Forum: Reise
Verschüttete Bergsteiger in Kanada: Drei der Besten
Manuel Ferrigato/ Red Bull

David Lama, Hansjörg Auer und Jess Roskelley sind in Kanada von einer Lawine verschüttet worden. Wahrscheinlich sind sie tot. Es hat drei Ausnahmetalente getroffen.

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upalatus 20.04.2019, 08:04
40. Glück ist in letzter Konsequenz nicht berechenbar

Einer Lawine ists schlicht völligst egal, wann/wie/zu wessen (lethalen) Nachteil sie abgeht.

Auch ich hab meine Steckenpferde (wenngleich nicht mit Topeinstufung, dafür weit weniger risikobehaftet), die mich in eine heftige gesundheitliche Bredouille trotz aller Routine und 'sorgfältiger' Risikobewertung bringen können.

Insofern haben die drei Sportler es sehr weit und lange geschafft, ihre Leidenschaft erfolgreich auszuleben, und das als selbstverantwortlich entscheidende/bewertende Individuen. Bin mir sicher , dass die Verunglückten in ihrer Karriere dabei einige massive Warnschüsse und Fasttode erlebten, und dass es auch weiterhin Todesmeldungen über glücklose Sportkoryphäen geben wird.

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leserschwert 20.04.2019, 08:09
41. @22 ist das Ihr Ernst?

Ohne Menschen die Grenzen verschieben wollen, säßen wir noch in Höhlen.

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TS_Alien 20.04.2019, 09:30
42.

Zitat von spiegelleser861
Das ist doch genau der Punkt. Was ist sinnvoll nutzen? Möglichst viel Geld verdienen? Möglichst viele Kinder in die Welt setzen? Am Ende ist alles vergänglich. Daher stimme ich den Eltern auch voll zu. Es war ihr Leben...
Und in gewisse Weise ist ihr Leben vergeudet worden.

Absichtlich schwierige Routen zu klettern oder auf bestimmte Berge zu steigen, das kann doch nicht ernsthaft der Inhalt des Lebens sein. Richtig erfüllend ist es offensichtlich auch nicht, sonst gäbe es nicht ständig die Gier nach "Rekorden" und neuen "Abenteuern".

Bei jüngeren Menschen kann man diese Abenteuerlust noch teilweise nachvollziehen. Aber irgendwann sollte man sich den wichtigeren und spannenderen Dingen im Leben widmen und die Berge Berge sein lassen.

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Flauschie 20.04.2019, 09:32
43. Wie hoch ist die Todesrate bei "Profis"?

Letztendlich kann es einem ja egal sein - das Risiko duerfte denjenigen ja klar sein. Ueberraschend sind solche Meldungen jedenfalls kaum.

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TS_Alien 20.04.2019, 09:40
44.

Zitat von leserschwert
Ohne Menschen die Grenzen verschieben wollen, säßen wir noch in Höhlen.
Bergsteiger verschieben keine Grenzen. In gewisser Weise ist es sogar absurd, einen schwierigen Weg zu wählen, wenn es auf einen Berg einen einfacheren Weg gibt. Und wenn man endlich oben ist, kann man dort auch nicht viel machen. Bergsteigen ist anstrengend, schwierig, teilweise interessant, aber irgendwie nutzlos.

Menschen, die ihr Hirn verwenden und z.B. forschen, die verschieben die Grenzen. Die Fortschritte in der Kunst, der Literatur, der Musik, den Wissenschaften, ... unterscheiden uns von den Höhlenmenschen.

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Frittenbude 20.04.2019, 10:32
45.

Zitat von TS_Alien
Bergsteiger verschieben keine Grenzen. In gewisser Weise ist es sogar absurd, einen schwierigen Weg zu wählen, wenn es auf einen Berg einen einfacheren Weg gibt. (...)
Auch ohne selbst Bergsteiger zu sein, kann ich mit Gewissheit sagen, dass Sie hier offensichtlich komplett im Irrtum sind.
Selbstverständlich "verschieben Bergsteiger Grenzen", das liegt nicht nur gerade im Fall dieser 3 Bergsteiger auf der Hand, sondern dürfte sogar eine der zentralen Motive dieses Sports sein. Wird nicht sogar Lama im Artikel eindeutig so zitiert?

