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Abgesagter Langstreckenlauf in New York: "Zur Hölle mit dem Marathon"
AP

Am Ende war der Druck wohl zu groß, die Kritik zu massiv - New Yorks Bürgermeister Bloomberg hat den legendären Marathonlauf durch die Stadt abgesagt. Ihm wurde vorgeworfen, sich zu sehr um die Athleten zu kümmern, während Zehntausende Bürger unter den Folgen des Hurrikan "Sandy" leiden.

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proanima 03.11.2012, 12:16
1. Vorgeworfen?

Zitat von sysop
Am Ende war der Druck wohl zu groß, die Kritik zu massiv - New Yorks Bürgermeister Bloomberg hat den legendären Marathonlauf durch die Stadt abgesagt. Ihm wurde vorgeworfen, sich zu sehr um die Athleten zu kümmern, während Zehntausende Bürger unter den Folgen des Hurrikan "Sandy" leiden.
Von wem wurde ihm dies vorgeworfen? Kam der Vorwurf aus Deutschland?

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aprilapril 03.11.2012, 12:28
2. Ich hätte Herrn Bloomberg....

Zitat von sysop
Am Ende war der Druck wohl zu groß, die Kritik zu massiv - New Yorks Bürgermeister Bloomberg hat den legendären Marathonlauf durch die Stadt abgesagt. Ihm wurde vorgeworfen, sich zu sehr um die Athleten zu kümmern, während Zehntausende Bürger unter den Folgen des Hurrikan "Sandy" leiden.
empfohlen, den Lauf stattfinden zu lassen und sich dafür einzusetzen, dass die Startgebühren gespendet werden. Die Sportler hätten ihren Wettkampf, wären nicht umsonst angereist und deshalb verständlicherweise verärgert. Sie würden mit dem guten Gefühl abreise, Hilfe geleistet und die Not ein wenig gemildert u haben.

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leschki 03.11.2012, 12:31
3. ....

Wittenberg, die bei der Absage mit den Tränen kämpfte, sprach von "einer der schwersten Entscheidungen, die wir jemals getroffen haben." Rund 340 Millionen Dollar betragen die jährlichen Einnahmen durch das Großevent - keine Sportveranstaltung spült mehr Geld in die Stadtkassen. Wittenberg betonte, dass die für den Marathon angedachten Generatoren, Toilettenhäuschen sowie Essen und Getränke nun den notleidenden Menschen zugutekommen sollen.

Meine Güte,mir blutet das Herz das sich Frau Renndirektorin Wittenberg schweren Herzens dazu entschlossen hat,den Marathon abzusagen und sämtliche Generatoren wie Lebensmittel den Sturmopfern zugute kommen zu lassen.Alles andere wäre Zynismus pur und kaum zu erklären,angesichts der tatsächlichen Probleme...! Nun ja,immerhin kassiert man die Teilnahmegebühr a 255$ dann im Frühling nochmals...

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overhead 03.11.2012, 12:39
4. 30.000 gegen, 40.000 für den Lauf

Demokratisch war diese Absage nicht. Populistisch und vor allem viel zu spät. Dass "Sandy" nach New York zieht, wusste man seit langem. 340 Millionen Dollar hätten den New Yorkern wesentlich mehr gebracht, als ein nun frei gewordener Generator oder ein paar Dixi-Klos. Bloomberg ist wieder mal eingeknickt. Diese Veranstaltung hätte den Eindruck einer souveränen, unbeugsamen Stadt bestärkt. Jetzt wird eine Schleimspur gelegt, die auf alle Unzulänglichkeiten zeigt – nur aus Entwicklungsländern bekannte Energieversorgung, ungenügende Treibstoffvorräte et cetera. Aber vielleicht brauchen die (Ostküsten-) Amerikaner geradezu diesen "Eye Opener"...

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TS_Alien 03.11.2012, 12:54
5. Die richtige Entscheidung.

Es gibt zur Zeit in New York Wichtigeres als eine Laufveranstaltung. Wer das nicht versteht, dem spreche ich jede Empathie für die Geschädigten des Hurrikans ab. Die Einsatzkräfte haben weitaus Wichtigers zu tun, als den vielen Eventläufern ein Event zu bieten. Die Anreise nach New York ist bereits ein Fehler der Sportler gewesen. Man reist als Tourist nicht in ein Katastrophengebiet, denn das bindet immer irgendwelche Kräfte. Auch einige Hotelangestellte haben sicherlich Schäden durch den Hurrikan erlitteln und müssten sich darum kümmern, anstatt den Touristen ihr Sandwich zu servieren.

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pikokelvin 03.11.2012, 12:58
6. unmoralisch, verantwortungslos und verwerflich

allein die tatsache überhaupt einen gedanken daran zu verschwenden, irgendeine veranstaltung stattfinden zu lassen oder nicht, zeugt von innerlicher dummheit eines politikers.
wenn eine derartige katastrophe über eine stadt oder gebiet hereinbricht, ist es die verdammtnochmale pflicht des politikers, diese -mit allen zur verfügung stehenden mitteln- zu bekämfen und zu mildern, in jeder art und weise.
was geht in den köpfen der profitgierigen pumuckel der politikbranche nur vor.
die reden von menschenrechten, demokratie und das himmelblaue augengewäsch herbei. aber wenn es um die tatsächliche hilfe derer geht. versagen sie vollends.
die besten beispiele: adenauer kam erst nach wochen nach berlin, als die mauer gebaut wurde.
bush überflog nur kurz luisiana als es pberschwemmt wurde. da sind heute noch die schäden zu bewundern.
Haiti genauso, da sieht es aus, als sei das erdbeben erst gestern gewesen und wo ist das spendengeld geblieben.
all das ist unmoralisch, verantwortungslos und verwerflich.
politiker die so handeln, gehören vor's gericht und eingesperrt wg. krimineller dummheit.

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sanctum.praeputium 03.11.2012, 13:09
7. Bloomberg lebt nicht wirklich in Amerika

Ist nicht das Motto: "The show must go on" eines der Kernmotti Amerikas?

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lepalmier 03.11.2012, 13:10
8. War es nicht Bloomberg …

… der über Tage gesagt hat, der Marathon findet statt?!? Jetzt den Läufern, die sich auf diese Aussage des Bürgermeisters der Stadt New York (!) verlassen haben, vorzuwerfen sie seien pietätlos, ist einfach heuchlerisch!
Es ist Wahlkampf in Amerika und die Entscheidung war rein politisch motiviert …

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kh- 03.11.2012, 13:17
9. Hm...

Man konnte doch 340 Millionen ungenutzte Dollar dazu verwenden, Notleidenden zu helfen und die Stadt vor zukünftigen Stürmen zu schützen.

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