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Touristenabzocke in Italien: Der große Nepp
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Weltweit machte der Fall Schlagzeilen: In Rom bekamen zwei Touristen eine Restaurantrechnung über 430 Euro - für Pasta und ein bisschen Fisch. Gegen solchen Nepp sollen und wollen Italiens Behörden vorgehen. Einfach ist es nicht.

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Hans-Dampf 07.10.2019, 15:26
300.

Zitat von Olaf
Ich brauche doch keinen VPN-Tunnel, um Bewertungen zu lesen.
Sie glauben ernsthaft, dass Ihr Endgerät ausschließlich Daten mit dem Bewertungsportal austauscht? Sobald ein moderner Laptop oder Smartphone online gehen, werden bspw. die eingerichteten Konten (Kontakte, Kalender, Aufgaben usw.) synchronisiert, auf Updates geprüft, ggf. der Standort mitgeteilt usw. usf. Und das würde ich niemals ohne VPN Tunnel in einem ungesicherten WLAN veranstalten.

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Yokohama987 07.10.2019, 15:28
301.

Ähm....wir sind "damals" schon , 1982 mit der Schulklasse nach Italien gefahren....uns wurde SOFORT vom Busfahrer gesagt, wir sollen, wenn wir was zu trinken kaufen wollen, in eine Seitenstraße gehen...NIE an Touristenattraktionen was kaufen.
sogar als wir 1995 privat mit einem Reisebus privat nach Rom fuhren, wurden wir "gewarnt"..
Mein Sohn kam gerade aus Rom, und was der geflucht hat....obwohl ich ihn warnte...Tja, wer nicht hören kann.... Ich würde mich NIE irgendwohin setzen, um was zu essen zu bestellen, wenn ich nicht weis, wieviel das kostet. (Bei uns im Ort ist auch ein Lokal, der hat seine Preise nicht ausgeschrieben ---so als Karte vor der Tür--nur, was sie haben. Was es kostet, sieht man erst auf der Rechnung.....und die soll als mal sehr hoch sein )

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Hans-Dampf 07.10.2019, 15:34
302.

Zitat von Yokohama987
(Bei uns im Ort ist auch ein Lokal, der hat seine Preise nicht ausgeschrieben ---so als Karte vor der Tür--nur, was sie haben. Was es kostet, sieht man erst auf der Rechnung.....und die soll als mal sehr hoch sein )
Das ist in Deutschland nicht erlaubt, siehe https://www.frankfurt-main.ihk.de/branchen/handel/recht/preisauszeichnung/
In Gaststätten, Restaurants und anderen Betrieben, in denen Speisen oder Getränke angeboten werden, sind die Preise in Preisverzeichnissen anzugeben. Die Preisverzeichnisse sind entweder auf Tischen aufzulegen oder jedem Gast vor Entgegennahme von Bestellungen und auf Verlangen bei Abrechnung vorzulegen oder gut lesbar anzubringen. Werden Speisen und Getränke zur Selbstbedienung angeboten, müssen sie durch Preisschilder oder Beschriftung ausgezeichnet sein.

Neben dem Eingang der Gaststätte ist ein Preisverzeichnis anzubringen, aus dem die Preise für die wesentlichen angebotenen Speisen und Getränke ersichtlich sind. Ist der Gaststättenbetrieb Teil eines Handelsbetriebs, reicht es aus, wenn das Preisverzeichnis am Eingang des Gaststättenteils angebracht wird.

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Olaf 07.10.2019, 15:37
303.

Zitat von razer
Glauben Sie diesen Unfug allen Ernstes daß man sich quasi immer auf Restaurantbewertungen verlassen kann? Da können Sie selbstverständlich auch richtig auf die Schn... fallen. Nicht nur Italiener beherrschen durchaus das Manipulieren von Bewertungsportalen, das können Sie hier auch im Forum nachlesen. Bestimmte Orte, wenn auch nicht gleich das ganze Land, sind bei einer solchen "Abzockkultur" schlicht und einfach zu meiden. Positiv ist, egal ob bei Restaurants oder Unterkünfte mir und meiner Familie in Italien Südtirol aufgefallen.
Man kann sich an den Bewertungen schon orientieren. Auch in dem Beispiel aus dem Artikel gab es ja durchaus entsprechende Warnungen vor Nepp.

