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Wanderung bei Vancouver Island: Knurrt er, weiß ich, dass ich schreien muss
imago images/ All Canada Photos

Der "Walk the Wild Side"-Trail auf Flores Island führt entlang von acht Stränden und durch kanadischen Urwald. Nicht nur Wanderer lockt er an, sondern auch Bären und Wölfe. Gut, dass der Hund dabei ist. Oder?

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alaskafuchs 25.08.2019, 09:21
1. Im Bärengebiet hilft Lärm, damit der Bär nicht überrascht wird

Und angreift. Ich habe in diesem Gebiet Leute mit Glöckchen am Gürtel getroffen.
Auf einer Wiese "durfte" ich einen Bären aus ca. 18 m Entfernung filmen. Er fraß gerade etwas interessantes.
Aber im dichten Wald ("moderate rain forest") schlug ich immer mit einem Stock gegen Baumstämme. So richtig wohl ist einem dabei nicht.

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mamanature 25.08.2019, 10:56
2. wunderschöner Trail - aber gefährlich?

Der Trail scheint dem Bericht nach wunderschön zu sein. Aber ist er allein, ohne Guide, ohne für den Fall der Fälle, einem Gewehr, nicht zu gefährlich? Ich bin ansonsten nicht so ängstlich, aber nachdem erst vor wenigen Tagen berichtet wurde, dass ein Komponist aus seinem Zelt von einem Bär verschleppt und getötet würde, sehe ich das nun etwas anders.
Der Bericht macht Lust, ihn zu gehen. Aber ich denke, ich würde es dann lieber mit einem Ranger oder Guide in Begleitung und zum Schutz, wagen.

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globaluser 25.08.2019, 12:20
3. Ich bin einmal in der Gegend südlich von Tofino gewandert

und man sieht schon einmal Bärenkot, aber Angst hatte ich nicht wirklich. Einen Ranger werden sie kaum bekommen, sie gehören zu den kanadischen Streitkräften, sind aber in der Regel unbewaffnet. Einen Guide müssen Sie bezahlen, aber auch, wenn der ein Gewehr zu einer Wanderung mitführt (das tun die Kanadier in der Regel nur zur Jagd), wird das im dichten borealen Küstenregenwald wenig nutzen, weil da viel zu wenig Zeit bleibt. Das Beste ist da Bärenspray.

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doskey 25.08.2019, 13:04
4. @mananature

Es gibt soviele Wanderer in den USA und Kanada, die in Bären- oder Berglöwen/Puma-gebieten wandern und da passiert nichts. Klar, die Chance ist da, aber statistisch dürften sich mehr Wanderer verlaufen und daran sterben als von wilden Tieren getötet zu werden. Bärenspray würde ich aber mitnehmen fürs gute Gewissen.

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bambata 25.08.2019, 17:21
5.

Angriffe eines Bären auf Menschen kommen nur (oder von mir aus "fast ausnahmslos") dann vor, wenn man einander überrascht. Der Bär also nichts vom herannahenden Menschen ahnte und der Mensch sorglos und weitgehend geräuschlos mit Gegenwind vor sich hintrottet. Das gilt für Einzeltiere genauso wie für Muttertiere mit Jungen. Daher: immer ordentlich "Krach" machen; die Bären trollen sich dann längst, bevor man in ihre Nähe gerät. Ein einheimischer "Tourguide" in British Columbia rief beim Laufen in kurzen Abständen immer laut "Hey Bear, we're coming along, we're not evil."

Ausnahmen bilden Bären, die gerade mit Fischfang (oder sonstiger Beute) beschäftigt sind, die lassen sich auch von Menschen mit Trillerpfeife nicht beeindrucken, auf solche Plätze stösst man aber nicht urplötzlich. Daher: entlang von Flussläufen immer vorausschauend bewegen. Ein fischfangender Bär könnte den Eindruck gewinnen, man wolle ihm seinen Fang bzw. Fischfangrevier streitig machen und das mögen die gar nicht.

