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Trekkingurlaub in Deutschland: Mit Zelt und Rucksack in die Wildnis
imago/ blickwinkel

Wildes Campen ist in Deutschland verboten. Doch es gibt Trekkingplätze, die nur über Wanderwege erreichbar sind. Fünf Tipps für Nächte in der Wildnis.

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caligus 20.06.2018, 10:36
1. "Wildes Campen ist in Deutschland verboten"

.. heißt es in der Überschrift. Und jetzt frage ich die Redakteurin: Wo steht das? Ein Verbot muss in Deutschland in einem Gesetz klar definiert sein. Ansonsten gilt der Rechtsgrundsatz: Was nicht verboten ist, ist erlaubt. Oder im Umkehrschluss: Es braucht nicht eines "Erlaubnis-Gesetzes".

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teacher20 20.06.2018, 10:52
2.

Was für ein Widerspruch! Da ist von "Trekking" und "Wildnis" die Rede und dann gibt es in schönster deutscher Bürokratenmanier zugewiesene Plätze, wo man sein Zelt aufschlagen darf, aber das nur nach Anmeldung und gegen Gebühr.
Sicher, man will damit "wildes Campen" vermeiden und all die Folgeerscheinungen (Vermüllung), die von den temporären Großstadtflüchtlingen gedankenlos verursacht werden, aber wenn man sich verantwortungsvoll verhält, seinen Müll wieder mitnimmt und den Platz, wo man sein Zelt aufgeschlagen hat, so verlässt, wie man ihn vorgefunden hat und bei einigermaßen Verstand auch wieder vorfinden will, dann spricht m.E. nichts dagegen, auch an abgelegenen, "inoffiziellen" Plätzen zu campieren. Die Wahrscheinlichkeit, dabei vom Förster ertappt zu werden, dürfte äußerst gering sein. Ein realeres "Naturerlebnis" (immer relativ gesehen im Rahmen deutscher Möglichkeiten) als ein offizieller Zeltplatz ist das "wilde" Zelten allemal.

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teacher20 20.06.2018, 10:56
3.

Was für ein Widerspruch! Da ist von "Trekking" und "Wildnis" die Rede und dann gibt es in schönster deutscher Bürokratenmanier zugewiesene Plätze, wo man sein Zelt aufschlagen darf, aber das nur nach Anmeldung und gegen Gebühr.
Sicher, man will damit "wildes Campen" vermeiden und all die Folgeerscheinungen (Vermüllung), die von den temporären Großstadtflüchtlingen gedankenlos verursacht werden, aber wenn man sich verantwortungsvoll verhält, seinen Müll wieder mitnimmt und den Platz, wo man sein Zelt aufgeschlagen hat, so verlässt, wie man ihn vorgefunden hat und bei einigermaßen Verstand auch wieder vorfinden will, dann spricht m.E. nichts dagegen, auch an abgelegenen, "inoffiziellen" Plätzen zu campieren. Die Wahrscheinlichkeit, dabei vom Förster ertappt zu werden, dürfte äußerst gering sein. Ein realeres "Naturerlebnis" (immer relativ gesehen im Rahmen deutscher Möglichkeiten) als ein offizieller Zeltplatz ist das "wilde" Zelten allemal.

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teacher20 20.06.2018, 11:02
4.

Zitat von caligus
.. heißt es in der Überschrift. Und jetzt frage ich die Redakteurin: Wo steht das? Ein Verbot muss in Deutschland in einem Gesetz klar definiert sein. Ansonsten gilt der Rechtsgrundsatz: Was nicht verboten ist, ist erlaubt. Oder im Umkehrschluss: Es braucht nicht eines "Erlaubnis-Gesetzes".
h habe auf die Schnelle kein Gesetz gefunden, aber, das was ich gefunden habe, sollte er beruhigen klingen:

Zitat:

10 Euro Bußgeld oder mehr

Wer beim illegalen Campieren erwischt wird, kommt im besten Fall mit ein paar rügenden Worten davon und wird eventuell dazu aufgefordert, sein Lager woanders aufzuschlagen. Wildes Zelten dort,wo es verboten ist, gilt als Ordnungswidrigkeit, solange man sich sonst nichts zuschulden kommen lässt. Wer nur eine Nacht bleibt, muss in vielen Ländern keine finanziellen Konsequenzen fürchten, ansonsten liegen die Bußgelder – abhängig davon, wo man Zelt oder Wohnwagen aufgestellt hat – meist zwischen 10 und 50 Euro, teils aber auch deutlich höher. Verlässt man den Lagerplatz so, wie man ihn vorgefunden hat und nimmt seinen Müll mit, hat man in der Regel nicht allzu viel zu befürchten.

Festzuhalten ist, dass das Ganze eine Ordnungswidrigkeit ist (sofern man dabei "erwischt" wird), wenn man sich nicht darüber hinaus noch etwas zuschulden kommen lässt. Wenn die Strafe für die Ordnungswidrigkeit aber nicht höher ausfällt als die Gebühr für einen offiziellen Zeltplatz (den man zudem erst noch langwierig ansteuern und suchen muss), dann...

