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Tarifstreit: Bahnstreik sorgt bundesweit für Ausfälle im Zugverkehr
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Ein Schneesturm im Norden, und dann noch das: Mitarbeiter der Bahn haben wegen eines Tarifstreits bundesweit mit Warnstreiks begonnen. Bereits in den Morgenstunden fielen Züge aus - Reisende müssen mit Verspätungen rechnen.

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Mahatschmanladen 18.03.2013, 10:21
1. warum

suchen diese Leute sich nicht einen Beruf, der besser bezahlt ist und terrorisieren stattdessen ihren Wirt, den Bahnkunden?

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bjuv 18.03.2013, 10:23
2. Streik im Dienstleisungsland Deutschland betrifft immer

Dritte. Welcher Forist will aber in SEINEM Dienstleistungsbereich auf das grundgesetzlich gesicherte Streikrecht (Für Lohnerhöhung, bessere ARbeitsbedingungen etc) verzichten und damit seinen Kunden Ärger ersparen? Niemand? Hätte ich mir fast gedacht. (Andere können sich unter Angabe ihrer Branche gerne melden)

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Plasmabruzzler 18.03.2013, 10:25
3.

Ich bin für Streiks, wenn sie berechtigt sind.
Allerdings fuhr auf der Eifel-Bahn (ich meine, nur den Eifel-Express gesehen zu haben) heute morgen überhaupt kein Zug und die Alternativen sind in der tiefsten Eifel rar gesäht bis nicht vorhanden. Selbst Taxen waren schwer zu bekommen - von Bussen reden wir erst gar nicht.
Richtig, bei Streik muss man damit rechnen, aber ich stelle die Frage, ob man die Bahn und deren Infrastruktur nicht wieder komplett in die Hände des Staates geben sollte und die Mitarbeiter verbeamten soll.

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TheBear 18.03.2013, 10:26
4. Um Zuneigung werben

Zitat von sysop
Ein Schneesturm im Norden, und dann noch das: Mitarbeiter der Bahn haben wegen eines Tarifstreits bundesweit mit Warnstreiks begonnen
Während der Schneesturm ein Himmelsgeschenk war, das die Richtung vorgeben hat, ist der Streik jetzt eine ehrliche Anstrengung um Zuneigung unserer EU-Partner (vor allem im Süden) zu werben.

Nur wenn wir so weiter machen, hört das mit dem Gelästere über Deutschland wieder auf.

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frumiousobserver 18.03.2013, 10:27
5. Sauerei

Ganz egal welcher Streit da zwischen der Bahn und ihren Mitarbeitern ausgetragen wird und wer im Recht ist, bei diesen Streiks machen sich beide Seiten schuldig.
Hauptbetroffene sind jedesmal die Nutzer der Nahverkehrsverbindungen, sprich die Pendler. Dabei wissen auch die Streikenden, dass die Pendler überwiegend Monats- und Jahreskarten haben und auf die Züge angewiesen sind und kaum eine andere Wahl haben. Für die Bahn gibt es da keinen großen Ausfall zu verzeichnen. Somit sticht die Waffe Streik hier nicht.

Für die Bahn sind die Pendler sowieso nur Cash-Cow. Während ich z.B. auf der Strecke Heidelberg-Frankfurt täglich in Zügen fahre, die älter als ich sind, redet die Bahn von der Konkurrenz mit dem Luftverkehr auf der Strecke nach London und will mit Stuttgart 21 den Orient-Express wiederauferstehen lassen.
Die Pendler hat man ja sowieso am Wickel.

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citycity 18.03.2013, 10:30
6.

