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Sicherheit am Meer: "Die Schwimmer unterschätzen die Gefahren"
DPA

In wenigen Tagen kamen in der Ostsee drei Menschen ums Leben. Im Interview erklärt DLRG-Rettungsexperte Peter Sieman, wie sich Schwimmer immer wieder in Gefahr bringen - und warum wohl 80 Prozent der tödlichen Unfälle vermeidbar wären.

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spon_1804815 11.07.2013, 20:31
1. leider wahr

Ich hatte selbst einmal das Glück von einem Butcher gerettet werden zu können. Bin in Warnemünde auf einem Schlauchboot in der Ostsee rumgepaddelt, nach 1h kam ich nicht mehr anLand, vor mir die Fähre nach Gedzer. Zum Glück wird der Strand überwacht. Der Spaß kam mich 50 DM

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agua 11.07.2013, 21:04
2.

Zitat von sysop
In wenigen Tagen kamen in der Ostsee drei Menschen ums Leben. Im Interview erklärt DLRG-Rettungsexperte Peter Sieman, wie sich Schwimmer immer wieder in Gefahr bringen - und warum wohl 80 Prozent der tödlichen Unfälle vermeidbar wären.
Es ist Selbstüberschätzung und Unterschätzung der Gefahr des Meeres.Ich nenne es mangelnden Respekt.Ich wurde in Portugal auch schon des öfteren Zeuge von schierer Unvernunft,in denen dann der Rettungsschwimmer sein Leben auf das Spiel setzt.Rote Flagge an bewachten Badestränden ist generelles Badeverbot und das begründet.Und nicht,wie schon oft von Touristen vernommen,ein Zeichen der Faulheit des Rettungsschwimmers.Selbst an die vor Steinschlag warnenden ,großen ,an den Felsen angebrachten Schilder,sitzen Touristen angelehnt.Argument,dass es dort schattig sei.

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Kali Baba 11.07.2013, 21:10
3. Das schreit nach einer Rettungswestenpflicht

Zitat von sysop
SPIEGEL ONLINE: Rund 400 Menschen sterben jährlich in Deutschland beim Baden
Dazu gibt es eine schöne Parallele: rund 400 Radfahrer sterben jährlich in Deutschland beim Radfahren - und man drängt ihnen mit viel Geschrei die rettenden Helme auf.

Beim Baden - egal ob Freibad, Baggersee, Fluss oder Meer - sollten konsequent Rettungswesten Pflicht werden! Zu tragen ab 20 m Distanz zum Wasser. Es ist ja nicht einsehbar, dass die Allgemeinheit für den verantwortungslosen Leichtsinn von unvernünftigen Freizeitlern zahlt!

Und natürlich automatische Schuld bei bleibenden Schäden sowie voller Kostentragungspflicht für sämtlichen anfallenden Aufwand aller Beteiligten.

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frankenbarbie 11.07.2013, 22:45
4. @ Kali Baba

Ich denke Sie verkennen die Verhältnismäßigkeit...Was denken Sie, wie viele Leute täglich schwimmen in Seen oder dem Meer, ohne dass ihnen etwas zustößt...Der Wunsch jedes Risiko auszuschließen geht einher mit Regelungswut und einer Einbuße an Lebensqualität...
Man sollte an die Eigenverantwortung appellieren und die Menschen aufklären. Eine Rettungswestenpflicht würde viele vom Schwimmen mit all seinen positiven Effekten (z.B. auf die Gesundheit) abhalten. Haben Sie diesen Effekt bei Ihrer populistischen Forderung mit bedacht?

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wetzer123 11.07.2013, 23:03
5. optional

Die Aussage mit den 80% ist na klar so Quatsch wie auch die Frage, wenn keiner badet dann wären 100% der Unfälle vermieden.

Tatsächlich ist aber auch in meinen Augen eine gewisse Schuld gerade bei der DLRG die ja eigentlich helfen will. Aber ich erlebe es an der Nordsee wo früher erfahrene Rettungsschwimmer von den Inseln über Badeverbote entschieden haben. Jetzt wurde das ganze als Sparmodell an die DLRG gegeben. Da kommen dann Leute die sich mit den örtlichen Gegebenheiten schlechter auskennen als langjährige Gäste. Die nehmen dann natürlich die mitunter lächerlich früh verhängten Badeverbote nicht ernst, kennen aber sinnvolle Grenzen. Andere sehen dieses Beispiel kennen die Grenzen aber nicht und schon ist die Gefahr da.

In diesem Sinne sind aus Unkenntnis und Unsicherheit heraus zu früh verhängte Badeverbote eine Gefährdung.

