen und dann neue Kunden einwerben!

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bartsuisse 17.04.2019, 23:24
204. gyros - und wie hoch sind sie denn

diese Mittelgebirge? Diese Hügelzüge sind nicht vergleichbar mit dem Jura, dem Appennin oder dem Massif Central....am ehesten noch.mit den mittelitalienischen Hügel zwischen Florenz und Rom. Dass der ICE zwischen Frankfurt und Köln der Topografie folgt wie die alten Autobahnen, anstatt mit Tunnels und Brücken möglichst flach zu fahren ist begründet aufvGeiz, Geldmangel und Fehlplanung. Der Appennin zwischen Bologna und Florenz (ein Gebirge, dass dort bis 2000 m hoch ist) wird mit Tunneln (70 km Tunnelsystem) UNTERQUERT, so wie man das in gebirgigen Länder halt macht. So wie die zahlreichen Juradurchstiche, Alpendurchstiche und eben Appennindurchstiche. Aber man kann auch jedem Hügel folgen, hoch und runter....und dann hat man die tollen Mittelgebirge Strecken...

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bartsuisse 17.04.2019, 23:28
205. Schwerpunkt - stimmt so nicht

die Strecke Bologna Florenz verläuft in einer gemeinsamen Röhre, und dort wurde Tunnelweltrekord gefahren. Zwei Röhren sind die Regel bei den grossen neuen alpenquerenden Tunnels und beim alten Simplon Tunnel. Tunnels in Deutschland sind auch sehr kurz

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mattias_uhlenbrock 18.04.2019, 08:01
206. Ist das nötig?

Mir wäre lieber, die Bahn würde sich darauf konzentrieren, dass ich in 2,5 Stunden die 70 Kilometer von Dortmund nach Düsseldorf komme. Das ist nämlich an erstaunlich vielen Tagen gar nicht möglich. Und das dann noch zu marktgerechten Preisen. Das wäre ein Traum. Und das bleibt es wohl auch.
So werden wir auch weiterhin in ellenlangen Staus stehen, um in 2 Stunden die kurze Strecke von Duisburg nach Dortmund zurückzulegen. Demnächst aber immerhin im Elektroauto (mit Kohlestrom). Schöne neue Welt.
Wir sollten uns keine Gedanken machen, wie wir auf den langen Strecken eine halbe Stunde rausholen. Die kurzen, täglichen Strecken müssen funktionieren und für Entlastung im Verkehrschaos sorgen. Und das tun sie derzeit regelmäßig nicht.

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doppeldenk 18.04.2019, 09:48
207. Weltmeister der Langsamkeit

...und bald der Ideenlosigkeit.
Ich wünsche mir einen deutschen Musk oder irgendjemanden der eine Vision hat.
Deutschland ist in vielen Zukunftstechnologien abgehängt. Glückwunsch an die Überheblichkeit und Naivität.

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heineken1 18.04.2019, 10:29
208.

Wischen Sie sich doch bitte erstmal den Schaum vorm Mund ab, bevor Sie hier wieder lospoltern.

Vielleicht ist es Ihnen entgangen, deshalb will ich Sie aufklären: Trotz dieser »Fehlplanung« gibt es reichlich Tunnel auf der Schnellfahrstrecke Köln - Rhein/Main!
Eine Fehlplanung ist es in einem Aspekt tatsächlich: Durch die Festlegung auf eine reine Personenverkehrsstrecke - die Steigungen sind Gift für jeglichen auch nur im Ansatz wirtschaftlich zu betreibenden Güterzug - ballt sich der Großteil des Güterverkehrverkehr auf der Achse (Westhäfen-) Rhein/Ruhr - Rhein/Main/Neckar - Süddeutschland (-Schweiz/Österreich - Italien) weiterhin im Mittelrheintal. Zum Leidwesen der dortigen Anrainer.

