Forum: Reise
Urteil: Abflugzeiten sind für Reiseveranstalter verbindlich

Niederlage für TUI: Künftig ist es dem Unternehmen nicht erlaubt, nachträglich die Abflugzeiten für Pauchalreisen zu ändern. Laut Gericht handelt es sich um eine "bahnbrechende Entscheidung" für die Verbraucher.

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EinzHeinz 12.02.2013, 14:03
1. Ist das das Ende der Pau ch alreise ;o)

Abgesehen vom Schreibfehler im Artikel ist das Urteil eine herbe Niederlage für Reiseveranstalter. Für Flugzeitenänderungen sind ja nicht die Veranstalter verantwortlich, nicht mal wenn sie mit eigenen Fliegern unterwegs sind. Die Slots vergibt die DFS ( Deutsche Flugsicherung ) und/oder Eurocontrol in Brüssel. Da gibt es leider jede Menge unwägbarkeiten die nicht in der Kontrolle der Reiseveranstalter liegen. Ich denke die Passagier sind allein mit dem EU PAssagerecht von vor ein paar Jahren sehr gut gestellt. Nun wird es darauf hinauslaufen, dass der ReiseVA die Regressansprüche bei den Airlines für Ihre Kunden geltend machen muss. Mehr zu tun für die VA´s bedeutet höhere Preise für die Reise.

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balilover 12.02.2013, 14:32
2.

Das betrifft glücklicherweise ja nur Leute die Pauschal verreisen und dafür mehr Geld ausgeben.... da machen die paar Euros dann auch nichts mehr aus

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molekuel 12.02.2013, 14:42
3. Totschlagargument

Dass man die Preise erhöhen müsse ist doch ein durchsichtiges Totschlagargument.
Ich bin zwar überwiegend (als Senator) mit Linienmaschinen unterwegs, aber war die Billigflieger manchmal ihren "Gästen" zumuten -meist aus nicht nachvollziehbaren Gründen- ist schon unverschämt. Gerade die Flugzeiten: da muss man Stunden vorher am Flughafen sein, hat teils eine lange Anreise und dann verspätet sich der Flieger "aus technischen Gründen".
Kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass dies auch viel mit Management und viel zu engen Zeitplänen zu tun hat.
Und wenn solche Gründe wie in dem Urteil (Abflugzeiten als Köder) eine Rolle spielen, geht diese Entscheidung absolut in Ordnung!

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keksguru 12.02.2013, 15:26
4. @EinzHeinz

die meisten Katalogreisen legt man im Charterflieger zurück.... und da bestimmt der Slot zum Start, wann es losgeht.

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rheingucker 12.02.2013, 15:31
5. Na endlich!

Bislang sah es doch so aus: ich wühle mich durch zig Reiseangebote, um das mit einer Abflugzeit am Vormittag zu finden. Was mit Langschläfer und Kind einfacher ist als alle mitten in der Nacht rausscheuchen zu müssen. Woraufhin der erste Urlaubstag komplett im Eimer ist.
Dann aber - Überraschung - legt der Veranstalter Flüge zusammen und wir starten doch wieder noch vor dem ersten Hahnenschrei. Das habe ich nicht gekauft!
Beim Rückflug werden wir in die 23-Uhr-Maschine umgebucht. Ein Wunder, dass wir nicht noch mehr zahlen müssen, weil wir ja jetzt den vollen Urlaubstag noch genießen können. Bitte? Vom Biorhythmus des Kindes her wird der Rückflug eher zum Höllentrip für alle Beteiligten. Deshalb hatten wir ja eine andere Zeit ausgesucht. Interessiert den Reiseveranstalter aber nicht.
Wie wäre das bei anderen Produkten - kann diese Eigenschaft haben oder vielleicht eine ähnliche oder doch eine ganz andere???

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Ernst49 12.02.2013, 17:20
6.

"Abgesehen vom Schreibfehler im Artikel ist das Urteil eine herbe Niederlage für Reiseveranstalter."
Auch wenn man nicht vom Schreibfehler absieht, ist das Urteil eine herbe Niederlage.

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eines-tages 13.02.2013, 10:24
7. Mit zweierlei Mass gemessen

Hier wird der Reiseveranstalter für Unwägbarkeiten in die Pflicht genommen, die er nicht zu vertreten hat. Flugzeitenänderungen -und seien es nur wenige Minuten- sind gerade bei Linien- wie auch bei Charterfluggesellschaften oder Low-Cost-Carriern aus den schon erwähnten Gründen gang und gäbe. Jeder Bucher einer Pauschalreise kann dies nun als Vorwand nehmen und wegen dieser "Änderung der vertraglichen Leistung" seine Reise wieder kostenfrei zu stornieren - z.B. wenn er für das gleiche Reiseziel irgendwo im Internet ein billiges Last-Minute-Angebot gefunden hat. Wer den selben Flug direkt bei der Airline -dem Verursacher- gebucht hat muss die Änderung schlucken: Wo bleibt da die Logik?!?

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querulant_99 13.02.2013, 11:04
8.

Zitat von eines-tages
Hier wird der Reiseveranstalter für Unwägbarkeiten in die Pflicht genommen, die er nicht zu vertreten hat. Flugzeitenänderungen -und seien es nur wenige Minuten- sind gerade bei Linien- wie auch bei Charterfluggesellschaften oder Low-Cost-Carriern aus den schon erwähnten Gründen gang und gäbe. Jeder Bucher einer Pauschalreise kann dies nun als Vorwand nehmen und wegen dieser "Änderung der vertraglichen Leistung" seine Reise wieder kostenfrei zu stornieren - z.B. wenn er für das gleiche Reiseziel irgendwo im Internet ein billiges Last-Minute-Angebot gefunden hat. Wer den selben Flug direkt bei der Airline -dem Verursacher- gebucht hat muss die Änderung schlucken: Wo bleibt da die Logik?!?
Sie haben die Gerichtsentscheidung wohl falsch verstanden.

Es geht doch hier nicht um Flugverspätungen, sondern darum, dass die Kunden nicht kurzerhand auf einen anderen Flug umgebucht werden dürfen (aus welchen Gründen auch immer), z.B. vom Vormittagsflug in den Abendflug.

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medienquadrat 13.02.2013, 11:37
9. optional

vor allem ist es abstrus, dass in den Medienberichten die TUI, als Veranstalter für den Wahnsinn der Airlines gerade zu stehen hat.

Warum wird nicht mal erwähnt, dass die Airlines selbst mit Flugzeitenänderungen dadurch spielen, dass sie Flüge zur besseren Auslastung einzelner Maschinen und/oder Routen ausfallen lassen?
Reisebüros können ihren Reiseveranstaltern nur dankbar sein, dass sie die Verantwortung auf sich nehmen und diese Klauseln in ihre Vertragsbedingungen reingenommen haben. Reisebüros wären echt arme Säue, wenn deren Kunden sie persönlich verantwortlich machen würden. Die kriegen eh schon genügend Frust wegen der Flugverschiebungen ab.

Und die Airlines sind wegen des selbst initiierten Preiskampfs doch mittlerweilen gezwungen, so zu agieren. Das Ganze erinnert an "die Geister, die ich rief". Da kommt die Touristikbranche nur noch gemeinsam raus, indem sie den nach Unten taumelnden Preiskampf aufhalten und wieder kostendeckende Produkte anbieten. Verzichtet ruhig auf die "Ballermänner & Arschgeweihe". Dann können die eben nicht mehr in Urlaub fliegen!

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