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Zoff an der Nordsee: Gericht lehnt Klage gegen Strandgebühr ab
DPA

Die "Freien Bürger für freie Strände" sind vorerst gescheitert. Die Klage der Initiative gegen Strandgebühren an der Nordsee hat das Verwaltungsgericht Oldenburg zurückgewiesen.

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fjr 23.09.2014, 15:50
1.

Da lobe ich mir doch mein Bayern. Dort ist das Recht, die Naturschönheiten "insbesondere Ufer und Wälder" zu geniessen, in der Verfassung verankert. Und das Kostenargument der Gemeinde ist schlicht scheinheilig, oder wird sie von jemanden gezwungen, die Natur zu "bewirtschaften". Da wird nur versucht, den Bürger abzuzocken, nichts weiter.

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WuhleMike 23.09.2014, 16:15
2. Das kann man auch über die Nachfrage regeln => einfach nicht mehr hingehen!

Ich kann die Aufregung gut verstehen, da wird man - speziell als Anwohner - für etwas zur Kasse gebeten, was dem gesunden Menschenverstand nach der Allgemeinheit kostenfrei zur Verfügung gestellt werden müßte.
Aber wir haben es doch selber in der Hand! Sobald nur genug Menschen derartige Strände boykottieren, brechen den Kommunen eben diese Einnahmen weg, und ws setzt vielleicht ein Umdenkprozeß ein. Solange brav bezahlt wird und die Strände immer gut gefüllt sind, wird sich da nichts ändern.
Ich fahre lieber an Binnenseen oder gleich ans Mittelmeer, wo man derartigen Blödsinn nur höchst selten antrifft!

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sasala 23.09.2014, 17:10
3.

Wie albern.....und was machen all die Gemeinden die keinen Strand haben?
Sind die Wälder und Wiesen dort nicht sauber weil kein Eintritt dafür genommen wird?
Wer bezahlt es denn dort?

Die Pflege von Strand, Toiletten, Duschen und des Spielplatzes kosten die Gemeinde jedes Jahr eine halbe Million Euro aber ein Vielfaches nimmt sie dadurch ein das Touristen dort Urlaub machen...es wird also 2 Mal kassiert!

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Velociped 23.09.2014, 17:27
4. Ja aber

Die Pflege eines Strandbades kostet Geld und das sollen die NutzerInnen ruhig zahlen. Doch wer einfach nur einen Strandspaziergang macht, wird gleich x Mal zur Kasse gebeten!
Warum nicht die Parkplätze richtig gebührenpflichtig machen und die Fussgänger frei? So ist das Parken (fast) umsonst während Fussgänger für ihre Strandeanderung über 10? zahlen!

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Hamberliner 23.09.2014, 17:55
5. España es diferente.

In Spanien ist der freie kostenlose Zutritt zu den Stränden gesetzlich geschützt (ley de costas). Insofern treibt dieses Urteil und die Abzocke der schleswig-holsteinischen Kommunen nach Spanien, was nach Spanien gehört: Umsatz und Arbeitsplätze. Im Namen aller spanischen Kellner, Zimmermädchen und Recepcionistas: Muchísimas gracias, bien hecho.

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TomTheViking 23.09.2014, 20:48
6. die gierigen Kommunalbeamten

müssen zunächst ja erst mal das Geld für Parteipfründe abpressen.

Parkplätze sollten (sofern nicht privat) als Verkehrsinfrastruktur gelten für die der Autofahrer ein Vielfaches dessen blutet was diese kostet oder gar was in diese investiert wird.

Offentliche Toilleten sind in Strandnähe mit hohen Besucherzahlen natürlich zu begrüßen.

Die Kosten hierfür kann doch auch über Toilltengebühren erhoben werden.

Was die Strand-Reinigung betrifft andere Kommunen müssen auch Reinigungs-Dienstleistungen vorhalten und profitieren nicht von den hohen Besucherzahlen und Ferienhausbesitzern die alle direkt und indirekt Steuern in die kommunalen Kassen spülen.

Kurtaxe ist schon eine zwielichtige Einnahme - aber Strände absperren verstösst gegen Recht und Gerechtigkeit. Sonst könnten Wald und Wiesenbesitzer auf ganz dumme Ideen kommen ;-)

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walburga.46 23.09.2014, 21:54
7. Rechtswidrig ---- ganz klar rechtswidrig!

