Forum: Reise
Streiks am Donnerstag und Freitag: Was Lufthansa-Kunden wissen müssen
Oliver Berg/DPA

Die Gewerkschaft der Flugbegleiter hat bei der Lufthansa zum Streik aufgerufen. Die Passagiere müssen mit Flugausfällen und Verspätungen rechnen - diese Rechte haben sie.

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flyhi152 04.11.2019, 16:58
1. Das beste ist es erst gar nicht mit Streik-Airlines zu buchen

Ich habe vor Jahren mehrere Tausend $$$ verloren weil Lufthansa den von mir gebuchten Flug von Philadelphia nach Frankfurt nicht durchführte. Die Nachricht, dass der Flug annulliert wurde, habe ich erst bei der Ankunft in Philadelphia erhalten, der alternative Flug über London kam erst 10 Stunden später an so dass ich wiederum meinen Anschlussflug verpasste. Im Endeffekt war die Reise völlig umsonst weil ich die Termine verpasste. Keinerlei Entschädigung von der Lufthansa, noch nicht einmal die „Erfrischungen“ die mir rechtlich zugestanden hätten. Die hätte ich wohl im Nachhinein einklagen müssen.... Was ich aus dieser Lektion gelernt habe: nie mehr wieder mit einer Airline die ständig bestreikt wird.

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100034.47 04.11.2019, 17:09
2. Was ich nicht verstehe, ist ..

...warum hier nicht steht, was "Abflüge aus Deutschland" in der Ankündigung von UFO bedeuten soll. Nur internationale Flüge? Auch München Hamburg ist ein Abflug aus Deutschland. Ob der noch betroffen ist, interessiert ausser mir vermutlich keinen Lufthansa Kunden

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pd1954 04.11.2019, 17:37
3. Diese Perversion der

Rolle dieser Minderheitsgewerkschaften wie UFO und GDL muss endlich aufhören, insbesondere da sie ihren unsinnigen Streik auf dem Rücken der Passagiere austragen, die gar nichts für die masslosen Wünsche der Flugbegleiter können - aber deren Gehalt bezahlen !! Es gibt keinen Grund zu streiken, die LH Mitarbeiter sind besser versorgt als jeder andere in der Branche - also neben dem unsinnigen Gewerkschaftenwettstreit auch noch eine unsinnige Forderung der Streikenden !

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klaus444 04.11.2019, 20:17
4. Streik ist ein legales

Mittel bei Tarifauseinandersetzungen, das muss man akzeptieren! Und ein Streik muss logischerweise die Kunden des bestreikten Unternehmens treffen, sonst wäre er kein Druckmittel. Ein Streik, von dem niemand etwas merkt, ist nutzlos. Was soll also das Gejammer darüber, dass der Kunde die Folgen des möglichen Streiks der Flugbegleiter tragen muss? Ganz krass finde ich die Behauptung, der Streik sei unberechtigt, weil es der Berufsgruppe sooo gut geht. Kann das ein Außenstehender beurteilen? Kann er nicht! Keine Gewerkschaft, auch keine „Spartengewerkschaft“ ruft nur aus Lust und Laune zur Urabstimmung auf, es wird schon handfeste Gründe haben, wenn es dann zu einem Arbeitskampf kommt. Wir, auch Sie als Kunde, werden es überleben.

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Gluehweintrinker 05.11.2019, 02:10
5. @2: jeder Flug, der in Deutschland abhebt

... kann betroffen sein, also natürlich auch innerdeutsche Verbindungen. Das hängt mir territorialen Regeln zusammen, denn wenn es ein Streik einer deutschen Gewerkschaft gegen ein deutsches Unternehmen ist, welches seinen Firmensitz in Deutschland hat und deutsche Tarifverträge betroffen sind, kann nicht Personal in Frankreich, Ägypten, USA oder Japan in den Streik treten, und erst recht nicht während eines Fluges.

