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Tourismus in Sachsen: Leuchtturm-Hotel im Lausitzer Seenland geplant

Früher wurde hier Braunkohle abgebaut, dann wurden die Gruben geflutet, nun soll das Lausitzer Seenland Touristen anlocken. Damit die Region attraktiver wird, braucht es Ideen: Eine ist das Leuchtturm-Hotel am Geierswalder See.

kleverle 27.08.2012, 19:39
1. Leuchtturmhotel

Wenn Politiker da mitmischen ist die kapitale Pleite schon vorprogrammiert. Beispiel gibt es genug.

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quark@mailinator.com 27.08.2012, 22:50
2. Komme ja selber aus der Gegend ...

Was soll man zu der Entwicklung schon sagen ? Die Tagebaurestlöcher müssen halt irgendwie "weg" und wie's aussieht, ist das Befüllen mit Wasser ein billiger Weg. Das hat die DDR mit dem Senftenberger See schon in den 70ern gemacht. Nur leider was der See immer tot, obwohl man einiges versucht hat. Ein anderes Problem ist das Grundwasser. Früher war das Land in der Gegend ja eher feucht, nur schon seit langer Zeit laufen viele Pumpen, damit die aktiven Tagebaue nicht volllaufen. Stellt man die Pumpen jetzt ab, kriegen viele Neubauten das Wasser in den Keller. Daher hat man abgeschaltete Pumpen wieder anschalten müssen.

Ein anderes Thema ist das Wasser. Sachsen sitzt den Bergen näher und wenn ich mich nicht irre, mußte Brandenburg schon für Wasser bezahlen.

Na, ich freue mich schon auf die Mückenschwärme. Diese Lausitzer Seenlandschaft ist so ein künstliches Ding, in der Region historisch nicht beheimatet und ich zweifle, daß jemand statt nach Mecklenburg lieber zu uns zum Baden kommt ...

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Juniorpartner 28.08.2012, 23:58
3. Als Anwohner...

...aus der näheren Umgebung find ich das gut. Natürlich ist das gesamte Projekt "Lausitzer Seenland" ambitioniert, aber auch viele andere mittlerweile touristisch gut erschlossene Regionen Deutschlands haben mal klein(er) angefangen. Und wer hätte gedacht, dass aus den Mondlandschaften, die wir zweifelsohne über Jahre hier hatten, jetzt Naturschutzgebiete und touristisch nutzbare Areale entstehen.
Und was die "endlosen geteerten Radwege" angeht, wo in Deutschland (außer im Fläming) finden Sportler solch gute Möglichkeiten zur aktiven Erholung (In Line - Skater, Radfahrer...), wo gibt es reichlich Kilometer Radwege, auf denen man auch mal für ein paar Minuten allein radeln oder skaten kann.
Und ich zitiere auszugsweise ihren Artikel: "...Aber immer mehr Urlauber wissen diese eigentümliche Kulisse zu schätzen. ..." Ist es vorstellbar, dass Menschen auch mal die Ruhe der Lausitz (hier: Niederlausitz) schätzen?
Merkwürdig, überall wird die Hektik unserer Gesellschaft beklagt, geht es mal etwas langsamer, wird es verteufelt.
Natürlich ist noch nicht alles perfekt, auch mich ärgern manche Sachen, wenn ich im Seenland unterwegs bin, aber man sollte der Region Zeit geben!
Gerade in der momentanen Situation ist es finanziellen Gründen geboten, nur dass zu verwirklichen, was auch finanzierbar ist. Und dann geht es halt auch mal etwas langsamer, aber ganz ehrlich, die Region hat Charme, manchmal auch zugegebenermaßen einen rauen.

Und Sie, sehr geehrte Redakteure und Mitarbeiter von Spiegel online und die Leser dieser Seite, sind herzlich eingeladen, machen Sie sich Ihr eigenes Bild von der Region, einer Region im Umbruch.

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hg-energiesparlampe 28.08.2012, 00:11
4. Oh je, nach den Pyramiden kommen die Leuchttürme.

Das klischeebehaftete Branding eines geplanten Binnensees mit Hilfe eines „Leuchtturmes“ ist ein bestenfalls mittelmäßiger Konzeptgedanke. Die Sinnhaftigkeit außer der Marketingwirkung erscheint fragwürdig. Architektonische Umsetzung ist zudem kitschig bis trivial. Hat nicht auch ein renaturiertes Tagebaurestloch eines Genius Loci und somit dessen Respektierung verdient?

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bernb 28.08.2012, 08:16
5. optional

"Ein Leuchtturm mitten in Sachsen? Man muss schon ein bisschen verrückt sein, um sich so etwas auszudenken."

Alter Hut. Schon vor über 200 Jahren gab es einen solchen Verrückten, der in Moritzburg bei Dresden nicht nur einen Leuchtturm, sondern gleich passende Hafenanlagen baute.

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querulant_99 28.08.2012, 09:42
6.

Zitat von bernb
"Ein Leuchtturm mitten in Sachsen? Man muss schon ein bisschen verrückt sein, um sich so etwas auszudenken." Alter Hut. Schon vor über 200 Jahren gab es einen solchen Verrückten, der in Moritzburg bei Dresden nicht nur einen Leuchtturm, sondern gleich passende Hafenanlagen baute.
Nur Verrückte schaffen nachhaltige Touristenattraktionen.
Man denke nur an das Schloss Neuschwanstein in Bayern.

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