Wir besuchen im Urlaub immer mal wieder Länder und Gegenden wo wir noch nicht waren. Wenn wir dann mal essen gehen wollen checke ich gerne vorher im Internet was es für Restaurants in der Nähe gibt, was diese bieten und wie sie bewertet wurden.

Meine Erfahrungen damit sind positiv, man kommt auch in Restaurants abseits des Trubel, die man sonst wohl gar nicht gefunden hätte.

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remedias.cortes 07.10.2019, 16:15
304.

Zitat von Die blaue Katze
es müsste doch eine Speisekarte geben, aus der die Preise ersichtlich werden.
Der Service geht noch weiter, es gibt sogar zwei Speisekarten - eine für vor dem Bestellen und eine für hinterher.

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olli0816 07.10.2019, 17:11
305. Italien ist nicht so schlimm...

... wie es dargestellt wird. Ja, man kann natürlich reinfallen. Ist mir in der einen oder anderen Weise in einigen Ländern passiert. Aber Italien ist eigentlich pflegeleicht. Es gibt natürlich Abzockbetriebe, eines davon ist tatsächlich quasi 2 Minuten von dem großen Platz auf dem Vatikan entfernt. Wenn man auf Google schaut, ist die Sache recht eindeutig. Man sieht es aber auch. Ich frage mich, wenn ich mich nicht gut auskenne, warum ich unbedingt in ein Lokal rumpeln möchte, wo es nur von Touristen wimmelt? Teurer als normal wird es auch bei den durchschnittlichen oder guten Lokalen in solchen Gegenden. Das ist in München genauso und wahrscheinlich in fast allen touristischen Städten.

Auf dem Markusplatz eine Cappuchino trinken und sich hinsetzen ist teuer. Kein Venezianer macht das. Man kann aber reingehen und an der Theke mit einem akzeptablen Preis etwas zum trinken bestellen.

Die 100 Grammpreise/Fisch gibt es, seid ich denken kann. Natürlich eine gute Möglichkeit, Touristen abzuzocken. Wer ist schon beim wiegen dabei? Aber wenn ich das weiß, warum dann bestellen? Und wenn ich unbedingt so etwas machen möchte, sage ich dem Kellner, dass ich maximal x EURO dafür ausgeben möchte. Das klappt recht häufig und wo es nicht klappt: Auf Wiedersehen.

Italien ist von der Gastronomie insgesamt gar nicht schlecht, ganz im Gegenteil. Man sollte Restaurants mit vielen Bildern vom Essen am Eingang meiden, die 100 Gramm-Geschichten auslassen und den Cappo kann man an der Theke bestellen. Bevor man ihn bekommt, muss man häufig an der Kasse bezahlen. Übrigens: Man kann in einer der vielen Lebensmittelgeschäfte gehen, sich prima Wurst, Salami, Schinken, Käse ordern und dazu Brot. Die Qualität ist hervorragend und kann ich jedem nur ans Herz legen. Oder außerhalb der altbekannten Ketten zu Familiengeschäften, wo man Essen zum Mitnehmen bekommen kann.

Wenn ich einen wirklich feinen Laden besuchen möchte, erkundige ich mich vorher. Da werde ich dann Geld los, aber dafür reichts. Einen Ladeninhaber fragen, wo man gut essen kann, ist auch eine Option. Da bin ich noch nie schlecht mit gefahren.

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rudi_ralala 07.10.2019, 17:12
306.

Heutzutage ist es doch sehr einfach sich erst einmal im Internet schlau zu machen, wo man hingehen kann und was man meiden sollte. Das war Ende der 70er noch nicht möglich. So bezahlten wir dann auch für vier Espresso und vier Stücke Kuchen in Venedig ca. DM 50,00, ein stolzer Preis damals. Trotzdem möchte ich für Italiener mal eine Lanze brechen. Im Mai diesen Jahres hatte ich in Padua am Prato della Valle, drei Aperol Sprizz (Spritz) getrunken, für je € 3,50 dazu gab es jedes Mal geröstetes Brot mit einer süsssauren Sosse sowie reichlich Chips und beim dritten Aporos Sprizz auch noch einen sandwich dazu. Ich konnte mir das Abendessen sparen. Wenn man in Griechenland, in einer Strandbar einen Aperol Sprizz bestellt ist man manchmal auch locker 10 Euro los und da reden wir nicht mal von Santorini oder Mykonos. Auf Santorini bezahlt man schon, wenn man Pech hat 7,50 Euro für einen halben Liter Bier.

