Forum: Reise
Verschüttete Bergsteiger in Kanada: Drei der Besten
Manuel Ferrigato/ Red Bull

David Lama, Hansjörg Auer und Jess Roskelley sind in Kanada von einer Lawine verschüttet worden. Wahrscheinlich sind sie tot. Es hat drei Ausnahmetalente getroffen.

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ArnoNyhm1984 21.04.2019, 12:34
60. "Wer sich in Gefahr begibt kommt darin um"

Das alte Sprichwort gilt eben immer noch. Als Profis dürften die Bergsteiger um dieses latente Risiko gewusst haben, das man auch mit perfekter Vorbereitung nie ganz aufschließen kann. Und sie haben für sich entschieden, es einzugehen.

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matteo51 21.04.2019, 12:59
61. mal kurz Innehalten

Zitat von biglewbowski
Alle sind ach so talentiert und können die Gefahren abschätzen und würden sich nie einem unabschätzbaren Risiko aussetzen. Immer dieselbe selbstbetrügerische Geschichte,wenn irgend jemand mal wieder ganz überraschend vom Berg kippt. Schlimm ist, wenn sich Bergretter in Gefahr bringen müssen, um diese Grenzgänger zu retten.
Nicht nur Bergrretter bringen sich in Gefahr. Feuerwehrleute, Polizisten, Ärzte, Sanitäter bringen sich ebenso in Gefahr, wenn sie im Zuge des alltäglichen Lebens z.B. bei einem Autounfall, rauschneiden, versorgen, retten.
Oft (nicht immer) verursacht durch mangelnde (Sozial) Kompetenz im Straßenverkehr. Wenn hier im Forum also kontempliert wird, ob das Bergsteigen Sinn macht und wieviel Adrenalin und Kick die Junkies brauchen, halten Sie kurz inne und überlegen Sie, ob nicht in Ihrem Leben mindestens genau so viel (ich tippe, es ist mehr) Adrenalin- und Implushaftigkeit gelebt wird - hier am Beispiel Straßenverkehr erläutert. Und wieviel Sinn das macht.
Schöne Ostern.

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matteo51 21.04.2019, 13:00
62. mal kurz Innehalten

Nicht nur Bergrretter bringen sich in Gefahr. Feuerwehrleute, Polizisten, Ärzte, Sanitäter bringen sich ebenso in Gefahr, wenn sie im Zuge des alltäglichen Lebens z.B. bei einem Autounfall, rauschneiden, versorgen, retten.
Oft (nicht immer) verursacht durch mangelnde (Sozial) Kompetenz im Straßenverkehr. Wenn hier im Forum also kontempliert wird, ob das Bergsteigen Sinn macht und wieviel Adrenalin und Kick die Junkies brauchen, halten Sie kurz inne und überlegen Sie, ob nicht in Ihrem Leben mindestens genau so viel (ich tippe, es ist mehr) Adrenalin- und Implushaftigkeit gelebt wird - hier am Beispiel Straßenverkehr erläutert. Und wieviel Sinn das macht.
Schöne Ostern.

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markus_wienken 21.04.2019, 15:33
63.

Zitat von winterwoods
"Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um!" - Entschuldigung, aber das ist die typische Floskel des "german Couchhockers", der tausendundeine Versicherungen besitzt. Das Problem ist nur: Auch wer sich nicht in Gefahr begibt, wird sterben. Definitiv. Morgen oder in 70 Jahren. So viel ist sicher. Nicht der Tod ist das Problem - sondern ob wir bis dahin einigermaßen sinnvoll und erfüllt leben.
Natürlich sterben wir alle einmal, einige aufgrund gefährlicher Hobbys aber früher. Muss jeder selbst wissen ob ihm das Risiko das Wert ist.
Als Single sollen sie machen was sie wollen, kommt Familie mit Kindern ins Spiel empfinde wohl nicht nur ich derartig gefährliche Hobbies als verantwortungslos.

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Newspeak 21.04.2019, 16:37
64. ....

""David war keiner, der bewusst ein unnötiges Risiko eingegangen ist", sagt Peter Ortner. Der Tiroler Kletterer kennt Lama seit 2009, zusammen sind sie unter anderem als Erste die schwierige "Kompressorroute" am Cerro Torre in Argentinien frei geklettert."

