Forum: Reise
Verschüttete Bergsteiger in Kanada: Drei der Besten
Manuel Ferrigato/ Red Bull

David Lama, Hansjörg Auer und Jess Roskelley sind in Kanada von einer Lawine verschüttet worden. Wahrscheinlich sind sie tot. Es hat drei Ausnahmetalente getroffen.

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TS_Alien 20.04.2019, 23:17
50.

Zitat von ah_aki
...haben es zuletzt formuliert: Vieles Tun ist sinnlos, auch auf dem Sofa liegen und Forenbeiträge schreiben, bringt die Menschheit sehr wahrscheinlich nicht wirklich weiter. Mit Verlaub, wenn ich nach vier Stunden auf die Zugspitze auf die ganzen Touristen dort treffe, die sich haben hochfahren lassen, denke ich willkürlich: Ihr habt hier eigentlich alle nichts zu suchen, aber trotz des Almauftriebs habe ich eine Glückshormonausschüttung, eben weil ich dort zu Fuss hoch bin und dafür ein gewisses Risiko eingegangen bin. Das ist zwar lächerlich im Vergleich zu echten Alpinisten, aber ich vermute, dass der Anreiz ähnlich gelagert ist. Wer es nicht erlebt hat oder auch nicht anstrebt, geschenkt, aber haltet Euch raus bei Sachen, die Ihr nicht im Ansatz versteht oder verstehen wollt...
Man kann sportliche Leistungen vollbringen, ohne dies der "ganzen Welt" mitzuteilen. Nicht wenige Extremsportler brauchen jedoch die Aufmerksamkeit, Zuschauer oder Medien. Das ist für mich ein falscher Anreiz.

Ich bin mir sicher, dass es auch unter den Bergsteigern Menschen gibt, die Höchstleistungen vollbringen und es (fast) keinem sagen. Das finde ich sympathisch.

Warum soll man nicht auf die Zugspitze fahren? Die Aussicht von oben ist doch das Entscheidende.

Als Bergsteiger kann man extremes Pech haben. Ich bin mir jedoch sicher, dass die meisten Bergsteiger, die am Berg gestorben sind, objektiv etwas falsch gemacht haben.

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guntergunter 21.04.2019, 00:43
51. ...alle...

....in den Sessel flatulierenden, 9to5-telekonferierenden, Eier bunt malenden, keine blasse Ahnung von Alpinismus habenden Blindflansche mögen an dieser Stelle doch bittebitte ihre debilen Kommentare unterlassen!
Denn es gibt sie noch...die Menschen mit Passion...die ihr Leben mit Leidenschaften füllen...statt rundumsicher-vollversichert rumzudümpeln und letztlich in dunkler Langeweile zu versauern!

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biglewbowski 21.04.2019, 03:23
52. Mitleid? Nicht anwendbar

Alle sind ach so talentiert und können die Gefahren abschätzen und würden sich nie einem unabschätzbaren Risiko aussetzen. Immer dieselbe selbstbetrügerische Geschichte,wenn irgend jemand mal wieder ganz überraschend vom Berg kippt. Schlimm ist, wenn sich Bergretter in Gefahr bringen müssen, um diese Grenzgänger zu retten.

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5b- 21.04.2019, 07:23
53. Schlechte Überschrift

Da sterben drei Menschen und in der Überschrift ließt man das Zitat: "Eine Lawine weiß nicht, dass du Profi bist".

Das klingt einfach nicht gut. Erstens weiß eine Lawine nichts, da sie kein Bewusstsein hat und zweitens muss ein Profi wissen, dass es mit Schnee auch Lawinengefahr gibt. Ohne Kontext setzt es den Profi herab, so als sei er arrogant und denke eine Lawine würde beachten dass er Profi sei und ihn deswegen schonen.

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icke_hier 21.04.2019, 08:28
54. „Eine Lawine weiß nicht, dass du Profi bist“

Was ist denn das für eine lächerliche Aussage? Eine Lawine weiß vermutlich auch nicht, wenn man Laie ist. Und? Ist man als Profi vor Unglück geschützt? Wohl kaum!

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klima66 21.04.2019, 08:52
55. Profi und Lawine

Wenn es die Lawine wüsste - sollte sie dann lieber einem Hobby Wanderer mitreißen?
Oder geht es ehr darum, dass der Ausnahmekönner durch eine banale Lawine gestorben ist und nicht im 12 Grad, Free Solo beim Rückwärtsklettern?

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cave68 21.04.2019, 09:20
56.