Der Zutritt zu den Meeren ist seit eh und je frei. "Freiheit der Meere" schließt natürlich den Strand mit ein! Die deutsche Unsitte, selbst für den Meeresstrand Eintritt zu erheben korreliert mit der Unsitte "Kurtaxe". Jeder EU-Bürger hat das Recht, sich aufzuhalten, wo er will. Mit welchem Recht kassiert dann eine Gemeinde überhaupt eine "Kurtaxe", eine "Bettensteuer", eine "Kultursteuer" usw. usf.?

In der Größenordnung, wie das in Deutschland gehandhabt wird, gibt es dies NIRGENDS auf der Welt! NIRGENDS!!!!! In Frankreich werden öfter Centbeträge als "taxe de séjour" erhoben, ähnlich läufts in Holland.

Aber in Boltenhagen sahen wir vor zwei oder drei Jahren ein Schild im (!) Meer: "Bitte führen Sie auch am Strand Ihre Kurkarte mit sich". Kurtaxe pro Tag damals FÜNF Eurönchen! Gleicher Betrag in Cuxhaven.

Und die Entscheidung des Richters ist typisch für die feige deutsche Richterschaft: Bloß kein Urteil im wirklichen "Namen des Volkes" fällen, bloß nicht auffallen, sondern weiter in den Richtersessel fur-zen! Stets im Sinne des Staates urteilen und dann der Schlenker mit dem "falschen Gericht"! Was soll denn der Sch-eiß? Es hätte am Richter gelegen, das Verfahren an das "richtige" Gericht abzugeben. Aber schon DAS wäre für die Beförderung gefährlich geworden.....

In den berühmten 1000 Jahren nannte man solche Gerichte, die stets "staatstreu" waren, ganz einfach "Volksgerichtshöfe". In der ex-DDR waren die Urteile auch immer "Staatstreu"! Und in der DDR 2.0 geht’s immer mehr in diese Richtung.

Die Richter verdienen ein Schweinegeld und drücken sich um ECHTE Entscheidungen - von löblichen Ausnahmen mal abgesehen. Aber obs in ganz Deutschland 100 solcher Richter gibt, scheint mir eher zu hoch gegriffen.
An deutschen Verwaltungsgerichten liegt die Zahl der vom Bürger gewonnen Prozesse in der Größenordnung von 3 bis 5 %, wie mir kürzlich ein Anwalt erzählte. Statistisch sollte man eigentlich fifty-fifty erwarten dürfen, zumal die "offizielle" Beschreibung der Verwaltungsgerichte ausdrücklich den Schutz des Bürgers vor dem übermächtigen Staat betont.

Aber, wie gesagt: DDR 2.0 ..................

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renate.backes 23.09.2014, 22:29
8.

ich wohne eine Autostunde von der Nordsee weg und würde gerne öfter mal bei gutem Wetter einen Tagesausflug mit der Familie dorthin machen.
Ich habe dazu aber keine Lust mehr, denn es ist mir einfach zu teuer und ich kann mir vorstellen das es einigen Mitmenschen genau so ergeht.
An der Ostsee werden auch keine Gebühren erhoben. Wieso funktioniert es da? Die Strände sind dort genau so sauber wie an der Nordsee.
Vielleicht sollten die beteffenden Gemeinden sich mal informieren wie dort die Reinigung finanziert wird.
Es ist doch allgemein bekannt das in Urlaubsregionen alles teurer ist, also hohe Umsätze bzw. Gewinne erzielt werden und dadurch haben die Gemeinden doch auch höhere Steuereinnahmen und könnten damit z. B. die nötigen Reinigungen und was sonst noch anfällt finanzieren.
Auf die jetzt praktizierte Weise werden mit Sicherheit viele Touristen von einem Tripp zur Nordsee abgehalten.

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gjedda 24.09.2014, 09:21
9. Sowohl gierige als auch dreiste Kommunalpolitik

Die Feriengäste lassen auch so schon genug Kohle für Unterkunft, Verpflegung und Sonstiges am Platz. Kommentar 2 bringt es auf den Punkt: Einfach nicht mehr hinfahren! In Holland kostet der Strand gar nichts und Sand gibt es dort auch!

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