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Tschernobyl-Tourismus: Stippvisite in der Schaltzentrale des Schreckens
SERGEY DOLZHENKO/ EPA-EFE/ REX

Hunderttausende Touristen haben bereits Tschernobyl besichtigt. Reaktor 4 jedoch, das Epizentrum der Atomkatastrophe, blieb Reisenden versperrt. Bis jetzt.

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ronald1952 10.10.2019, 09:49
1. Für einen kleinen Obulus

holt man sich doch gerne mal ein wenig Grusel,Gelle? Wie blöde muss man eigentlich sein in ein völlig Verstrahltes Gebiet zu gehen?
Aber ist ja klar, die Strahlung sieht man nicht und fühlt Sie auch nicht, jedenfalls nicht gleich. Es grenzt an Verachtung für die vielen vielen Menschen die dafür gestorben sind noch größeren Schaden ab zu wenden. Aber Hauptsache ist wohl man kann sich Gruseln und der Profit stimmt.
schönen Tag noch,

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susuki 10.10.2019, 10:37
2.

Existieren auf dem Gelände noch Alpha-Stahler-Partikel in der Atemluft?
Welche Gesamtbelastung nimmt man bei einem solchen Besuch auf?

Das könnte böse enden.

Ich bin irritiert?

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SummseMann 10.10.2019, 10:58
3. Verwirrt

Ich lese immer dass Atomunfälle ganze Landstriche total verstrahlen und keinerlei Leben möglich ist. Und jetzt haben hunderttausende Touristen diesen Ort besucht? Die sind doch sicher alle dem Tode geweiht, zumindest wenn es Deutsche sind, die je schon durch Mobilfunkstrahlung sterben. Sicher will man uns auch noch erzählen dass die Radioaktivität in Fukushima nicht alles Leben in den Ozeanen der Welt auslöscht.

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spon-1316605690871 10.10.2019, 11:10
4. Eine gute Sache ist das

1. Warum sollte ein armes Land wie die Ukraine durch Katastrophen-Tourismus nicht etwas Geld einnehmen? Die Leute wissen ja, was sie da besichtigen und sind hierfür selbst verantwortlich.
2. #1: Die Strahlendosis durch äußere Bestrahlung ist vorhersehbar und nachweislich gering, steht ja auch so im Artikel. Sie sollten mal über ihrer Vorurteile nachdenken und andere Menschen nicht pauschal als blöd abstempeln! Ersparen Sie uns Ihre Moralapostelei!
3. #2: Auf ihre Frage gibt es keine pauschale Antwort, steht auch im Artikel. Alpha-Strahler können im Staub enthalten sein, daher sollte er nicht aufgewirbelt oder gar eingeatmet werden. Da muss sich der Besucher auf die ukrainischen Stellen verlassen und bei Zweifeln besser auf einen Besuch verzichten.

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PolitBarometer 10.10.2019, 11:22
5.

Ich bin sprachlos, dass den Russen dieser Besucher-Irrsinn erlaubt wird. Dass das nicht gesund ist und mit hoher Wahrscheinlichkeit zu schwerwiegenden Erkrankungen oder einem verfühten Tod führen wird, wird billigend in Kauf genommen; Hauptsache der Rubel rollt.
Wer sind eigentlich DIE Katastrophen-Touristen? Etwa ungebildete Amerikaner oder Hipster auf der Suche nach dem ultimativen Kick?

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quercusuevus 10.10.2019, 11:26
6.

Zitat von ronald1952
holt man sich doch gerne mal ein wenig Grusel,Gelle? Wie blöde muss man eigentlich sein in ein völlig Verstrahltes Gebiet zu gehen? Aber ist ja klar, die Strahlung sieht man nicht und fühlt Sie auch nicht, jedenfalls nicht gleich. Es grenzt an Verachtung für die vielen vielen Menschen die dafür gestorben sind noch größeren Schaden ab zu wenden. Aber Hauptsache ist wohl man kann sich Gruseln und der Profit stimmt. schönen Tag noch,
Schon mal daran gedacht, dass die stark belasteten Bereich kleiner sein könnten als üblicherweise kolportiert ?

https://de.wikipedia.org/wiki/Sperrzone_von_Tschernobyl

Und zur Detektion von radioaktiver Strahlung gibt es ein handliches Gerät: den Geigerzähler.

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ruuben 10.10.2019, 12:02
7.

Den Reiz verlassener Orte verstehe ich, dorthin aber nicht. Das Unglück war fünf Monate vor meiner Geburt und bis heute habe ich gesundheitliche Probleme durch hohe Caesium-137 Belastung. Warum tut man sich das freiwillig an? Gibt so viele andere schöne Geisterstädte und Industrieruinen

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maneater 10.10.2019, 12:06
8. ist der Mensch lernfaehig ?

Eine von Wissenschaftlern gefuehrte Tour mag vielleicht intéressant sein, um zu erfahren wie sich die Natur unter dieser Strahlenbelastung veraendert hat, reiner Sensationstourismus ist toericht und respektlos. Tausende junge Soldaten und Freiwillig haben ihr Leben geopfert, um das Feuer in der Ruine zu loeschen. Sie schippten Zement und Sand im Minutentakt. Ob sie sich des Risikos bewusst waren, man weiss es nicht. Dennoch sie sind die wahren Helden, die auch uns in West-Europa gerettet haben. Ihrer muss gedacht werden. Leute, die nur fuer einen billige Kick dorthin fahren ist nicht zu helfen. Wer so beschraenkt denkt, dem ist auch ueber Information und Aufklaerung nicht beizukommen. Leider stirbt diese Spezies nicht aus.

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tatsache2011 10.10.2019, 12:09
9. Staub

Zitat von susuki
Existieren auf dem Gelände noch Alpha-Stahler-Partikel in der Atemluft? Welche Gesamtbelastung nimmt man bei einem solchen Besuch auf? Das könnte böse enden. Ich bin irritiert?
Das betrifft nicht nur Demjenigen der Staub aufwirbelt, wie im Artikel geschrieben
"Die größte Gefahr in Reaktor 4: radioaktiver Staub. Wer diesen aufwirbelt, weil er aus Versehen einen Gegenstand berührt, könne als Folge einer großen Strahlung ausgesetzt sein, warnen Tschernobyl-Mitarbeiter.".

Außerdem liegt in der Gegend Plutonium u.a. im Boden.
Durch Wind kann radioktiver Staub aufgewirbelt werden.
Die Zerfallsprodukte werden von Pflanzen aufgenommen, usw.

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