Forum: Reise
Zweifel an Südpol-Rekord: Kalt erwischt
DPA

Der deutsche Extremsportler Martin Szwed will einen neuen Rekord für eine Solotour zum Südpol aufgestellt haben. Zeugen will er nicht nennen, weil bei deutschen Behörden ein Verfahren gegen ihn läuft. Ist das glaubhaft?

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felisconcolor 19.02.2015, 15:01
1. wie war das?

steht es nicht im internet kann es nicht wahr sein.
Warum wartet man nicht bis zum Abschluss der UBA Anschuldigung. Dann kann man wenn man denn immer noch möchte auf ihm rumhacken und ihn genüsslich den Medien zum Frass vorwerfen. Oder halt auch nicht. Aber dann hätten die Medien ja gar nichts zum Schreiben. Only bad news are good news

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hman2 19.02.2015, 15:18
2. @SPON: GPS nicht verstanden

"Fuchs hatte 1989 bei seiner Tour einen Satellitensender dabei, der permanent seine Position funkte. "
Was bitte soll ein "Satellitensender" sein? Eine tonnenschwere Atomuhr mit metergroßen Solarpanels, um die Uhrzeit -wohin?- zu funken?
Ein GPS-Empfänger ist erst einmal nur das: Ein Empfänger. Die senden - gar nichts. Es gíbt bei GPS keinen Rückkanal. Die Sender im GPS umkreisen die Erde, haben jeweils eine Atomuhr an Bord und senden deren hochpräzise Zeit zum Boden. Anhand der Signallaufzeit und der Position der Satelliten, die in Tabellen gelistet ist, errechnet jeder Empfänger seine Position selbst. Es wird nichts zum Satelliten gesendet, und es gibt keine zentrale Stelle, in der die Position der Empfänger gespeichert ist.

Natürlich kann an einen GPS-Empfänger ein Computer und an diesen ein anderweitiger Sender angeschlossen sein, der aber mit GPS nichts zu tun hat. Und natürlich kann der Computer jede beliebige Manipulation der Daten vornehmen, so dass hier keinerlei Beweiskraft entsteht.

Übrigens, wohin würde so ein Computer die Daten des GPS-Empfängers senden? In der Antarktis gibt es kein Mobilfunknezt. Natürlich könne man zu Landsat und Co senden, aber dazu braucht man ziemlich große Antennen...

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Aibo 19.02.2015, 15:35
3.

Zitat von hman2
Übrigens, wohin würde so ein Computer die Daten des GPS-Empfängers senden? In der Antarktis gibt es kein Mobilfunknezt.
Doch, Iridium, siehe hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Iridium_(Kommunikationssystem)
An den Polarregionen ist die Abdeckung sogar besonders gut.

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km_spon 19.02.2015, 15:41
4. Informieren geht vor Rumtrollen

Der gebräuchliche Begriff lautet schon Satellitensender, genauer -telemetrie;
Schlagwort wäre ARGOS;
aber zum Eigentlichen, sieht doch leider sehr nach Fake aus :-(
ich wäre bestimmt, nach dieser Anstrenung, zur Station gegangen, hätte mir einen Tee und sonstige Stärkung "aufdrängeln" lassen und sicherlich sogar zum Schlitten zurückfahren lassen ;-)

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hman2 19.02.2015, 15:42
5.

Zitat von Aibo
Doch, Iridium, siehe hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Iridium_(Kommunikationssystem) An den Polarregionen ist die Abdeckung sogar besonders gut.
Na ja, Iridium ist pleite gegangen, und seit dem Neustart ist da das Militär drin. Außerdem ist das kein Mobilfunknetz, sondern ein Satellitenkommunikationsnetz...

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irrenderstreiter 19.02.2015, 15:47
6.

