Forum: Reise
Tarifkonflikt mit Sicherheitspersonal: Ver.di will am Dienstag sechs deutsche Flughäf
AFP

Streikende Kontrolleure könnten am Dienstag für massive Flugausfälle sorgen. Nicht nur Frankfurt, Deutschlands größtes Drehkreuz, ist - wie bereits angekündigt - betroffen, sondern auch fünf weitere Flughäfen.

Seite 9 von 13
m.rabeneck 13.01.2019, 14:18
80. Hoheitliche Tätigkeit

Alle Mitarbeiter in der Flugsicherheit üben eine hoheitliche Tätigkeit aus, d.h. noch vor der Agenda von unserer lieben Regierung hatten wir alle den "Adler" auf dem Ärmel und mit der Agenda wurde dieses Abgeschafft. natürlich alles im Sinne einiger Lobbyisten. Das ganze war und ist politisch so gewollt gewesen.
Bis vor wenigen Jahren musste jeder Arbeitgeber der Branche eine Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung (AÜG) vorweisen können, ohne diese hätte er erst gar nicht an den Ausschreibungen teilnehmen dürfen bzw. können. Dieses wurde vor einiger Zeit durch "Dienstleistungsverträge" geändert. Packen wir jetzt mal die Katze beim Schwanz, wäre es damals nicht auf Dritte übertragen worden dann würde es heute diese Diskusion erst gar nicht geben... Wie ich ja schon mal geschrieben habe, Jeder will Sicherheit aber kosten darf sie bitte nichts.
Und für alle die hier meinen das es alles so Einfach ist - es gibt da eine wirklich gute Möglichkeit. Kündigen Sie Ihren Job, überstehen Sie das Auswahlverfahren und die Prüfungen - Schwups und schon haben Sie die Möglichkeit auf einem der großen Verkehrsflughäfen anzufangen. So richtig mit allen Vorzügen die der Job mit sich bringt wie z.b. nörgelnde oder besserwisserische Passagiere, langen Arbeitszeiten (160 - 209 Stunden/Monat), ständigen Überprüfungen und noch vielem mehr... Kommen Sie alle, die AG`s werden sich freuen denn die bekommen großflächig um die Flughäfen schon lange kein Personal mehr. Dieses ist auch den Arbeitsämtern/Jobcenter zu verdanken, die geben nämlich keine "Bildungsgutscheine" mehr aus wovon sich die AG über Jahre die Taschen voll gemacht haben. Und da es keine "Bildungsgutscheine" mehr gibt dann darf man tatsächlich den Ausbildungskurs und die dazu gehörige Prüfung selbst bezahlen. Na, klingt das nicht verlockend??? Also los, Job geschmissen und bei uns anfangen - ist doch nur ein "Hilfsjob" wofür man eh`keine Kenntnisse braucht. In jeden guten Actionthriller kann man ja schließlich sehen wie ein Sprengsatz aussieht - demnach herzlich willkommen Ihr ganzen neuen Kollegen, Vorkenntnisse scheinen ja vorhanden zu sein.
(Sorry, bin etwas in die Ironie verfallen)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Hardisch 13.01.2019, 14:21
81.

Zitat von Das schwarze Schaf
Die Sicherheitsleute haben wahrscheinlich keinen leichten Job und diesen machen sie in der Regel tadellos. Aber für eine Anlerntätigkeit 20 Euro Stundenlohn zu fordern finde ich übertrieben, wo sie doch schon mehr als den Mindestlohn bekommen. Die Lösung sollte hier keine Lohnerhöhung sein, sondern die Einstellung von mehr Personal. So wie ich es an den Flughäfen mitbekommen habe fehlt es doch an allen Ecken und Kanten. Es sind nicht alle Kontrollstellen geöffnet wodurch es dann an anderen Stellen zu Engpässen kommt. Vielleicht war es sowieso ein Fehler diese hoheitliche (staatliche) Aufgabe an Privatfirmen zu vergeben. Unsere Armee ist ja auch kein privates Söldnerheer. Nein bevor es hier zu Lohnerhöhungen kommt sollten erst einmal andere Berufsgruppen mehr Geld kriegen, Leute von denen zum Teil unser tägliches (Über)Leben abhängt. Und davon gibt es mehr als genug.
Sie machen ihn eben noch nichtmal tadellos, sondern vor allem hier in Düsseldorf meist gelangweilt, untereinander schwätzend und die Frau/der Mann am Bildschirm guckt häufig kaum hin. Da kann ich mir diesen ganzen Sicherheitsbimbam sparen. 20 Euro für diesen Mist sind ein Hohn.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Noi 13.01.2019, 14:22
82. Was ist denn die eigentliche Ursache?

