Forum: Reise
Ziellosigkeit als Reisetrend: Verirren für Fortgeschrittene
AP

1. Gehe zur nächsten Bushaltestelle. 2. Nimm den nächsten Bus, der gen Innenstadt fährt. 3. Steige nach zwölf Haltestellen aus. Mit solchen Anleitungen erkunden Reisende spielerisch die Stadt - und entdecken per Zufall Orte, die kein Tourist kennt.

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grenoble 15.06.2015, 12:54
50. Die Freizeitkarte...

Zitat von herr wal
...Aber davon abgesehen, kennt die Topo Deutschland (und auch die anderer Länder) nach meiner Erfahrung tatsächlich die kleinsten Waldwege. Manchmal sogar solche, von denen man vor Ort gar nicht glaubt, dass sie existieren, weil sie so zugewachsen sind. ....
..die auf dem Openstreetmap Projekt basiert toppt die Topo aber noch. Dort sind alle gangbaren wege enthalten nicht nur die die von den Katasterämtern zur Verfügung gestellten. Zudem besteht die Möglichkeit über Openstreetmap selbst neue wege einzutragen dadurch ist die Karte alle Monate aktualisiert.

Den Königsweg sich selbst Karten aus den rohdaten zu erstellen nicht zu vergessen.

Die Topo V7 ist zwar gegenüber der Vorgängerversion wirklich um einiges besser aber an die "freizeitkarte.de" kommt sie nicht ran. Ich habe beide und der Vergleich fällt eindeutig aus.

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juergw. 15.06.2015, 12:57
51. Interessante Variante...

Zitat von schokohase123
Besonders interessant, wenn man dann mit Rucksack und umgehängter Digitalkamera mitten in einem Pariser Banlieue aussteigt. Sich dann ohne Sprachkenntnisse nur noch in Unterwäsche zurück zum Hotel durchschlagen , das ist Abenteuer, sowas steht in keinem Marco Polo! Aber Scherz beiseite, auf diese Art und Weise habe auch ich bereits wunderschöne Eckchen fernab der Standard-Reiserouten gefunden.
No Risk-no Fun...!In Miami Leihwagen aus dem Hochsicherheitstrakt abgeholt-mit dem ausdrücklicher Anweisung nicht am Ausgang rechts abzubiegen oder den Cold auf dem Beifahrersitz griffbereit..

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sondevida 15.06.2015, 13:07
52. Analog kann Freiheit bedeuten

Ich habe seit Jahren gar keinen Vertrag mehr fuer mein Smartphone und nutze somit gar nichts digitales, um mich zu orientieren. Nicht, dass ich die Technik nicht schaetze, aber ich mochte schon immer zielloses Streunen. Bei Autos finde ich einen Navi in einer Stadt hilfreich, wenn man nur irgendwo bestimmtes hin will. Bei Urlaubreisen schaue ich aber lieber nach Autobahnabfahrten, den Orten die man passiert und Gebirgen und Fluessen die auf Karten vermerkt sind. Wenn man dann dort tatsaechlich an- oder vorbeikommt, hat man automatisch ein Gefuehl besser im Bilde zu sein. Ich sehe da einen ganz praktischen Nutzen, sich nicht aufs Navi zu verlassen.
Generell kann ich sagen, seit ich digitales etwas runtergefahren habe (kein Internetgebrauch auf Handy, dieses nicht mit emailkonto gesynct, kein Navi beim Fahren etc) fuehle ich mich wieder etwas 'freier' und als haette ich so manches mehr in der Hand. Natuerlich wuerde ich nicht ohne die digitale Technik mehr leben wollen, auf die Balance kommt es an.

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sondevida 15.06.2015, 13:08
53. Es braucht kein GPS

Zitat von dwg
Also ich jedenfalls kenne Städte, wo solche Anleitungen fast zwangsläufig dazu führen ausgeraubt zu werden, oder sonst wie unter die Räder zu geraten.
um nicht ausgeraubt zu werden. Etwas 'streetwise' zu sein hilft meistens.

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sondevida 15.06.2015, 13:11
54. Stimme zu

Zitat von susiwolf
Man stelle sich das alles ohne 'smarties' vor ... Die Fantasie kennt keine Grenzen: Fragen Sie doch mal Ihren Nächstbesten nach dem Weg, lokalen Sehenswürdigkeiten, Lieblingsimbissen, besten Übernachtungsmöglichkeiten, Fahrradverleihen etc. etc. - D a s ist Urlaub, d a s ist 'among the people', d a s sind Erlebnisse ungeahnten Ausmasses. Selbstverständlich: 'Y o u have to do the 1st step' ... Sozusagen die Bringschuld an die Einheimischen. "Can you help me ?" Keiner wird das abschlagen. Nur wer mit seinem 'smart-phone' da 'rumdoktort' dem wird nicht geholfen. "That's life' "That's tourism at it's best"!
Ich frage mich auch gerne durch. Immer interessant, welche Leute wie reagieren. Und man hat immer mal ein kleines Schwaetchen, wenn auch mit Hand und Fuss.

