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Verletzter Passagier: Suspendierter Sicherheitsbeamter schildert United-Vorfall
Facebook/Audra Dickerson

Er soll die Balance verloren und sich deshalb das Gesicht aufgeschlagen haben: Der Sicherheitsbeamte, der den United-Passagier David Dao brutal aus einem Flugzeug zerrte, schildert seine Version des Vorfalls.

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flytogether 25.04.2017, 11:42
1. Die Formulierung

lässt also weiterhin Gewalt gegen Passagiere zu.
Denn der Begriff "Widerstand" ist ja wohl so dehnbar wie Gummi

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clausbremen 25.04.2017, 12:39
2. Die ...

... ganze Sache stinkt zum Himmel. Ich möchte gern erfahren, wie die möglichen Prozesse vor zuständigen Gerichten ausgehen bzw. mit welchen Geldbeträgen die Beteiligten entsprechende Klagen abwenden werden. 6-stellig oder 7-stellig?

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quark2@mailinator.com 25.04.2017, 13:24
3.

Generell empfinde ich ja eher für den Passagier, d.h. ich halte den Rauswurf für ziemlich frech von der Airline. Aber diese hat "Hausrecht", d.h. sie kann den Passagier auffordern das eigene Fahrzeug zu verlassen. Und wenn er sich weigert ... hätte vermutlich die Polizei (also die richtige, nicht ein Sicherheitsdienst) genau das gemacht, was dann auch passiert ist - Entfernung mit physischer Gewalt. Würde der Passagier dabei aktiv Widerstand leisten, würden die Polizisten den brechen und dabei sind sie bekanntlich nicht zimperlich ... ähnlich wie bei Gleisbesetzungen oder anderen Sitins. Ob ein privater Sicherheitsdienst, also z.B. auch direkt Angestellte der Airline das "Hausrecht" selbst gewaltsam durchsetzen dürften, weiß ich nicht, bezweifle es aber. Per Polizei wäre es aber auch so gelaufen - und dann legal. Aber wie gesagt, schon der Rauswurf an sich sorgt dafür, daß ich den Laden meiden werden, wenn es geht.

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starboy 25.04.2017, 13:26
4. Klare Sache

Der Anwalt von Dao lacht sich gerade tot.Wie kann man bitte so eine Aussage tätigen.
Der Sheriff geht ins Gefängnis das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.
Ich hoffe Spon berichtet ausführlich über die Gerichtsverhandlung.Ich komm aus dem Lachen nicht mehr raus.
Also ab 1 Mio hätte ich mir auch beide Vorderzähne raushauen lassen.Aber der Herr Dao kriegt sicher 50plusX.

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hummer2311 25.04.2017, 13:26
5. mal nüchtern betrachtet...

sicher man sollte sich die Frage stellen , darf man abgewiesen werden von einem Flug wenn man ihn bezahlt hat und sich nichts zu Schulden hat kommen lassen ... keine Frage diesbezüglich hätte der Fluggast später klagen können .... aber wenn die Anordnung vom Kapitän des Flugzeugs kommt das , wer auch immer ( und warum) die Machine verlassen muss , dann muss dieser Folge leisten ... oder falls er sich aggressiv wehrt ... von der Polizei entfernt werden ! Es kann nicht sein das jemand es drauf ankommen lässt um später dann zu klagen .... klar kann er klagen , warum er raus musste ... und das ist auch eine Schweinerei von der Airline , aber sich dann mit Händen und Füßen zu wehren um sich und vielleicht noch andere zu verletzen ... sorry geht garnicht! Der Kapitän hat das sagen .. Schluss ! Aber es ist nat so besser .. jetzt kann man noch mehr raus holen ... leider hat der Herr damit wieder ein man gezeigt was in Asien leider Alltag ist ... wenn man was rausholen kann .. dann ist alles Recht...Wenn ich jemanden in meinem Auto mitnehme und dann meine Mutter am Straßenrand steht ... dann möchte ich auch entscheiden können was mit der Person passiert ... und nicht davon ausgehen das er sich wehrt ! .... denn sein Geld ( und sogar mehr) hat er zurück bekommen ... also welches Recht hat er ...Sorry ich habe kein Mitleid mit dem Fluggast ... liegt aber auch vielleicht daran das ich schon zu viele solcher Menschen erlebt habe , da ich sehr viel fliegen muss....

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DoloFacit 25.04.2017, 14:53
6.

Zitat von hummer2311
(...)Wenn ich jemanden in meinem Auto mitnehme und dann meine Mutter am Straßenrand steht ... dann möchte ich auch entscheiden können was mit der Person passiert ... und nicht davon ausgehen das er sich wehrt ! .... denn sein Geld ( und sogar mehr) hat er zurück bekommen ... also welches Recht hat er ...Sorry ich habe kein Mitleid mit dem Fluggast ... liegt aber auch vielleicht daran das ich schon zu viele solcher Menschen erlebt habe , da ich sehr viel fliegen muss....
Merkwürdige Rechtsansicht. Wenn Sie mit dem Ditten einen entgeltlichen Beförderungsvertrag abgeschlossen haben, werden Sie Ihre Mutter im Zweifel am Straßenrand stehen lassen müssen.

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geotie 25.04.2017, 16:50
7.

