Forum: Sport
1:7 gegen Deutschland: Brasiliens Fußballchef ist noch immer traumatisiert
REUTERS

Das Ausscheiden der Brasilianer im WM-Halbfinale gegen Deutschland war so heftig, dass die Südamerikaner noch immer darunter leiden. Der Präsident des brasilianischen Verbandes vergleicht das Trauma sogar mit "Maracanaço".

Seite 1 von 9
MrKnowItAll 19.03.2015, 20:37
1. Diplomatisch formuliert

" Die DFB-Elf hatte Gastgeber Brasilien am 8. Juli 2014 im Mineirão-Stadion in Belo Horizonte geschlagen und war ins Finale eingezogen." Sehr diplomatisch formuliert. Vernichtend geschlagen und gedemütigt passt wohl besser. Wenn dadurch jedoch Änderungen im brasilianischen Fußball vorangetrieben werden, hatte es auch für die gegnerische Seite positive Auswirkungen. Nach der Niederlage gegen Uruguay hat Brasilien auch das Fußballgeschehen über weite Strecken dominiert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
syracusa 19.03.2015, 20:45
2. und warum?

Warum ist das Maracanaço denn nun das größte Trauma? Wie ist das Spiel überhaupt ausgegangen?

Wie kann man so einen halbfertigen Artikel nur online stellen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dröhnbüdel 19.03.2015, 20:46
3. nur fußball

lieber herr marin, es ist ja nur fußball und nichts lebenswichtiges. aber in brasilien sieht man das anders, man muss wohl dort geboren sein, um das zu verstehen. angenommen, die deutsche mannschaft hätte nicht 7:1 gewonnen, sondern 10:0 verloren. das hätte hier ein fürchterliches geschrei gegeben, aber heute würde in deutschland kaum noch jemand darüber reden. so unterschiedlich sind eben die fußball-mentalitäten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ozric67 19.03.2015, 20:49
4. Eigentlich

sollten die Brasilianer lieber um die Vernichtung des Regenwaldes weinen. Aber gut. Fußball ist wohl wichtiger.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
freespeech1 19.03.2015, 20:56
5.

Es gibt Siege, die einem zumindest in der Höhe leid tun, wenn man an die Trauer der Verlierer denkt.

Aber so ist eben Fussball, das muss man akzeptieren, sonst muss man es sein lassen. Zwischen Jubel und Tränen. Das ist der Reiz des Spiels, der Millionen in die Stadien treibt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
icke44 19.03.2015, 20:57
6. verständlich

Jeder Sportfan mit Herz wird das gut verstehen. Ein Land, welches sich so sehr über den Fußball definiert so geschlagen zu sehen... im eigenen Land, durch Europäer, in dieser Höhe, bei diesen Erwartungen und Klose nimmt so nebenbei den Torrekord mit...! Und das schlimmste ist, Brasilien wird so schnell nicht wieder Gastgeber sein können. Ein Luiz wird immer über das 7:1 definiert, egal wie viel Titel noch kommen!!! Wahnsinn... dieser Fußball!!!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
KerKaraje 19.03.2015, 21:04
7. Furioses Spiel nach kuriosem Spiel

Brasilien fand beim 1-7 gegen Deutschland faktisch nicht statt. Das deutsche Team hatte sich vorher nicht mit Ruhm bekleckert, hatte durch ein frühes Tor gegen Frankreich glanzlos gewonnen und war gegen Algerien sogar am Rande einer Niederlage. Entscheidender Faktor war Neuer.

Brasilien hatte im Halbfinale nichts zu suchen. De facto hatte man in keinem einzigen Spiel wirklich überzeugt und gegen die extrem starken und schnellen Kolumbianer sehr glücklich gewonnen.

Ich behaupte: Die Kolumbianer waren stark genug Deutschland zu schlagen oder zumindest nur sehr schwer ins Finale ziehen zu lassen.

Die Argentinier spielten im Finale trotz eines im ganzen Turnier schwächelnden Messi ihr bestes Spiel und waren über weite Strecken einem Tor näher.
Kaum vorstellbar, was gewesen wäre, wenn ihr laufstärkster Spieler di Maria gespielt hätte. Man denke nur an seine beiden Tore gegen Deutschland beim ersten Freundschaftsspiel der beiden Teams direkt nach der WM.
Ein weiterer fader Beigeschmack lag noch in Neuers ungeahndetem Foul gegen Higuain. Das war eindeutig rot und äusserst unsportlich. Es war ein Wunder, dass Higuain nichts zum zweiten Battiston wurde.

Die WM war insgesamt eine schwache WM, bei der viele Stars von vornherein fehlten (Ibrahimovoc) oder weit unter ihrer Form waren (Ronaldo, Messi).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Stäffelesrutscher 19.03.2015, 21:13
8.

»Der Präsident des brasilianischen Verbandes vergleicht das Trauma sogar mit "Maracanaço".«

Mein lieber Herr Gesangverein, was für eine verfehlte Formulierung. Das Spiel in Belo Horizonte wurde doch schon als es 0:3, uups 0:4, uups 0:5 ... stand, mit dem »Maracanaço« verglichen. Von jedem. Und die, die gesagt hatten, dass Brasilien 2014 die Chance hätte, den »Maracanaço« vergessen zu machen, haben auf spektakuläre Art Recht behalten. Die deutschen Spieler sahen beim Halbzeitpfiff ziemlich bedröppelt aus, nach dem Motto »Was haben wir hier nur angerichtet?«

Und, übrigens, die Brasilianer litten auch 60 Jahre nach dem »Maracanaço« immer noch daran, trotz fünf gewonnener Titel in der Zwischenzeit. Also ist ein Jahr nix. Stellen Sie die Frage gerne 2074 nochmal ;-)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
denon34 19.03.2015, 21:16
9. wiedergutmachung

würde mich nicht wundern wenn wir Entschädigung zahlen müssen für diese traumatisierten spieler

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 9