Ohne Sicherung klettern ist immer ein unnötiges Risiko. Diese Menschen sind absolute Egoisten. Das Leid, das ihre Familie und Freunde jetzt trifft, war ihnen egal. Nur die Selbstvermarktung zählte.

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Rmoenikes 22.04.2019, 17:25
65. Finanzierung

Wiederhole meine Frage einfach nochmal: Wie finanzieren Extrembergsteiger wie z.B. die 3 Verunglückten ihre Touren ? Sparen die, wie Otto Normalverbraucher (der z.B. für so eine Reise nach Argentinien wohl sehr lange sparen müsste), oder gibt es Sponsoren ? Großsponsoren (wie z.B. Red Bull, Mercedes oder wer auch immer) möchten dann natürlich auch Erfolge der Bergsteiger sehen, mit denen man den Firmennamen gut vermarkten kann . Da stünden diese Bergsteiger schon unter Druck. Oder läuft die Finanzierung ganz anders ab ? Würde mich über eine Antwort freuen !

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carolina_hohmann 22.04.2019, 19:13
66.

Zitat von Rmoenikes
Wiederhole meine Frage einfach nochmal: Wie finanzieren Extrembergsteiger wie z.B. die 3 Verunglückten ihre Touren ? Sparen die, wie Otto Normalverbraucher (der z.B. für so eine Reise nach Argentinien wohl sehr lange sparen müsste), oder gibt es Sponsoren ? Großsponsoren (wie z.B. Red Bull, Mercedes oder wer auch immer) möchten dann natürlich auch Erfolge der Bergsteiger sehen, mit denen man den Firmennamen gut vermarkten kann . Da stünden diese Bergsteiger schon unter Druck. Oder läuft die Finanzierung ganz anders ab ? Würde mich über eine Antwort freuen !
Ich glaube, die finanzieren sich hauptsächlich über Werbung und Spnsoren und manchmal auch durch Bücher oder Vorträge.
Hier hat sich einer der Verunglückten - David Lama - selbst zu diesem Thema geäußert:
https://www.bergwelten.com/a/david-lama-ueber-sponsoring

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ge1234 22.04.2019, 19:59
67. Profi-Bergsteiger....

Zitat von Rmoenikes
Wiederhole meine Frage einfach nochmal: Wie finanzieren Extrembergsteiger wie z.B. die 3 Verunglückten ihre Touren ? Sparen die, wie Otto Normalverbraucher (der z.B. für so eine Reise nach Argentinien wohl sehr lange sparen müsste), oder gibt es Sponsoren ? Großsponsoren (wie z.B. Red Bull, Mercedes oder wer auch immer) möchten dann natürlich auch Erfolge der Bergsteiger sehen, mit denen man den Firmennamen gut vermarkten kann . Da stünden diese Bergsteiger schon unter Druck. Oder läuft die Finanzierung ganz anders ab ? Würde mich über eine Antwort freuen !
... heißen deshalb "Profi-Bergsteiger", weil sie ihren Lebensunterhalt hauptsächlich durch das Bergsteigen bestreiten. Vollprofis wie Lama, Auer, Steck, Huber-Buam etc. leben/lebten ausschließlich von Sponsorengeldern (bei Lama und Auer z.B. der Outdoorausrüster "The North Face") sowie Vorträgen und Büchern über ihre Expeditionen. Manche arbeiten auch noch zusätzlich als Bergführer und/oder organisieren und veranstalten selbst Expeditionen (z.B. Ralf Dujmovits). Die Zeiten, in denen z.B. Hans Kammerlander noch hauptberuflich in der Bergsportabteilung bei Sport Scheck in München gearbeitet hatte, sind schon lange vorbei.

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agricolus 22.04.2019, 21:25
68. Liebe(r) Newspeak,

eine Route frei zu klettern heißt mitnichten sie ungesichert zu klettern. Und da Sie ja offensichtlich von Klettern und Bergsteigen keine Ahnung haben, können Sie auch die jetzt verunglückten Bergsteiger nicht kennen. Was qualifiziert Sie eigentlich für eine solche Ferndiagnose?

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