Forum: Reise
Touristenorte und der teure Franken: Schweizer Winter-Schlussverkauf
Andrea Badrutt / Engadin Samnaun

Schweizer Ferienorte reagieren auf den starken Franken: Manche Alpengemeinde buhlt mit kräftigen Rabatten um Urlauber, andere haben einen eigenen Euro-Wechselkurs festgelegt. Die Tourismusbranche der Eidgenossen steht vor einem harten Preiskampf.

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Immanuel_Goldstein 02.02.2015, 16:23
1.

Mit etwas Kosmetik und einer Tassen heißer Schoggi wird man in dem Konkurrenzkampf kaum Boden gute machen. Die Schweiz ist für Touristen gemessen am Angebot generell viel zu teuer. Es gibt wesendlich günstigere Alternativen.

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BettyB. 02.02.2015, 16:44
2. Dumm gelaufen

Einen für die Schweiz günstigen Tauschkurs gegenüber dem Euro wird es wahrscheinlich erst wieder geben, wenn es den Schweizern richtig schlecht geht. Eintritt in die Euro-Zone verpasst, dumm gelaufen...

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hansulrich47 02.02.2015, 16:57
3. Die Schweiz

reagiert wie seit Jahren Norwegen: Mit viel Werbung. Dieses Geld könn(t)en sich die Tourimusorganisatoren schenken. Akzeptable Preise bringen Gäste. Tolle Prospekte sind nur nett (und ABM für Tourismusmanager), überzeugend sind die Kosten!

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lvkwge 02.02.2015, 16:59
4. EU-Beitritt verpasst

Ein Land, das keine deutschen Gastarbeiter will, hat halt bald auch keine deutschen Touristen mehr. Hochmut kommt vor dem Fall.

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joetanner 02.02.2015, 17:06
5. die habens erkannt die Schweizer...

Ich suche meinen Skiurlaub nämlich immer danach aus, wie teuer die Tennisplätze sind und ob man sich im schaukelnden Skilift den Anzug mit heisser Schokolade umsonst vollsauen kann. ;-)

Klingt wie im "im dunklen um sich schlagen" in der Hoffnung jemanden zu treffen.

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Feuerwehrmann001 02.02.2015, 17:17
6. Nicht nur zu teuer...

...die Qualität ist einfach oft unterirdisch.
Ich wohne ne Stunde von der Schweiz weg, bin öfter auch mal mit dem Motorrad dort unterwegs.
Die Infrastruktur - Gasthöfe, Skilifte oft hoffnungslos veraltet.
Die Gastronomie ist im großen Durchschnitt einfach lausig. Wenn das Schnitzel schon nen Fuffi kostet sollte es wenigsten schmecken und freundlich serviert werden. Es mangelt jedoch an der Qualität wie am Service. Das Publikum, das dafür überhöhte Preise zahlt stirbt nur langsam aus. In meinen Augen hat man in der Schweiz mindestens die letzten 30 Jahre Modernisierung verschlafen. Nur auf das herrliche Panorama und die Bergwelt zu bauen reicht halt nicht mehr.

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rolandofurioso 02.02.2015, 17:54
7. Schon vor ...

... fünfzehn Jahren, als das Preis-Leistungs-Verhältnis auf dem Papier noch stimmte, lag der Spaßfaktor eines Skiurlaubs in der Schweiz auf niedrigem Niveau. Meine Erfahrungen Anno 2000 im schönen Zermatt:

* Einen Elektrokarren für den Gepäcktransport vom Bahnhof zum Apartmenthaus mieten? Zwei Stunden Wartezeit - "Sie hätten vorbestellen müssen!"

* Skipass kaufen? -> Sonntag früh bei -12 Grad eine halbe Stunde Schlange stehen an der Seilbahnkasse.

* Mit der Seilbahn ganz nach oben? - > Sich über drei Sektionen hinweg in Uraltgondeln die Beine in den Bauch stehen. (Der Uraltschlepper auf dem Kleinen Matterhorn sah danach aus, als hätte ihn Leni Riefenstahl bereits benutzt ... .)

* Spontan vor Ort drei Tage Skikurs buchen? Nicht möglich, Skischule ausgebucht - "Sie hätten schon vor Wochen buchen müssen, aber wir setzen Sie gerne auf Warteliste!"

* Spontan abends essen gehen? Schwierig, da sämtliche akzeptableren Restaurants ausgebucht - "Sie hätten schon gestern Abend eijnen Tisch reservieren müssen!"

* Ein Glühwein genießen? Teuer und alkoholarm; im Styroporbecher serviert.

Es mag sein, dass sich in Sachen Infrastrukturqualität mittlerweile einiges getan hat. Dennoch lautet mein Fazit: Das stockcalvinistische Helvetien ist definitiv nicht der richtige Ort, um ein wenig Spaß im Schnee zu haben - selbst dann nicht, wenn man keine Apres-Exzesse plant.

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steueragent 02.02.2015, 18:26
8. Es hat sich nicht wesentlich verbessert.

Zitat von rolandofurioso
... fünfzehn Jahren, als das Preis-Leistungs-Verhältnis auf dem Papier noch stimmte, lag der Spaßfaktor eines Skiurlaubs in der Schweiz auf niedrigem Niveau. Meine Erfahrungen Anno 2000 im schönen Zermatt: * Einen Elektrokarren für den Gepäcktransport vom Bahnhof zum Apartmenthaus mieten? Zwei Stunden Wartezeit - "Sie hätten vorbestellen müssen!" * Skipass kaufen? -> Sonntag früh bei -12 Grad eine halbe Stunde Schlange stehen an der Seilbahnkasse. * Mit der Seilbahn ganz nach oben? - > Sich über drei Sektionen hinweg in Uraltgondeln die Beine in den Bauch stehen. (Der Uraltschlepper auf dem Kleinen Matterhorn sah danach aus, als hätte ihn Leni Riefenstahl bereits benutzt ... .) * Spontan vor Ort drei Tage Skikurs buchen? Nicht möglich, Skischule ausgebucht - "Sie hätten schon vor Wochen buchen müssen, aber wir setzen Sie gerne auf Warteliste!" * Spontan abends essen gehen? Schwierig, da sämtliche akzeptableren Restaurants ausgebucht - "Sie hätten schon gestern Abend eijnen Tisch reservieren müssen!" * Ein Glühwein genießen? Teuer und alkoholarm; im Styroporbecher serviert. Es mag sein, dass sich in Sachen Infrastrukturqualität mittlerweile einiges getan hat. Dennoch lautet mein Fazit: Das stockcalvinistische Helvetien ist definitiv nicht der richtige Ort, um ein wenig Spaß im Schnee zu haben - selbst dann nicht, wenn man keine Apres-Exzesse plant.
Die Infrastruktur ist nach wie vor überwiegend veraltet. Die Schweiz verliert wirklich so langsam jede Wettbewerbsfähigkeit und die wunderbare Landschaft vermag dies kaum mehr zu kompensieren. Die Schweizer müssen so langsam aus ihrer Behäbigkeit erwachen, sonst sehe ich schwarz.

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fralt-die-hesse 02.02.2015, 18:29
9. Entgegenkommen sieht anders aus

Ich war jüngst im Skigebiet Wengen/Grindelwald, weil ich schon gebucht hatte. Auf der Piste bekam ich für 10 EURO 8.50 Franken. Der Hüttenwirt meinte, er wisse nicht wie der Kurs morgen steht.
Auf Hochmut und Arroganz kommt normalerweise der freie Fall.

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