Forum: Reise
Ziellosigkeit als Reisetrend: Verirren für Fortgeschrittene
AP

1. Gehe zur nächsten Bushaltestelle. 2. Nimm den nächsten Bus, der gen Innenstadt fährt. 3. Steige nach zwölf Haltestellen aus. Mit solchen Anleitungen erkunden Reisende spielerisch die Stadt - und entdecken per Zufall Orte, die kein Tourist kennt.

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grenoble 15.06.2015, 10:26
40. Das GPS hat damit doch nichts zu tun.

Zitat von herr wal
Das ist nicht ganz neu, wird aber wohl halt jetzt wiederentdeckt. Dem gewöhnlichen Tramper der 1960er/70er Jahre blieb mangels GPS gar nichts anderes übrig. Er konnte ja schließlich auch nicht irgendWo, wo ihn ein Autofahrer tags oder nachts absetzte, immer flugs einen Stadtplan erwerben. So ist eine ganze Generation damals herumstrawanzt, vom Nordkap bis zur Sahara, und auch nach Indien.
.Das Ding ist passiv. Arbeite ich zuvor am Computer keine Route aus, oder lasse das GPS keine Route anhand des Ziels ausarbeiten, zeigt mir das GPS nur meinen momentaren Standort sonst nichts. Da das Kartenmaterial zum Wandern auch nur eingeschränkt tauglich ist, auch die openstreetmap hat noch massive Fehler, die Topo Deutschland noch mehr, kann man sich auf die am GPS Gerät erstellte Route nur nahe Ballungszentren verlassen.

Ansonsten, ein Wanderer ohne Karte und Kompass in unbewohnten Gebiet ist aufgeschmissen, selbst wenn das Gebiet nur einen Tagesmarsch Ausdehnung hat.

Ich kenne keinen der sich unter allen Umständen in der Natur ohne Hilfsmittel orientieren kann. Und dann ist das "verlaufen" auch kein spass mehr.

In städten ist das alles kein problem, verlaufen nicht möglich und es geht alles ohne Buch, Karte, Smartphone.

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santoku03 15.06.2015, 10:31
41. Noch besser mit dem Rad

Zitat von kantundco
Mache ich auch manchmal mit dem Auto: Einfach neue Wege entdecken. Inzwischen fahre ich fast nur noch mit den Öffentlichen. Da wird man allein durch Streiks, Baustellen und Schienenersatzverkehr durch ganz neue Gegenden geschickt. Auch Fernbusfahrten erweitern kostengünstig den Horizont im eigenen Land. Für diejenigen, die nicht nur neue Wege, sondern neue Menschen kennenlernen wollen, sei die kostenlose App "nexthomie" empfohlen.
Noch besser mit dem Rad.

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brazzo 15.06.2015, 10:58
42.

Hätte da auch eine Idee. Und zwar eine Selfi-Stange mit eingebautem Zufallsgenerator und Blinker links, rechts und geradeaus. Damit kann der Selfi-Fan dann ebenfalls ganz neue Gegenden erkunden. Er hält einfach die ganze Zeit die Stange in richtiger Position und nach jedem automatisch ausgelösten Selfi, wird ihm eine neue Richtung vorgegeben, in die er gehen muss, um dort das nächste Selfi zu bekommen. Ich denke, so könnten reichlich interessante und aufregende Bilder entstehen.

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Alkyone 15.06.2015, 11:01
43. Thema

Zitat von _stefan
Es gibt schon seit über 20 Jahren den Get-Lost-Reiseführer für Amsterdam: http://www.getlostguide.com/
Aber bitte keine Großstädte! Get-Lost mit dem Wohnmobil quer durch Frankreich über kleine Dörfer. Garantiert keine Touristen. Nur Einheimische und die besten Plätze zum Übernachten. Wohnmobil muss man aber fahren können

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ex_t_kunde 15.06.2015, 11:13
44. Die Angst der Generation Smartphone

Ich kann nur den Kopf schuetteln ueber die Kommentare dass man ohne Smartphone in "No Go Areas" geraten und mit "Sicherheit" ausgeraubt wuerde... Ich bin schon durch LA Compton / LA Central und Washington DC flaniert und mir ist nichts passiert. Das einzige was der Flaneur benoetigt, ist gesunder Menschenverstand und vor allem Aufmerksamkeit fuer seine Umgebung.

Den Blick auf das Smartphone zu kleben ist da das beste Mittel genau das Gegenteil zu erreichen: Ich moechte behaupten, wer nicht mehr auf seine Umgebung achtet sondern stattdessen sein GPS gelenktes vergoldetes IPhone 6+ fuer alle sichtbar wie eine Monstranz vor sich her traegt, hat beste Chancen ausgeraubt oder ueberfahren zu werden...

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grenoble 15.06.2015, 11:19
45. Und auf dem Weg zum nächsten selfi...

