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Tweets zum #Bahnstreik: "Danke, dass ihr meine #Fernbeziehung noch komplizierter mach
DPA

Die Gewerkschaft der Lokführer treibt mit der Ankündigung ihres Rekordstreiks viele zur Verzweiflung: Berufspendler und Vielreisende kommentieren den Ausstand mit witzigen, bissigen und bösen Tweets.

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derChris 05.11.2014, 15:27
50. .

Stimmen des DGB - warum hat der DGB überhaupt ein Interesse daran sich zu äußern?
Um eine "neutrale" Meinung zu dem Thema zu erhalten wie es durch die permanente Nennung des "DGB" suggeriert wird? Nein sicher nicht!
Der Grund in der Trennung dürfte eher darin liegen, weil die EVG dem DGB angehört. Man informiert hier allerdings niemanden darüber, dass der DGB ein Handfestes Interesse (Geld der Mitglieder!) daran hat die EVG möglichst stark darstehen zu lassen.

Wer ist dann Ansonsten die EVG?
Die EVG ist aus Transnet (ebenfalls DGB Mitglied damals) und einer weiteren Gewerkschaft hervorgegangen, der GDBA.
Grund dafür war die absolute moralische Bankrotterklärung der Transnet, die mit einem massivem Mitgliederverlust einherging.

Dazu mal mehr:
Transnet ist die Gewerkschaft, die damals unter SPD Führung ein verlängerter Arm der Deutschen Bahn war, die unter Vortäuschung eine Gewerkschaft zu sein, einen Mindestlohn weit unter dem üblichen Tariflohn durchsetzen wollte.
Norbert Hansen (http://goo.gl/N3Fznk Wiki Profil mit weiteren Quellen), Transnet Vorsitzender der den 7,50€ Stundenlohn für Lokführer veranlasst hatte (http://goo.gl/sPjswE geht zur TAZ), wechselte dann im Mai 2008 in den Vorstand der Deutschen Bahn und hat dabei 3,3 Mio Euro kassiert.
Damals wurde übrigends Alexander Kirchner Stellvertretender Vorsitzender.
Das ist der gleiche, der jetzt gerade Vorsitzender der EVG ist - weiterhin sehr Eng verknüpft mit seinem Vorgänger Norbert Hansen und dem zwischenzeitlichen Vorsitzenden Lothar Krauß, welcher gehen musste weil er dem Bahnvorstand große Bonis zugesichert hatte im Falle eines Börsengangs.

Dieser ganze Punkt ist nebenbei der Grund warum die GDL so mächtig werden konnte - die Mitarbeiter haben es nicht mehr mitgemacht und sind gegen Transnet und deren Mittel vorgegangen indem sie die Gewerkschaften gewechselt haben.
Aber statt auf die offene Korruption dieser EVG Vorsitzenden einzugehen, wird die GDL als "Wahnsinnig" bewertet ohne dafür belastbare Anhaltspunkte zu liefern.
Dann noch das Märchen vom super Gehalt der Lokführer.
Ich hab mir gerade einmal die Mühe gemacht und mir angesehen was so in den verschiedenen Verträgen steht.
2400-2700€ Brutto für Berufsanfänger, unter bestmöglichen Bedingungen und nach 25 Jahren sind es dann etwa 3100€ Brutto.
Das ist in der freien Wirtschaft für diese Bedingungen doch ein schlechter Witz?!

Selbst die IGM hat dort hier in Bayern z.B. deutlich bessere Verträge ausgehandelt!
Auszubildende die frisch aus der Lehre kommen, bekommen bereits mit 18 Jahren mehr als diese 3000€ Brutto!
Für die 35 Stunden Woche!
(Achtung - Schichtzuschläge in beiden Fällen nicht berücksichtigt! Das sind Zulagen und nicht das Grundgehalt!)
Selbst international ist das ein recht schlechter Wert der nur von wenigen Ländern unterboten wird...

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klyton68 05.11.2014, 15:42
51. nette Stimmungsmache

jetzt zerfleischen sich die AN untereinander. Das haben die AG fein hinbekommen. Und ihr werdet sehen, dass wird sich Keime der an der Macht beteiligten Parteien nehmen lassen. Jetzt wird das Streikrecht eingeschränkt. Und wir sind so doof und werden unserer eigenen Entmachtung auch noch zustimmen. Mal sehen, ob nicht irgendeine Volksbefragung initiiert wird durch zB die CDU. Wenn ja, sollten wir uns fragen , warum? Und warum nicht zB eine Volksbefrsgung zum Euro. Dies nur als Beispiel. Und so verschwinden stetig mehr Errungenschaften und Rechte der Arbeitnehmer. Da reiben sich einige bereits ordentlich die Hände ganz weit oben.

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fr.rottenmeier 05.11.2014, 15:42
52. Ich ich ich ich................

Tweets zum #Bahnstreik: "Danke, dass ihr meine #Fernbeziehung noch komplizierter macht


Meine Fernbeziehung ist durch Überstunden in der Pflege und Extraschichten am Wochenende seit Jahren kompliziert. Und darüber regt sich kein Mensch auf. Ich habe vollstes Verständnis für den Streik. WEITER SO. Wir in der Pflege bekommen das leider nicht hin.

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zennus 05.11.2014, 15:54
53. Berechtigung für Gewerkschaften?