Langsam nervt es mich ein bisschen. Ich spreche keinem schlechtbezahlten Arbeiter ab, dass er dafür kämpft mehr Geld zu verdienen aber die Bahn macht mindestens einmal im halben Jahr so einen Streik und bekommt ein paar Prozent mehr Gehalt. Es kann gut sein, dass die immer noch zu wenig verdienen, das weiß ich nicht. Aber wen treffen die Streiks denn? Die anderen Arbeiter, die darauf angewiesen sind zur Arbeit zu kommen. Wenn ich nach 5 Jahren und 10 Streiks immer noch zu wenig verdiene, ist es vielleicht mal an der Zeit die Strategie zu ändern oder sich was neues zu suchen. Ich stecke auch in einem unterbezahlten Job fest, leider in einer Branche wo es keine großartige Gewerkschaft gibt die Streiks organisiert damit ich mehr Geld bekomme. Und von diesem Geld zahle ich noch ein unglaublich überteuertes Bahnticket, dafür das ich heute 2 Stunden am Bahnhof warten und meinem Chef mal wider erklären musste "Sorry, die Bahn ist Schuld". Und wenn es jetzt Lohnerhöhungen gibt, werden die auch wieder mir auf den Ticketpreis aufgerechnet.

Bei allem Verständniss, mir geht es auf die Nerven.

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kenterziege 18.03.2013, 10:30
7. Viele ...

Zitat von sysop
Ein Schneesturm im Norden, und dann noch das: Mitarbeiter der Bahn haben wegen eines Tarifstreits bundesweit mit Warnstreiks begonnen. Bereits in den Morgenstunden fielen Züge aus - Reisende müssen mit Verspätungen rechnen.
....kommen heute zu spät zur Arbeit. Da das Wegerisiko beim Arbeitnehmer liegt, "zahlt der auch dafür! Toll, wie die einen die anderen der gleichen Gesellschaftsschicht schädigen!

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leser75 18.03.2013, 10:39
8. Warnstreiks im Schneechaos

Zitat von sysop
Ein Schneesturm im Norden, und dann noch das: Mitarbeiter der Bahn haben wegen eines Tarifstreits bundesweit mit Warnstreiks begonnen. Bereits in den Morgenstunden fielen Züge aus - Reisende müssen mit Verspätungen rechnen.
Absurde Situation: Nicht allein, dass der Winter nochmals ordentlich Schnee schickt, nein irgendwelche durchgeknallte Gewerkschafter meinen jetzt auch noch "Warnstreiks" anzetteln zu müssen. Dabei wird heute verhandelt. Mir kommt das vor wie die legendäre 5. Kolonne, paßt ja wunderbar in den Wahlkampf dieses Theater, und immermehr sollen Einzelinteressen bedient werden. Mahlzeit

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kenterziege 18.03.2013, 10:40
9. Verbeamten?

Zitat von Plasmabruzzler
Ich bin für Streiks, wenn sie berechtigt sind. Allerdings fuhr auf der Eifel-Bahn (ich meine, nur den Eifel-Express gesehen zu haben) heute morgen überhaupt kein Zug und die Alternativen sind in der tiefsten Eifel rar gesäht bis nicht vorhanden. Selbst Taxen waren schwer zu bekommen - von Bussen reden wir erst gar nicht. Richtig, bei Streik muss man damit rechnen, aber ich stelle die Frage, ob man die Bahn und deren Infrastruktur nicht wieder komplett in die Hände des Staates geben sollte und die Mitarbeiter verbeamten soll.
Bitte nicht! Die Lösung ist nur, das Verbot von Mini-Gewerkschaften, die nur sog. Funktionseliten Vorteile bringen. Das geht aber nicht, weil das BVG gerade diese Funktionseliten wegen der Koalitionsfreiheit geschützt hat. Ich akzeptiere daher widerwillig den Streik! Die Wiederverbeamtung des ganzen Ladens würde auf Dauer viel schlimmere Folgen haben. Der mühsam geweckte Dienstleistungsgedanke bei Bahnmitarbeitern ( sänk ju vor träveling with Bundesbahn) würde wieder in sich zusammenbrechen.
Menschen ohne Konkurrenz neigen zur (kollektiven) Arroganz!

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