Forum: Reise
Tarifkonflikt mit Sicherheitspersonal: Ver.di will am Dienstag sechs deutsche Flughäf
AFP

Streikende Kontrolleure könnten am Dienstag für massive Flugausfälle sorgen. Nicht nur Frankfurt, Deutschlands größtes Drehkreuz, ist - wie bereits angekündigt - betroffen, sondern auch fünf weitere Flughäfen.

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markus_wienken 13.01.2019, 19:41
110.

Zitat von flywheel
Gerne, wenn das Abfertigungspersonal freundlich und zügig arbeiten würde. Aber die sind muffelig geistig abwesend und oftmals nicht in der Lage sich angemessen zu artikulieren. Daher ist der Mindestlohn fast schon zuviel.... Ich wünschte es wäre anders, der Fachkräftemangrl schlägt auch hier wohl schon durch.
Dergleichen habe ich noch nicht erlebt. Sollten Sie unhöflich behandelt werden merken Sie sich den Namen des Mitarbeiters und beschweren Sie sich schriftlich.
So mache ich es im Einzelhandel im Falle eines Falles auch.

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oldginger 13.01.2019, 20:47
111. Ganz genau

Zitat von markus_wienken
Von einem mündigen Bürger kann man etwas Mitdenken und Flexibilität durchaus erwarten.
Ich meide deutsche Airlines und fliege ab Zürich. Funktioniert reibungslos.

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bapu65 14.01.2019, 01:12
112. Ja beschwert habe ich mich auch,

Zitat von markus_wienken
Dergleichen habe ich noch nicht erlebt. Sollten Sie unhöflich behandelt werden merken Sie sich den Namen des Mitarbeiters und beschweren Sie sich schriftlich. So mache ich es im Einzelhandel im Falle eines Falles auch.
soll ich Ihnen die Antwort vom Flughafen FRA oder von der Bundespolizei und den Verantwortlichen zuschicken? Da wird davon geredet dass man Unmengen von zeit und geld in die Ausbildung des personals gesteckt hat und dass sie es sehr bedauern dass ich da von einem einzelnen MA auf unverschämte Weise behandelt wurde. Und sonst nix !!! Konsequenzen NULL !!!! Und dafür 20 Euros ? Die Verantwortlichen verstecken sich hinter einer Mauer ueber die "Otto" nicht hinweg kommt, dasselbe erlebt man bei der Einreise beim BG (Passkontrolle) und beim Zoll .... Beamte ? Ich glaub es piept !

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bapu65 14.01.2019, 01:22
113. Stimme

Zitat von oldginger
Ich meide deutsche Airlines und fliege ab Zürich. Funktioniert reibungslos.
Ihnen 100 % zu, bin in den letzten 20 Jahren ca 4 bis 6 mal pro Jahr geflogen, in alle Welt, BRD Flughäfen sind die einzigen in der westlichen Welt und z.T in ME (DXB) und Australien in denen abfliegenden und ankommende Passagiere wie Tiere behandelt werden, angeschnauzt und schikaniert werden. Beste Airports zum einreisen / ausreisen in Bezug auf freundliche Behandlung beim Zoll / Immigration / Security : SIN / AKL/ NRT / MCT / IST / BCN / MAD / LIN usw. Es geht schon , mann muss nur wollen bzw die MA richtig schulen (glaube nicht dass in den o.g. Apt s die MA 20 Euros die Stunde verdienen). Und zu dem Schwachsinnsargument dass überall derselbe Lohn gezahlt werden sollte: Da muessen sich aber die restlichen Gemeinden auf einiges einstellen in Bezug auf deren Budgets wenn die MA plötzlich sich all Luxuswohnungen mieten wollen, weil die Mieten so billige sind ! Was fuer Argumente manche bringen nur um Recht zu haben .. erinnert mich an alternative Facts. Sind wir schon so weit ?

