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Weltreisender Koch: "Man sollte seinem Bauchgefühl folgen"

Beim Kochen ist es wie beim Reisen: Man sollte keine Angst vor Neuem haben. Das hat der Veganer und Kochbuchautor Justin P. Moore auf seinen Touren in über 50 Ländern gelernt. Und dass er lieber unpünktlich zu Einladungen erscheinen sollte.

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Hamberliner 24.11.2015, 10:44
10. kaum auszuhalten

Wenn er so fanatisch an einer abartigen masochistischen Ernährung festhält wundert es nicht, dass er in fremden Kulturen notgedrungen selber "kochen" muss. Einfach ins Restaurant gehen und genießen um das fremde Land kennenzulernen ist ihm da, wo es leckeres gibt, verwehrt. Stattdessen spioniert er in fremden Kochtöpfen ohne da zu essen und versucht dann zuhause, das, was er gesehen hat, durch weglassen des allerleckersten zu pervertieren. Wozu er eine Küche braucht, die es i.A. in Hotelzimmern gar nicht gibt, und damit gesteht er, dass er gar nicht alle 2-3 Tage weiterreist um das Land kennenzulernen. Ach, und Sprachprobleme in Marokko hat er auch noch - kann er als selbsternannter "Weltreisender" noch nicht einmal Französich?

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Celegorm 24.11.2015, 11:25
11.

Zitat von Hamberliner
Ich war in Korea zum arbeiten, die anderen Europäer im Hotel auch, und deshalb hat das Hotel noch nicht einmal versucht, traditionell-fernöstliches Frühstück anzubieten. Falls das in Korea überhaupt so ist wie von Dir beschrieben. In dem sehr eng bebauten Stadtteil roch es jedenfalls frühmorgens nicht nach warmen Mahlzeiten.
In Ostasien weiss man mittlerweile natürlich auch, was ein "continental breakfast" ist und was der Westler bzw. international Reisende normalerweise frühstückt. Und tischt darum je nach Zielgruppe gar nichts anderes mehr auf. Zudem hat sich auch effektiv auch dort das westliche Frühstück vielerorts durchgesetzt, zumindest unter urbanen, jüngeren Menschen. In Japan etwa äussert sich die seit längerem gepflegte Liebe fürs französische Essen gerade auch im Backwarenbereich, u.a. durch die Allgegenwart von Bäckerei/Café-Ketten wie "Vie de France" oder "Paul".

Das traditionelle (ost-)asiatische Frühstück ist darum eher auf dem Rückzug. Was einerseits verständlich ist, gibt es doch wenig besseres als ein gutes, frisches Croissant, andererseits aber auch Schade, da ein richtiges japanisches, indisches, etc. Frühstück auch extrem lecker sein kann.

Zum Artikel: Da die vegane Ernährung des Kochbuchautors so herausgestrichen wurde, wäre es interessant gewesen, wenn bei den Erfahrungen in anderen Ländern etwas mehr nachgehakt worden wäre. Strikter Veganismus mag in Deutschland ja ganz gut funktionieren, wie man vielerorts damit durch kommt ohne ständig Leute vor den Kopf zu stossen, stelle ich mir schwierig vor. Ausser man kocht wirklich permanent alles selber. Das macht den Sinn und Zweck einer solchen Reise aber ziemlich fragwürdig, schliesslich erfährt man wenig bis nichts über fremde Esskulturen, wenn man sich nicht auch unter Einheimische mischt und sich von diesen einladen und bekochen lässt, inklusive Zutaten, die man normalerweise nie essen würde..

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antoniakonrad 24.11.2015, 12:36
12.

Diemarokkanische Küchegehört laut Paul Bocuse mit der französischen und der chinesischen zu den 3 weltbesten Küchen. Und wie ich aus eigener Erfahrung weiß, zu den abwechslungsreichsten. Wer in Marokko weder sprachlich noch kulinarisch klarkommt, ist imho ein Ignorant

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Hamberliner 26.11.2015, 19:04
13. Re: Vegan-na und!?

Zitat von alex-555
Ich empfinde diesen Artikel nicht als vordergründig vegan, sondern als weltoffen, interessiert... Warum Fleischesser oft so schnell empfindlich reagieren..??
Versuchen wir es mit einem Vergleich. Stell Dir einmal vor, es gäbe eine fanatisierte Minderheit, die meint, das Rauschen der Blätter im Wind, das Zwitschern der Vögel, die Brandung an der Küste, das Zirpen der Grillen nach Sonnenuntergang, der Eulenschrei nachts im Wald, das alles sei ohrenbetäubender Lärm, ungesund und schädlich, und deshalb müsse man in der Natur, beim Wandern, Joggen, Spazierengehen, Radfahren, Segeln oder Rudern grundsützlich Ohropax tragen, und "Mickymäuse" (Gehörschutz, Kopfhörer ohne Kabel). Stell Dir vor, tausenderlei Online-Foren wären überflutet von Fachsimpelei, wie man das richtig mache und welcherlei Gehörschutz denn gerade am angesagtesten sei.

Das würde Dich doch auch sehr nerven, oder etwa nicht?

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