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think-about 20.04.2019, 14:37
46. Fassungslos

3 Menschen verunglücken in einer Lawine,.. ein Unfall. Ob Leichtsinn oder nicht kann keiner hier beurteilen, denn es gibt ausreichend Möglichkeiten die Gefahren auf ein Minimum zu reduzieren. Nur keiner hier war dabei...
Den höre ich hier was von selbstgefährten Verhalten der 3 Sportler, welchen Maßstab wollen wir hier anlegen? Rauchen, Alkohol, falsche Ernährung, fehlende Bewegung, zu viel Stress, schnell Autofahren? Wenn wir ehrlich sind, hat jeder von uns Verhaltensweisen, die nicht unbedingt darauf angelegt sind 100 Jahre alt zu werden. Und das auch mit direkten Folgen für unsere Angehörigen.
Und genau das macht mich Fassungslos: Es wird kritisiert, das die 3 Bergsteiger nicht an ihre Familie denken, und dies so menschenverachtend .. Ich hoffe nur das keiner der Freunde und Verwandten der verunglücken, die Kommentare hier mitlesen musste.

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TS_Alien 20.04.2019, 18:11
47.

Zitat von Frittenbude
Auch ohne selbst Bergsteiger zu sein, kann ich mit Gewissheit sagen, dass Sie hier offensichtlich komplett im Irrtum sind. Selbstverständlich "verschieben Bergsteiger Grenzen", das liegt nicht nur gerade im Fall dieser 3 Bergsteiger auf der Hand, sondern dürfte sogar eine der zentralen Motive dieses Sports sein. Wird nicht sogar Lama im Artikel eindeutig so zitiert?
Grenzen der Menschheit verschiebt kein Bergsteiger. Zumindest keine wichtigen. Oder ist es wirklich wichtig, ein paar Minuten schneller auf einem Berg zu sein als jemand anderes? Das professionelle Bergsteigen hat in einigen Bereichen absurde Züge angenommen. Auch das Risiko wird von einigen Protagonisten hochgeschraubt. Die Motive dafür kann ich nicht nachvollziehen. Auch beim Bergsteigen sollte eine Regel immer gelten: Safety First.

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ah_aki 20.04.2019, 18:19
48. Foristen Krawatz und Frittenbude...

...haben es zuletzt formuliert: Vieles Tun ist sinnlos, auch auf dem Sofa liegen und Forenbeiträge schreiben, bringt die Menschheit sehr wahrscheinlich nicht wirklich weiter. Mit Verlaub, wenn ich nach vier Stunden auf die Zugspitze auf die ganzen Touristen dort treffe, die sich haben hochfahren lassen, denke ich willkürlich: Ihr habt hier eigentlich alle nichts zu suchen, aber trotz des Almauftriebs habe ich eine Glückshormonausschüttung, eben weil ich dort zu Fuss hoch bin und dafür ein gewisses Risiko eingegangen bin. Das ist zwar lächerlich im Vergleich zu echten Alpinisten, aber ich vermute, dass der Anreiz ähnlich gelagert ist. Wer es nicht erlebt hat oder auch nicht anstrebt, geschenkt, aber haltet Euch raus bei Sachen, die Ihr nicht im Ansatz versteht oder verstehen wollt...

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max-mustermann 20.04.2019, 20:09
49.

Mir persönlich ist es egal wer sich wie in Gefahr begibt und dabei den Tod in kauf nimmt solange er niemand anderen damit in Gefahr bringt oder schädigt.
Wirklich verantwortungslos und egoistisch finde ich es nur wenn so jemand Kinder hat, was bei den dreien aber glaube ich nicht der Fall ist. Von daher soll jeder nach seiner Fassonn glücklich werden.

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