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Sitzplatz nach Wunsch: Bahn führt Reservierung wie im Flugzeug ein
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Platzwahl im Internet: Ab Dezember können Bahnpassagiere bei der Online-Ticketbuchung selber aussuchen, wo sie sitzen wollen. Vorbild ist das im Luftverkehr längst gebräuchliche System - zunächst gilt es jedoch nur für einen Teil der Züge.

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weltoffener_realist 04.10.2012, 21:08
1.

Zitat von sysop
Platzwahl im Internet: Ab Dezember können Bahnpassagiere bei der Online-Ticketbuchung selber aussuchen, wo sie sitzen wollen. Vorbild ist das im Luftverkehr längst gebräuchliche System - zunächst gilt es jedoch nur für einen Teil der Züge.
Hört sich ja erstmal prima an, führt aber hoffentlich nicht dazu, dass die Passagierzahl irgendwann auf die Anzahl der Sitzplätze begrenzt wird. Dann kann es einem nämlich so ergehen wie mir mehrfach in China, wo ich zusammen mit anderen Passagieren vergeblich am Bahnschalter wartete, wenn das Kontingent für einen Zug ausgeschöpft war. Da ist es mir schon lieber, dass man sich hierzulande notfalls auf einer Treppe niederlässt oder die Beine in den Bauch steht und so wenigstens auch spontan von A nach B kommt

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die-dicke-aus-der-uckerm. 05.10.2012, 00:06
2. cih will immer vorne sitzen.

Zitat von weltoffener_realist
Hört sich ja erstmal prima an, führt aber hoffentlich nicht dazu, dass die Passagierzahl irgendwann auf die Anzahl der Sitzplätze begrenzt wird. Dann kann es einem nämlich so ergehen wie mir mehrfach in China, wo ich zusammen mit anderen Passagieren vergeblich am Bahnschalter wartete, wenn das Kontingent für einen Zug ausgeschöpft war. Da ist es mir schon lieber, dass man sich hierzulande notfalls auf einer Treppe niederlässt oder die Beine in den Bauch steht und so wenigstens auch spontan von A nach B kommt
ganz vorne wo die vielen Knöpfchen sind.

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albert schulz 05.10.2012, 01:47
3. Schaumschlägerei ist ein typisches Qualitätsmerkmal der Bahn

Zu klären wären aber sicher, ob sich in der Nähe des sogenannten Fensterplatzes auch ein Fenster befindet, das neuerdings zu einem Bullauge verkommen ist. Oder ob irgendwo ein Sitzplatz ist, wo man seine Beine unterbringen kann.

Ich fahre sehr gern auf reservierten Plätzen, weil so gut wie nie jemand seine Reservierung wahrnimmt, und weil es die besten sind. Und weil die Bahn es seit Einführung des Computers nicht mehr schafft, verbindlich zu erklären, ob noch ein Platz vorhanden ist.

Im Sprüchekloppen scheint sich die Bahn an Steinbrück zu orientieren.

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pnl2003 05.10.2012, 06:27
4. Reserviert

Ich bin "Mitte 40", aber ich habe es noch erlebt: man ging zum Bahnhof, kaufte sich am dortigen Fahrkartenschalter eine Fahrkarte und stieg dann in den Zug, der ein paar Minuten später auf die Sekunde pünktlich eintraf. Und mit dem konnte man dann wegfahren, einfach so. Einfach so, wirklich.

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jens-o-mat 05.10.2012, 09:14
5. Ich finde das gut

Die üblichen "Früher war alles besser"-Greise nehme ich nach langjährigem Training kaum noch wahr. ;-)

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Robert_Rostock 05.10.2012, 09:54
6.

Zitat von pnl2003
Ich bin "Mitte 40", aber ich habe es noch erlebt: man ging zum Bahnhof, kaufte sich am dortigen Fahrkartenschalter eine Fahrkarte und stieg dann in den Zug, der ein paar Minuten später auf die Sekunde pünktlich eintraf. Und mit dem konnte man dann wegfahren, einfach so. Einfach so, wirklich.
Sie sind also einfach so mal zum Bahnhof gegangen, und dann kam ein paar Minuten später ein passender Zug. Und der fuhr auch immer auf die Sekunde pünktlich. Wers glaubt...

Dann verstehe ich nicht, warum man das heute nicht genauso machen kann, wie bei Ihnen beschrieben. OK, es gibt leider weniger Fahrkartenschalter. Dieses Argument erkenne ich an. Aber dort, wo es noch welche gibt, können Sie doch selbstverständlich immer noch kurz vor der Abfahrt eine Fahrkarte kaufen, einsteigen und losfahren? Einfach so?

Und um dieses Argument gleich zu beantworten: Doch, es gab früher bei der Bundesbahn auch ein schönes Tarif-Chaos: Normalpreis, D-Zug-Zuschlag, IC-Zuschlag, Sonntagrückfahrkarte, Sparpreis, Supersparpreis, Würmeling-Pass, Kindertarif, und was es da sonst noch so gab.

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gerdMx 05.10.2012, 11:27
7.

Zitat von pnl2003
Ich bin "Mitte 40", aber ich habe es noch erlebt: man ging zum Bahnhof, kaufte sich am dortigen Fahrkartenschalter eine Fahrkarte und stieg dann in den Zug,
Ich bin "Mitte 60", aber ich habe es noch erlebt: man ging zum Bahnhof, kaufte sich am dortigen Fahrkartenschalter eine Fahrkarte, zeigte beim Betreten des Bahnsteigs dem wachhabenden Kontrolleur den Fahrschein vor und stieg dann in den Zug. Die Erlaubnis zum Betreten des Bahnsteigs wurde auch erteilt bei Vorlage einer gültigen (und dann durch Lochen entwerteten) Bahnsteigkarte für 20 DPfg.

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kalle_s 05.10.2012, 11:59
8. ja, das wäre schön ...

... wenn man einen Sitzplatz reserviert und ihn auch wahrnehmen könnte. Dumm nur, daß ich bei mindestens jeder zweiten Reise einen Anschlußzug verpasse und die Reservierung damit hinfällig wird, alleine in der letzten Woche bei drei Fahrten zweimal; vor drei Wochen durfte ich noch nachts (immerhin auf Kosten der Deutschen Bahn) mit dem Taxi nach Hause fahren, weil auch der letzte Anschlußzug schon weg war.

Die ganzen Pünktlichkeitsstatistiken der Bahn kann ich nicht glauben, oder ich bin einfach nur ein unglaublicher Pechvogel. Aber von Verzögerungen durch Baustellen über Signalausfälle, Blitzeinschlägen im Stellwerk, Triebwerksausfall bis hin zum Selbstmörder (für den die Bahn natürlich nichts kann) hab ich schon alles erlebt.

Ich verzichte schon lange auf Reservierungen, hab nicht den Wunsch-, aber doch in der Regel einen Sitzplatz, das reicht mir.

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exminer 05.10.2012, 12:27
9. Meine letzte Zugfahrt liegt etwas weiter zurück,

Strecke rund 500 km, über Behelfsbrücken und ausgeleierte
Gleise, seit dieser Zeit ist Bahnfahren für mich tabu,
und das seit 49! Aber die Lok war eine Schönheit,
Baureihe 01? mit drei Treibachsen und langen
Windleitblechen. Heute bin ich in der komfortablen Lage größere Ortveränderungen zu vermeiden. Denn egal wo man sich aufhält, man muß essen, schlafen und auch die Knie krümmen, c'est la vie.

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