Forum: Reise
Weltenbummler erzählen: Zurück von der Weltreise - und jetzt?
Jennifer Glas; Janine Oswald/ Minimum Pictures; Lena Wendt/Ulrich Stirnat

Sie waren Monate und Jahre unterwegs, erlebten die große Freiheit - und sind nun im Alltag zurück. Hier erzählen sechs Weltenbummler von den Schwierigkeiten und vom Glück des Ankommens.

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hansvonderwelt 18.08.2019, 15:39
1. Alle 5 Kontinente alleine durchquert.

Die Welt auf vielen Reisen zwischen meinem 18. und 30. LEBENSJAHR erlebt und genossen.Der Höhepunkt war die Trampreise durch die Sahara nach Westafrika.Viele tolle,freundliche Menschen und Freunde für's Leben kennengelernt.Auf dem Ayers Rock übernachtet,am Kilemanjaro in 4800m gescheitert.Viele Abenteuer und mich selbst erlebt.Danke Leben !

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spon-41d-frm9 18.08.2019, 15:40
2. oh ja

man muss allerdings nicht mal die ganze Zeit unterwegs gewesen sein. Ich habe 9 Reisen gemacht, bin zwischendurch immerwieder daheim gewesen. Von Australien mit dem Greyhoundbus bis Südamerika mit Studiosus war alles dabei. Die letzte Reise in meinem Sabbatical war mit dem Umzugslaster von Leipzig zurück nach München. Nach 3 Monaten in meiner damaligen Firma hab ich gekündigt, und seit fast 9 Jahren bin ich jetzt selbstständig. Leider hat am Ende des Jahres mein bester Freund mir die Freundschaft gekündigt, das gehört wohl auch dazu.

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lhr 18.08.2019, 15:55
3.

"Auf dem Ayers Rock übernachtet" … es ist nie gut die einheimische Kultur zu ignorieren.

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outofthebox39 18.08.2019, 16:17
4. @hansvonderwelt

... AUF dem Ayers Rock übernachtet ...? Also ein Heiligtum der Aborigines geschändet? Und stolz drauf? Solche Weltreisenden braucht es nicht.

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cat69 18.08.2019, 20:43
5. Ich habe sogar mal 5 Jahre Auszeit gemacht

Kurz vor dem 40. Geburtstag. Gespickt mit vielen Reisen und einem Leben überwiegend in Südafrika. Danach habe ich exakt wieder den gleichen Job angefangen, nehme es aber alles nicht mehr so wichtig. Die Kollegen waren älter, dicker,grauer. Ich empfinde das als riesengrosses Privileg.

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neutron76 18.08.2019, 22:21
6. Achso, es geht um Bücher

Irgendwie muss man den Weltreisenden auch ne Gelegenheit geben wieder Geld aus der tumben Gesellschaft, die einen in der Heimat gefangen hält, rauszuleiern. Mit Luft und Liebe funktionieren Weltreisen höchstens bei alleinreisenden Frauen.... Ich habe einige Vorträge von weit Gereisten gehört. Ich finde das sehr spannend, auch wenn mir bewusst ist, dass das Geld, was die Kameraden verdienen, wieder 1:1 in die Verbrennung von Erdölprodukten investiert wird.

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ulli7 19.08.2019, 02:13
7. Ich hatte ein Semester an Uni ausgesetzt um nach Nepal zu reisen

Für eine hundert Tage lange Reise auf dem Landweg von Deutschland nach Nepal mit öffentlichen Verkehrsmitteln musste ich ein Semester an der Uni aussetzen. Nach der Rückkehr fiel es mir sehr schwer mich wieder auf das Studium zu konzentrieren. Es war noch einmal gut gegangen. Anderen würde ich empfehlen die Zeit zwischen Abi und Beginn des Studiums für eine Weltreise einzuplanen.

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prof.toni 19.08.2019, 07:48
8. Ayers Rock Übernachtung

Zitat von lhr
"Auf dem Ayers Rock übernachtet" … es ist nie gut die einheimische Kultur zu ignorieren.
...aber es erzählt sich einfach gut. Die Realität sieht so aus, dass man zusammen mit 1.500 Sandalen, Sonnenhut und Selfiestick tragenden Asiaten im Gänsemarsch einen orangenen Stein hochläuft. Dass dieser ein spirituelles Heiligtum fast vergangener Kulturen ist, ist dabei nebensächlich.
Ayers Rock und Kilimandsharo gehören in die Kategorie Reiseziele wie Taj Mahal, Machu Pichu, Angkor Wat. Von Millionen jedes Jahr besucht und man wird als Teil eines grossen Ferkeltreibens zu den sogenannten Hotspots des neuen Exotik-Tourismus geführt. Dann noch ein Selfie und ein Foto von hinten, wie man mit ausgebreiteten Armen einen weiteren Punkt der Bucketlist abhaken kann und weiter gehts. In umgekehrter Form erleben wir das in Europa gerade in Venedig.
Wem es gefällt!

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prof.toni 19.08.2019, 08:14
9. gähn

Zitat von neutron76
Irgendwie muss man den Weltreisenden auch ne Gelegenheit geben wieder Geld aus der tumben Gesellschaft, die einen in der Heimat gefangen hält, rauszuleiern. Mit Luft und Liebe funktionieren Weltreisen höchstens bei alleinreisenden Frauen.... Ich habe einige Vorträge von weit Gereisten gehört. Ich finde das sehr spannend, auch wenn mir bewusst ist, dass das Geld, was die Kameraden verdienen, wieder 1:1 in die Verbrennung von Erdölprodukten investiert wird.
natuerlich darf der obligatorische Stinkstiefel-Beitrag nicht fehlen. Warum wird eigentlich immer gleich angenommen, dass Menschen, die mal fuer 1-2 Jahre durch Europa oder die Welt reisen, immer gleich Grünkernbratling futternde Aussteiger sind, die sich von allen gesellschaftlichen Regeln, Zwängen und Lastern für immer lossagen wollen?
Es ist recht offensichtlich, dass sie vermutlich viel weniger CO2 emittieren als jeder 'Normalbürger', selbst wenn sie 50.000km durch die Welt gefahren sind, weil sie kein Haus beheizen, weniger Wasser verbrauchen und schlichtweg von allem viel weniger konsumieren. Aber vielleicht ist es ja sogar so, dass es auch gar nicht das Ziel dieser Menschen ist, kein CO2 zu emittieren. Vielleicht geht es ja einfach nur darum, sich einen Wunsch zu erfüllen. Also ziemlich unsinnig ihr Kommentar zu der Verbrennung von Erdölprodukten?
Des Weiteren spricht auch nichts dagegen, dass diese Menschen von ihren Erlebnissen berichten, egal ob in Büchern oder Vorträgen, um damit etwas Geld zu verdienen. Denn sie haben ja auch nicht für sich in Anspruch genommen, jetzt nicht mehr Teil der 'tumben Gesellschaft' (ihre Worte) zu sein und nur noch von Luft und Liebe leben zu wollen.
Manche Menschen erleben tolle Dinge, damit es ihnen gut geht, manche Menschen müssen jeden Tag einen Miesepeter-Beitrag absondern, damit es ihnen gut geht. So unterschiedlich sind wir Menschen eben.

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