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rere 14.01.2019, 05:05
114. Schlechter Scherz

Es fällt nur auf das Verdi Streikt was anderes ist von Ihnen nicht zu hören. Es ist eine frechheit das eine Gewerkschaft so viel Macht bekommt.
Als Flughafenbetreiber würde ich austretten.
Als Regierung würde ich es Deckeln.
Als Angestellter würde ich durch Befähigung glänzen um Anrecht und Grundlage zu haben mehr Geld zu verlangen.
Durch 9 Flügen in 2 Jahren muss ich sagen sind mir nur zwei maximal drei am Hamburger und Frankfurter Flughafen aufgefallen die es wert gewesen wären mehr zu bekommen.
Da gibt es andere Berufsgruppen die mehr Verdienst erbracht haben um eine Lohnerhöhung.
Meine Aussage mag vielleicht ein wenig neutral und ohne große Genauigkeit einhergehen. Und auch schwingt ein emotionaler Ton mit da meine Eltern wegen der Streiks meine Hochtzeit verpassen werden.
Dennoch gibt es andere Länder in denen das Bodenpersonal weniger im Landesdurchschnitt ihres eigenen Landes verdienen und mehr Leisten wie die Deutschen.
Nicht nur weil die Deutschen Ihre Werte verloren haben. Selbst im Mittelalter war man freundlicher zu einander wie heute.

Somit ist der Streik nicht gerechtfertigt aus meinen Augen was mir von Ihnen Geboten wird.

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markus_wienken 14.01.2019, 08:08
115.

Zitat von bapu65
soll ich Ihnen die Antwort vom Flughafen FRA oder von der Bundespolizei und den Verantwortlichen zuschicken? Da wird davon geredet dass man Unmengen von zeit und geld in die Ausbildung des personals gesteckt hat und dass sie es sehr bedauern dass ich da von einem einzelnen MA auf unverschämte Weise behandelt wurde. Und sonst nix !!! Konsequenzen NULL !!!! Und dafür 20 Euros ? Die Verantwortlichen verstecken sich hinter einer Mauer ueber die "Otto" nicht hinweg kommt, dasselbe erlebt man bei der Einreise beim BG (Passkontrolle) und beim Zoll .... Beamte ? Ich glaub es piept !
Sie haben doch eine Entschuldigung bekommen, was erwarten Sie denn? Soll der Mitarbeiter umgehend entlassen oder gevierteilt werden?
Passiert es erneut beschweren Sie sich wieder und wenn es symptomatisch sein sollte (kann ich anhand meiner Erfahrungen und die aus meinem Freundes- und Berufsumfeld allerdings nicht bestätigen) und sich viele Lunden beschweren wird sich vielleicht doch etwas grundsätzlich ändern.
Alternativ meiden Sie den Flughafen bei dem Sie schlechte Erfahrungen gemacht haben.

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Wolfgang Höfft 14.01.2019, 08:56
116. Warum bewahrt uns der Staat nicht vor dem Streik-Stress?

Warum wendet der Staat Gesetze, die ihm ein Vorgehen gegen Arbeitskampf und Gewerkschaften gebieten, nicht an?

Streiken ist als Erpressen kriminelles Unrecht und als Erpressen ( 253 StGB) bestraft worden, vgl. RGSt 21, 114.

Erpressung ist als Offizialdelikt ohne Antrag und ohne Ermessensspielraum von Amts wegen zu verfolgen. Sobald gewerkschaftsseitig zu einem Streik aufgerufen und dies öffentlich bekannt gemacht wird, hat die Anklagebehörde gegen die Streikenden unter dem Gesichtspunkt des § 253 Abs. 4 StGB zu ermitteln.

Und seit Inkrafttreten des Grundgesetzes im Jahre 1949 sind Vereine, die als Gewerkschaften das Geschäft des Organisierens von Straftaten betreiben, als strafrechtswidrige Vereinigungen durch Art. 9 Abs. 2 GG verboten und vereinsrechtlich aufzulösen. Das gilt auch heute.

Bis dahin sind sie als nicht rechtsfähige, verbotene Vereine mangels Geschäftsfähigkeit außerstande, sich an einem Vertrag zu beteiligen. Ihr etwaiges Angebot auf Abschluss eines Tarifvertrages (§ 2 Abs. 1 TVG) ebenso wie ihre etwaige Annahme eines Angebots auf Abschluss eines Tarifvertrages (§ 2 Abs. 1 TVG) sind nichtig (§ 105 BGB). Weil jeweils nur einer seiner Vertragspartner eine wirksame Vertragserklärung hat abgeben können und die zweite Vertragsunterschrift nichtig ist, kommt es durch den Vertragsschluss mit einer Gewerkschaft nicht zu einem Tarifvertrag.

