Forum: Reise
Vorstoß des Bundesrats: Länder wollen Nachtflugverbot verschärfen
DPA

2017 hatte die Zahl der Nachtflüge in Deutschland einen Rekordstand erreicht. Nun hat der Bundesrat ein neues Gesetz zum Nachtflugverbot in Ballungsräumen vorgelegt.

Seite 1 von 2
spmc-12355639674612 19.10.2018, 23:49
1. Ich bin nicht begeistert!

Erstens nicht von einem Nachtflugverbot schon ab 23 Uhr - das ist viel zu früh! - und zweitens nicht von einer Regelung, die irgendwelche Bußgelder in Fällen vorsieht, die niemand in der Hand hat, noch weniger von solchen, die Piloten in Regress nimmt, die ja für die Sicherheit, nicht für Pünktlichkeit um jeden Preis sorgen sollen. Nur die Fluggesellschaften zu belangen ist o.k., aber nur bei systematischen Verstößen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Kaiserstuhlwinzer 20.10.2018, 00:10
2. endlich mal ein vernünftiger Vorschlag,

wobei die "Ruhezeit" von 23 bis 05 = 6 h ohnehin eine Unverschämtheit ist. Aber vielleicht kapieren die etablierten Parteien (nach meiner Erinnerung war das zu Roland Kochs Zeiten in Hessen, als dieses geradezu lächerliche"Nachtflugverbot" beschlossen wurde), warum die Grünen Auftrieb haben: Politik für die Menschen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ulrics 20.10.2018, 06:45
3. Wird auch Zeit

Nur leider nützt das wenig, wenn es, wie in Düsseldorf zu viele Ausnahmen gibt...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lynx999 20.10.2018, 06:53
4. blinde Bestrafung

Hier soll blind Ryanair und andere Billigheimer bestraft werden. Da hat die Lufthansa mal wieder tolle Lobbyarbeit geleistet! Lufthansa besitzt die Slots, also die Abflug- und Ankunftszeiten die man für eine vernünftige Umlaufplanung benötigt. Diese Slots werden nur neu vergeben, wenn eine Airline diese nicht nutzt. Kurzum: Ryanair und co. dürfen nicht mal eben so früher fliegen. Der Flughafen ist voll. Freier Zugang zum Markt sieht anders aus! Wenn dann noch die Fluglotsen in Frankreich streiken, dann müssen die Maschinen gewaltige Umwege fliegen - und das vielleicht sogar mehrmals täglich! So kommt es zwangsläufig zu Verspätungen. Es bleibt für die Fluglinien dann nur die Option die Passagiere stehen lassen oder eben irgendwie probieren den Flug doch durchzuführen mit dem Risiko von Verspätungen. Also bitte mehr Augenmaß und Hintergrundinformationen bei dieser Debatte!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fördeanwohner 20.10.2018, 09:11
5. -

Zitat von lynx999
Hier soll blind Ryanair und andere Billigheimer bestraft werden. Da hat die Lufthansa mal wieder tolle Lobbyarbeit geleistet! Lufthansa besitzt die Slots, also die Abflug- und Ankunftszeiten die man für eine vernünftige Umlaufplanung benötigt. Diese Slots werden nur neu vergeben, wenn eine Airline diese nicht nutzt. Kurzum: Ryanair und co. dürfen nicht mal eben so früher fliegen. Der Flughafen ist voll. Freier Zugang zum Markt sieht anders aus! Wenn dann noch die Fluglotsen in Frankreich streiken, dann müssen die Maschinen gewaltige Umwege fliegen - und das vielleicht sogar mehrmals täglich! So kommt es zwangsläufig zu Verspätungen. Es bleibt für die Fluglinien dann nur die Option die Passagiere stehen lassen oder eben irgendwie probieren den Flug doch durchzuführen mit dem Risiko von Verspätungen. Also bitte mehr Augenmaß und Hintergrundinformationen bei dieser Debatte!
Unterhalten Sie sich doch mal mit Menschen, die in einer Einflugschneise leben. Das muss die Hölle sein. Und verkaufen kann man seine Immobilie auch nicht.
Und am Wochenende kommen dann noch die "Plane Spotter" hinzu, die die Anwohnergegenden zuparken und Alarm machen.
Überhaupt ist Fliegen viel zu billig, weshalb man hier sowieso mal gegensteuern sollte. Kerosin wird nicht besteuert wie normaler Treibstoff. Darüber kann man auch regulierend eingreifen.
Nicht jeder muss immer schön billig durch die Welt jetten. Alles ertrinkt im Billigtourismus. Deutschland und das umliegende Europa sind auch schön. Und: Fahr mal wieder Busse und Bahn.
Reicht doch, wenn Geschäftsreisende und Güterverkehr die Luft nutzen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
frankfurtbeat 20.10.2018, 09:38
6. grundsätzlich ...