Zitat von quark2@mailinator.com
Aber diese hat "Hausrecht", d.h. sie kann den Passagier auffordern das eigene Fahrzeug zu verlassen. Und wenn er sich weigert ... hätte vermutlich die Polizei (also die richtige, nicht ein Sicherheitsdienst) genau das gemacht, was dann auch passiert ist - Entfernung mit physischer Gewalt.
Klar, man kassiert Geld um dann die Fluggäste aus dem Flugzeug zu schmeißen wenn es nicht mehr passt. Wenn man wrklich so denkt wie Sie, dann sollten Sie lieber kein Transportunternehmen eröffnen und leiten, denn dann werden Sie sehr schnell pleite machen. Eine gewerbliche Reisegesellschaft hat sich beim Verkauf des Tickets verpflichtet, diese Person von A nach B zu transportieren. Da kann man nicht mal eben sagen, meine Schwiegermutter, Mitarbeiter oder wer auch immer, kommt mit und der Gebuchte Gast hat das Flugzeug, auch mit Gewalt, das Flugzeug zu verlassen.

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cavete 25.04.2017, 17:01
8. Der Staat als Büttel? (1)

"Das Luftamt veröffentlichte in der Zwischenzeit seine Leitlinien zum Thema Gewaltanwendung. Demnach
darf das Sicherheitspersonal an Flughäfen Gewalt nur dann anwenden, wenn diese nötig ist, um
'Menschenleben zu verteidigen, eine Festnahme durchzusetzen oder eine Person unter Kontrolle zu bringen.'
Gewalt dürfe nur in dem Maße ausgeübt werden, das nötig ist, um 'den Widerstand eines Angreifers zu
brechen.' "

Die Frage koennte sein, inwieweit Gewalt angewenndet werdenn darf, ohne Ansehung des zugrundeliegenden
Sachtverhalts.

Wenn es so etwas wie ein Atomatistmuss darstellt, dass die Polizei oder Sichertheitsbeamte "missliebige"
Passangiere quasi "auf Zuruf" von Bord holen koennen, ohne dass die zurgundeliegenden Beweggruende zuvor genauer geprueft werden - wer kann dann als Passagier noch ruhig en Gewissens an Bord steigen?

Wirklich beurteilen koennen wird man den Vorfall wohl nur dann, wenn man die Schliderungen aller Beteiligden kennt, unter Wuerdigung der zugrundeliegenden Gesetze.

Aber das bdeutet noch nicht, dass man sich nicht GedAnken machen kann. Umso mehr dann, wenn man selbs als Flugpassagier betroffen sein kann.

Zieht man die Stellungname des "Luftamtes" fuer eine naehere Betrachtung der Ereignisse heran, kann man
womoeglich zu einer anderen Beurteilung der Sachlage gelangen, als sie sich durch den Lauf der Geschehnisse zunaechst darstellt.

1. "Menschenleben verteidigen"
Welche Menschenleben waren zu verteidigen, als die Pollizeibeamten an Bord gerufen wurden? Die Anwort auf
diese Frage wird womoeglich massgeblich von den Schildertrungen der Person abhaengen, die die Polizei
rief und dabei ein Bild des Geschehens gab. In diesem Fall, "Menschenleben retten", muesste es wohl eine
erhebliche Gefahrenlage gegeben haben, die zu solch einer Einschaetzung einer dohenden Gefahr fuer Menschen berechtigte.

In solch einem Fall muessten die Beamten natruelich unverzueglich an Bord gehen und die Situation abklaern, um festzustellen, ob eine Gefahr tatsaechtlich vorliegt.

Bisher deutet nichts darauf hin, daß das der Anlass fuer das Vorgehen der Beamten gewesen ist.

2. "Festnahme durchsetzen"
Fraglich ist, wie das zu vestehen ist. Moeglich, dass es dabei um b e r e i t s g e s u c h t e Personen geht (Haftbefehl, Streckbrief), die sich an Bord befinden. D.h. die Festnahme dieser Personen stand breits fest,
b e v o r die Polizei den Aufenthaltsort der gesuchten Person kannte. Und nach der Benachtrichtigtuns der Polizei wurde die Festnahme vollstreckt, die erst an Bord vorgenommen werden konnte - eben, weil die Polizei erst dann durch irgenwelche Umstaende von der Anwessenheit des G s u c h t d e n Kenntnis erhielt.

Nach allem was man weiss, war auch das hier nicht der Fall, der betreffende Passagier war nicht vorab zur Festnahme ausgeschrieben. Augenscheinlich wurde er zar an Bord in Gewahrsam genomen, aber dem liegt
ein andrer Sachvehalt zugrunde. Vermutlich hat die Aussage "Festnahmen durchsetzen" in diesem
Zusammenhang hiermit nichts zu tun.

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Chilango 25.04.2017, 17:08
9. Moment - zurück zum Sachverhalt

Der Passagier hatte ein gültiges Flugticket und sich nichts zu schulden kommen lassen. Das Problem war das die Airline noch zusätzlich eigene Mitarbeiter in die Maschine pressen wollte. Ich würde mich genauso verhalten.
Früher gab es superbillige Standby-Tickets. Da wusste ich das ich eventuell nicht den gewünschten Flug nehmen kann. Heute gibt es anscheinend nur noch Standby-Tickets.
Und wenn ich hier die Kommentare sehe. Anscheinend möchte man eine Bevölkerung die sich allen Anweisungen widerstandslos folgt.
Ich habe ein Ticket und ich erwarte das die Airline den Vertrag den ich mit ihr habe erfüllt. Es ist eine Sache wenn technische Mängel dies verhindern. Eine andere ist ein "raus hier" mein Mitarbeiter bekommt jetzt deinen Platz.
Ich hoffe auch das er ein paar zig Millionen bekommt. Denn nur so überlegt sich die Airline ihre Vorgehensweise gegenüber ihren Kunden. Oder falls sie Pleite geht ist es eine Lehre für andere Airlines!

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