Soll also eine Besatzung beispielsweise am 7. November früh morgens von Paris CDG nach Frankfurt FRA fliegen, anschließend noch nach Hamburg und zurück nach Frankfurt und später nach Mailand, was einem Standard bei einem Kurzstreckenumlauf entspricht, dann darf die Crew nach der ersten Landung in FRA und nach dem Aussteigen der Passagiere in den Ausstand treten bzw. einzelne Besatzungsmitglieder, wer immer sich dafür entscheidet.

Derzeit sucht LH per Aufruf Freiwillige, die auch bereit sind, aus der Freizeit, Urlaub oder Ruhezeiten zu fliegen und bestimmte stabilisierende Faktoren in der Dienstplangestaltung sind ausgesetzt, um einen Notflugplan bewältigen zu können. Da man von FRA aber sehr gut nach HAM, CDG, MUC oder AMS mit dem Zug reisen kann, jedoch nur sehr beschwerlich nach LIS oder ATH und nach Übersee gar nicht, dürfte klar sein, worauf der Hauptfokus liegt.

Wie auch bei Winter-OPS mit Schneefall fallen bei Streiksituationen zuerst die innerdeutschen Verbindungen weg, was eigentlich logisch ist. In diesen Situationen besteht stets ein Abkommen mit der DB, so dass hier die Tickets problemlos als Bahnticket verwendet werden können. Darüber sollte am 5. und 6. November informiert werden, so dass man empfehlen kann, die Website der LH im Auge zu behalten und die Nachrichten zu verfolgen.

Erschreckend hingegen finde ich die mangelnde Solidarität in dieser Gesellschaft mit Arbeitnehmern, die ihr gesetzlich verbrieftes Streikrecht wahrnehmen. Statt dessen erleben wir Neid und Missgunst jedem Menschen gegenüber, der vielleicht nur einen EUR mehr auf dem Lohnzettel stehen hat als der andere. Es muss nicht heißen "mir geht es mies, dann muss es den anderen bitte genau so mies gehen", sondern "was muss getan werden, damit es mir auch besser geht?" Aber diese Sehnsucht nach kollektivem Elend muss etwas sehr Deutsches sein. Anders kann ich es mir nicht erklären. Jeder Franzose würde sich bei solchen Auswüchsen der Selbstherabwürdigung angewidert abwenden, und das zurecht.

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DerBlicker 05.11.2019, 14:36
6. doch kann er

Zitat von klaus444
Mittel bei Tarifauseinandersetzungen, das muss man akzeptieren! Und ein Streik muss logischerweise die Kunden des bestreikten Unternehmens treffen, sonst wäre er kein Druckmittel. Ein Streik, von dem niemand etwas merkt, ist nutzlos. Was soll also das Gejammer darüber, dass der Kunde die Folgen des möglichen Streiks der Flugbegleiter tragen muss? Ganz krass finde ich die Behauptung, der Streik sei unberechtigt, weil es der Berufsgruppe sooo gut geht. Kann das ein Außenstehender beurteilen? Kann er nicht!
Die UFO hatte 1,8 % gefordert, die Lufthansa hat sogar 2 % gegeben. Es gibt also keinen Grund für einen Streik. UFO ist schlicht beleidigt, weil die Lufthansa nicht mit ihnen verhandelt hat und die Lohnerhöhung einfach so einseitig durchgeführt hat. Das zeigt, wie absurd und krank der Streik ist. UFO hat nicht ohne Grund inzwischen die Hälfte seiner Mitglieder von 130 000 auf 7000 verloren, ich bin daher mal gespannt, ob UFO überhaupt ein Streik gelingt, den Lufthansa spüren wird, denn die meisten Flugbegleiter werden für den Unsinn von UFO nicht streiken.

Ach, und es ist natürlich das gute Recht eines jeden Passagiers, eine Airline zu wählen, die nicht streikt, niemand muss sich mit Streikenden solidarisieren.

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Gluehweintrinker 05.11.2019, 16:50
7. Wenn man an die "einfchen Wahrheiten" glauben möchte...