Hallo Deutschland, die letzte Gewerkschaft, die sich noch so nennen darf, wird verunglimpft, verteufelt und manche möchten sie verbieten. Jeder der über ungerechte Bezahlung und zweifelhafte Arbeitsverhältnisse schimpft, sollte IG-Metall und Co vorwerfen, dass sie nicht das gleiche schon vor 5-6 Jahren getan haben. Aber äh? Machen die anderen Gewerkschaften denn überhaupt noch was für Ihre Mitglieder? Oder gabs schon die Südsee-Gutscheine der Leih-,Zeit- und Werksvertragsfirmen?.....

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zennus 05.11.2014, 16:06
54. Berechtigung für Gewerkschaften?

Hallo Deutschland, die letzte Gewerkschaft, die sich noch so nennen darf, wird verunglimpft, verteufelt und manche möchten sie verbieten. Jeder der über ungerechte Bezahlung und zweifelhafte Arbeitsverhältnisse schimpft, sollte IG-Metall und Co vorwerfen, dass sie nicht das gleiche schon vor 5-6 Jahren getan haben. Aber äh? Machen die anderen Gewerkschaften denn überhaupt noch was für Ihre Mitglieder? Oder gabs schon die Südsee-Gutscheine der Leih-,Zeit- und Werksvertragsfirmen?.....

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abrweber 05.11.2014, 16:13
55. Warum diese Erregung.

Lokomotivführer sind keine Bundestagsabgeordneten, die sich mal mir nichts, dir nichts, mehr als 800 Euro Diätenerhöhung gönnen.Lohnabhängig Beschäftigte haben eben manchmal nur die Möglichkeit ihr Einkommen über Streik zu verbessern.Die Bahn wäre gut beraten die Forderung der GDL zu erfüllen, das wäre effizienter und kostengünstiger gewesen.Deutschland bietet doch jetzt bereits schon ein trauriges Bild bezüglich der Niedriglöhne. Mehr als 700000 Rentner benötigen Grundsicherung. Mehr als 1,5 Millionen Niedriglöhner und Teilzeitbeschäftigte müssen einen 2. Job ausführen um überleben zu können.Da sollte man dankbar sein, für jede Bemühungen weiteren Einkommensverfall in diesem ehemaligen Wirtschaftswunderland zu verhindern.

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Leser_M 05.11.2014, 16:37
56. Leider falsch

Zitat von swandue
Das Problem ist, dass die Gewerkschaft der Lokomotivführer auch für Zugbegleiter verhandeln will.
Nein das ist es nicht!
Es wird auch nicht wahrer, wenn es immer wiederholt wird
Das Problem ist, das Bahnmanagement will diese legitime Forderung nicht akzeptieren.( Bitte Infos auf der GdL- seite lesen und staunen bei wieviel anderen Bahnunternehmen das klappt)
Die GdL will für ihre Mitglieder uneingeschränkt verhandeln, unabhängig davon welche Berufsgruppe diese angehören, sich nicht teilen oder in Abhängigkeit zu anderen Interessenvertreter oder Entscheidungsträger zwingen lassen.
Die GdL sieht diese Position der Bahn als Eingriff in ihre grundgesetzlichen Rechte.

selbst wenn die GdL, die Kraftfahrer für Bus und LKW, der Bahntöchter, Schenker und Bahnbus, vertreten wollte, dürfte Sie das ersteinmal. Denn eine Gewerkschaft verhandelt für ihre Mitglieder und nicht Berufsgruppen.

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Tilted_Arc 05.11.2014, 16:48
57.

Wenn man die Kommentare so liest, dann merkt man, dass wir im Unternehmer-Traumland Deutschland leben. Abhängig Beschäftigte wünschen sich das Streikrecht weg, damit Ihre Chefs keinen Stress haben. WTF?
Nachdem wir uns verfassungsgegebene Grundrechte wegen Terrorgefahr (wann war nochmal der letzte relevante Terroranschlag in Deutschland?) widerstandslos haben wegnehmen lassen, kommen jetzt die Arbeitnehmerrechte dran.

So ist das eben, wenn man sattgefressene Gewerkschaften, die den Weg ins Niedriglohnparadies Deutschland abgenickt haben herausfordern muss.

Wir müssten in ALLEN Branchen streiken, solange bis sich Löhne und Unternehmensgewinne gleich entwickeln. Punkt.

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chopperreidhere 05.11.2014, 17:03
58. Apax des Egoismus

Egoistischer geht's nicht mehr.

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Anwalt55 05.11.2014, 17:20
59.

Keinerlei politische Einmischung und schon gar keine Einschränkung des Streikrechtes zugunsten der Gewinnmaximierung für Manager, Vorstände und Aktionäre auf den Rücken der arbeitenden Bevölkerung.

1,66 Millionen Euro verdiente Bahnchef Grube 2013 geteilt durch Lokführergehaltsdurchschnitt von (2700 Euro brutto/mtl x 12 32.400 Euro = 51 "Lokführer"

Wer der Meinung ist, dass der Bahnchef (man bedenke, dies ist nur der eine "Chef", exklusive der anderen Vorstände und Manager) soviel arbeitet/ erarbeitet bzw. verdient wie 51 Lokführer, der sollte diese Seite nicht liken....

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