Forum: Reise
Streik der GDL: Die Bahn kommt... nicht
AFP

Lokführerstreik in Deutschland, mitten in den Herbstferien: Nicht einmal ein Drittel der Fernzüge kann am Wochenende fahren. Die Bahn versucht mit einem Ersatzfahrplan dagegen zu halten - doch vor allem die Großstädte sind weitgehend abgekoppelt.

Seite 1 von 37
hahny 18.10.2014, 09:34
1.

Albstadt-Stuttgart. Gestern laut DBApp noch knapp alle 4 Stunden eine Fahrt möglich, heute als ich die Uhrzeit nochmal überprüfen wollte entfallen auf einmal alle. Danke deutsche Bahn!

Beitrag melden
winwin_link 18.10.2014, 09:37
2. Ca. 90 % der GDL-Mitglieder haben demokratisch für Streik gestimmt

GDL weiter so! Da gibt's den Gewerkschfatsführer einer kleinen Gewerkschaft, der noch weiß, wie man die Arbeitnehmerinteressen durchsetzt. Von anderen Gewerkschaften ist schon gar nichts mehr zu hören. Für deren Gewerkschaftsbosse ist die Arbeitnehmervertretung offenbar ein sanftes Ruhekissen.

Strategie der DB und selbsternannter staatstragender Kommentatoren: teile und herrsche. Das kannten schon die alten Römer! Mal soll der Streik falsch sein, weil gerade Ferien beginnen, mal weil sie enden, mal weil es Wochentage sind (diesmal nicht), mal weil schön Wetter ist, dann wieder weil Feiertage oder verlängerte Wochenenden sind, weil der Gewerkschaftsführer dran Schuld sein soll, weil die Konjunktur gerade schwächelt oder umgekehrt, weil sie gerade im Aufschwung ist und den darf man nun mal (angeblich) nicht abwürgen usw. usw. Wie weiter oben schon gesagt, streiken darf man eigentlich nie, wenn's nach diesen selbsternannten Meinungsmachern geht. Da müssen auch Bahnkunden mal solidarisch sein. Der ganz kleine Egoismus (ich, ich ich ... will jetzt Bahn fahren) ist leicht abrufbar, an der Bahnsteigkante. Stattdessen mal ein bischen flexibler reagieren: Fahrgemeinschaften, MFG, private Bahnen, Busse, PKW, Fluzeug (wenn Geld keine Rolle spielt; Piloten streiken ja nicht parallel zu den Lockführern). Auf Spaßfahrten verzichten.

Beitrag melden
hikari36 18.10.2014, 09:41
3. Da ...

könnte man jetzt sagen, wer heute noch mit der Bahn fährt ist selber schuld. Aber das ist zu weit gegriffen. Hätte die DB meinen 100000 Ew. Heimatort nicht selbst von den innerdeutschen Transitverbindungen abgeschnitten, würde ich wohl auch manche Reise mit ihr planen. Doch bei der Aussicht auf mehrfaches Umsteigen, habe ich diese Firma schon lange nicht mehr auf dem Plan.

Beitrag melden
WernerT 18.10.2014, 09:43
4. Herr Hommel sollte sich informieren, wenn die Gewerkschaft zum Streik aufruft

Darf niemand zu Streikbrechertätigkeiten gezwungen werden, egal ob er zu Unternehmen gehört oder als Leiharbeiter beschäftigt ist. Kann er seine Kollegen vom DGB fragen. Wieder stellt sich eine DGB Gewerkschaft gegen berechtigte Forderungen der Beschäftigten, so wie Ver.di auf dem Frankfurter Flughafen und stellt die Streikbrecher.

Beitrag melden
missmaya 18.10.2014, 09:48
5. Eine Bekannte von mir

meint ja, es würde wirklich nur um deren Gehalt gehen. Darüber lässt sie nicht mit sich reden (sie steht der Bahn jedoch nicht nahe!). Wenn dem aber so wäre, hätte Herr Weselsky sich nicht so zweideutig geäußert- z.B. doese Woche in den Tagesthemen, wo er davon sprach, dass die FRIEDENSPFLICHT der EVG und GDL ja im JULI geendet habe. Und voilà, was hatten wir schon keine zwei Monate später? Machtkämpfe ;) Wenn er uns schon in dem Glauben lassen will, es geht nur ums Geld, sollte er wenigstens auf seine Formulierungen achten *grins*

Was ich erst recht nicht verstehen kann: die Bahn bot doch kurz vorher noch 5% für die Lokführer PLUS eine Einmalzahlung von knapp 330€, des Weiteren hielt sie sich die Option offen nach Abschluss des Vertrages SEPERAT mit der GDL über die anderen Gruppen zu sprechen (die dennoch mehrheitlich in der EVG sind) - meiner Ansicht nach ein riesiges Entgegenkommen der DB, selten so gesehen. Und ohne es genau zu prüfen, streiken sie doch - ich denke weil die anderen Gruppen seperat verhandelt werden sollen, und die 5% in Stufen kommen sollten.
Dennoch ist das unverantwortlich. Beispielsweise bei dem Streik letzte Woche: Weselsky sagte, man werde nicht sofort bundesweit streiken, sondern den Druck erhöhen - was passiert keine 48h später? ein quasi-Generalstreik. Dass ich nicht lache!
Zwar bin ich bis Anfang November nicht unmittelbar betroffen, dennoch tut es mir Leid für Alle die darunter leiden und hoffe, dass irgendwer es schafft, diesen W. in die Normalität zurückzuholen

Beitrag melden
wo_st 18.10.2014, 09:50
6. GDL macht Bahn kaputt

Wir sind weit davon entfernt, das wir aus existenzieller Not streiken müssen. Die GDL suggeriert dies in dieser Zeit. Ich finde die Streiks absolut überzogen.

Beitrag melden
Ossweiler 18.10.2014, 09:55
7. Selbstbefriedung eines Einzelnen

Es zeichnet sich ja schon seit ein paar Jahren ab, dass hier Machtkämpfe einzelner Gewerkschaften und deren Funktionäre zu Lasten der Allgemeinheit ausgetragen werden. Unsere Politiker nehmen das zur Kenntnis und tin .......... nichts!!! Könnte ja Stimmen kosten! Es kann nicht sein, dass die jetzte zuständige Frau Nahles und ihr ganzer Stab aufbauend auf früherer gesetzesentwürfen noch keinen Schritt weiter gekommen ist! Letztendlich ist ihr das Allgemeinwohl wurscht!!!

Beitrag melden
yoshi030 18.10.2014, 09:57
8. In Berlin fahren viel S-Bahnen nicht.

Kennen wir ja: wie im Winter - ist also nichts neues. Hab ich ein Glück an 2 sich kreuzenden U-Bahnen zu wohnen.

Beitrag melden
Werner Holt 18.10.2014, 10:00
9. Bravo, weiter so...Endlich, endlich wehrt sich mal Jemand

Wenn Unternehmen durch Outsourcing die Tarifeinheit spalten, Arbeitnehmerrechte aushebeln, Betriebsräte blockieren, dann hat Niemande etwas dagegen, aber wenn in gleicher Manier geantwortet wird, dann wird Zeter und Mordio geschrien. Das nun ausgerechnet die SOZEN ( wer sonst ) nun an einem Gesetz zur Tarifeinheit basteln, wen wunderts.Mal sehen was Karlsruhe dazu sagt, ich fürchte nur es wird wieder dasselbe sein, man dürfe dem Gestzgeber nicht ins Handwerk pfuschen.

Beitrag melden
Seite 1 von 37
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!