Zitat von DerBlicker
Die UFO hatte 1,8 % gefordert, die Lufthansa hat sogar 2 % gegeben. Es gibt also keinen Grund für einen Streik. UFO ist schlicht beleidigt, weil die Lufthansa nicht mit ihnen verhandelt hat und die Lohnerhöhung einfach so einseitig durchgeführt hat. Das zeigt, wie absurd und krank der Streik ist. UFO hat nicht ohne Grund inzwischen die Hälfte seiner Mitglieder von 130 000 auf 7000 verloren, ich bin daher mal gespannt, ob UFO überhaupt ein Streik gelingt, den Lufthansa spüren wird, denn die meisten Flugbegleiter werden für den Unsinn von UFO nicht streiken. Ach, und es ist natürlich das gute Recht eines jeden Passagiers, eine Airline zu wählen, die nicht streikt, niemand muss sich mit Streikenden solidarisieren.
... dann kann man das tun. Sie zeigen der versammelten Foristengemeinde, dass Sie nicht den blassesten Schimmer von unseren Tarifforderungen haben, geschweige denn von den Arbeitsbedingugen als Besatzungmitglied grundsätzlich. Nur zur Erinnerung - die Tarifforderungen lauten:

Erhöhung der Spesen zum 01.11.2019 um 5,00 Euro pro Tag
Erhöhung der Spesen zum 01.07.2020 um weitere 5,00 Euro pro Tag
Erhöhung aller Purserzulagen: Purser I auf 600,00 Euro pro Monat, Purser II (inkl. GP2) auf 800,00 Euro pro Monat
Angleichung der Endstufen aller PII, sodass alle Purser II (inkl. GP2) in die Endstufe 27 steigern
Einführung eines Faktors von allen Flügen, die mit Kont-Fluggerät (derzeit A319, A320, A321) durchgeführt werden: Blockstunden werden LSW und BZW mit 1,25 fakturiert
Abschluss einer veränderten Anschlussregelung zum TV-SMK: Nach einer Verweildauer von 1 Monat können die Mitarbeiter mit einem Vorlauf von 3 Monaten ab Antragstellung in eine Vollzeitbeschäftigung wechseln. Dieser Antrag ist nicht ablehnbar. Der TV SMK wird bis 31.12.2020 geschlossen

Immer wieder kursiert die Vorstellung, LH-Kabinenpersonal sei "gut bezahlt" - das Einstiegsgehalt beträgt 1416,81 EUR. Neue Kollegen fliegen oft tagelang mit eigenen Lebensmittelvorräten durch die Gegend, sofern die Hygienevorschriften der Zielländer dieses zulassen, weil sie ihre Spesen als zweiten Gehaltsbestandteil dringend brauchen, um über die Runden zu kommen. Spesen und Purserzulagen wurden seit vielen Jahren nicht erhöht. Spesen sollten eigentlich der angemessenen Verpflegung im Einsatz dienen und nicht zur Finanzierung von Lebensunterhalt, Standby-Unterkunft u.Ä.

Aus Ihrem Beitrag spricht Unwissen und Desinteresse und gipfelt natürlich in der sagenhaften Erkenntnis, dass man ja auch mit denen fliegen könne, die niemals streiken. Chapeau, sie bevorzugen also die Dienstleistungen der Ausgebeuteten, reklamieren aber sicher für sich selbst die vollen Arbeitnehmerrechte, für man in der EU gottlob für selbstverständlch halten kann. Danke, dass Sie Ihren Egoimsus und Ihre mangelnde Solidarität so deutlich pränsentieren, Sie stehen immerhin dazu.

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aktiverbeobachter 06.11.2019, 07:11
8. Glück

Viel Glück an alle LH Reisenden. Mit LH zu reisen ist ja mittlerweile Glückssache geworden, ob nicht gerade mal wieder irgendjemand Lust auf Nicht-Arbeiten hat. So schade, wie ein ehemaliges deutsches TOP Unternehmen durch gewerkschaftlichen Dogmatismus kaputt gestreikt wird.

