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Von München nach Venedig: Auf dem Traumpfad über die Alpen
Valeska Achenbach

Von München nach Venedig zu Fuß: Auf dem Traumpfad sind die Alpen in einem knappen Monat zu überqueren. Dafür braucht es Kondition, Durchhaltewillen - und ermutigende Begleiter.

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ken_takel 29.06.2018, 08:01
1. Genau so ist es!

Durchhaltewillen und ermutigende Begleiter haben auch mich letzten Sommer von München nach Venedig getragen.
Wobei ich den Klettersteig eher als Entspannung empfunden habe im Vergleich zu den brutal langen Etappen in der Ebene.
Meinen Erfahrungsbericht mit vielen Tipps gibt es hier:
http://awesomatik.de/der-traumpfad-muenchen-venedig/

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Garda 29.06.2018, 08:44
2. Soft Varianten

Alpenüberquerungen sind wirklich etwas besonderes, und auch für Menschen, die nicht mehr so fit sind, gut zu machen. Es gibt ja jede Menge Varianten. Ich selbst bin von München nach Triest, Venedig und Verona - jeweils auf einer anderen Route. Und die Wanderwege, die dafür fast durchgehend zur Verfügung stehen, sind aus dem entsprechenden Kartenmaterial gut zu entnehmen. Und langweilige Strecken (etwa Bassano - Padua) kann man wirklich gut mit dem Bus überbrücken, es macht auch keinen Spaß das Industriegebiet von Trento näher kennenzulernen. Hardcore bzw. Purismus ist da aus meiner Sicht blödsinnig.

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konib 29.06.2018, 09:11
3. So nicht!

Vorbereitung? Zu wenig.
Gepäck? Viel zu viel.
Ausrüstung? Ein GPS wäre gut gewesen.
Wetterkunde? Keine Ahnung.
Ich bin in den Bergen aufgewachsen und mein Vater war in der Bergrettung tätig. Genau solche Leute muss man dann unter widrigsten Bedingungen vom Berg holen, weil sie falsch Ausgerüstet, nicht vorbereitet und keine Ahnung von den Verhältnissen haben. Keine Tour, welche über Berge geht, darf man unterschätzen, sonst riskiert man nicht nur sein eigens Leben, sondern auch das anderer. Aber wenn es gut geht kann man halt nette Berichte auf SPON schreiben.

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Garda 29.06.2018, 09:37
4. Die sogenannten ...

Zitat von konib
Vorbereitung? Zu wenig. Gepäck? Viel zu viel. Ausrüstung? Ein GPS wäre gut gewesen. Wetterkunde? Keine Ahnung. Ich bin in den Bergen aufgewachsen und mein Vater war in der Bergrettung tätig. Genau solche Leute muss man dann unter widrigsten Bedingungen vom Berg holen, weil sie falsch Ausgerüstet, nicht vorbereitet und keine Ahnung von den Verhältnissen haben. Keine Tour, welche über Berge geht, darf man unterschätzen, sonst riskiert man nicht nur sein eigens Leben, sondern auch das anderer. Aber wenn es gut geht kann man halt nette Berichte auf SPON schreiben.
… Halbschuhbergsteiger gab es ja schon immer. Heute ist so ein hirnloses Verhalten allerdings unverständlich, denn so einen Fundus an Informationsmöglichkeiten (egal ob Internet oder in Buchform) gab es vor 20, 30 Jahren nicht annähernd. Aber man reist ja in einer Gruppe, all inclusive, schließlich bezahlt man auch für den Reiseleiter, der alles im Griff hat. Ähnlich wie das rotzfreche Volk, dass im Notfall die Bergrettung per Handy kontaktiert, man möge gefälligst abgeholt werden.

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AlbertKnaus 29.06.2018, 10:49
5. Die Natur und Freundschaften genießen

Ich finde den Beitrag und die Fotos einfach super. In einer 6er Gruppe wollen wir im Juli/August 2019 die Traumroute erleben. Schon 1999 bin ich als "Führer" einer Wanderreitergruppe von München nach Venedig unterwegs gewesen. Sechs Pferde und Reiter, ein Hund, sechs Wochen. Der Weg über den Großglockner war beschwerlich.
Jetzt freue ich (75) diese herrliche Natur nochmals erleben zu dürfen und daraus entstehende Freundschaften zu genießen. Eine Frage an Bergwanderer mit Hund: liegen hier Erfahrungen zum Weg und zu den Hüttenunterkünften vor?
Ich wünsche allen viel Glück und Berg Heil Albert Knaus Iphofen

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upalatus 29.06.2018, 10:50
6.