Liebes SPON Team,
Ich würde mir wünschen, wenn man mal auf die Ursache dieser überzogenen Eskalationen eingehen würde!
In einer sozialpolitischen Debatte zu Entlohnungen gibt es naturgemäß kein Richtig oder Falsch.
Auch sind die Tätigkeiten im Bereich der Luftsicherheit entgegen einiger Meinungen gute, verantwortungsvolle und teilweise sehr harte Jobs, wie in vielen Teilen der gewerblichen Arbeit in der Produktion oder der Dienstleistung.
Eigentlicher Verursacher dieser Eskalation ist doch das Bundesinnenministerium – es drückt sich um eine Lösung im Gesamtkonstrukt Luftsicherheit seit Jahren, obwohl dies sogar eine eigenauferlegte Aufgabe im Koalitionsvertrag ist.
Das Beschaffungsamt des BMI nutzt private Dienstleistungsunternehmen, ohne dass das BMI hier eine klare Strategie umsetzen würde; diese unausgegorene Umsetzung trägt als Stilblüte u.a. eine mittlerweile seit Jahren eingeführte Lohngleitklausel in den Verträgen des Beschaffungsamtes mit den privaten Dienstleistern – seit dieser Einführung kommt es im übrigen regelmäßig zu diesen absurden Auseinandersetzungen...
Damit ist der Arbeitgeberverband im Rahmen der Tarifverhandlungen doch ein zahnloser Tiger – Die Politik schickt die privaten Sicherheitsdienstleister im Rahmen dieser tariflichen Auseinandersetzungen als Don Quijote gegen die Gewerkschaftswindmühlen und propagandiert gleichzeitig, dass sie sich aufgrund von Tarifautonomie nicht einmische - völlig absurd!
Außerdem können die Sicherheitsdienstleister gar keinen Willen in der Auseinandersetzung entwickeln, da es sie wirtschaftlich nicht trifft – und je höher der Lohn, desto einfacher die Mitarbeitergewinnung und die prozentuale Marge.
Mittlerweile haben die Gewerkschaften in diesem Segment solch eine Macht dank des fehlenden Handlungswillens des BMI entwickelt, dass sie sich nicht schämen in der Luftsicherheit mehr Lohn zu verlangen, als es im öffentlichen Dienst zu verdienen gäbe, und nehmen für diese völlig überzogenen Forderungen den gesamten Luftverkehr, Passagiere, Airlines, Airports und dessen Beschäftigte in Geiselhaft.
Noch Ende letzten Jahres beim Luftfahrtgipfel in Hamburg forderte ausgerechnet diese Politik Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit von allen Akteuren im Luftverkehr nun sind sie doch nicht nur wesentliche Ursache für diese Unregelmäßigkeiten, sondern ebenfalls verantwortlich für eine völlig überzogene und vielenfalls existenzbedrohende Lohnforderungslandschaft, welche nicht nur dem Luftverkehr, sondern sämtlichen gewerblichen Branchen massiven, nachhaltigen und vor Allem unnötigen Schaden zufügt. Eine Recherche in diese Richtung wäre angebracht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Hardisch 13.01.2019, 14:24
83.

Zitat von markus_wienken
Selten so einen Unsinn gelesen. Wenn Sie mit Ihrem Lohn nicht zufrieden sind machen Sie es wie das Sicherheitspersonal. Engagieren Sie sich und kämpfen ebenfalls für mehr Lohn. Sollte gerade heutzutage wo es doch angeblich gerade im Handwerksbereich kaum noch Nachwuchs gibt und Kunden Handwerker händeringend suchen kein Problem sein. Aber diese Neidposts wir das Ihre gehen mir nur einfach auf die Nerven.
SIE gehen mir auf die Nerven mir ihrer sozialistischen Maßlosigkeit. Erst wenn die Dummen und Faulen in diesem Land auch noch das meiste verdienen wird Herr Bsirske zufrieden sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Hardisch 13.01.2019, 14:26
84.

