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Werbeaktion in Paris: In diesen Hotels zahlen Sie, was Sie wollen

In Paris haben sich fünf Hotels auf ein besonderes Experiment eingelassen: Ihre Gäste dürfen selbst bestimmen, was ihnen eine Übernachtung wert ist. Auch andere Branchen haben das Bezahlsystem schon ausprobiert - mit Erfolg.

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Kiste 26.07.2014, 11:28
1. Klare Vereinbarungen

Eine blöde Aktion, die dazu führt, dass der Kunde sich unwohl fühlt, enweder aus schlechtem Gewissen, weil er zu wenig zahlt oder aus Verärgerung, weil er unter moralischem Druck zu viel zahlt.
Wenn ich mich irgendwo unwohl fühle, komme ich nie wieder.

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black-jack 26.07.2014, 12:06
2. @1

Es zwingt ja keiner die Menschen bei dieser Aktion mitzumachen. Sollen sich nur die anmelden die von der Aktion etwas leisten, die anderen können ja ganz normal in diese Hotels einchecken.

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vitalik 26.07.2014, 12:16
3. Hotel

Zitat von sysop
In Paris haben sich fünf Hotels auf ein besonderes Experiment eingelassen: Ihre Gäste dürfen selbst bestimmen, was ihnen eine Übernachtung wert ist. Auch andere Branchen haben das Bezahlsystem schon ausprobiert - mit Erfolg.
Es gibt tatsächlich solche Beispiele, wo der Anbieter sich auf die Kunden verlässt, dieses Beispiel ist es aber definitiv nicht. Diese eine Nacht hätte man auch gleich als Geschenkt deklarieren können und ist vergleichbar mti Aktionen, wie 2 zum Preis von 1. Der Artikelverfasser schreibt es ja selbst, es ist eine Werbeaktion, die befrisstet und durch die Zimmer beschränkt ist, also kein Versuch das System zu ändern.

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bluewizard 26.07.2014, 12:17
4. Weinerei in Berlin

Dort habe ich dieses Projekt schon einmal besucht. Muss allerdings sagen das der Rausch dazu führte das ich vergaß wieviel ich getrunken habe und glaubte und bis jetzt glaube unverhältnismäßig bezahlt zu haben. Das sagte auf jeden Fall der hundertprozentige Kater zu mir, den ich am nächsten Tag herum trug..

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FarZaveR 26.07.2014, 12:24
5. Könnte in die Hose gehen.

Es gibt einen kleinen, aber feinen Unterschied zwischen dem Essen im Restaurant und der Hotelübernachtung! Bei Ersterem ist nämlich gänzlich transparent, wofür man bezahlt, und es gibt so gut wie nie einen Grund, zu glauben, dass man in Relation zum Preisniveau des Restaurants zu viel bezahlt.

Bei Hotels zahlt man aber ziemlich oft drauf für Services, die viele gar nicht in Anspruch nehmen. Es ist natürlich schön, an der Rezeption bei den verschiedensten Sachen Hilfe zu bekommen, aber wer abends um 21 Uhr anreist, sich direkt ins Bett legt und am nächsten Morgen dann um 10 Uhr weiterzieht, kann realistischerweise davon ausgehen, dass er weniger in Anspruch genommen hat als das, wofür er bezahlt hat. Somit hätte man direkt eine Legitimierung sich selbst gegenüber, auch ein bisschen weniger hinzulegen bei pay-what-you-want.

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khertel 26.07.2014, 12:46
6. Dürfte bei Hotels nicht funktionieren

Der Betrag, um den es geht, ist zu hoch. In der Gastronomie oder im Weinladen geht es a) um beringere Beträge, b) will ich da noch öfter hin bzw. wohne in der Gegend. Im Hotel spare ich vielleicht 100 €, das ist vielen einen Moment der Scham wert. Kennt mich ja keiner und die Leute werde ich sehr wahrscheinlich nie wiedersehen.

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spiegelleser987 26.07.2014, 13:31
7. Zuviel ....

Zitat von Kiste
Eine blöde Aktion, die dazu führt, dass der Kunde sich unwohl fühlt, enweder aus schlechtem Gewissen, weil er zu wenig zahlt oder aus Verärgerung, weil er unter moralischem Druck zu viel zahlt. Wenn ich mich irgendwo unwohl fühle, komme ich nie wieder.
Zuviel zahlt er nicht, eher zuwenig. Vergangenes Jahr hat das ein TV-Sender mit Gaststätten aus verschiedenen Regionen ausprobiert. Das Ergebnis war auch Uhrzeitabhängig. Alle Gäste waren häufige Gaststättenbesucher, sollten also Preise kennen. In nur wenigen Fällen, haben die etwas mehr bezahlt. Ein paar Gaststätten hatten ein paar Tage mitgemacht (vielleicht, weil sie ausreichend Geld hatten). Eine Gaststätte musste nach einem Tag abbrechen, weil sie sonst pleite gegangen wäre.