Zitat von hman2
"Fuchs hatte 1989 bei seiner Tour einen Satellitensender dabei, der permanent seine Position funkte. " Was bitte soll ein "Satellitensender" sein? Eine tonnenschwere Atomuhr mit metergroßen Solarpanels, um die Uhrzeit -wohin?- zu funken? Ein GPS-Empfänger ist erst einmal nur das: Ein Empfänger. Die senden - gar nichts. Es gíbt bei GPS keinen Rückkanal. Die Sender im GPS umkreisen die Erde, haben jeweils eine Atomuhr an Bord und senden deren hochpräzise Zeit zum Boden. Anhand der Signallaufzeit und der Position der Satelliten, die in Tabellen gelistet ist, errechnet jeder Empfänger seine Position selbst. Es wird nichts zum Satelliten gesendet, und es gibt keine zentrale Stelle, in der die Position der Empfänger gespeichert ist. Natürlich kann an einen GPS-Empfänger ein Computer und an diesen ein anderweitiger Sender angeschlossen sein, der aber mit GPS nichts zu tun hat. Und natürlich kann der Computer jede beliebige Manipulation der Daten vornehmen, so dass hier keinerlei Beweiskraft entsteht. Übrigens, wohin würde so ein Computer die Daten des GPS-Empfängers senden? In der Antarktis gibt es kein Mobilfunknezt. Natürlich könne man zu Landsat und Co senden, aber dazu braucht man ziemlich große Antennen...
Wie hätte man anhand eines passiven GPS Empfängers Fuchs's Route verfolgen können?

Nein, SPON hat durchaus recht, er hatte wahrscheinlich einen GPS Tracker dabei, der Sateliten eines entsprechenden Betreibers verwendet um die GPS Position regelmäßig zu verschicken.

Ich habe selbst sowas (Spot2), nutze das aber als Notsender.

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PerciGang 19.02.2015, 15:53
7. Satellitensender

Zitat von hman2
"Fuchs hatte 1989 bei seiner Tour einen Satellitensender dabei, der permanent seine Position funkte. " Was bitte soll ein "Satellitensender" sein? Eine tonnenschwere Atomuhr mit metergroßen Solarpanels, um die Uhrzeit -wohin?- zu funken?
Siehe Spiegel 52/1989 (http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13499079.html)

"Unter der festgezurrten Plane auf dem Schlitten von Arved Fuchs liegt ein roter Apparat, der wie ein Sprechfunkgerät aussieht, nur ohne Mikro. Es sendet auf einer gleichbleibenden Frequenz ein Signal in den Weltraum, der noch kälter ist als die Antarktis. Dort wird das Signal in mehr als 800 Kilometer Höhe von einem von zwei Satelliten aufgefangen, die sich in kreisrunder Umlaufbahn nordsüdlich um den Globus drehen.

Mit einem Kniff namens "Doppler-Verschiebung" kann der Satellit den Sender auf Arveds Schlitten orten und die entsprechenden Daten an das Rechenzentrum der französischen Raumfahrtbehörde CNES in Toulouse übermitteln;"

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aprz 19.02.2015, 16:01
8.

Zitat von hman2
Na ja, Iridium ist pleite gegangen, und seit dem Neustart ist da das Militär drin. Außerdem ist das kein Mobilfunknetz, sondern ein Satellitenkommunikationsnetz...
Könnte natürlich der Grund dafür ein dass im Artikel von einem "Satellitensender" die Rede ist dessen Existenz sie ja vehement bestritten und uns stattdessen über GPS-Basiswissen belehrten. Iridium gibts schon noch und es hat auch tracking-Funktionen (http://www.expeditionstechnik.de/satelliten-tracking.html)

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jetbundle 19.02.2015, 16:02
9. Der Schattenwurf...

... im Hintergrund und am Schild beim Nordpolfoto ist anders als der Schattenwurf der Haare im Gesicht. Die Sonne müsste ihm viel stärker von vorne ins Gesicht strahlen. Zudem scheint er seine Mütze nie bewegt zu haben. Ganz billiger Fake.

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