Forum: Reise
Verschüttete Bergsteiger in Kanada: Drei der Besten
Manuel Ferrigato/ Red Bull

David Lama, Hansjörg Auer und Jess Roskelley sind in Kanada von einer Lawine verschüttet worden. Wahrscheinlich sind sie tot. Es hat drei Ausnahmetalente getroffen.

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Die linke Kobra 19.04.2019, 21:35
20. Peinlich

Zitat von lord-crumb
Eine Reihe von Kommentaren hier sind einfach nur peinlich. Die drei haben ihr Leben gelebt. Wegen Ruhm macht das niemand. Es ist einfach ein Lebensinhalt. Klar ist der mit erhöhten Risiken verbunden. Aber so what. Jeder ist frei selbst zu entscheiden wie weit er geht. Die 3 wollen sicher auch nicht bemitleidet werden. Jemand dessen Herausforderung darin besteht nach einer Tüte Chips und einem Bier bei einem Fussballspiel im Fernsehen nicht auf der Couch einzuschlafen wird sowas aber nie verstehen.
Sie bringen es auf den Punkt: " Die 3 wollen sicher auch nicht bemitleidet werden". Ich finde die Kommentare hier auch peinlich, die die drei bemitleiden. Riskiert, Abgestürzt, Aus, Vorbei, Was solls ! Es war Ihr Leben, der Sinn ihres Handelns verbirgt sich mir. Ach so, ich bin kein Bergsteiger. Bevor ich jetzt noch Campino von den Toten Hosen mit seinem Jägermeistersong zitiere, höre ich lieber auf: Da waren es nur noch 7. Wenn einer mal hops geht, wer wird denn gleich weinen, so ist das Leben.. !

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markus_wienken 19.04.2019, 21:42
21.

Zitat von lord-crumb
Eine Reihe von Kommentaren hier sind einfach nur peinlich. Die drei haben ihr Leben gelebt. Wegen Ruhm macht das niemand. Es ist einfach ein Lebensinhalt. Klar ist der mit erhöhten Risiken verbunden. Aber so what. Jeder ist frei selbst zu entscheiden wie weit er geht. Die 3 wollen sicher auch nicht bemitleidet werden. Jemand dessen Herausforderung darin besteht nach einer Tüte Chips und einem Bier bei einem Fussballspiel im Fernsehen nicht auf der Couch einzuschlafen wird sowas aber nie verstehen.
Sie haben Recht, ein Lebensinhalt der ein derartiges verantwortungsloses Tun ggü. der eigenen Familie/Kindern beinhaltet erschließt sich mir wirklich nicht und da bin ich auch froh drüber.

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pmf2 19.04.2019, 21:48
22. So what

Häme oder nicht, bleibe dabei, willentlich sein Leben aufs Spiel zu setzen, bedeutet, den Tod wissentlich in Kauf zu nehmen.
Das ganze Rumgetanze auf Hochhäusern und frei abhängen - peinlich, und den Menschen sollte keine Träne nachgeweint werden. Sie wollten es so ! Sicherlich ist der Tod der drei jungen Männer eine Tragödie, die ist es aber auch wenn ich eines Tages sterbe, denn dann hat meine Familie ihren Rückhalt verloren - wer schreibt dann einen Nachruf auf mich in den Nachrichten ?
Nur weil es ‚Profis‘ waren, macht es sie deswegen noch lange nicht ‚immun‘ gegen unvorhersehbare Gefahren.
Und am Ende waren alle die absoluten Supermenschen, menschlich und mitfühlend bin ich auch, nicht nur diese drei jungen Männer.
So what !

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mirroroffline 19.04.2019, 22:01
23. Differenzieren!

Ich finde Wingsuit fliegen und Bergsteigen schwer vergleichbar, da ersteres sicher deutlich irrationaler und gefährlicher ist. Ich denke, dass wir es hierbei auch eher mit einer Sucht als einer Sportart zu tun haben.
Ich finde, die Eltern Lammas haben es sehr gut auf den Punkt gebracht. Die Angehörigen sind auch diejenigen, die ich dafür bedaure, ihre Lieben so früh verloren zu haben. Die Alpinisten kann ich auch betrauern, wenn Menschen sterben ist es immer traurig, nur: das Risiko ist nun mal Teil des Reizes. Man fühlt sich im Angesicht der Gefahr oft unendlich lebendig. Sie sind in Ausübung ihrer Leidenschaft gestorben, wie viele Menschen können das von sich sagen? Und: es gibt keinen Maßstab dafür, welches Leben das gelungenere ist: das in Leidenschaft und Erfüllung gelebte aber kurze Leben kann so viel schöner sein, als das freudlos gefristete Durchschnittsleben eines Menschen, der hoch betagt vor sich hin dümpelt und keine Passion hat.

