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2. Bundesliga: Kaiserslautern steht als erster Absteiger fest
DPA

Kurz hat sich der 1. FC Kaiserslautern noch mal aufgebäumt - doch es reichte nicht. Die Pfälzer verspielten in Bielefeld eine Zwei-Tore-Führung. Der Traditionsklub steigt erstmals in die 3. Liga ab.

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ottoreuter 27.04.2018, 21:12
1. Der 1.FC Kaiserslautern wird sehr fehlen !

Leider kann man sich für Tradition nichts kaufen. Der Stadionumbau zur WM 2006 hat den Verein die ganzen Jahre finanziell platt gemacht. So ist aufgrund der geringen Fernseheinnahmen zu befürchten, dass der 1 FC.K durch gereicht wird in die Regionalliga. Alemania Aachen hat es vorgemacht, vom Euroleaguteilnehmer bis in die 4.

Haut rein und kommt bald wieder. Betzenberg ist Kult !

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hamburger.jung 27.04.2018, 21:52
2.

Hab das Spiel gesehen. 2-3 Großchancen in der Nachspielzeit für Lautern und dann trifft Bielefeld zum x-ten Male in letzter Minute. Sandhausen, Heidenheim, Fürth und Ingolstadt bleiben und Lautern ist weg. Sportlich zwar zurecht, aber die Ligastruktur verändert sich sehr zum Nachteil beider Ligen da oben.

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mayak 27.04.2018, 22:05
3. Sehr schade...

Ich wünsche 1. FCK und Fans sofortigen Aufstieg! Sehr sympathische Mannschaft mit tollen Fans. Auf ein baldiges Wiedersehen!
Viele Grüße von Werder- Bremen Fan.

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TS_Alien 27.04.2018, 22:12
4.

Zitat von ottoreuter
Leider kann man sich für Tradition nichts kaufen. Der Stadionumbau zur WM 2006 hat den Verein die ganzen Jahre finanziell platt gemacht. So ist aufgrund der geringen Fernseheinnahmen zu befürchten, dass der 1 FC.K durch gereicht wird in die Regionalliga. Alemania Aachen hat es vorgemacht, vom Euroleaguteilnehmer bis in die 4. Haut rein und kommt bald wieder. Betzenberg ist Kult !
Ich halte das für ein Märchen. 2003 hat der FCK rund 58 Mio für das Stadion und das Leistungszentrum erhalten. Der Stadionumbau hat den FCK knapp 19 Mio gekostet.

Die Miete des Stadions ist vergleichsweise gering gewesen. Die Zuschauereinnahmen haben bei dem hohen Zuschauerschnitt deutlich über denen anderer Zweitligavereine gelegen.

Das Vermögen des FCK ist anderweitig verschwendet worden: an schlechte und teure Spieler, Spielerberater, Berater, Manager, ... . Angefangen hat die Misere bereits deutlich vor der WM 2006.

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CaptainSubtext 27.04.2018, 22:35
5.

Zitat von TS_Alien
Ich halte das für ein Märchen. 2003 hat der FCK rund 58 Mio für das Stadion und das Leistungszentrum erhalten. Der Stadionumbau hat den FCK knapp 19 Mio gekostet.
Huhn. Ei.
Man musste das Stadion verkaufen, weil man sich den Stadionumbau von Anfang an eigentlich gar nicht leisten konnte. Der Größenwahn einiger hat leider einen Traditionsverein in den Abgrund getrieben.

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lesseworld 27.04.2018, 22:49
6. Die Fans bekommen was sie immer wollten...

Wer sich bewusst gegen Investoren entscheidet und die Traditionsfahne hochhält, der landet am Ende dort wo er eben hingehört. Im Amateur-Fußball. Das ist schade, weil mit dem FCK ein Traditionsverein die bundesdeutsche Bühne verlässt. Aber das Elend ist hausgemacht. Traditionalisten und Ewiggestrige werden den Verein auch noch in die Reional- oder gar Oberliga führen. Erst wenn man erkennt, dass der moderne Leistungssport ohne finanzkräftige Investoren im Hintergrund nicht mehr zu finanzieren ist, dann hat der FCK auch wieder eine Chance hochzukommen. Ansonsten bleibt nur, dass man sich was drauf einbilden kann ach so urtypisch und traditionell zu sein - während eben Leipzig und Hoffenheim zukünftig Deutschland international vertreten...

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ottoreuter 27.04.2018, 23:14
7.

Zitat von TS_Alien
Ich halte das für ein Märchen. 2003 hat der FCK rund 58 Mio für das Stadion und das Leistungszentrum erhalten. Der Stadionumbau hat den FCK knapp 19 Mio gekostet. Die Miete des Stadions ist vergleichsweise gering gewesen. Die Zuschauereinnahmen haben bei dem hohen Zuschauerschnitt deutlich über denen anderer Zweitligavereine gelegen. Das Vermögen des FCK ist anderweitig verschwendet worden: an schlechte und teure Spieler, Spielerberater, Berater, Manager, ... . Angefangen hat die Misere bereits deutlich vor der WM 2006.
Sehe ich komplett anders bitte Quellen nennen. Hier Zahlen zum Umbau und zur aktuellen Debatte der Grundsteuererhöhung:
https://www.swr.de/swraktuell/rp/kaiserslautern/debatte-um-geringere-miete-fuers-fritz-walter-stadion-wer-soll-das-bezahlen/-/id=1632/did=21068286/nid=1632/1w1hkuy/

Den Zuschauerschnitt mit 22.240 bei einem Fassungsvermögen von knapp 50.000 finde ich jetzt nicht so spannend. Die Miete bleibt jedenfalls die Gleiche.
Schönen Abend noch.