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mathias67 25.08.2019, 17:54
6. Zwar wildromantisch, aber alles nicht so ganz harmlos

Vor ein paar Tagen versuchte im Banff Nationalpark ein Wolf, einen Mann, der mit Frau und Kindern unterwegs war, aus dem Zelt zu zerren. Es muss der pure Horror gewesen sein. Die Touristen hatten sich vorschriftsmäßig verhalten und keine Lebensmittel im Zelt. Zum Glück hat der Mann überlebt und der Wolf konnte erlegt werden. In Israel versuchten letztes Jahr im Nationalpark etliche Wölfe, Kleinkinder von Campern zu verschleppen.

Es ist zwar selten, aber mit Zunahme der Wölfe auch bei uns steigt natürlich das Risiko an. Darüber sollten sich alle im Klaren sein.

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harald.klingelhoefer 25.08.2019, 19:22
7. Wonderful BC

...so oder so ähnlich würde ich es sagen, und die vorgelagerte Insel Vancouver Island, wo sich die Geschichte abspielt gehört natürlich dazu. Es ist eines der wichtigen Biosphärenreservate der nördlichen Breiten im Südwesten British Columbias. hier gibt es noch intakte Natur, riesengroße Rotzedern, die schon einige hundert Jahre auf der Borke haben, wachsen hier auf dicht mit Moss behangenen Waldböden, auf denen eine Vielzahl von Tieren leben, wie beispielsweise Rehe und Hirsche, aber auch der Schwarzbär, selbst der scheue Puma und Wölfe. Letztere leben sogar an den Küsten von Vancouver Island und haben sich eine eigene Strategie der Jagd zugelegt, sie fressen Lachse.
Kanada schon 11 mal besucht, besonders der Westen bis hoch in den Yukon, gehört neben den Vereinigten Staaten zu meinem Lieblingsland, deren, zumindest teilweise noch erhaltene intakte Natur unbedingt erhalten werden sollte, deswegen sollten die Besucher diese einzigartige Schöpfung pflegen und erhalten, damit sie auch noch für kommende Generationen besucht werden kann.

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wsi.marketing@embarqmail. 25.08.2019, 19:46
8. Vancouver Island

In 1958 war ich als Holzfaeller auf V.I. taetig. Das war in CeePeeCee. So viel Regen habe ich noch nie gesehen (mit Ausnahme auf der Insel Kauai). Wir waren absolut ruecksichtslos. Alles wurde niedergehauen und nichts wurde gepflanzt obwohl laut Gesetz fuer jeden gefaellten Baum ein neuer sollte gepflanzr werden. Denen war alles egal. Ich war einige Monate in Campbell River, dann in Ocean Falls auf dem Mainland. Ich habe aber riesig verdient. Ich binn dann ungefaehr ein Jahr durch die U.S. und Mexico gereist und damit all mein Geld verpulvert. Schoen war es doch. Ich bin jetzte 86 und denke ab und zu daran zurueck. Ich habe ein Buch darueber geschrieben . "Mattress Hunt, a lifetime looking for sleep" Ganz lustig, besonders der zwaite Krieg den ich erst in Rotterdam, dann in Arnhem, Cottbus, Dresden und Duesseldorf erlebte. Good fun all around.

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wsi.marketing@embarqmail. 25.08.2019, 20:47
9. Baeren

Wer vor Baeren Angst hat sollt lieber nich B.C. oder Alberta besuchen. Am besten eine Waffe mitnerhmen. Hier wuerde ich die schwerste Colt mitnehmen, alles andere nuetzt nicts. Ich habe einige Jahre als Holzfaeller in B.C. gearbeitet. Erst auf Vancouver Island dann auf dem mainland in der naehe von Kamploops und auch Kelowna. In Kamloops hatten wird ein Baracke mit Kueche. Ausserhalb standen die Abfalltonnen und die staendigen Besucher, naemlich Schwarzbaeren. Keine fienf Meter entfernt. Wir hatten lange Stangen mit einer eisernen Spitze (pikes). Damit haben wir sie verjagt. Immer ganz lustig, aber dumm. Ich war ganz jung und wusste nichts besser.

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