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100. Tour de France: Totgesagte radeln länger
AFP

Was bleibt von der 100. Tour de France - außer schweren Beinen? Im Ausland wundert man sich über die Deutschen, die trotz ihrer erfolgreichen Fahrer das Event nicht mal übertragen. Die Doping-Diskussion hat eine neue Ebene erreicht.

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onkendonk 22.07.2013, 10:06
1. Und wer hat gewonnen?

Wie lange es wohl diesmal dauern wird bis der Gewinner feststehen wird, und für wie lange er seinen Titel behält wenn neue Analyse- und Nachweismethoden sich durchsetzten und die B-Proben geöffnet werden?
Die Tour ist eine einzige Farce, alleine Cantadope war diesmal wohl halbwegs sauber (sonst hätte er "vorläufig" gewonnen).

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spiegelmo 22.07.2013, 10:20
2. Soll am deutschen Wesen der Radsport genesen?

Das öffentlich rechtliche Fernsehen will 2014 ganz aus der Tour aussteigen. Begründung: Dopingverdacht. Soll die Tour am deutschen Wesen genesen? Dann muss aber auch aus anderen Sportarten ausgestiegen werden, denn fast bei allen wichtigen Sportarten tauchen bestimmte Namen von Ärtzen auf. Diese Listen sind aber nicht offen. Anders herum, je mehr Geld im Spiel ist, desto weniger wird öffentlich. Der Radsport hat viel geändert und ist auf einem besseren Weg. Dass die Intendaten des Fernsehens die politische Dimension des deutschen Ausstiegs nicht erkennen, zeigt, wie einspurig gedacht wird. Die Tour ist das wichtigste Sport- Gesellschaftsereignis in Frankreich. Weit vor Fußball oder Rugby. Um die französische Seele etwas zu verstehen, muss man die Tour verstehen. Und wer aus den Fernsehübertragenungen aussteigt, der steigt aus dem Geist des deutsch-französischen Vertrags aus. Meine Meinung: Über Doping reden und es bekämpfen aber, Weiter intelligent die Tour übertragen, auch in Deutschland.

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chico 76 22.07.2013, 10:32
3. Einige selbstkritische

Sätze über unsere Medien, die einer Art Sippenverhaftung frönen, wären durchaus angebracht gewesen, liebe Sportredakteure.
Die hohen Einschaltquoten beweisen, dass Radsport, trotz vergangener Dopingvergehen, nichts an Attraktivität eingebüsst hat.Das ständige Anklagen und Verdacht kolportieren wird diesem spannendem Sport nicht gerecht, schon garnicht ...zigtausenden Nachwuchssportlern.
Mal sehen, welche Klimmzüge die ÖR veranstalten, weil sie trotzdem 100m-Läufe bei Olympia übertragen, anstatt wie bei der Tour auf Frauenfussball ( gähn ) setzen, mit durchschnittlich 800 Zuschauern/BL-Spiel (incl.Bekannt-Verwandtschaft).

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sbollien 22.07.2013, 10:34
4.

Zitat von MichaelWald
Ich glaube hier liegt ein Missverständnis vor. Nur weil man ein paar Etappen gewinnt ist man noch lange nicht gut. Wenn man sich anschaut wo die Deutschen Fahrer im Gesamtklassement liegen ist es beschämend. In den Anfangstagen der Tour de France gab es die Überlegung die Fahrer mit den jeweiligen Zeitabständen versetzt starten zu lassen. Demnach hätten Kittel und Greipel gestern auf der letzten Etappe erst drei Stunden und zwanzig Minuten nach Froome starten dürfen. Die anderen wären schon im Ziel gewesen da hätten unsere deutschen Fahrer gerade mal starten dürfen. Also: Nur Etappensiege sagen gar nichts. Vergessen wir nicht, dass Kittel der vierte von hinten ist. Fast die rote Laterne. Das hinterlässt einen fahlen Beigeschmack. Der beste Deutsche kommt erst auf Platz 30 und heißt Andreas Klöden!
Ich glaube HIER liegt ein Missverständnis vor. Fahrer wie Kittel oder Greipel sind SPRINTER. Ihnen ging es nie darum, die Tour zu gewinnen oder unter die Top 20 zu kommen, sondern um Etappensiege bei Flachetappen. Genauso wie Tony Martin (Zeitfahrweltmeister) seine Qualitaeten gegen die Uhr demonstrieren wollte (und trotz Verletzung konnte}. An seinem Kommentar "im naechsten Jahr vllt. aufs Gesamtklassement" erkennen Sie, dass je nach Zielvorgabe/Fahrertyp und eigene Rolle im Team trainiert wird.
Ich finde die Leistung der deutschen Fahrer bei der diesjaehrigen TdF beachtlich.