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M.W. aus A. 19.04.2019, 22:07
24. Ich bin auch zwiegespalten

Drei gesunde relativ junge Männer haben sich freiwillig in Gefahr begeben und sind dabei umgekommen. Klar haben die das ganze wegen des Kicks gemacht. Vielleicht erlebt man beim Besteigen eines Berges, beim Fallschirmspringen, beim Freeclimbing oder im Wingsuit für mich nicht nachvollziehbare Glücksgefühle. Ich will es nicht verurteilen. Verunglücken kann man auch beim Fußballspielen oder beim Skifahren. Die wußten, was sie machten - meine Trauer hält sich sehr in Grenzen.
Vielmehr empfinde ich Wut über Sinnlosigkeit diese Todesart und auch Wut über die Gefahr, in die sich die eventuellen Retter begeben müssen.
Aber noch schlimmer ist die Trauer der Überlebenden. Sie bleiben übrig und müssen damit fertig werden. Und wofür?

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spiegelleser861 19.04.2019, 22:18
25. Nutzen...wofür?

Zitat von TS_Alien
Bergsteigen ist immer mit Risiken verbunden. Jeder Extrem-Bergsteiger wird Situationen erlebt haben, die an der Grenze gewesen sind. Daraus sollte man beizeiten seine Schlüsse ziehen. Sonst geht es irgendwann nicht mehr gut aus. Man hat nur ein Leben. Man sollte es sinnvoll nutzen.
Das ist doch genau der Punkt. Was ist sinnvoll nutzen? Möglichst viel Geld verdienen? Möglichst viele Kinder in die Welt setzen? Am Ende ist alles vergänglich. Daher stimme ich den Eltern auch voll zu. Es war ihr Leben...

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k.Lauer 19.04.2019, 22:33
26. Nutzlos, aber nicht sinnlos ?

Alpin-Legende Reinhold Messner (58) hält Bergsteigen für nutzlos. «Die Erkenntnisse auf dem Gipfel des Mount Everests sind für die Menschheit irrelevant. Ob da oben jemand steht oder nicht, das spielt keine Rolle»

das gilt auch für die schwierige Route M16 an der Ostwand des Howse Peak in den kanadischen Rocky Mountains. Eine Einsicht, die man auch auf einer Höhe Null über dem Meeresspiegel gewinnen kann.

Dass es nicht sinnlos sei, ist die Ansicht einiger Bergsteigergrößen. Muß es aber doch sein, weil keiner oben bleiben will und alle wieder runter wollen. Wozu also?

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winterwoods 19.04.2019, 22:55
27. German Couching

"Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um!" - Entschuldigung, aber das ist die typische Floskel des "german Couchhockers", der tausendundeine Versicherungen besitzt. Das Problem ist nur: Auch wer sich nicht in Gefahr begibt, wird sterben. Definitiv. Morgen oder in 70 Jahren. So viel ist sicher. Nicht der Tod ist das Problem - sondern ob wir bis dahin einigermaßen sinnvoll und erfüllt leben.

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rainer82 19.04.2019, 23:08
28. Durch solche ausführlichen Elogen

bekommen diese bedauernswerten, aber leider wahnsinnigen Typen eine unverdiente Popularität. Wer sich und andere dermaßen leichtfertig und völlig grundlos und sinnbefreit in Gefahr begibt, kann nicht als Vorbild dienen. Helden sind vielmehr die Retter, die für solche Idioten ihr Leben riskieren.

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krawatz 20.04.2019, 00:36
29. r.i.p.

da schlägt sie wieder, die stunde der tastatur experten, der klug und dummschwätzer und sesselpupser.
es war ein lawinenunglück. das ist alles was bekannt ist. keiner weiß wie sie ausgelöst wurde oder was genau passiert ist.
natürlich könnt ihr nicht verstehen was diese menschen antreibt. weil euch selbst nichts antreibt. weil stillstand euer lieblingszustand ist, weil ihr denkt ihr könnt euer ganzes leben versichern und ihr habt ausgesorgt bis zum ende eures lebens.
und vielleicht kommt das früher als ihr denkt, wenn euch ein besoffener mit 150 in die seite knallt, oder eure pumpe urplötzlich den dienst verweigert, oder ihr beim gardinen aufhängen von der leiter stürzt und ihr mit einem schädelbruch langsam in eurem eigenen wohnzimmer verreckt.
und wenn dann ein kurzer artikel über euren tragischen tod im darmstädter anzeiger erscheint stehen bestimmt schon andere sesselpupser bereit um auf die risiken des gardinen aufhängens hinzuweisen.
ihr habt keine ahnung, euer leben ist ein trauerspiel und eure kommentare sind ein armutszeugnis.
ich geh weiter an meine grenzen und darüber hinaus, ihr bleibt schön vor eurem rechner sitzen und kommentiert ereignisse von denen ihr keinen blassen schimmer habt. ihr flachpfeifen.

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