Forum: Reise
Van-Nomaden in Australien: Freiheit, die süchtig macht
Anja Tiedge

Nicht nur Urlauber lieben ihr Camperleben in Down Under. Auch Tausende Australier genießen die Freiheit des Nomadentums - rund ums Jahr, immer auf der Jagd nach Sonne und Wellen.

Seite 1 von 3
Oloid 08.12.2016, 08:09
1. In Deutschland kriminell

Ich habe ein paar Jahre in einem Bus gelebt. In Deutschland und Europa. Das geht bei uns nur wenn man gegen geltende Gesetze verstößt und bereit ist sich deswegen mit ständigen Polizei Schikanen abzufinden. Man kann mit einem "auf Reisen" gemeldet im Ausweis kein Fahrzeug anmelden, Führerschein ersetzen, Versicherung abschließen! Deswegen muss man schon gegen das Meldegesetz verstoßen. Deutschland mag das Leben im Bus oder auf einem Hausboot anderer romantisch finden, tut aber alles um es zu verhindern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
huz6789 08.12.2016, 08:19
2. Richtig gut oder ....schade

Wir habens selbst gesehen: In Australien hängen viele rum. Das Land ist einfach zu bereisen: Klima flexibel, westlicher Lebensstil, Englisch - weite einsame Natur. Allein die Erhaltung eines bürgerlichen Lebens ist so ein aufwändiges Geschäft, dass es einem manchmal sinnlos vorkommt, wie es so aus sich selbst heraus und vor sich hin wuchert.
Ich finde es richtig, richtig gut, wenn Menschen ein längere Auszeit nehmen (sagen wir zwei Jahre) um sich selbst wieder zu sammeln. Insbesondere dann, wenn sie sich der Herausforderung, für Kinder Verantwortung getragen zu haben und das gut gemacht zu haben, gestellt haben. Indes, jahrelang nur zu surfen oder rumzuliegen und von Sonderangeboten zu leben ist Vergeudung, ist nutzlos, ist keine Entwicklung. Ist schade.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
manicmecanic 08.12.2016, 08:50
3. @1 oloid kriminell in D ?

Das stimmt soweit ich weiß nicht.Da gibts doch als Sanktion Bußgelder,und das sind Ordnungswidrigkeiten und nicht Straftaten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
thequickeningishappening 08.12.2016, 09:02
4. The Man in the Van

Das Meer ist keine Dusche; tagsüber Sandflies, nachts Mossis, die Hitze knallt auf's Dach, alles eng und die besten Plaetze sind "no Camping"! Lieber grosse Auto, Zelt, aufblasbare Matratze, mobile Air Con, Eski und powered Tentsite mieten (Campingplatz), Camp aufschlagen und dann zum Beach!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ich2010 08.12.2016, 09:10
5.

Zitat von huz6789
Wir habens selbst gesehen: In Australien hängen viele rum. Das Land ist einfach zu bereisen: Klima flexibel, westlicher Lebensstil, Englisch - weite einsame Natur. Allein die Erhaltung eines bürgerlichen Lebens ist so ein aufwändiges Geschäft, dass es einem manchmal sinnlos vorkommt, wie es so aus sich selbst heraus und vor sich hin wuchert. Ich finde es richtig, richtig gut, wenn Menschen ein längere Auszeit nehmen (sagen wir zwei Jahre) um sich selbst wieder zu sammeln. Insbesondere dann, wenn sie sich der Herausforderung, für Kinder Verantwortung getragen zu haben und das gut gemacht zu haben, gestellt haben. Indes, jahrelang nur zu surfen oder rumzuliegen und von Sonderangeboten zu leben ist Vergeudung, ist nutzlos, ist keine Entwicklung. Ist schade.
nutzlos? schade? woher wissen sie das? ich denke mal, das kann nur derjenige beurteilen der dieses leben auch selbst lebt. niemand sonst. es erhebt sich ja auch niemand über sie und urteilt ihren lebensstil ab, oder?!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ich2010 08.12.2016, 09:17
6.

beeindruckend. vor allem wenn es jemand schafft aus dem alltäglichen hamsterrad herauszukommen, sich von diesem ganzen konsum- und gierdenken zu lösen und nur das zu tun, was ihn persönlich glücklich macht. und auch sehr wichtig ist die erkenntnis, dass man letztlich für sich selbst lebt, nicht für die "anderen" oder die "gesellschaft".

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ocmone 08.12.2016, 09:36
7. Danke!

Solche Artikel sind immer wieder eine schöne Gelegenheit, sich in die Lebensentwürfe anderer Menschen hinein zu versetzen und ggfs. seinen eigenen konstruktiv zu überdenken. Danke.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sichernicht 08.12.2016, 10:55
8. Wo ist das Problem?

Zitat von Oloid
Das geht bei uns nur wenn man gegen geltende Gesetze verstößt und bereit ist sich deswegen mit ständigen Polizei Schikanen abzufinden. Man kann mit einem "auf Reisen" gemeldet im Ausweis kein Fahrzeug anmelden, Führerschein ersetzen, Versicherung abschließen! Deswegen muss man schon gegen das Meldegesetz verstoßen.
Freunde von mir machen das seit ewigen Jahren. Die haben einfach eine kleine Mietwohnung behalten, ergo eine Meldeadresse. Da sind sie vielleicht einmal im Jahr, den Rest der Zeit verbringen sie auf Reisen.

Post ist komplett auf e-Mail umgestellt, mittlerweile alles kein Problem. Führerschein ist vorhanden, Versicherung macht man entweder vorher oder oder vor Ort.

Gegen Gesetze muss niemand verstoßen, der auf Reisen sein will. Zur Not mieten Sie sich eben ein WG-Zimmer.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mol1969 08.12.2016, 11:19
9.

Ich denke auch, rechtlich bekommt man das hin. Melde ich mich halt bei einem Kumpel als Untermieter an, dann gibt es auch eine Postadresse und mit einer entsprechenden Vollmacht sollte auch das Entgegennehmen von wichtiger Post kein Problem darstellen. Dank Handy ist die Erreichbarkeit unterwegs ja kein Problem mehr. Ich könnte mir das schon vorstellen. Zumindest für eine gewisse Zeit, sagen wir mal 2-3 Jahre.

Die Frage, die ich mir bei solchen Geschichten immer stelle, ist die der Finanzierbarkeit. Lassen wir mal große Erbschaften, Lottogewinne oder einfach reich geboren mal außen vor, denn das sind doch nur wenige Ausnahmen.
Wie soll ein Normalsterblicher das also finanzieren? Mir ist klar, dass man mit wenig Geld auskommen kann. Aber der Unterhalt des Fahrzeuges incl. Benzin und Reparaturen kostet schon mal mehrere hundert EUR monatlich, Essen kann man natürlich auch günstig mit Discounterprodukten organisieren. Trotz allem wären wohl nach meiner Schätzung auch bei sehr sparsamer Lebensführung mind. 1000 EUR monatlich bei 1 Person erforderlich. Woher nehmen, wenn man kein Einkommen hat?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 3