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2. Bundesliga: Leipzig zieht mit Spitzenreiter Freiburg gleich
Bongarts/Getty Images

RB Leipzig hat im Aufstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga wieder so viele Punkte wie Tabellenführer SC Freiburg. Die Sachsen gewannen verdient gegen Fortuna Düsseldorf.

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hanswernerhausen 11.04.2016, 23:59
1. Aufstieg berechtigt

Ich denke RB, Freiburg und auch Nürnberg haben es mit ihren Leistung verdient gemeinsam aufzusteigen. Bin gespannt wer in die Relegation muss.

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Petyr Baelish 12.04.2016, 00:02
2. Fußball im Osten

Ich finde es gut, dass Leibzig dabei ist, in die 1. Liga aufzusteigen. Der Fußball des Osten Deutschlands ist in der 1. Liga mehr als unterrepräsentiert.
Das Gehabe um die "Traditionsclubs" kann ich dagegen nicht mehr hören. Die Traditionsclubs - was "meinen" HSV einschließt - haben größtenteils wirtschaftlich versagt und konnten sich trotzdem noch halbwegs in der 1. Liga halten, Leibzig bringt da neuen Wind und Druck hinein. Der Unterschied zwischen Leibzig und Hoffenheim (oder noch schlimmer: Hannover) ist, dass sie mit ihrem Sponsor jemanden haben, der den Sport mit einem Konzept angeht: Es wird ein klares Ziel gesteckt und verfolgt. Diese Zielstrebigkeit weisen die meisten Traditionsclubs der ersten Liga nur in der Theorie auf.

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welanduz 12.04.2016, 00:18
3. RB Hater Kommentar in 3...2...1...

Und nächstes Jahr spielt endlich wieder eine Ostmannschaft Erstklassig. Für Leipzig, die Menschen und die Gesamte Region eine wunderbare Sache :)

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kascnik 12.04.2016, 05:36
4. RedBull

Nun ist er also so gut wie amtlich. Der gekaufte Aufstieg des Konzerns RedBull in die Bundesliga. Nicht falsch verstehen, ich spreche natürlich nicht von bestochenen Schiedsrichtern oder geschmierten Gegnern. Gekauft steht als synonym für de facto unbegrenzte Mittel in der Regionalliga, 3.Liga und schließlich auch 2.Liga. Gekauft wurden für Zweitligaverhältnisse überdurschnittliche Spieler, gekauft worden sind sportlich Verantwortliche, die für Salär über Schnitt ihr Handwerk verstehen. Gekauft worden sind Medienprofis, die jegliche Kritik im Keim erstickt haben und jederzeit für das perfekte "Schein und Sein" gesorgt haben. Gekauft worden ist ein Jugendunterbau, der sämtliche Talente im Umkreis von 150 Kilometern an den Verein bindet. Gekauft worden sind Zuschauer durch Freikarten und der Eventisierung des Fußballs.

RedBull Leipzig versteht es wie kein zweiter Verein, sich öffentlich als sportliches und moralisches NonPlusUltra darzustellen. Mal ist der Erfolg die gute eigene Arbeit, mal das traditionsVersagen der Gegner. RedBull überlässt nichts dem Zufall. Kritiker und Nachfrager werden als Romantiker oder Neider diskreditiert, eine Argumentation, die perfekt zu unserer Demokratie des Kapitals passt. Wer Geld hat bestimmt und erzählt die Wahrheit. Wenn es Nacht ist aber RedBull behauptet, die Sonne würde scheinen, so scheint auch die Sonne--Widerspruch zwecklos--RedBull hat Recht. 23Millionen Transferinvestition ohne den Zuzug der Geschäfte mit Partner RedBull Salzburg werden als gute Arbeit verkauft--übrig bleibt öffentlich von diesem Satz die "gute Arbeit".