Zitat von brazzo
Hätte da auch eine Idee. Und zwar eine Selfi-Stange mit eingebautem Zufallsgenerator und Blinker links, rechts und geradeaus. Damit kann der Selfi-Fan dann ebenfalls ganz neue Gegenden erkunden. Er hält einfach die ganze Zeit die Stange in richtiger Position und nach jedem automatisch ausgelösten Selfi, wird ihm eine neue Richtung vorgegeben, in die er gehen muss, um dort das nächste Selfi zu bekommen. Ich denke, so könnten reichlich interessante und aufregende Bilder entstehen.
....wird auf dem Smartphone Werbung für die "chicken" Läden eingeblödet die auf de Route liegen, das Café bestimmt indem gerastet wird auf einen "latte" oder zwei.

Dort werden dann Hinweise aufs Phone gespiegelt wo andere sich zur Teit welche Gegend selfieren.

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criticalsitizen 15.06.2015, 11:29
46. Es geht auch ohne E-Kommerznetz, auch wen dss hirnwäschebedingt kaum einer merkt

und auch der Autor nicht einmal mitbekam, wie das Internet ausging und vom Ekommerz-Monopole-Hirnwäsche-Netz ersetzt wurde. Vor jahrem.

Vorrher ist man gereist, jetzt konsumiett man nur noch gesteuert durch "Apps"

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susiwolf 15.06.2015, 11:34
47. Sprach's ... und buchte den ...

Zitat von endstadium73
so bin ich schon vor zwanzig Jahren durch die Welt gereist....was soll daran neu sein...und....z.B. in Caracas sollte man solche Spielchen lassen :-)
FullPensionReiseUrlaub

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herr wal 15.06.2015, 11:47
48.

Zitat von grenoble
.Das Ding ist passiv. Arbeite ich zuvor am Computer keine Route aus, oder lasse das GPS keine Route anhand des Ziels ausarbeiten, zeigt mir das GPS nur meinen momentaren Standort sonst nichts. Da das Kartenmaterial zum Wandern auch nur eingeschränkt tauglich ist, auch die openstreetmap hat noch massive Fehler, die Topo Deutschland noch mehr, kann man sich auf die am GPS Gerät erstellte Route nur nahe Ballungszentren verlassen. Ansonsten, ein Wanderer ohne Karte und Kompass in unbewohnten Gebiet ist aufgeschmissen, selbst wenn das Gebiet nur einen Tagesmarsch Ausdehnung hat. Ich kenne keinen der sich unter allen Umständen in der Natur ohne Hilfsmittel orientieren kann. Und dann ist das "verlaufen" auch kein spass mehr. In städten ist das alles kein problem, verlaufen nicht möglich und es geht alles ohne Buch, Karte, Smartphone.
Na ja, aber mit der Topo des jeweiligen Landes auf dem Garmin-Gerät hat man ja heutzutage schon einen erheblich besseren Überblick über die aktuelle Umgebung, als das vor 40 – 50 Jahren der Fall war. Wenn man unverhofft und unangemeldet irgendwo landete, woran man eine Stunde vorher überhaupt noch nicht gedacht hatte. Und Routing ist ja nicht nötig, wenn man sowieso nicht weiß, wo man hin will. Und wenn einen das Heimweh packen sollte, findet es auf jeden Fall den Weg zum nächsten Bahnhof! Aber davon abgesehen, kennt die Topo Deutschland (und auch die anderer Länder) nach meiner Erfahrung tatsächlich die kleinsten Waldwege. Manchmal sogar solche, von denen man vor Ort gar nicht glaubt, dass sie existieren, weil sie so zugewachsen sind. Und man muß ja auch nicht immer genau die errechnete Route nehmen, wenn eine andere besser gefällt.
Aber klar, bei einer vorgeplanten Tour macht sich eine Papierkarte in der Tasche natürlich immer gut. Und Kompaß sowieso, denn ein plötzlicher Ausfall des Erdmagnetfeldes ist unwahrscheinlicher als dass die Satelliten oder die Akkus sich vorübergehend abmelden.

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herr wal 15.06.2015, 12:13
49.

Zitat von ex_t_kunde
Ich kann nur den Kopf schuetteln ueber die Kommentare dass man ohne Smartphone in "No Go Areas" geraten und mit "Sicherheit" ausgeraubt wuerde... Ich bin schon durch LA Compton / LA Central und Washington DC flaniert und mir ist nichts passiert. Das einzige was der Flaneur benoetigt, ist gesunder Menschenverstand und vor allem Aufmerksamkeit fuer seine Umgebung. Den Blick auf das Smartphone zu kleben ist da das beste Mittel genau das Gegenteil zu erreichen: Ich moechte behaupten, wer nicht mehr auf seine Umgebung achtet sondern stattdessen sein GPS gelenktes vergoldetes IPhone 6+ fuer alle sichtbar wie eine Monstranz vor sich her traegt, hat beste Chancen ausgeraubt oder ueberfahren zu werden...
Und zusätzlich zum gesunden Menschenverstand und der Aufmerksamkeit für die Umgebung sind dann noch Sportschuhe empfehlenswert. Damit man auch mal ungeplant etwas schneller als normal laufen kann. (Ist mir bisher erst einmal in echt passiert, aber da könnte es evtl. tatsächlich nützlich gewesen sein.)

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