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Urlaub in Nordkorea: Hammer, Sichel, Badetuch

Badeurlaub in Nordkorea? Schwimmen, sonnen, sich frei fühlen im unfreiesten Land der Welt? "Mare"-Autor Jan Keith ist in Kim Jong Ils Reich gereist - auf der Suche nach der Strandidylle hinterm Todesstreifen.

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caroline-NL 18.02.2010, 21:00
40. Karaokebars gibt es schon

Ein Bekannter von mir war mehrmals in der "Koreanisch Demokratischen Volksrepublik", deshalb kann ich einiges aus dem Artikel so nicht bestätigen.

Es gibt durchaus Karaoke Bars in Pjöngjang, über ein Dutzend, da gabs weniger Einlasskontrollen, sondern die Preise waren gesalzen. Dies ist etwa vergleichbar mit der Situation von Internetcafes in Kuba.
Theoretisch kann jeder Bürger ins Netz, praktisch kostet 1 Stunde Internet 2 Durchschnittsmonatslöhne. Also wird der normale Bürger nie ins Internet kommen.

Mein Bekannter konnte jedenfalls auch mit den Bürgern reden, er spricht aber auch gut Koreanisch, ist auch ein Anhänger der Ideen Kim Il Sungs, allerdings auch ein Kritiker der realen Politik Kim Yong Ils.

Diese Kritik hätte er sich als Inländer sicher nicht leisten können.

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kuchenbob 18.02.2010, 22:37
41. .

Zitat von hannah16
Für Nord Korea in Videoform auf VBS.tv,inklusive Verhaltensregeln - "no finger pointing!" Interessant und witzig wie ich finde
danke für den Link, sehr interessant. ich habe mich übrigens in das nordkoreanische billiard und tischtennisch spielende tee-fräulein verknallt glaube ich hahaha

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sonicsolar 19.02.2010, 00:08
42. Nordkorea

Was für ein Horrorurlaub... :-) - Wie viel Geld bekommt man dafür, wenn man dieses Programm bucht?

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grummeln 19.02.2010, 01:20
43. !

Zitat von Arche autark
Der Oberboss soll ja so ein Lustmolch sein. Saufen, huren, kiffen und dem gemeinen Volk die Tugenden des Kommunismus predigen.
Damit könnte er Mao Ze Dong die Hände reichen....
Haben schon merkwürdige Ikonen, unsere linken ZeitgenossInnen

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Toddl 19.02.2010, 10:48
44. Dokumentation "Friends of Kim"

Wer sich ein weiteres Bild von Nordkorea machen will, sollte sich vielleicht die Dokumentation "Friends of Kim" ansehen.

http://www.micromovies.nl/?p=films&film=3
Dort besucht eine 22-köpfige Abordnung der KFA (Korean Friendship Association) - einer internationalen Unterstützergruppierung von Nordkorea - in Begleitung eines Filmteams das Land.

Kann man kaufen oder aber bei Youtube (nach "Friends of Kim" suchen) anschauen.

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PeteLustig 19.02.2010, 14:40
45. Titel

Zitat von xzz
In den letzten 100 Jahren gab es in Deutschland zweimal ähnliche Zustände, bei denen staatliche Überwachung und staatlicher Terror mit dem in Nordkorea vergleichbar waren, und es gibt keinen Grund, Datenschützer und Bürgerrechtler in D lächerlich zu machen für die Bemühungen, das soetwas nicht nocheinmal passiert.
Dank dieser berufsmäßigen Datenschutzparanoiker sowie Pseudobürgerrechtler haben wir in einigen Jahrzehnten "ähnliche Zustände" wie in Süd-Afrika oder Ciudad Juárez.

Vielleicht wandere ich dann aus nach N-Korea.
Sicher scheint man dort ja zu leben.

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toledo 20.02.2010, 12:36
46. Wer sich in Unrechtssystemen

Zitat von pette
Ich bin in einer Diktatur geboren. Meine Eltern sind in einer Diktatur geboren und meine Großeltern haben sogar zwei Diktaturen erlebt. Ihnen ging es allen gut. Sind sie jetzt schlechte Menschen??
Wer sich in Unrechtssystemen bequem 'einrichtet' ist sicherlich kein schlechter Mensch. Vielleicht eine charakterliche Schwäche, die verständlich ist.
Wer jedoch solchen System in den verschiedenen Unterdrückungsorganisationen aktiv gedient hat, ist gewiss einer eingehenden Beleuchtung wert.
Zitat von PeteLustig
Dank dieser berufsmäßigen Datenschutzparanoiker sowie Pseudobürgerrechtler haben wir in einigen Jahrzehnten "ähnliche Zustände" wie in Süd-Afrika oder Ciudad Juárez. Vielleicht wandere ich dann aus nach N-Korea. Sicher scheint man dort ja zu leben.
Man wird Sie dort als willfährigen, alles Negative offenbar akzeptierenden Devisenbringer, der keinerlei Datenschutzbedürfnisse hat und auf Bürgerrechte wenig bis gar keinen Wert legt, sicherlich willkommen heissen!

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rimager 07.03.2010, 21:37
47. Schamlos

Wer nach Nordkorea auf Suche nach Strandidyllye reist, sollte sich schaemen. Von allen Straenden in allen freien Laendern der Welt - musste die Autorin ausgerechnet in ein Land reisen, in dem Dissidenten ermordet und gequaelt werden, in dem Kinder vor Hunger sterben, in dem ein Mensch nicht mit Wuerde leben kann. Der Artikel ist ekelerregend. Man stelle sich einen amerikanischer Tourist vor, der 1944 vielleicht Deutschland auf Suche nach Strand udn Sonne bereist haette und so Saetze von sich gegeben haette wie "Aber was ist mit dem Badeort? Dem Strand? Mich drängt es weg, ans Meer. Das ist für mich Schlendrian und Lässigkeit, Faulenzen und Abschalten, der Inbegriff von Urlaub." waehrend neben Ihm die Juden in KZ verrecken.

Die Deutschen sollen es besser wissen. Die Autorin sollte sich persoenlich bei allen Familien von ermordeten Norkoreanern fuer Irhe Geschmackslosigkeit entschuldigen.

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Christian_Spang 21.03.2010, 19:15
48. Ein sehr lesenswerter Artikel

rimager, wenn dann könnten sich Touristen schämen die regelmäßig Ballermann-Urlaub machen und nichts vom Leid mancher Menschen wissen wollen. Der Autor hat sich bewusst den Strand von Nordkorea ausgesucht GERADE weil es den Menschen dort nicht so gut geht wie an "normalen Tourismus-Orten".

Auf sehr eindrucksvolle Weise gelingt es dem Autor ein gutes Bild von Nordkorea und seinen Menschen (also denen mit denen er in Kontakt treten durfte / musste) zu vermitteln.

Ich wünsche mir mehr Beiträge von dieser Qualität die ohne zu sehr anzuklagen Missstände aufzeigen und zugleich in Vertretern totalitärer Staaten das menschliche zeigen.

Mit freundlichen Grüßen,
Christian Spang

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