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justanotherusername 22.07.2013, 10:34
5.

Es wird langsam Zeit, das der Giro, die Tour und die Vuelta in D wieder übertragen werden, genügend Fans sind definitiv vorhanden.
Das Problem sind eher die Leute in den "Entscheiderpositionen", denen die Heldenverehrung von Ulle, Armstrong und Co. immer noch peinlich ist. Anstatt die enormen Leistungen kritisch zu hinterfragen, hat man sich mit Supermännern wohlgefühlt und ihnen jede Menge Kohle hinterher geworfen.
Ja wir Fans wollen einen sauberen Radsport, das heißt aber auch zu ertragen, das Betrüger entlarvt werden.

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dovid 22.07.2013, 10:35
6.

Zitat von MichaelWald
Nur weil man ein paar Etappen gewinnt ist man noch lange nicht gut.
Man gewinnt in der Tour de France keine Etappen, wenn man "nicht gut" ist. Es gehört doch einiges dazu, einen Massensprint oder ein langes Einzelzeitfahren bei der Tour de France zu gewinnen. Die Leistungen der Sprinter oder Tony Martins mit Verweis auf das Gesamtclassement zu schmälern finde ich doch allerhand. Dass einer, der Massensprints gewinnen kann, auch im Gesamtclassement oben steht, hat es seit Eddy Merckx nicht mehr gegeben!

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peddersen 22.07.2013, 10:37
7.

...ich kann ja da falsch liegen - aber ich denke, in Deutschland ist Radfahren (Straßenrennradfahren) eher ne Randsportart. In Frankreich nicht. Und die haben zusätzlich eine der wichtigsten traditionellen Veranstaltungen in dem Metier - das erklärt wohl so einiges.

Ich hätte nichts dagegen, wenn Radfahren übertragen werden würde, aber dann auch Bahnrennen, Cross und MTB.
Und natürlich Bogenschießen, Volleyball, whatever - die ganze Palette. Diese Einseitigkeit der Berichterstattung in Bezug auf Fußball ist doch ermüdend.

Was spricht dagegen, anhand eines gerade stattfindenden Wettbewerbs im "Hallenhalma" (Scherzbeispiel) im Vorfeld die Regeln zu erklären, um was es geht, ein paar Leute vorzustellen und dann den Wettkampf? Die große Vielfalt des Sports kommt doch in der Berichterstattung deutlich zu kurz - und eigentlich ist es ja auch nicht wichtig, WAS man macht - wichtig ist eher, DASS man was macht. Und das kann auch Rhönradeln sein.

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fussball11 22.07.2013, 10:38
8.

Zitat von spiegelmo
Über Doping reden und es bekämpfen aber, Weiter intelligent die Tour übertragen, auch in Deutschland.
Über Doping reden tun die bei den ÖR ja zu genüge, zeigen dafür aber "Boxen" oder Biathlon - auch gerne 100m Läufe......

Die Tour gibt es auf Eurosport. Natürlich konnte man früher in den Werbepausen mal zu den Öffentlich Rechtlichen rüber schalten, aber das kann ich verschmerzen.

Solange beim Radsport nicht ein Steuerhinterzieher , ein Pädophiler und ein Doper in einer Mannschaft sind , ist man noch nicht auf dem Bodensatz angekommen :-)

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Mannheimer011 22.07.2013, 10:38
9. Danke

Zitat von chico 76
Sätze über unsere Medien, die einer Art Sippenverhaftung frönen, wären durchaus angebracht gewesen, liebe Sportredakteure. Die hohen Einschaltquoten beweisen, dass Radsport, trotz vergangener Dopingvergehen, nichts an Attraktivität eingebüsst hat.Das ständige Anklagen und Verdacht kolportieren wird diesem spannendem Sport nicht gerecht, schon garnicht ...zigtausenden Nachwuchssportlern. Mal sehen, welche Klimmzüge die ÖR veranstalten, weil sie trotzdem 100m-Läufe bei Olympia übertragen, anstatt wie bei der Tour auf Frauenfussball ( gähn ) setzen, mit durchschnittlich 800 Zuschauern/BL-Spiel (incl.Bekannt-Verwandtschaft).
So ist es. Ich hoffe dass die deutschen Frauen am Mittwoch oder wann ausscheiden, damit die diese politisch korrekte Berichterstattung endlich ein Ende hat. Und nicht nur 100m-Läufe gehören von der Übertragungsliste gestrichen...

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