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rstevens 20.06.2018, 11:05
5.

Zitat von caligus
.. heißt es in der Überschrift. Und jetzt frage ich die Redakteurin: Wo steht das? Ein Verbot muss in Deutschland in einem Gesetz klar definiert sein. Ansonsten gilt der Rechtsgrundsatz: Was nicht verboten ist, ist erlaubt. Oder im Umkehrschluss: Es braucht nicht eines "Erlaubnis-Gesetzes".
Es steht im Gesetz. Allerdings nicht so plakativ einfach, wie es die Aussage im Artikel darlegt.
Explizit findet man das Verbot in fast allen Ordnungen für Schutzgebiete. Seien es Naturparks, Küste, Biosphärenreservate, Landschaftsschutzgebiete. Damit sind schon mal viele der größeren Naturgebiete in Deutschland abgedeckt.

Als nächstes gilt das Hausrecht der Eigentümer. Bei Wäldern z.B. wird dies in soweit beschränkt, dass Wälder betreten werden dürfen. Camping fällt aber nicht unter diese Regelung. Also muss man formal den Eigentümer fragen. Der kann Zelten natürlich erlauben, dann ist es aber nicht mehr wild.

Zusammengefasst heißt das, wild Zelten ist in Deutschland eigentlich fast überall entweder explizit verboten oder zumindest in einer (dunklen) Grauzone. Eigentlich gilt, Campen muss explizit erlaubt sein.
Im Gegensatz dazu gilt z.B. in den skandinavischen Ländern das Jedermannsrecht. Damit ist Campen erst mal bei Einhaltung bestimmter Bedingungen erlaubt, außer es ist an einem Ort explizit verboten.
Insofern kann man die Verallgemeinerung im Artikel schon gelten lassen.

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teacher20 20.06.2018, 11:07
6.

Zitat von caligus
.. heißt es in der Überschrift. Und jetzt frage ich die Redakteurin: Wo steht das? Ein Verbot muss in Deutschland in einem Gesetz klar definiert sein. Ansonsten gilt der Rechtsgrundsatz: Was nicht verboten ist, ist erlaubt. Oder im Umkehrschluss: Es braucht nicht eines "Erlaubnis-Gesetzes".
Hier, (kommentiert) ziemlich detailliert nachzulesen:

https://www.wild-campen.de/rechtslage-in-deutschland/

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Papazaca 20.06.2018, 12:33
7. Richtig gute Infos. Aber immer schön meckern ....

Zitat von caligus
.. heißt es in der Überschrift. Und jetzt frage ich die Redakteurin: Wo steht das? Ein Verbot muss in Deutschland in einem Gesetz klar definiert sein. Ansonsten gilt der Rechtsgrundsatz: Was nicht verboten ist, ist erlaubt. Oder im Umkehrschluss: Es braucht nicht eines "Erlaubnis-Gesetzes".
Danke für die infos. Werde es asap ausprobieren, gibt ja 5 verschiedene Gegenden.
Jetzt zum oft benutzten "typisch deutsch". Das will ich jetzt mal sein lassen, weil auch andere Nationen meckern rum. Aber in diesem Fall fällt es schon auf. Außerdem, wenn das Zelten vollkommen wild wäre, was ist dann mit Fäkalien, Waldbrandgefahr, Müll etc?

Also, liebe Leute, ich kann Euch ehrlich nicht verstehen und hoffe, das es Euch ansonsten gut geht. aber schwierig seid ihr schon, oder? Und das liegt alles an diesem informativen Bericht? Ihr seid natürlich ansonsten immer positiv, außer ....

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fvaderno 20.06.2018, 13:14
8. Hoffentlich gibt es keinen ..., der ...

meint, er müsste hier in einem Leserbrief auch noch mitteilen, wo es auch in D. noch in anderen schönen Gegenden offiziell (was Alles muss bei uns nicht offiziell sein!) erlaubt (oder geduldet?) ist, sich eine Nacht in der Natur ohne Anmeldung oder Gebühr zu gönnen. Ansonsten ist es sicherlich bald dort vorbei mit der Toleranz der Behörden. Also: Stille!

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mr.pixel 20.06.2018, 13:16
9. Tarp...

...oder Biwaksack sind eine gute Alternative zum Zelt. Bei gutem Wetter kann man auf beides verzichten. Wichtig sind eine gute Isomatte sowie ein amgemessener Schlafsack. Den Müll nimmt man natürlich wieder mit. Feuer machen wir nur im Hobokocher, den stellen wir auf einen Haufen Erde oder einen geeigneten Stein. Ich campe seit vielen Jahren wild und hab weder Probleme verursacht oder bekommen. Es wäre jetzt aber schon ziemlich doof wenn halb Deutschland damit anfangen würde, es gibt einfach zu viele Leute mit zu wenig Respekt vor der Natur.

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