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tempus fugit 07.10.2019, 17:46
307. Danke, genau so ist es...

Zitat von olli0816
... wie es dargestellt wird. Ja, man kann natürlich reinfallen. Ist mir in der einen oder anderen Weise in einigen Ländern passiert. Aber Italien ist eigentlich pflegeleicht. Es gibt natürlich Abzockbetriebe, eines davon ist tatsächlich quasi 2 Minuten von dem großen Platz auf dem Vatikan entfernt. Wenn man auf Google schaut, ist die Sache recht eindeutig. Man sieht es aber auch. Ich frage mich, wenn ich mich nicht gut auskenne, warum ich unbedingt in ein Lokal rumpeln möchte, wo es nur von Touristen wimmelt? Teurer als normal wird es auch bei den durchschnittlichen oder guten Lokalen in solchen Gegenden. Das ist in München genauso und wahrscheinlich in fast allen touristischen Städten. ... Wenn ich einen wirklich feinen Laden besuchen möchte, erkundige ich mich vorher. Da werde ich dann Geld los, aber dafür reichts. Einen Ladeninhaber fragen, wo man gut essen kann, ist auch eine Option. Da bin ich noch nie schlecht mit gefahren.
... Im Herbst in der Toskana, Montalcino mit seinem Brunello - grosses Fest im Ort und auf der Burg auch mit Essen und Trinken...

War uns zu voll - unterhalb in einen Lebensmittelladen Aufschnitt
wie im Dorf, Finocchiona-Salami, eine Art sehr dicke Blutwurt, herrlich gewürzt, Schafskäse und eine Flasche Rosso di Montalicno - haben uns auf eine Bank ausserhalb der Burg gesetzt, die Herstsonne genossen und nach der Flasche Wein dann auch noch alle Vorbeigehenden gegrüsst...
Kosten? Soviel wie 2 Gläser mit Brunello an der Theke, wo in jedem Glas ungefähr soviel drin war wie in 2 Espresso-Tässchen....

andererseits: was kostet ein 'Liter' Brühe auf'm Oktoberfest?

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Ja.......Aber 07.10.2019, 18:53
308. Die Diskussion gleitet ab!

Der Eingangs beschriebene Betrug des angeblichen 5 kg Fischteller für 315 Euro ist Italien unbenommen.
Alles weitere ist eine persönliche Wertigkeit, wo und was ich esse und zu welchem Preis, und darum dreht sich hier die Diskussion.
Und diese Entscheidung trifft jeder für sich persönlich!? Für mich ist ein Döner für 5 Euro eine vorsätzliche Körperverletzung, selbstgemachte italienische Pasta, mit einem guten Trüffel, für 20-30 Euro ist für mich ein Sonderangebot. Und was diese Diskussion auch zeigt, jeder hat seine persönlichen Präferenzen ..... und das darf gerne so bleiben.

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pomodoroverde 07.10.2019, 22:19
309. seltsam...

Zitat von arrogist
In noch keinem europäischen Land wurde uns auf Wochenmärkten so eine schlechte und dafür teure Qualität angedreht wie in Italien - denn selbst auswählen ist nicht. Selbst wenn man genau sagt, was man will, so bekommt man andere Exemplare des Obstes oder Gemüses. Das kann einem leider auch in Supermärkten passieren, auch dort oft keine freie Wahl. Sehr schade, wir haben es immer wieder versucht mit Italien, aber das wird wohl nichts mehr mit uns. Aber gut, es gibt ja auch noch andere wunderschöne Länder in Europa. Es tut mir nur um die scheinbar viel zu wenigen ehrlichen Menschen leid, die auf ziemlich verlorenem Posten stehen.
Soso, in italienischen Supermaerkten/Markplaetzen darf man nicht selbst waehlen, was man kaufen moechte...
Was haben Sie denn genau auf Italienisch gesagt?

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