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Strecke Hamburg - Berlin: 700 ICE-Passagiere sitzen nach Kollision im Dunkeln
DPA

Nachdem ein ICE in eine defekte Oberleitung gefahren ist, musste in dem Zug der Strom abgeschaltet werden. Auf der Strecke zwischen Hamburg und Berlin kam es zu Verspätungen.

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murrle01 06.10.2018, 01:05
1. Es gibt keinen technischen Grund....

nach einem Oberleitungsschaden im Zug das Licht auszuschalten!
Alle Wagen haben eine Bordbatterie, welche für eine Weile zumindest für das Licht ausreicht. Das Bordbistro sollte allerdings vom Verbrauch ausgeschaltet werden. Mir als ehemaliger ICE Lokf. und davor Elektriker in der Fahrleitungsunterhaltung, erschließt sich nicht welchen Grund es dafür geben sollte. Bei einer defekten Fahrleitung die den Boden oder den Zug berührt, gibt es eine Auslösung im Unterwerk, wo dann eine geringe Prüfspannung eingespeist wird, um
festzustellen, ob der Kurzschluss noch vorliegt. Danach wird der betreffende Streckenabschnitt ausgeschaltet.
Desweiteren ist mir nicht klar, warum der Zug innerhalb der Störstelle
zum Stehen gekommen ist, wenn er nicht gerade Schrittgeschwindigkeit fuhr. Lokführer sind angehalten in so einem Fall den eigenen Stromabnehmer zu senken, um weiteren Schaden zu vermeiden, aber den Zug ausrollen und die Gefahrenstelle hinter sich zu lassen.
Ist das nun Unvermögen, schlechte Ausbildung, das es nach Störungen immer wieder unnötige Schwierigkeiten und größere Verspätungen gibt?

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Instin 06.10.2018, 08:10
2. Dunkel?

Kein Notstrom, keine Batterien, keine Aggregate. Wer baut so einen Zug?

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spon-facebook-10000239462 06.10.2018, 08:31
3. In so einem Fall...

Hätte ich eigentlich in so einem Fall das Recht, den defekten Zug zu verlassen und mich selbst auf den Weg machen? Ist es nicht Freiheitsentzug, wenn der Zug liegen bleibt und man stundenlang eingesperrt ist? Wer kennt sich da aus?

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Stäffelesrutscher 06.10.2018, 10:28
4. Ein ganz Schlauer

Zitat von spon-facebook-10000239462
Hätte ich eigentlich in so einem Fall das Recht, den defekten Zug zu verlassen und mich selbst auf den Weg machen? Ist es nicht Freiheitsentzug, wenn der Zug liegen bleibt und man stundenlang eingesperrt ist? Wer kennt sich da aus?
Selbstverständlich haben Sie das Recht, sich mit 15.000 Volt umzubringen. Sie dürfen sich auch von einer Autobahnbrücke stürzen oder sich einen Stein um die Füße binden und in den nächsten See gehen.

Alternativ dürfen Sie auch nachdenken, bevor Sie auf solche Ideen kommen und sie auch noch verbreiten.

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AndreasLaeuen 06.10.2018, 11:45
5. Muss ja nicht alles stimmen...

... was da in dem Artikel steht. Die Batterien haben in der Regel Saft für drei Stunden Licht. Nicht die volle Beleuchtung - aber eine ausreichende Beleuchtung für eine sichere Orientierung im Zug. Irgendwann sind die Battereien aber erschöpft und evtl. ist dieser Zustand vom Autor mit "Abschalten" vertauscht worden? Im Pkw ist das auch nicht anders. Wenn der liegen bleibt ist man ebenfalls auf die Batterie angewiesen. Wer weiß, was in der Berichterstattung sonst noch hinzugedichtet wurde.

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kraus_adam 06.10.2018, 12:46
6.

Zitat von Stäffelesrutscher
Selbstverständlich haben Sie das Recht, sich mit 15.000 Volt umzubringen.
Wo sollen die 15kV herkommen?
Ich würde mir als Elektrotechnik-Diplomingenieur eine derartige Freiheitsberaubung vermutlich nicht bieten lassen und zur Not den Nothammer einsetzen.

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DianaSimon 06.10.2018, 12:49
7. Von der Schweizer Bahn lernen

Seit die Bundesbahn abgeschafft wurde und die Politik daran herumdoktert, ist es nur noch ein Graus. Es sollte endlich eine Kommission gebildet werden, die die alten Bestimmungen der Bundesbahn aufgreift und mit Experten der Schweizer Bahn diese behutsam modernisiert. Dann muß es einen Zeitplan geben, sie wieder in Kraft zu setzen. Es dürfen auch nicht abgehalfterte Politiker etwas zu sagen haben, sondern gewachsene Eisenbahner. Aber seit Merkel am Ruder ist wird kein Problem gelöst, sondern nur vor sich hergeschoben.

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kraus_adam 06.10.2018, 12:49
8.

Zitat von AndreasLaeuen
... was da in dem Artikel steht. Die Batterien haben in der Regel Saft für drei Stunden Licht. Nicht die volle Beleuchtung - aber eine ausreichende Beleuchtung für eine sichere Orientierung im Zug. Irgendwann sind die Battereien aber erschöpft und evtl. ist dieser Zustand vom Autor mit "Abschalten" vertauscht worden? Im Pkw ist das auch nicht anders. Wenn der liegen bleibt ist man ebenfalls auf die Batterie angewiesen. Wer weiß, was in der Berichterstattung sonst noch hinzugedichtet wurde.
Die Batterie meines pkw reicht aus, um die Innenbeleuchtung für mehrere Tage zu betreiben. Dass die Notbeleuchtung in einem mehrere Millionen Euro teueren Zug der hunderte Menschen transportiert nur drei Stunden funktioniert ist einfach nur traurig.

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ekel 06.10.2018, 13:13
9. @kraus_adam

Wo die 15kV herkommen sollen? Von der Fahrleitung vielleicht? Oder wie sollen Züge denn sonst mit Strom gespeist werden?
Und bevor Sie den Nothammer einsetzen: benutzen Sie bitte die Notentriegelung an der Tür. Und dann bitte erst mal links und rechts schauen, da sie sonst ev. von einem Gegenzug überfahren werden.

Ich finde drei Stunden recht viel. Und ich finde es auch komisch, dass ein Zug in einen Abschnitt fährt, in dem eine Fahrleitung herab hängt. Ist das normal bei der DB? Lässt man da die Züge fahren nach dem Motto „Augen zu und durch“?

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