Mal die Alpen zu Fuss queren (mit Rixe-Radl gehts auch), von Bordeaux bis Biarritz den schnurgeraden Atlantikstrand langlaufen, eine Pilgerroute des Jakobwegs unter die Füss nehmen...... oder einfach mal so (vielleicht auf wenige Tage beschränkt). Wie man so hört, ist für letztere nicht vieles (aber bedachtes) an Equipment vonnöten. Über die Alpen ohne gps, ohne wenigstens ein wenig Training übers Jahr, ohne eingehende Infoeinholung (im web gibts zu Allem Alles) usw. ist es jedoch schon ein Wagnis, besonders für ein newbie. Wenigstens zu zweit, würd ich mal sagen. Wenn man dann die Landschaft nicht zumüllt/lärmt: top.

Ich bin der Überzeugung, der Mensch ist im Kern ein ausgesprochenes und ausdauerndes Geh/Laufwesen plus Aufsaugschwamm sämtlicher Umweltreize und gemachten Erfahrungen. Absolute Stille, bis auf das Hintergrundrauschen der Natur, ist zb auch eine Erfahrung. Das begleitende Unkommode an der Unterwegserfahrung birgt die Möglicheit der neuen Einschätzung des bisherigen sehr kommoden Wohlstandslebens. Besonders die mit Mühe gemachten haben gute Qualität und bringen den Kopf weiter. Wie heissts nicht umsonst so treffend: die Berg machen einen bescheiden.

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joe_ 29.06.2018, 11:07
7. Toller Beitrag. Schöne Fotos

Aber was ist an der Olperer Hütte idyllisch?
Das ist eine der modernsten Hütten in den Alpen. Erbaut 2007.
...und die "Hängebrücke", wenn ich mich richtig erinnere, keine 20m lang.

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Petra@nurmut.ch 29.06.2018, 16:02
8. "Ein Hund, sein Rudel und drei Rucksäcke" auf dem Traumpfad...

Wir sind den Traumpfad sogar mit unserem Hund gewandert, und es war wirklich ein einmaliges Erlebnis! Allerdings benötigt es in der Tat einiges an Vorbereitung, Bergerfahrung und Kondition. Wir haben die Tour nur minimal "hundegerecht" angepasst und sind die ganze Strecke in vier Wochen auf vier Beinen und vier Pfoten gewandert. Wer ein bisschen "live" mit uns mit wandern möchte, hier geht's zum Film: https://www.youtube.com/watch?v=MBx-43Tmmb0

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spon_3170549 29.06.2018, 17:07
9. Die gesamte Strecke am Stück zu wandern...

...ist schon ziemlich brutal. Wir haben MUC-VEN deshalb damals auf drei Teilabschnitte bzw. drei Sommerurlaube aufgeteilt. Dann übernimmt man sich nicht und kann sich ein ganzes Jahr lang vorfreuen!
Wetterbedingt mussten wir die Wanderung allerdings irgendwo in den Dolomiten abbrechen. Wir sind dann kurzerhand mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Lido di Jesolo gefahren und haben die letzte (Strand-)Etappe nach Venedig in Angriff genommen. Das herrliche Gefühlt am Ziel werden wir nie vergessen!
Diese Alpenüberquerung lebt ja unter anderem davon, ein so verheißungsvolles Ziel zu haben. Wer also wie wir abkürzen will oder muss, sollte auf jeden Fall die letzte Etappe wieder zu Fuß zurücklegen!
Diese Alpenüberquerung hat uns jedenfalls zu echten Fernwander-Enthusiasten gemacht. Auch wenn wir in letzter Zeit weniger in den Alpen sondern eher in Süditalien (www.amalfi-wanderweg.de) oder auf La Gomera (www.rundwanderung-lagomera.de) unterwegs sind. Hat den Vorteil, dass man dort auch noch im Herbst oder teilweise sogar im Winter gut wandern kann. Und dass die Unterkünfte dort alle fließend heißes Wasser haben :-)

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