Kein Gast oder Kunde kann wirklich einschätzen, wieviel Kosten eine Gaststätte oder jedes beliebige andere Unternehmen hat.

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spiegelleser987 26.07.2014, 13:49
8. Meinen Sie, dass....

Zitat von FarZaveR
Es gibt einen kleinen, aber feinen Unterschied zwischen dem Essen im Restaurant und der Hotelübernachtung! Bei Ersterem ist nämlich gänzlich transparent, wofür man bezahlt, und es gibt so gut wie nie einen Grund, zu glauben, dass man in Relation zum Preisniveau des Restaurants zu viel bezahlt....
Man bezahlt ja lieber möglichst wenig und ist immer der Meinung die Gaststätte verdient genug. Lesen Sie mal, was Rach zu den Preisen in Gaststätten sagt:

http://eatsmarter.de/ernaehrung/news...tes-restaurant

...aber bitte alles lesen.


Zitat von FarZaveR
...Bei Hotels zahlt man aber ziemlich oft drauf für Services, die viele gar nicht in Anspruch nehmen. Es ist natürlich schön, an der Rezeption bei den verschiedensten Sachen Hilfe zu bekommen, aber wer abends um 21 Uhr anreist, sich direkt ins Bett legt und am nächsten Morgen dann um 10 Uhr weiterzieht, kann realistischerweise davon ausgehen, dass er weniger in Anspruch genommen hat als das, wofür er bezahlt hat. Somit hätte man direkt eine Legitimierung sich selbst gegenüber, auch ein bisschen weniger hinzulegen bei pay-what-you-want.
Meinen Sie, dass niemand das Zimmer und die Toilette reinigt, die Bettwäsche austauscht (die dann auch noch gewaschen wird) usw., auch wenn Sie nur eine Nacht dort waren?

Auch wenn dort Sie den Fernseher nicht benutzen oder dort keiner steht, fallen nach den eneuen gesetzlichen Regelungen TV-Gebühren an und Sie müssen die GEZ-Gebühren zahlen. Die GEMA verlangt auch Gebühren, die zu zahlen sind. Da reicht es, dass nur ein Radio dort steht oder Musik nur aus einer zentarlen Musikanlage in alle Räume kommt.

Ich nehme mal an, dass dort die gleichen Regelungen, wie in einem Laden gelten. Stehen dort zwei Fernseher in einem Raum, die nicht aus der gleichen Richtung betrachtet werden können (z.B. einer um 90° gedreht), dann sind die GEMA-Gebühren doppelt zu zahlen. Das ist sicher ein blödes Beispiel, aber die GEMA wird sich schon einen Trick einfallen lassen. Wenn ein Kind in der KITA oder Schule ein Lied singt, kostet das ja auch GEMA-Gebühren. Vergessen Sie auch nicht die IHK-Gebühren.

Wollen Sie alle diese Gebühren dem Hotel überlassen? Dann können Sie auch Niedriglöhne und Hartz-4-Zuschüsse für die Hotelmitarbeiter fordern.

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rhenanusius 26.07.2014, 13:53
9. Deutsche Denke!

Zitat von khertel
Der Betrag, um den es geht, ist zu hoch. In der Gastronomie oder im Weinladen geht es a) um beringere Beträge, b) will ich da noch öfter hin bzw. wohne in der Gegend. Im Hotel spare ich vielleicht 100 €, das ist vielen einen Moment der Scham wert. Kennt mich ja keiner und die Leute werde ich sehr wahrscheinlich nie wiedersehen.
Diese Auffassung mag bei der Majorität der Deutschen Dogma sein,
bei französischem Savoir Vivre verhält es sich genau umgekehrt...und bei mir ebenfalls.
Ich nächtige in Paris (oder wo auch sonst) immer so preisgünstig, wie nur möglich, um bei kulniarischen Genüssen prassen zu können.
Ihre Rechnung mag also für den deutschen Touristen exemplarisch sein.
Jenseits des Rheins wäre es jedoch undenkbar, dass Speis und Trank billiger als die Hotelkosten sind.
Vive la difference!

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