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DerBlicker 06.11.2019, 09:05
9. das interessiert mich nun wirklich nicht

Zitat von Gluehweintrinker
... dann kann man das tun. Sie zeigen der versammelten Foristengemeinde, dass Sie nicht den blassesten Schimmer von unseren Tarifforderungen haben, geschweige denn von den Arbeitsbedingugen als Besatzungmitglied grundsätzlich. Nur zur Erinnerung - die Tarifforderungen lauten: Erhöhung der Spesen zum 01.11.2019 um 5,00 Euro pro Tag Erhöhung der Spesen zum 01.07.2020 um weitere 5,00 Euro pro Tag Erhöhung aller Purserzulagen: Purser I auf 600,00 Euro pro Monat, Purser II (inkl. GP2) auf 800,00 Euro pro Monat Angleichung der Endstufen aller PII, sodass alle Purser II (inkl. GP2) in die Endstufe 27 steigern Einführung eines Faktors von allen Flügen, die mit Kont-Fluggerät (derzeit A319, A320, A321) durchgeführt werden: Blockstunden werden LSW und BZW mit 1,25 fakturiert Abschluss einer veränderten Anschlussregelung zum TV-SMK: Nach einer Verweildauer von 1 Monat können die Mitarbeiter mit einem Vorlauf von 3 Monaten ab Antragstellung in eine Vollzeitbeschäftigung wechseln. Dieser Antrag ist nicht ablehnbar. Der TV SMK wird bis 31.12.2020 geschlossen Immer wieder kursiert die Vorstellung, LH-Kabinenpersonal sei "gut bezahlt" - das Einstiegsgehalt beträgt 1416,81 EUR. Neue Kollegen fliegen oft tagelang mit eigenen Lebensmittelvorräten durch die Gegend, sofern die Hygienevorschriften der Zielländer dieses zulassen, weil sie ihre Spesen als zweiten Gehaltsbestandteil dringend brauchen, um über die Runden zu kommen. Spesen und Purserzulagen wurden seit vielen Jahren nicht erhöht. Spesen sollten eigentlich der angemessenen Verpflegung im Einsatz dienen und nicht zur Finanzierung von Lebensunterhalt, Standby-Unterkunft u.Ä. Aus Ihrem Beitrag spricht Unwissen und Desinteresse und gipfelt natürlich in der sagenhaften Erkenntnis, dass man ja auch mit denen fliegen könne, die niemals streiken. Chapeau, sie bevorzugen also die Dienstleistungen der Ausgebeuteten, reklamieren aber sicher für sich selbst die vollen Arbeitnehmerrechte, für man in der EU gottlob für selbstverständlch halten kann. Danke, dass Sie Ihren Egoimsus und Ihre mangelnde Solidarität so deutlich pränsentieren, Sie stehen immerhin dazu.
Ich habe mich nur zur Lohnerhöhung geäußert, hier hat Lufthansa mehr geliefert als UFO gefordert hat, da sind Sie mit keinem Wort drauf eingegangen und das ist bezeichnend. Und nein, die Lufthansa Flugbegleiter nagen nicht am Hungertuch, dazu reicht ein Blick auf die Instagram Accounts gerade junger LH Flugbegleiter.

Und ja, mich interessiert nur, dass die Airline gut ist und pünktlich fliegt. Da Lufthansa das seit geraumer Zeit nicht mehr tut, meide ich sei wo immer ich kann. Zur Erhöhung der Gehälter bei Lufthansa trägt das natürlich nicht bei. Außerhalb Deutschlands gibt es keine Ziele, die man nur mit Lufthansa anfliegen kann, Richtung Asien nehme ich Qatar, Thai, Air China und Co, Richtung USA eben United, American und Co.

Ich bezweifle daher, dass der UFO Streik den beschäftigten mittel- und langfristig nützt.

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