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pirx64 27.04.2018, 23:44
8.

Zitat von TS_Alien
Ich halte das für ein Märchen. 2003 hat der FCK rund 58 Mio für das Stadion und das Leistungszentrum erhalten. Der Stadionumbau hat den FCK knapp 19 Mio gekostet. Die Miete des Stadions ist vergleichsweise gering gewesen. Die Zuschauereinnahmen haben bei dem hohen Zuschauerschnitt deutlich über denen anderer Zweitligavereine gelegen. Das Vermögen des FCK ist anderweitig verschwendet worden: an schlechte und teure Spieler, Spielerberater, Berater, Manager, ... . Angefangen hat die Misere bereits deutlich vor der WM 2006.
So ist es. Dazu noch dieses anrüchige Geschäft (das Ausbildungszentrum Fröhnerhof teuer ver- und billig zurückgekauft https://www.finance-magazin.de/blogs/dritte-halbzeit/zum-teufel-mit-den-100-millionen-1296081/), die Anleihe von mehreren Millionen, die 2019 fällig sind und keiner weiß wie zu zahlen (oder nur dubios https://www.finance-magazin.de/blogs/dritte-halbzeit/wie-der-1fc-kaiserslautern-sein-anleiheproblem-loesen-will-1410331/) und andere Misswirtschaft mehr (und die bankrotte Stadt verpulvert weiter Millionen um Millionen für die paar Hanseln statt das Geld anderweitig sinnvoll zu verwenden.

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Justitia 28.04.2018, 00:01
9.

Zitat von TS_Alien
Ich halte das für ein Märchen. 2003 hat der FCK rund 58 Mio für das Stadion und das Leistungszentrum erhalten. Der Stadionumbau hat den FCK knapp 19 Mio gekostet. Die Miete des Stadions ist vergleichsweise gering gewesen. Die Zuschauereinnahmen haben bei dem hohen Zuschauerschnitt deutlich über denen anderer Zweitligavereine gelegen. Das Vermögen des FCK ist anderweitig verschwendet worden: an schlechte und teure Spieler, Spielerberater, Berater, Manager, ... . Angefangen hat die Misere bereits deutlich vor der WM 2006.
Beides ist richtig und die vom Vorredner und Ihnen genannten Gründen widersprechen sich nicht, sie sind beides Teile der Wahrheit für die finanzielle und die dann daraus entstandene sportliche Misere. Ursache für alles war zunächst die Ära Präsident Friedrich & Co, die Spieler wie Djorkaef und Taribo West für ein Heidengeld verpflichtet hatten und dabei die Finanzierung dieser Spieler mit Verkauf von Persönlichkeitsrechten gestaltet hatten, die woh in lhrer konkreten Ausgestaltung illegal waren. Das Finanzamt hatte einige Jahre danach eine hohe Summe an Steuernachzahlung verlangt und diese Summe wurde auch bezahlt. Mehr oder weniger gleichzeitig überstiegen die vom Verein zu zahlenden Stadionausbaukosten die ursprüngliche Budgetierung. Den Verein kostete das Stadion weit mehr, als man jemals kalkuliert hatte. Insgesamt war der Verein alleine dadurch bereits finanziell überfordert. Sicherlich kamen dann auch in den weiteren Jahren Spielerberater, Berater und Manager dazu, die vor allem ihre eigenen (finanziellen) Interessen sahen und den Verein weiter ausgenommen hatten. Vermutlich haben auch die Kontrollgremien nicht funktioniert und sie bemerkten nicht, wie gar nicht vorhandes Geld weiter abfloss.

Das vorläufige Ergebnis haben wir jetzt, bis vor kurzem eine Vereinsführung, die in den letzten Jahren überfordert war und sportlich wohl kaum Ahnung vom Geschäft hatte. Betriebswirtschaftlich konnten sie anscheinend auch nicht das umsetzen, was man bei Antritt versprochen hatte. Eine ständige Kürzung des Lizenzspieleretats lies auch keine schlagkräftige Mannschaft mehr zu, gute Spieler konnten nicht gehalten oder erst gar nicht verpflichtet werden.

Nun ist mit Bader ein Sportdirektor da, dem einiges zuzutrauen ist und der wohl weiss, von was er spricht. Leider kam er viel zu spät. Aber er und Frontzeck sind die Hoffnungsträger, dass diese Fachleute eine weitere Durchreichung des FCK nach unten verhindern können. Auch der neue Aufsichtsratsvorsitzende scheint einen Plan für einen Neuaufbau und vor allem die richtigen Kontakte zu haben. Das grosse Problem wird jedoch sein, wie der verschuldete Verein ausreichende Mittel zur Verfügung bekommen will, um in der 3. Liga einer Insolvenz zu umgehen und einen Neuanfang mit einer fast vollständig neuen Mannschaft hinzubekommen.

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