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Touristenabzocke in Rom: 430 Euro für zwei Teller Spaghetti
iStockphoto/ Getty Images

Ein japanisches Paar ist empört, als es in einem Restaurant in Rom die Rechnung erhält: 430 Euro - für zwei Teller Spaghetti und zwei Gläser Wasser.

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crimadiloca 02.10.2019, 17:28
290. Juristisch gesehen...

wäre es zumindest in Deutschland so, dass man diesen Preis nicht zahlen müsste, auch wenn der Preis auf der Speisekarte steht, weil Vertragsabschlüsse nur gültig sind, wenn sie nicht sittenwidrig sind. Und sittenwidrig sind sie, wenn eine Partei unverhältnismäßig übervorteilt wird.

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Afro-Mzungu 02.10.2019, 17:58
291.

Zitat von willib1955
Sechs Scheiben Kuchen für 1,35? Wenn Sie keine Ahnung haben..... Kaum zu glauben welchen Mist man hier lesen kann. Sie haben doch sicher Abi gemacht, dann studiert und einer der Stützen der Nation?
Es geht nicht darum, dass man bei genauerer Befassung mit der Materie stutzig hätte werden können. Es geht um das Prinzip, wie und in welcher Form eine Preisauszeichnung in redlicher Form zu erfolgen hat, Sie Stütze der deutschen Grammatik.

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markus_wienken 02.10.2019, 18:03
292.

Zitat von Justitia
Im vorliegenden Fall hätten die beiden Japaner(innen?) ausser ihren Spaghetti noch ca 4kg Fisch bestellen müssen, was ja extrem unwahrscheinlich ist, dass sie dies tatsächlich vornahmen. Das tatsächliche Gewicht war mit hoher Wahrscheinlichkeit extrem geringer. Service war in die Rechnung bereits eingerechnet worden und ist nicht der Punkt der Diskussion. Diskutiert wurde über ein auf der Rechnung angeführtet Posten Trinkgeld (Mancia) über 80 Euro. Wo steht das bitte auf der Karte? Es ist praktisch ausgeschlossen, dass die beiden Japaner tatsächlich von sich aus 80 Euro Trinkgeld gegeben haben, dieser Posten ist vermutlich einfach auf die Rechnung draufgeschrieben worden, in der Hoffnung, dass die Touris nicht wissen was "Mancia" ist und einfach bezahlen. Das nenne ich Betrug und die Verantwortung hierfür liegt einzig beim Restaurant und nicht bei den Touris.
Da wir beide die Speisekarte nicht gesehen haben können wir nicht beurteilen ob es sich um Betrug oder "nur" um unverschämt hohe Preise handelt um dumme Touristen abzuzocken.
Grundsätzlich scheint Preis/Gewichtseinheit möglich und in einigen Ländern auch üblich zu sein (auch wenn ich es noch nicht selbst gesehen habe).
Kennt man sich damit nicht aus lässt man die Finger davon. Auch über das Essen hinaus zusätzliche Posten gibt es in diversen Ländern und sollten auf der Karte aufgezeigt werden, sind sie es nicht sollte man danach suchen/fragen.
Tauchen auf der Rechnung überraschenderweise Posten auf, die man nicht kennt: Fragen!
Und nochmal:
Kommt man nicht gerade frisch aus Nordkorea weiß man, dass man immer und´gerade in Touristenhochburgen sehr leicht in Gefahr laufen kann abgezockt zu werden. Wenn man dann noch ohne grundlegende Urlaubsvorbereitung und Kenntnisse der Kultur/Gegebenheiten/Sprache... z.B. in einem Restaurant irgendetwas bestellt handelt grob fahrlässig.
Natürlich ist das in der Grauzone oder gar kriminell agierende Restaurant Schuld...aber das Wissen wird dem naiven dummen Opfer auch nicht weiter helfen.
Möglichkeiten dumme Touristen auszunehmen sind Legion, da hilft nur gute Vorbereitung und ein hohes Maß an Misstrauen...aber die Dummen sterben halt nicht aus wie der Erfolg z.B. von Hütchenspielern seit Jahrhunderten beweist.

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Afro-Mzungu 02.10.2019, 18:25
293.

Zitat von Justitia
Was die Preisangabeverordnung betrifft bin ich zwar kein Spezialist, ich vermute aber, dass das von Ihnen beschriebene Verhalten einen Verstoss gegen diese darstellt. Meiner Kenntnis nach muss für den Endverbraucher bestimmte vorverpackte Ware mit dem Endpreis ausgewiesen werden wobei bei nach Gewicht bestimmte Preise auch noch (aber eben zusätzlich) ein Grundpreis (pro 100g zB) angegeben werden muss. Offensichtlich fehlt es hier an einer Preisauszeichnung des Endpreises, was vermutlich einen abmahnfähigen Verstoss gegen die PreisangabeVO und damit auch gegen das UWG darstellt.
Ja, danke für die Einschätzung, die ich aus dem Bauch heraus auch teile. Sie haben wohl auch, im Gegensatz zu bisher zwei anderen Foristen hier, erkannt, worum es mir bei meinem Beitrag ging. Nämlich nicht darum, dass man Abzocke meist im Vorhinein erkennen kann, wenn man ständig mit im Höchstmaß geschärften Sinnen unterwegs ist (aber wer ist das schon im Urlaub?), sondern darum, dass es ähnliche Abzockereien auch in Deutschland gibt und derartiges mitnichten ein Alleinstellungsmerkmal der Italiener ist.

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willib1955 02.10.2019, 19:33
294.

Zitat von Afro-Mzungu
Nämlich nicht darum, dass man Abzocke meist im Vorhinein erkennen kann, wenn man ständig mit im Höchstmaß geschärften Sinnen unterwegs ist (aber wer ist das schon im Urlaub?), sondern darum, dass es ähnliche Abzockereien auch in Deutschland gibt und derartiges mitnichten ein Alleinstellungsmerkmal der Italiener ist.
Meine Grammatik bemängeln, und dann sowas von Ihnen.

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basic11 03.10.2019, 07:51
295. Man sollte einfach solange nicht mehr

Nach Italien gehen, bis sie zur Besinnung kommen. Die Anspruchshaltung und Abzockereien in einigen südlichen Ländern sind schlimm. Bei einem türkischen Gemüsehändler wurde ich regelmässig mit einer Extrasteuer von einem Euro belastet, welche er von Landsleuten nicht verlangte. Insbesondere in Berlin kommt das öfter vor.

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holy64 03.10.2019, 08:37
296. Die Italiener stehen für mich

eh schon an der Spitze bei Abzocke-Preise. Ich reise nicht mehr nach Italien.

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