Es ist keine Frage, wer »den Größten« hat wenn es um die Trassierung einer Schnellfahrstrecke geht. Da reichen schon Gebirgsüberdeckungen von weniger als 100m für einen (teuren) Tunnel. Schauen Sie mal auf die mit max. 12,5 Promille (vulgo 1,25%) Gradiente realisierte »alte« Neubaustrecke Hannover-Würzburg: Da gibt es in den Kasseler Bergen (das heißt da halt so, auch wenns für Sie nur Ameisenhaufen sein mögen) den Mündener Tunnel: Länge 10,5km, mit einer Gebirgsüberdeckung von max. 175m.
Dieses Verhältnis, Gradiente einer Strecke vs. Topographie, wird einem vermutlich erst so richtig klar, wenn der eigene Horizont nicht nur zur anderen Seite eines engen Alpentals reicht ...

Übrigens fahren auch die Franzosen mit ihren TGV auf solchen, wie Sie schreiben »Fehlplanungen«: Da beträgt die größte Gradiente mit 35 Promille (3,5%) auch nicht gerade wenig.
Nun, und die von Ihnen so hochgelobte SFS Bologna - Florenz ist, nach der Porrettana von 1864 und der Direttissima von 1934 nun schon der dritte Anlauf, den Apennin zu bezwingen. Da frage ich mich eher, wann der Unterhalt des ersten Apenninbasistunnels, immerhin 18,5 km lang, wegen Geldmangels (pardon, Unwirtschaftlichkeit) eingestellt und die Direttissima damit de facto stillgelegt wird :)

Mischverkehr! Schön wäre es ja, ein vom »langsamen« Verkehr (Güterverkehr, »langsamer« Regionalverkehr) getrenntes Schnellfahrnetz zu haben. Ich glaube allerdings nicht, daß das in diesem Land unter den vorhandenen Rahmenbedingungn je durchsetzbar sein wird. Das hat nicht nur mit des Deutschen NIMBY- und Wutbürger-Qualität zu tun (das unsägliche Dialogforum zu »Alpha-E« für Hannover - Hamburg sei ein mahnendes Beispiel dafür!)
Es ist eben auch ein Problem der Siedlungsstruktur in Schland.

Wobei: Sie in ihrem Eisenbahn-Paradies Schweiz trennen die Verkehre ja auch nicht. Das einzige Glück, was die Eidgenossen haben, ist die partielle Trennung im Nordzulauf zum Gotthard über die Aargauische Südbahn. Auf den anderen Streckenabschnitten »dürfen« sich auch bei Ihnen Güter- und Personenzüge arrangieren.
Die NBS Mattstetten - Rothrist mit ihren unglaublich langen 45 km, was in einer grosskantonalen Agglomeration einer S-Bahnstrecke entspricht, fällt da nicht weiter ins Gewicht.

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murrle01 18.04.2019, 11:30
209. Das wird nicht der Fall sein..

Zitat von mullertomas989
... ist es Standard, solche Tunnel mit 2 Röhren zu bauen, wie ich beim Spiegel-Text "Was für eine Fehlplanung" lesen konnte. :) Der Kollege irrte dennoch bezüglich Topografie. Frankreich hat auch sehr viele Berge und Japan und Schweiz zeigen, dass das kein Grund gegen ein gut ausgebautes (HG-)Netz ist.
Zwei Röhren zu bauen ist ca. 80% teurer als eine etwas größere Tunnelröhre. Zwischen Frankfurt und Köln funktioniert es doch ohne Schäden an Leib und Gesundheit..
Und bitte vergleichen Sie nicht HG in Frankreich und in D. Das ist vollkommen anders. Die Franzosen bauen die meisten Strecken fast NUR für den TGV und Nachfolger. Bedeutet Berg hoch, Berg runter. Berg hoch mit 200-250KmH, und runter und Ebene bis 300KmH.
Bedingt durch unsere bergige Landschaft ist weniger Platz vorhanden, und auf einigen HG Strecken werden auch Schnellgüterzüge fahren (müssen) . Daher dürfen keine größeren Steigungen vorhanden sein, damit GZ auch anfahren können. Bedeutet, es MÜSSEN Tunnel gebaut werden. In Frankreich dagegen werden in der Nacht Messzüge über die Strecken geschickt, um jede kleine Ungenauigkeit zu beheben. Solche bedingungen kann man nicht vergleichen, aber das wurde in anderen Posts schon mehrfach angesprochen.

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