Zitat von Alfred Ahrens
wir wollten mit unserern Kollegen am Dienstag ab Frankfurt zu einer Gewerkschaftskonferenz in Spanien fliegen. Nun sorgt die eigene Gewrkschaft dafür, dass dies nicht passieren wird. Schade eigentlich und die Lohnforderung verblüfft uns auch, das bekommen wir bei unserer Stadt als Angestellte nicht bezahlt...Nun denken die ersten Kollegen über Austritt aus Ver.Di nach.
Klug! Unbedingt machen!!! Ich habe es schon lange getan. Statt die üppigen Gehälter von Gewerkschaftsbonzen zu finanzieren, gehe ich für das Geld lieber mit Freunden essen oder spende es.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dig 13.01.2019, 14:28
85. Die Ticketpreise sind zu billig

Zitat von nuffel01
Alle, die die Streiks richtig finden: ihr wisst schon, dass ihr die entstehenden Mehrkosten über höhere Ticketpreise zahlen dürft?
kein Problem, ich zahle gerne 10, 20 oder 50 €uro mehr, wenn die Leute anständig entlohnt werden. Die Ticketpreise sind sowieso zu billig.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
m.rabeneck 13.01.2019, 14:32
86. Hoheitliche Tätigkeit

Alle Mitarbeiter in der Flugsicherheit üben eine hoheitliche Tätigkeit aus, d.h. noch vor der Agenda von unserer lieben Regierung hatten wir alle den "Adler" auf dem Ärmel und mit der Agenda wurde dieses Abgeschafft. natürlich alles im Sinne einiger Lobbyisten. Das ganze war und ist politisch so gewollt gewesen.
Bis vor wenigen Jahren musste jeder Arbeitgeber der Branche eine Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung (AÜG) vorweisen können, ohne diese hätte er erst gar nicht an den Ausschreibungen teilnehmen dürfen bzw. können. Dieses wurde vor einiger Zeit durch "Dienstleistungsverträge" geändert. Packen wir jetzt mal die Katze beim Schwanz, wäre es damals nicht auf Dritte übertragen worden dann würde es heute diese Diskusion erst gar nicht geben... Wie ich ja schon mal geschrieben habe, Jeder will Sicherheit aber kosten darf sie bitte nichts.
Und für alle die hier meinen das es alles so Einfach ist - es gibt da eine wirklich gute Möglichkeit. Kündigen Sie Ihren Job, überstehen Sie das Auswahlverfahren und die Prüfungen - Schwups und schon haben Sie die Möglichkeit auf einem der großen Verkehrsflughäfen anzufangen. So richtig mit allen Vorzügen die der Job mit sich bringt wie z.b. nörgelnde oder besserwisserische Passagiere, langen Arbeitszeiten (160 - 209 Stunden/Monat), ständigen Überprüfungen und noch vielem mehr... Kommen Sie alle, die AG`s werden sich freuen denn die bekommen großflächig um die Flughäfen schon lange kein Personal mehr. Dieses ist auch den Arbeitsämtern/Jobcenter zu verdanken, die geben nämlich keine "Bildungsgutscheine" mehr aus wovon sich die AG über Jahre die Taschen voll gemacht haben. Und da es keine "Bildungsgutscheine" mehr gibt dann darf man tatsächlich den Ausbildungskurs und die dazu gehörige Prüfung selbst bezahlen. Na, klingt das nicht verlockend??? Also los, Job geschmissen und bei uns anfangen - ist doch nur ein "Hilfsjob" wofür man eh`keine Kenntnisse braucht. In jeden guten Actionthriller kann man ja schließlich sehen wie ein Sprengsatz aussieht - demnach herzlich willkommen Ihr ganzen neuen Kollegen, Vorkenntnisse scheinen ja vorhanden zu sein.
(Sorry, bin etwas in die Ironie verfallen)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
moeh1 13.01.2019, 14:34
87. Verdi

Angelernte Hilfsarbeitet sollen so viel verdienen wie Facharbeiter oder Akademiker. Wozu schicken wir unsere Kinder noch zur Schule und bezahlen eine Ausbildung ? Herr Bsirske gehen Sie in Rente und richten Sie kein weiteres Unheil an !

Beitrag melden Antworten / Zitieren
HardiJo 13.01.2019, 14:37
88. Gibt es verdi...

...eigentlich nur noch zum streiken???
Was diese Gewerkschaft anrichtet - unglaublich !
Irgendwann legt diese Gewerkschaft noch ganz Deutschland lahm.
Tut mir leid, aber als Mitglied der IGMetall habe ich nun kein Verständnis mehr für verdi !

Beitrag melden Antworten / Zitieren
HardiJo 13.01.2019, 14:42
89. Gibt es verdi...

...eigentlich nur noch zum streiken???
Was diese Gewerkschaft anrichtet - unglaublich !
Irgendwann legt diese Gewerkschaft noch ganz Deutschland lahm.
Tut mir leid, aber als Mitglied der IGMetall habe ich nun kein Verständnis mehr für verdi !

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 9 von 13