grundsätzlich sollte ein Nachtflugverbot Landungen und Starts nur im Ausnahmefall, im Notfall ermöglichen. Es ist eine Zumutung für die Menschen welche in Gebieten leben wo man selbst nachts dem Fluglärm ausgesetzt ist. Da fliegen dann Menschen für 19 € durch die Gegend, tragen extrem zur Luftverschmutzung bei und das auf Kosten der Gesundheit von Menschen - business as possible ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Tr1ple 20.10.2018, 09:42
7. Deutschland blockiert sich selbst!

Die Leute schreien wenn sie nicht pünktlich ihren Flieger nach Malle bekommen. Die Flughäfen sind überlastet! Lange Warteschlangen, die Zeit und Nerven rauben und jetzt kommt die Regierung (zu 100% weil sie sich profilieren muss) und ordert ein verschärftes Nachtflugverbot an. Alternativen = keine! Die Bahn schimmelt vor sich hin und der ÖVP in manchen Städten ist eine Katastrophe. Wann kann getan werden. Neue Flugzeuge, die besonders leise sind können die ganze Nacht starten und landen. Die Bahn muss konkurrenzfähig gemacht werden (Neubau 80% aller Fernstrecken 4 gleisig, alternativ Einführung des Transrapid europaweit). Ausbau aller großen Flughäfen in Deutschland, besonders Hamburg. Klagerecht für Tree-Hugger mit dem Verweis auf den Vorteil der Allgemeinheit einschränken.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spmc-12355639674612 20.10.2018, 09:43
8. Ich persönlich

Zitat von Kaiserstuhlwinzer
wobei die "Ruhezeit" von 23 bis 05 = 6 h ohnehin eine Unverschämtheit ist. Aber vielleicht kapieren die etablierten Parteien (nach meiner Erinnerung war das zu Roland Kochs Zeiten in Hessen, als dieses geradezu lächerliche"Nachtflugverbot" beschlossen wurde), warum die Grünen Auftrieb haben: Politik für die Menschen!
könnte vielleicht ein Nachtflugverbot von 01:00 Uhr bis 05:00 Uhr akzeptieren. Alles andere wäre mir zu lang. Und falls Sie glauben, ich hätte keine Ahnung: Ich habe mein ganzes Leben lang in der unmittelbaren Nähe großer Flughäfen gelebt. Die Maschinen machen heute, z. B. im Vergleich zu 1970, kaum noch Lärm (außer beim Starten). Gerade auf dem Frankfurter Flughafen sind während des 1. Golfkriegs jederzeit - auch mitten in der Nacht - große US-amerikanische Militärflugzeuge gelandet und gestartet. Sich darüber zu beschweren, hatte sich damals aber kaum jemand getraut.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
obersterhofnarr 20.10.2018, 10:15
9. Gerade die Lufthansa hat sich übernommen

die Lufthansa hat nach der AirBerlin Pleite die Flugpläne so brutal aufgebläht und verdichtet, daß nicht nur in Frankfurt gerade abends kaum noch ein Flieger pünktlich landet; zumal auch die Umlaufzeiten immer kürzer werden; wie übrigens auch bei Ryanair, die aber hat tw. schon den Flugplan angepasst eben wegen der Bußgelder. Bleibt in Frankfurt die Condor, die zwischen 22:00 und 23:00 noch mal richtig mit Landungen aufdreht, weil ab 22:15 die letzten Langstreckenflüge gestartet sind. Was will ich damit sagen: es ist ein komplexes Problem, bei dem sehr viele Faktoren eine Rolle spielen, das Wetter in Europa und über dem Atlantik, Verzögerungen bei der Abfertigung vor dem Start irgendwo, und und und. Die Politik sollte auch mal die Kirche im Dorf lassen; selber für ein Projekt ewig brauchen aber anderen Druck machen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 2