Gerichte haben dies beim Umgang mit „Tarifverträgen“, die mit verbotenen, nicht rechtsfähigen Gewerkschaften „geschlossen“ sind, zu berücksichtigen.

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m.rabeneck 14.01.2019, 09:30
117.

Hätten Sie mal weiter gelesen dann wären Sie auch auf den dritten Satz des Artikels 9 im Grundgesetz gestoßen anstatt hier mit Paragrafen aus dem BGB um sich zu werfen. Hier eine verständliche Erklärung der Kanzlei Hensche (www.hensche.de/Rechtsanwalt_Arbeitsrecht_Handbuch_Streik.html#toc item3) zum selber nachlesen:

"Warum sind Streiks erlaubt?
Ansatzpunkt der Streikerlaubnis ist Art.9 Abs.3 Grundgesetz (GG), d.h. die Koalitionsfreiheit. Sie eröffnet Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden ein weitgehend freies, d.h. vor von staatlicher Einflussnahme geschütztes Betätigungsfeld bei der Regelung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen.
Und da Gewerkschaften ohne eine effektive und rechtlich anerkannte Streikmöglichkeit nur ein Schatten ihrer selbst wären, d.h. mit der Arbeitgeberseite nicht „druckvoll verhandeln“ könnten, ist die Streikfreiheit als Grundrecht von der Koalitionsfreiheit (Art.9 Abs.3 GG) mit umfasst.
Diese Begründung der Streikfreiheit beinhaltet von vornherein auch eine Begrenzung dieses Rechts: Jeder legale Streik muss von einer Gewerkschaft getragen und einen positiven Beitrag zur gewerkschaftlicher Tarifpolitik leisten, d.h. in diesem Rahmen sinnvoll sein.
Wann genau ist ein Streik legal?
Da Streiks vom Arbeitsrecht nur als Mittel zum Zweck eines „gleichgewichtigen“ Verhandelns bei Tarifverhandlungen anerkannt werden, besteht weitgehend Einigkeit darüber, dass Streiks im Prinzip immer dann verboten sind, wenn sie nicht als (notwendiges) Mittel zur Erzwingung von (rechtlich zulässigen) Tarifverträgen eingesetzt werden.

Konkret sind Streiks daher rechtmäßig, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:
Der Streik ist von einer Gewerkschaft getragen, d.h. es gibt eine Gewerkschaft, die ihn organisiert und sich mit ihre Forderungen hinter die Streikenden stellt. Ein nicht gewerkschaftlich getragener Streik ist als „wilder Streik“ verboten.
Die Gewerkschaft und die Streikenden verfolgen ein tariflich regelbares Ziel. Diese Voraussetzung ist nicht erfüllt, wenn z.B. Druck auf den Gesetzgeber oder die Regierung gemacht werden soll. Solche Streiks richten sich gegen den „falschen“ Gegner und sind als „politische“ Streiks in Deutschland verboten und kommen praktisch auch nicht vor (in Frankreich dagegen sind sie an der Tagesordnung).
Das von der Gewerkschaft und den Streikenden verfolgte (tariflich regelbare) Ziel muss auch tarifrechtlich zulässig sein. [...]
So, dass mal eben zum Grundrecht...

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Wolfgang Höfft 14.01.2019, 11:27
118. @m.rabeneck -Zum Streit um das Streikrecht -

Zu Ihrer Leseempfehlung:
Art. 9 GG, auf den Sie verweisen, hat folgenden Wortlaut:

"GG Art. 9

(1) Alle Deutschen haben das Recht, Vereine und Gesellschaften zu bilden.

(2) Vereinigungen, deren Zwecke oder deren Tätigkeit den Strafgesetzen zuwiderlaufen oder die sich gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder gegen den Gedanken der Völkerverständigung richten, sind verboten.

