Forum: Reise
Trampen durch die Türkei: Im Visier der blauen Augen
Marian Brehmer

Tramper sind auf deutschen Straßen selten geworden. In der Türkei ist das anders: Hier öffnen Lkw-Fahrer ihre Türen und werden zu Gastgebern - auch wenn die Kommunikation eher in Zeichensprache ablaufen muss.

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alasiaperle 09.08.2014, 07:57
1.

Stimmt, man geht im Süden damit lockerer um. Ich habe aber auch hier einige, sehr gute Erfahrungen mit Trampen gemacht. Nur die letzte war nicht so schon. Der Mann dachte ich suche wohl nicht eine Mitfahrgelegenheit, sondern will bestimmte Dienste anbieten. (Nein, nicht anzüglich gekleidet.)

Sehr schlechte Beigeschmack.

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Emil Peisker 09.08.2014, 09:42
2. Vor 50 Jahren...

Zitat von alasiaperle
Stimmt, man geht im Süden damit lockerer um. Ich habe aber auch hier einige, sehr gute Erfahrungen mit Trampen gemacht. Nur die letzte war nicht so schon. Der Mann dachte ich suche wohl nicht eine Mitfahrgelegenheit, sondern will bestimmte Dienste anbieten. (Nein, nicht anzüglich gekleidet.)
1965... Von Köln bis Algeciras, von Ceuta nach Marrakesch, nach Agadir, dann Sidi-Ifni und weiter nach Süden.

Wie offen und gastfreundlich war die damalige Gesellschaft des Landes. Keine Islamisten und relativ gefahrloses Trampen.

Lange Geschichte, fast 8 Monate Nordafrika.

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suplesse 09.08.2014, 12:20
3. Gewisses Risiko!

Ein Risiko bleibt. 100mal geht es gut und einmal ist einer dabei, der seine Triebe befriedigen will. Für Frauen ist die Chance noch größer in eine Falle zu trampen. Man ist ja beinahe machtlos dem Fahrzeugführer ausgeliefert.
Ich bin früher auch getrampt. Mein Risikobewußtsein war nicht so groß. Man kann es auch jugendlicher Leichtsinn nennen. Ich habe viele tolle Erlebnisse gehabt und aber ein paar unfreundliche Autofahrer, die mich die ganze Fahrt beleidigt haben. Einer hat mich mal mitten auf der Autobahn rausgesetzt, weil ich keine Lust hatte, zu seinen wirren polit. Ansichten zu applaudieren. Allerdings hat mich keiner körperlich attakiert. Glück gehabt!

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sparrenburger 09.08.2014, 14:36
4. @lesse

das 100x Argument zieht aber bei fast jeder sozialen Interaktion.
Finde es Schade dass das trampen hier in schland(?) sp verpönt ist. ben bis `98 auch oft getrampt, da merkte man schon das es bald vorbei ist. Das es Spass macht verstand schon damals kaum einer der Mitnehmer Heute ist es ganz verschwunden. Wie gesagt - Schade!!!

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lachina 09.08.2014, 16:08
5. In Ländern...

in denen kaum öffentlicher Nahverkehr existiert und nicht Hinz und Kunz ein Auto haben, ist Trampen ein ziemlich normales Transportmittel, das weniger von Touristen als von Einheimischen genutzt wird. Für Touristen ist das meines Erachtens gefährlicher ( Wohlstandsgefälle, falsche Annahmen über Europäerinnen etc.)

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Zappa_forever 09.08.2014, 18:01
6. Trampen geht...

...in solchen Gefilden, wenn der Kunde männlich ist (auch wenn man sich manchmal auf überbordende Gastfreundschaft einstellen muss. Frauen, v.a. Dingen alleinreisenden, rate ich dringend vom Trampen ab Ein bekannte von mir ist nur um Haaresbreite einer Vergewaltigung entkommen, weil sie recht gut türkisch sprach und den Herrn in ein Gespräch verwickeln konnte. Mit dem Dolmusch und ähnlichen Bussen oder Kleinbussen kommt man im Endeffekt auch überall hin und hat dabei eine größere Sicherheit..

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serafine 10.08.2014, 12:37
7. Wo ist das Problem?

In Deutschland kann man problemlos trampen, man macht es nur ein bisschen anders: nich Daumen oder Schild raus sondern von Tanke zu Tanke und dann gezielt die Leute ansprechen. Wer Angst hat, fragt halt nur Frauen oder Familie und minimiert damit das Risiko auf einen Autounfall, und der kann auch passieren, wenn man selbst am Steuer sitzt. Dass trampen immernoch beliebt ist, zeigen Veranstaltungen wie das Tramprennen organisiert von Viva con Agua.

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warp0 10.08.2014, 21:07
8. easy

Also in Deutschland ist Trampen ein Kinderspiel (in Frankreich übrigens auch).

@serafine:
Frauen und Familien mit Kleinkindern spreche ich gerade nicht an, weil die oft ein schlechtes Gefühl haben und das möchte ich nicht und kann es natürlich auch verstehen.
Aber Deutsche sind äußerst hilfsbereit, ob Geschäftsmann oder Student, ob Selbstständiger oder Mittramper.
Klar guckt man immer in die Ferne das dort alles so viel besser und gastfreundschaftlicher ist, aber defacto kann man sich in unserem Land wirklich nicht beschweren.

Ich versuch das auch zurückzugeben, wenn ich mit dem Dienstwagen unterwegs bin und halte so oft wie möglich an und fahre auch kleine Umwege. Es macht einfach Spaß, die Menschen glücklich zu machen.

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cat.incognito 11.08.2014, 11:44
9. Trampen in Deutschland

Und zwar erst letztes Jahr :) Zwei Personen plus großem Hund und Gepäck. Wir schafften in ca. 8 Stunden knapp 500 km, sind dabei 5 unterschiedlichsten und sehr interessanten Menschen begegnet und wurden am Ende sogar noch bis zum Ostseestrand gefahren.

Die größten Risiken beim Trampen sind, dass man in einem Autounfall verwickelt wird oder mit etwas Pech bei schlechtem Wetter nachts an der Raste festsitzt.

In Deutschland ist das Trampen (vermutlich auch durch die Mitfahrgelegenheiten) zwar zurückgegangen, aber es gibt noch immer Städte mit einer sehr aktiven Tramperkultur. Dort wartet man unabhängig davon, ob man allein oder zu zweit, mit oder ohne Hund unterwegs ist, meist nicht länger als 30 Minuten.

Ich kann es jedem empfehlen. Und wer zunächst bedenken hat, kann sich im Vorfeld im Netz eine Vielzahl an Erfahrungsberichten mit Tipps zum Trampen anschauen.

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