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erdbeertoertchen 11.07.2013, 23:18
6. Regelmäßiger Schwimmunterricht ...

Zitat von sysop
In wenigen Tagen kamen in der Ostsee drei Menschen ums Leben. Im Interview erklärt DLRG-Rettungsexperte Peter Sieman, wie sich Schwimmer immer wieder in Gefahr bringen - und warum wohl 80 Prozent der tödlichen Unfälle vermeidbar wären.
an den Schulen und in Vereinen könnte ebenfalls hilfreich sein. Erfordert jedoch finanziellen, zeitlichen und physischen Aufwand, ist zunächst beschwerlich und wenig ansehnlich.

Kleiner Trost: Das wird mit der Zeit dramatisch besser.

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tylerdurdenvolland 12.07.2013, 00:30
7. Oh mein Gott !

Wenmn der deutsche Spiesser mal zuschlägt, dann aber richtig! Zitat von Kali Baba
Dazu gibt es eine schöne Parallele: rund 400 Radfahrer sterben jährlich in Deutschland beim Radfahren - und man drängt ihnen mit viel Geschrei die rettenden Helme auf. Beim Baden - egal ob Freibad, Baggersee, Fluss oder Meer - sollten konsequent Rettungswesten Pflicht werden! Zu tragen ab 20 m Distanz zum Wasser. Es ist ja nicht einsehbar, dass die Allgemeinheit für den verantwortungslosen Leichtsinn von unvernünftigen Freizeitlern zahlt! Und natürlich automatische Schuld bei bleibenden Schäden sowie voller Kostentragungspflicht für sämtlichen anfallenden Aufwand aller Beteiligten.
Darwin Awards: Darwin Awards

Rettungswesten !

Wenn der deutsche Spiessbürger mal zuschlägt, dann aber richtig!

Die Menschen unterschätzen keineswegs die Gefahren des Meeres. Sie unterschätzen die eigene Dummheit, das ist alles!

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bildungsarbeiter 12.07.2013, 01:38
8. Misstraue dem Wasser (als EX-Leistungsschwimmer)

Als Ex-Leistungsschwimmer beherrsche ich alle 4 Stile perfekt und darf behaupten, mich "überdurchschnittlich gut" im Wasser bewegen zu können. Es mag deshalb paradox erscheinen, dass ich GRÖSSTEN Respekt vor großen, natürlichen Gewässern habe. Ich weiß, dass z.B. F. van Almsick ähnlich reagiert: Man fürchtet offenes Wasser. Ob im Urlaub oder auch beim gelegentlichen Baden im Cospudener See bei Leipzig: Ich bin immer wieder überrascht, wie leichtfertig offenkundige Schwimm-Laien weit hinausschwimmen, ohne Angst oder zumindest Respekt. Kein Wunder, dass es zu solchen Bade-Unfällen kommt. Im Extremfall braucht man extrem gute Technik, um Wellen und Strömungen zu trotzen. Ich würde das sicherlich "schaffen", aber nicht mal ich will es drauf ankommen lassen. Insofern sind die geschilderten Unfälle für mich zwar tragisch, aber auch unverständlich.

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toskana2 12.07.2013, 02:03
9. nasses Wasser

Zitat von sysop
In wenigen Tagen kamen in der Ostsee drei Menschen ums Leben. Im Interview erklärt DLRG-Rettungsexperte Peter Sieman, wie sich Schwimmer immer wieder in Gefahr bringen - und warum wohl 80 Prozent der tödlichen Unfälle vermeidbar wären.
Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen:
Unkenntnis und eigene Überschätzung/Übermut
sind häufige Ursachen.

Einmal auf einer ägäischen Insel wollte ich
meine Ausdauer bewiesen wissen und schwam
ins Weite hinaus.
Eine Strömung, die wohl die Insel umspülte,
trieb mich dabei soweit ins offene Meer hinaus
bis die Insel stecknadelkopf-groß aussah.
Eine deutsche (!) Jacht, die der Himmel schickte,
rettete mir das Leben.

Ein anderes Mal "sog" mich die Welle vor Kreta
ebenso ins Meer hinaus.
Da ich nicht weit genug vom Strand entfernt war,
konnte ich unter Aufbietung all meiner Kräfte den Richtungswechsel schaffen.

In beiden Fällen war entscheidend,
dass ich die Nerven behielt,
also nicht in Panik geriet.

Seitdem sage ich mir,
das Meerwasser ist auch 5 Meter vom Strand genau so nass wie 5 km davon entfernt
- wenn ich das jedem empfehlen darf!

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