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herr wal 15.06.2015, 13:25
55.

Zitat von grenoble
..die auf dem Openstreetmap Projekt basiert toppt die Topo aber noch. Dort sind alle gangbaren wege enthalten nicht nur die die von den Katasterämtern zur Verfügung gestellten. Zudem besteht die Möglichkeit über Openstreetmap selbst neue wege einzutragen dadurch ist die Karte alle Monate aktualisiert. Den Königsweg sich selbst Karten aus den rohdaten zu erstellen nicht zu vergessen. Die Topo V7 ist zwar gegenüber der Vorgängerversion wirklich um einiges besser aber an die "freizeitkarte.de" kommt sie nicht ran. Ich habe beide und der Vergleich fällt eindeutig aus.
Danke für die Info, muß ich bei Gelegenheit mal probieren. (Wenn ich mich auf dem Königsweg nicht verlaufe.)
Jetzt fällt mir dazu gerade auch noch ein, dass die Kunst, ziellos in der Gegend herumzustreunen und sich mal so richtig gediegen zu verirren, ja durchaus Tradition in der Menschheitsgeschichte hat. Immerhin ist der homo sapiens auf diese Weise ja innerhalb von 30.000 Jahren (oder waren es 15.000 ??) von der Beringstraße über Alaska und Washington D.C. bis nach Feuerland gekommen. Ohne Routing, und ohne eigentlich wirklich dorthin zu wollen. (Erster Hauptsatz der Reiseplanung: Man kann keine Ziele ansteuern, von denen man nichts weiß.)
http://www.spiegel.de/fotostrecke/patagonien-wolkenfotos-von-ralf-gantzhorn-fotostrecke-127224.html

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benn01 15.06.2015, 13:42
56. Dann gebe ich mal den Party Pooper

Typisches Beispiel für "Dekadenz des Westens".
Bin ganz glücklich darüber, einen geschulten Orientierungssinn zu haben. Im Wald verlaufen? Wie wollt ihr eigendlich Europa vor den bösen Russen verteidigen?

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grenoble 15.06.2015, 13:52
57. Ums zu präzisieren

Zitat von herr wal
Danke für die Info, muß ich bei Gelegenheit mal probieren. (Wenn ich mich auf dem Königsweg nicht verlaufe.) Jetzt fällt mir dazu gerade auch noch ein, dass die Kunst, ziellos in der Gegend herumzustreunen und sich mal so richtig gediegen zu verirren, ja durchaus Tradition in der Menschheitsgeschichte hat. Immerhin ist der homo sapiens auf diese Weise ja innerhalb von 30.000 Jahren (oder waren es 15.000 ??) von der Beringstraße über Alaska und Washington D.C. bis nach Feuerland gekommen. Ohne Routing, und ohne eigentlich wirklich dorthin zu wollen. (Erster Hauptsatz der Reiseplanung: Man kann keine Ziele ansteuern, von denen man nichts weiß.) http://www.spiegel.de/fotostrecke/patagonien-wolkenfotos-von-ralf-gantzhorn-fotostrecke-127224.html
Die Freizeitkarte (Freizeitkarte.de) ist aus Kartendaten der Geofabrik.de die wiederum die Rohdaten des Openstreetmap Projekts benutzt, erstellt und kann sofort in Basecamp oder im Garmin / Androitgerät benutzt werden.

Auf Openstreetmap, ist nach Registrierung sofort die Bearbeitung der Openstreetmapkarte möglich. die Änderungen, die Eintragungen finden dann in der alle monate neu erscheinenden Freizeitkarte ihren Niedrschlag.

Das komplette erstellen eigener Karten erfolgt mit den Kartendaten z. B. der Geofabrik und einigen opensource Programmen und ist relativ aufwendig und nicht ganz trivial.

Die Freizeitkarte oder openmtbmap reicht in der Regel.

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mam71 15.06.2015, 15:16
58.

Zitat von nuramnoergeln
Das einzig wichtige ist, nicht der Masse folgen. Nur so bekomme ich etwas eigenes.
Falsch, denn auch so bestimmt "die Masse", wo Sie hingehen (bzw. wo nicht). Kaum jemand ist so eingeschränkt in seinem Handeln wie der, der immer anders sein will als alle anderen.

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totak 15.06.2015, 17:08
59. Gähn

Das mache ich nun schon seit fast 40 Jahren. Am spannendsten war das sich verirren in der Altstadt von Fes.

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