Zitat von krawatz
da schlägt sie wieder, die stunde der tastatur experten, der klug und dummschwätzer und sesselpupser. es war ein lawinenunglück. das ist alles was bekannt ist. keiner weiß wie sie ausgelöst wurde oder was genau passiert ist. natürlich könnt ihr nicht verstehen was diese menschen antreibt. weil euch selbst nichts antreibt. weil stillstand euer lieblingszustand ist, weil ihr denkt ihr könnt euer ganzes leben versichern und ihr habt ausgesorgt bis zum ende eures lebens. und vielleicht kommt das früher als ihr denkt, wenn euch ein besoffener mit 150 in die seite knallt, oder eure pumpe urplötzlich den dienst verweigert, oder ihr beim gardinen aufhängen von der leiter stürzt und ihr mit einem schädelbruch langsam in eurem eigenen wohnzimmer verreckt. und wenn dann ein kurzer artikel über euren tragischen tod im darmstädter anzeiger erscheint stehen bestimmt schon andere sesselpupser bereit um auf die risiken des gardinen aufhängens hinzuweisen. ihr habt keine ahnung, euer leben ist ein trauerspiel und eure kommentare sind ein armutszeugnis. ich geh weiter an meine grenzen und darüber hinaus, ihr bleibt schön vor eurem rechner sitzen und kommentiert ereignisse von denen ihr keinen blassen schimmer habt. ihr flachpfeifen.
wer sagt denn dass die kritischen Kommentatoren alle nichtstuend zuhause sitzen...
darum geht es auch gar nicht.
aber jeder sollte sich mal Gedanken machen,ob das Rad immer weiter gedreht werden muss und das Risiko immer weiter maximiert werden muss um noch einen Adrenalinkick zu bekommen.
Eher sind letztgenannte doch die armen Schweine und nicht diejenigen,die schon nach dem Hochwandern einer Moselanhöhe sich zufrieden und glücklich sind.
Also lassen sie mal ihre Schimpfworte wie Flachpfeifen schön sein und denken sie mal selbst über sich nach,wenn sie auch zu der Spezies Mensch gehören...

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Cata19 21.04.2019, 11:30
57. Leben oder vor sich hin existieren?

Die zynischen Kommentare einiger Verfasser deuten an, dass der moderne Mensch nur noch zur Welt kommt, um sich selbst in Watte zu packen, damit er seinerseits Kinder in die Welt setzen kann, die Bausparverträge und Lebensversicherungen abschließen, brav in die Rentenkasse einzahlen, um sich selbst in Watte zu packen und die nächste Generation ins System hineingebären. Zur Belohnung gönnt man sich eine All-incl-AIDA-Kreuzfahrt und am Wochenende Fussballgucken mit Grillwurst. Am Ende darf man hoffen, dass man an eine Patientenverfügung gedacht hat, um nicht die letzten sechs, sieben Jahre im Wachkoma mit Ernährungssonde vor sich hin zu faulen.
Ich bezweifle, dass die deutsche Vollkasko-Mentalität zu purem Glück verhilft. Und jeder, wirklich jeder, hat das Recht, auf seine Weise sein persönliches Glück zu finden. Den Herdenschafen stößt es vermutlich deswegen sauer auf, weil eine ordentliche Portion Mut und Egoismus dazu gehört, mehr zu wollen, als nur funktionierendes Rädchen im Gesellschaftsgetriebe zu sein. Zufällig sind es meist gerade diese Herdenschafe, die Action-Blockbuster-Helden, Bundesliga- und Formel 1-Stars so abfeiern und jedem einen roten Teppich ausrollen, der noch "ein echter Mann" ist, statt in Pantoffeln brav den Müll rauszutragen.

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t_mcmillan 21.04.2019, 11:36
58.

Vergänglich ist alles. In hundert Jahren ist es egal, ob sie mit 30 gestorben sind oder mit 80. Aber sie hinterlassen eine Lücke, die wir jetzt, in der Gegenwart, fühlen. Zum Risiko: Das Leben ist generell gefährlich, und "shit happens". Schade, dass sie nicht länger haben leben dürfen. Hoffentlich werde sie bald für auch offiziell für tot erklärt. Das macht für die HInterbliebenen einige praktische Dinge einfacher. Nur eins werde ich nie verstehen: Warum ein Dialekt schmunzeln lässt.

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Frittenbude 21.04.2019, 11:47
59.

Zitat von TS_Alien
Man kann sportliche Leistungen vollbringen, ohne dies der "ganzen Welt" mitzuteilen. Nicht wenige Extremsportler brauchen jedoch die Aufmerksamkeit, Zuschauer oder Medien. Das ist für mich ein falscher Anreiz. Ich bin mir sicher, dass es auch unter den Bergsteigern Menschen gibt, die Höchstleistungen vollbringen und es (fast) keinem sagen. Das finde ich sympathisch. Warum soll man nicht auf die Zugspitze fahren? Die Aussicht von oben ist doch das Entscheidende. Als Bergsteiger kann man extremes Pech haben. Ich bin mir jedoch sicher, dass die meisten Bergsteiger, die am Berg gestorben sind, objektiv etwas falsch gemacht haben.
Ich finde, Sie sollten es jetzt gut sein lassen und sich Themen zuwenden, von denen Sie etwas verstehen. Sie haben ja schon selbst eingeräumt, dass Sie die "Motivation nicht nachvollziehen können". Und von der Bergsteigerei verstehen Sie sicher ebensowenig (genauso wie ich). Sie sind also wie ein Blinder, der die Farben als "nutzlos" kritisiert. Für den Blinden mag das zutreffen, aber er sollte erkennen können, dass das nur für ihn persönlich gilt und keine Allgemeingültigkeit hat.

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