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"Vom Winde verweht" wird 75: In Atlanta fast eine Religion
TMN

Bis heute ist es der erfolgreichste Streifen der Kinogeschichte - und ein Touristenmagnet für Atlanta: "Vom Winde verweht" wird jetzt 75 Jahre alt. Ein Besuch im Haus der Romanautorin Margaret Mitchell.

widower+2 29.11.2014, 14:32
1. Ein fantastischer Film

der mehr als 30 Jahre nach seiner Fertigstellung hierzulande nicht etwas im Fernsehen lief, sondern immer noch in den Kinos.

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j2011 29.11.2014, 16:24
2. Das Portrait von Vivien Leight...

...alias Scarlett O'Hara hing in Film nicht in Tara, sondern im Haus von ihr und Rhett in Atlanta.

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lakechamplainer 29.11.2014, 18:07
3. Ohne Nuance

in letzter Zeit sah ich wieder diesen Film. Es ist unglaublich datiert. Die Formel des Films war einfach. Alle südlichen Weißen sind gut, alle anderen Menschen schlecht. Nicht viel Nuance, um es gelinde auszudrücken.

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joey_pujol 29.11.2014, 23:37
4. Eine wichtige Information hat der Autor vergessen zu erwähnen!

Was war nochmal der erfolgreichste Film aller Zeiten?

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bohei 30.11.2014, 07:12
5. Durchaus Nuance

Ich widerspreche dem Vorredner, allerdings mit Vorbehalt. Insbesondere die Figur Rhett Butler wehrt sich in der "brandies and cigars"-Szene gegen den Hurra-Patriotismus der anderen "Southern gentlemen" und hält eine kurze, aber für die Zeit beeindruckende Anti-Kriegsrede, in der er die Siegeschancen des Südens realistisch analysiert und den Chauvinismus des Südens klar anprangert und dabei, allerdings nur zwischen den Zeilen, die Sklaverei als Relikt verurteilt. Clark Gable soll sich übrigens (zunächst) erbost geweigert haben, an der Premiere teilzunehmen, als er erfuhr, dass keine der schwarzen Darsteller eingeladen sind, was jedoch aufgrund der Segregation de jure rechtens war: Das betreffende Filmtheater war Weißen vorbehalten. Dass der Film dennoch in vielen Teilen ein rassistisches Machwerk ist lässt sich nicht bestreiten: Die Darstellung der loyal ergebenen Sklaven und die kindliche Dummheit aller Schwarzen und ihre Naivität ist heute wirklich widerlich, man schaue sich nur die Rolle an, die Prissy spielt. Aber Hattie McDaniel (Mammy) hat immerhin den Oskar bekommen, ein Politikum.

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