Was stutzig macht, ist der gesellschaftliche Konsens über die Tatsache, dass RedBull durch Investitionen, die mit gesundem Menschenverstand nicht zu rechtfertigen sind, den Aufstieg verdient hat. man überlege sich, der kleine FSV Frankfurt hätte 6Millionen einfach so in den Wind geschossen, so wie RedBull mit den Transfers Reyna und Damari. Der FSV wäre, ja genau, bankrott, bei RedBull wird von guter Arbeit fabuliert, weil man, um es salopp zu sagen, das Problem mit noch mehr Geld gelöst hat. Wie gesagt, gute Arbeit!

Das Stadion, dies ist für Jahrzehnte in den Händen von RedBull, der Firma. Andere Vereine mussten für ihr Stadion schon selbst aufkommen, es in Raten begleichen oder Miete bezahlen, viele scheitern daran, siehe Lautern oder Aachen oder Offenbach. Ist es fair, in dem Zusammenhang von guter Arbeit zu sprechen, wo die einen einen Teil ihres Etats für das Stadion aufwenden muss und es RB Leipzig nicht scheren muss, dass Didi bezahlt. Nein. Nur interessiert es leider nicht. Wenn Großinvestionäre durch das finanzielle Leid anderer profitieren, bleibt öffentlich letztlich auch nur die Bewunderung für den SwimmingPool des Investors und die Verachtung für den Hartzer zurück, ganz gleich, ob der Investor schuld daran ist, dass der Hartzer seinen Job verloren hat.

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soundwaves 12.04.2016, 08:08
5. Schade...

... für Nürnberg. Halte ich momentan für die stärkste Mannschaft der drei Spitzenreiter, auch wenn mein SC gerade an der Spitze steht.

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kascnik 12.04.2016, 09:08
6. RedBull

Nun ist er also so gut wie amtlich. Der gekaufte Aufstieg des Konzerns RedBull in die Bundesliga. Nicht falsch verstehen, ich spreche natürlich nicht von bestochenen Schiedsrichtern oder geschmierten Gegnern. Gekauft steht als synonym für de facto unbegrenzte Mittel in der Regionalliga, 3.Liga und schließlich auch 2.Liga. Gekauft wurden für Zweitligaverhältnisse überdurschnittliche Spieler, gekauft worden sind sportlich Verantwortliche, die für Salär über Schnitt ihr Handwerk verstehen. Gekauft worden sind Medienprofis, die jegliche Kritik im Keim erstickt haben und jederzeit für das perfekte "Schein und Sein" gesorgt haben. Gekauft worden ist ein Jugendunterbau, der sämtliche Talente im Umkreis von 150 Kilometern an den Verein bindet. Gekauft worden sind Zuschauer durch Freikarten und der Eventisierung des Fußballs.

RedBull Leipzig versteht es wie kein zweiter Verein, sich öffentlich als sportliches und moralisches NonPlusUltra darzustellen. Mal ist der Erfolg die gute eigene Arbeit, mal das traditionsVersagen der Gegner. RedBull überlässt nichts dem Zufall. Kritiker und Nachfrager werden als Romantiker oder Neider diskreditiert, eine Argumentation, die perfekt zu unserer Demokratie des Kapitals passt. Wer Geld hat bestimmt und erzählt die Wahrheit. Wenn es Nacht ist aber RedBull behauptet, die Sonne würde scheinen, so scheint auch die Sonne--Widerspruch zwecklos--RedBull hat Recht. 23Millionen Transferinvestition ohne den Zuzug der Geschäfte mit Partner RedBull Salzburg werden als gute Arbeit verkauft--übrig bleibt öffentlich von diesem Satz die "gute Arbeit".

Was stutzig macht, ist der gesellschaftliche Konsens über die Tatsache, dass RedBull durch Investitionen, die mit gesundem Menschenverstand nicht zu rechtfertigen sind, den Aufstieg verdient hat. man überlege sich, der kleine FSV Frankfurt hätte 6Millionen einfach so in den Wind geschossen, so wie RedBull mit den Transfers Reyna und Damari. Der FSV wäre, ja genau, bankrott, bei RedBull wird von guter Arbeit fabuliert, weil man, um es salopp zu sagen, das Problem mit noch mehr Geld gelöst hat. Wie gesagt, gute Arbeit!