(3) 1Das Recht, zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen Vereinigungen zu bilden, ist für jedermann und für alle Berufe gewährleistet. 2Abreden, die dieses Recht einschränken oder zu behindern suchen, sind nichtig, hierauf gerichtete Maßnahmen sind rechtswidrig. 3Maßnahmen nach den Artikeln 12a, 35 Abs. 2 und 3, Artikel 87a Abs. 4 und Artikel 91 dürfen sich nicht gegen Arbeitskämpfe richten, die zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen von Vereinigungen im Sinne des Satzes 1 geführt werden."


Darin kommen "Gewerkschaft" und "Streik", ja selbst "Tarifautonomie, nicht vor.

Und übrigens stellt Hensche, den Sie zitieren, das Verbot des Art. 9 Abs. 2 GG nicht in Abrede. Er lässt lediglich unerwähnt, dass es dies Verbot gibt.

Mit seiner Streikrechts-Begründung bewegt er sich, wie übrigens alle Streikrechts-Protagonisten, nicht mehr auf dem Boden des Rechts.

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Wolfgang Höfft 14.01.2019, 11:32
119.

Zitat von m.rabeneck
Hätten Sie mal weiter gelesen dann wären Sie auch auf den dritten Satz des Artikels 9 im Grundgesetz gestoßen anstatt hier mit Paragrafen aus dem BGB um sich zu werfen. Hier eine verständliche Erklärung der Kanzlei Hensche (www.hensche.de/Rechtsanwalt_Arbeitsrecht_Handbuch_Streik.html#toc item3) zum selber nachlesen: ... Konkret sind Streiks daher rechtmäßig, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind: Der Streik ist von einer Gewerkschaft getragen, d.h. es gibt eine Gewerkschaft, die ihn organisiert und sich mit ihre Forderungen hinter die Streikenden stellt. Ein nicht gewerkschaftlich getragener Streik ist als „wilder Streik“ verboten. Die Gewerkschaft und die Streikenden verfolgen ein tariflich regelbares Ziel. Diese Voraussetzung ist nicht erfüllt, wenn z.B. Druck auf den Gesetzgeber oder die Regierung gemacht werden soll. Solche Streiks richten sich gegen den „falschen“ Gegner und sind als „politische“ Streiks in Deutschland verboten und kommen praktisch auch nicht vor (in Frankreich dagegen sind sie an der Tagesordnung). Das von der Gewerkschaft und den Streikenden verfolgte (tariflich regelbare) Ziel muss auch tarifrechtlich zulässig sein. [...] So, dass mal eben zum Grundrecht...
Zu Ihrer Leseempfehlung:
Art. 9 GG, auf den Sie verweisen, hat folgenden Wortlaut:

"GG Art. 9

(1) Alle Deutschen haben das Recht, Vereine und Gesellschaften zu bilden.

(2) Vereinigungen, deren Zwecke oder deren Tätigkeit den Strafgesetzen zuwiderlaufen oder die sich gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder gegen den Gedanken der Völkerverständigung richten, sind verboten.

(3) 1Das Recht, zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen Vereinigungen zu bilden, ist für jedermann und für alle Berufe gewährleistet. 2Abreden, die dieses Recht einschränken oder zu behindern suchen, sind nichtig, hierauf gerichtete Maßnahmen sind rechtswidrig. 3Maßnahmen nach den Artikeln 12a, 35 Abs. 2 und 3, Artikel 87a Abs. 4 und Artikel 91 dürfen sich nicht gegen Arbeitskämpfe richten, die zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen von Vereinigungen im Sinne des Satzes 1 geführt werden."


Darin kommen "Gewerkschaft" und "Streik", ja selbst "Tarifautonomie, nicht vor.

Und übrigens stellt Hensche, den Sie zitieren, das Verbot des Art. 9 Abs. 2 GG nicht in Abrede. Er lässt lediglich unerwähnt, dass es dies Verbot gibt.

Mit seiner Streikrechts-Begründung bewegt er sich, wie übrigens alle Streikrechts-Protagonisten, nicht mehr auf dem Boden des Rechts.

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