Das Stadion, dies ist für Jahrzehnte in den Händen von RedBull, der Firma. Andere Vereine mussten für ihr Stadion schon selbst aufkommen, es in Raten begleichen oder Miete bezahlen, viele scheitern daran, siehe Lautern oder Aachen oder Offenbach. Ist es fair, in dem Zusammenhang von guter Arbeit zu sprechen, wo die einen einen Teil ihres Etats für das Stadion aufwenden muss und es RB Leipzig nicht scheren muss, dass Didi bezahlt. Nein. Nur interessiert es leider nicht. Wenn Großinvestionäre durch das finanzielle Leid anderer profitieren, bleibt öffentlich letztlich auch nur die Bewunderung für den SwimmingPool des Investors und die Verachtung für den Hartzer zurück, ganz gleich, ob der Investor schuld daran ist, dass der Hartzer seinen Job verloren hat.

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kascnik 12.04.2016, 09:09
7. RedBull Teil 2

RedBull setzt sich ins Gemachte Nest und verspottet diejenigen, die ihm dieses Nest gebaut haben. Ohne die vieldiskreditieren Fans von Traditionsvereinen wäre die Bundesliga nicht die Marke, die sie jetzt wäre. Und ohne diese Marke und ohne die vielen Fans keine potenziellen Kunden, die es RedBull überhaupt schmackhaft gemacht hätten, im Fußball einzusteigen. Ohne Köln, Frankfurt, Gladbach und Dortmund wäre Leipzig in Sachen Fußball noch immer 5klassig. Das ist Fakt und das Paradoxum daran. Die RedBullFans verachten diejenigen, die ihnen ermöglichen, bald Bayern live zu sehen. So als ob man seinen Großvater dafür verachtet, dass er einen Sohn und damit den eigenen Vater gezeugt hat.

Abschließend eine kleine Randnotiz für die RedBullanhänger. Sich einfach so einen Verein auszusuchen, der meistens Erfolg hat aus oben genannten Gründen, ist weder moralisch "besser" noch verleiht es mehr Durchblick. Es ist im Gegenteil ziemlich beklemmend, wenn man beobachtet, wie sich diese Anhänger über Fans lustig machen, die zu ihrem Verein seit Kindesbeinen aus regionalen, familären oder emotionalen Gründen die Treue halten. Kein Fan kann etwas dafür, wenn ein Manager inkompetent ist oder ein Stürmer nicht das Tor trifft. Aber so ist das im Fußball, Freud und Leid liegen eng beianander, so wie im richtigen Leben. Wer nur Freude kennt, der lebt nicht die Realität, weder im wahren Leben noch im Fußball sondern führt stattdessen ein Scheindasein. Nach Aussen hin Protz und Gloria, nach innen meist Leere und Nichts.

Anerkennende Worte am Ende für Vereine wie Dynamo Dresden, die aus eigenen Kräften schuldenfrei sind, an Aue und deren wahrscheinlichen Wiederaufstieg. Ja der Osten braucht einen Bundesligisten. Einen echten ostdeutschen Bundesligisten.

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Greg84 12.04.2016, 09:32
8.

Zitat von kascnik
Nun ist er also so gut wie amtlich. Der gekaufte Aufstieg des Konzerns RedBull in die Bundesliga. Nicht falsch verstehen, ich spreche natürlich nicht von bestochenen Schiedsrichtern oder geschmierten Gegnern. Gekauft steht als synonym für de facto unbegrenzte Mittel in der Regionalliga, 3.Liga und schließlich auch 2.Liga. Gekauft wurden für Zweitligaverhältnisse überdurschnittliche Spieler, gekauft worden sind sportlich Verantwortliche, die für Salär über Schnitt ihr Handwerk verstehen. Gekauft worden sind Medienprofis, die jegliche Kritik im Keim erstickt haben und jederzeit für das perfekte "Schein und Sein" gesorgt haben. Gekauft worden ist ein Jugendunterbau, der sämtliche Talente im Umkreis von 150 Kilometern an den Verein bindet. Gekauft worden sind Zuschauer durch Freikarten und der Eventisierung des Fußballs. RedBull Leipzig versteht es wie kein zweiter Verein, sich öffentlich als sportliches und moralisches NonPlusUltra darzustellen. Mal ist der Erfolg die gute eigene Arbeit, mal das traditionsVersagen der Gegner. RedBull überlässt nichts dem Zufall. Kritiker und Nachfrager werden als Romantiker oder Neider diskreditiert, eine Argumentation, die perfekt zu unserer Demokratie des Kapitals passt. Wer Geld hat bestimmt und erzählt die Wahrheit. Wenn es Nacht ist aber RedBull behauptet, die Sonne würde scheinen, so scheint auch die Sonne--Widerspruch zwecklos--RedBull hat Recht. 23Millionen Transferinvestition ohne den Zuzug der Geschäfte mit Partner RedBull Salzburg werden als gute Arbeit verkauft--übrig bleibt öffentlich von diesem Satz die "gute Arbeit". Was stutzig macht, ist der gesellschaftliche Konsens über die Tatsache, dass RedBull durch Investitionen, die mit gesundem Menschenverstand nicht zu rechtfertigen sind, den Aufstieg verdient hat. man überlege sich, der kleine FSV Frankfurt hätte 6Millionen einfach so in den Wind geschossen, so wie RedBull mit den Transfers Reyna und Damari. Der FSV wäre, ja genau, bankrott, bei RedBull wird von guter Arbeit fabuliert, weil man, um es salopp zu sagen, das Problem mit noch mehr Geld gelöst hat. Wie gesagt, gute Arbeit! Das Stadion, dies ist für Jahrzehnte in den Händen von RedBull, der Firma. Andere Vereine mussten für ihr Stadion schon selbst aufkommen, es in Raten begleichen oder Miete bezahlen, viele scheitern daran, siehe Lautern oder Aachen oder Offenbach. Ist es fair, in dem Zusammenhang von guter Arbeit zu sprechen, wo die einen einen Teil ihres Etats für das Stadion aufwenden muss und es RB Leipzig nicht scheren muss, dass Didi bezahlt. Nein. Nur interessiert es leider nicht. Wenn Großinvestionäre durch das finanzielle Leid anderer profitieren, bleibt öffentlich letztlich auch nur die Bewunderung für den SwimmingPool des Investors und die Verachtung für den Hartzer zurück, ganz gleich, ob der Investor schuld daran ist, dass der Hartzer seinen Job verloren hat.
Kann es sein, dass das auch so 1:1 auf Sport1 stand?

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Diplom1 12.04.2016, 09:50
9. Das Problem ist nicht RB

Das Problem ist unsere DFL die es nicht hinbekommen hat für einen fairen Wettbewerb zu sorgen! Klar kann man Leipzig ermöglichen sich Investoren zu holen, aber es bitte allen anderen nicht verbieten dies durch 50+1 auch zu tun, was aber Realität ist. Das ist eine glatte und klare Wettbewerbsverzerrung und hat nichts mit toller Arbeit in Leipzig zu tun. Hätten alle anderen auch die Möglichkeit sich Gigantenunternehmen zu holen, wäre Leipzig wieder nicht aufgestiegen sondern evtl. im Mittelfeld der 2. Liga weil alle anderen dann wieder bessere Möglichketien hätten- Leipzig darf unserer inkompetenten Liga dankbar sein jetzt Bundesliga zu haben. Gut ist dieser Vorgang insgesamt nicht!

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