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Ajax-Aus gegen die Spurs: Die falsche Form von Gänsehaut
Dylan Martinez/REUTERS

Alles war vorbereitet, das Finale sollte der krönende Abschluss sein. Doch in der sechsten Minute der Nachspielzeit endete die Champions-League-Saison von Ajax Amsterdam. Gefeiert wurde dennoch.

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skeptikerjörg 09.05.2019, 11:10
1. Schade Ajax

Schade für Ajax, schade für die neutralen Fans. Ein Finale Liverpool gegen Ajax wäre sicherlich attraktiver gewesen, als ein Finale Liverpool gegen Tottenham sein wird. Aber mal ehrlich, wer in London 1:0 gewinnt und zu Hause bei Halbzeit 2:0 führt, darf das Halbfinale nicht verlieren. Entweder, der Powerfußball forderte letztlich Tribut und sie konnten nicht mehr oder sie bekamen Angst vor dem Erfolg oder der Wunschtrainer vieler Bayernfans kann doch kein " in game coaching". Wahrscheinlich von allem etwas. Und natürlich mangelnde internationale Erfahrung. Florian Kohfeldt hatte zu seinen seine Bremern im Spiel gegen Dortmund in der Halbzeit gesagt:"Schaffen wir ein Tor, beginnen sie zu schwimmen". So ähnlich kam es mir gestern auch bei Ajax vor. Klar, es gehört immer auch ein gewisses Glück dazu. Das hatte Liverpool vorgestern und das hatte Tottenham gestern. Hätte Ziyech nicht den Pfosten, sondern ins Tor getroffen ... Hätte Schöne vor dem 1:2 nicht den schon toten Ball wieder scharf gemacht ... Aber mit "hätte" hat noch nie jemand ein Spiel gewonnen. Unterm Strich hat Ajax sich gestern selbst geschlagen weil sie, warum auch immer, in der 2. Halbzeit Tottenham nicht mehr in Schach halten konnten. Und Tottenham hat das gemerkt und reagiert. Schade Ajax, Glückwunsch Tottenham.

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dancar 09.05.2019, 11:23
2. unsauber definierte Nachspielzeit-Regelung

wäre es nicht besser - wie im Handball - die Uhr bei Fouls anzuhalten und dann wird punktgenau nach 90 Minuten abgepfiffen?
Selbst wenn 5 Minuten Nachspielzeit angezeigt werden, pfeift der eine Schiedsrichter nach 5 min und der andere nach 6 Minuten ein weiterer nach 7 min ab, dass ist doch nicht eindeutig definiert.
Hätte der Schiedsrichter nach exakt 5 Minuten gestern abgepfiffen, dann wäre Ajax jetzt weiter...denen hätte ich es gegönnt

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Oetzmann 09.05.2019, 11:34
3.

Zitat von dancar
Hätte der Schiedsrichter nach exakt 5 Minuten gestern abgepfiffen, dann wäre Ajax jetzt weiter...denen hätte ich es gegönnt
Jetzt könnte man natürlich unken, dass es der Torwart der Amsterdamer versaubeutelt hat.

Dieser hat in der Nachspielzeit ein Zeitspiel begangen und dafür die gelbe Karte gesehen. Vermutlich hat Brych einfach nur die paar Sekunden nachspielen lassen, die er sich dort ergaunert hatte. ;)

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starsnake 09.05.2019, 12:21
4. selbst geschlagen

Der Artikel trifft das gut. Zu passiv in der 2. Halbzeit. in der die Spurs alles gegeben haben. Die Aktion , in der sich Osana und Schöne in die Quere kommen, war natürlich sehr unglücklich nach dem grandiosen Save vorher. Aber auch großartig, wie Lucas die Situation nutzt, auf engstem Raum. Ajax hat keine wirklich gute Defense, das wurde deutlich, da können sie besser werden. Insgesamt fällt das Spiel in die Rubrik Lehrgeld bezahlt, ich hätte es denen nach den tollen Spielen gegen Juve und Real wirklich gegönnt, aber die Engländer mit ihrem sympathischen Trainer haben wirklich alles gegeben, das muss man anerkennen.

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macfan 09.05.2019, 12:25
5. Zeitregelung

Zitat von dancar
wäre es nicht besser - wie im Handball - die Uhr bei Fouls anzuhalten und dann wird punktgenau nach 90 Minuten abgepfiffen? Selbst wenn 5 Minuten Nachspielzeit angezeigt werden, pfeift der eine Schiedsrichter nach 5 min und der andere nach 6 Minuten ein weiterer nach 7 min ab, dass ist doch nicht eindeutig definiert.
Ich bin schon lange für eine effektive Zeit statt einer geschätzten. Aber dann muss natürlich bei jeder Unterbrechung angehalten werden, nicht nur bei Fouls. Also z. B. auch, wenn der Ball im Aus ist. Dann wird aber nicht punktgenau nach 90, sondern nach 60 Minuten abgepfiffen, weil die effektive Spielzeit der Partien durchschnittlich bei 30 Minuten pro Halbzeit liegt.

Wenn man das bei Fußball wie beim Handball oder Basketball machen würde, wären etliche Streitpunkte erledigt.

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gnarze 09.05.2019, 12:25
6. Ganz ehrlich,

ich habe gestern Abend auch vor Frust in den Wohnzimmertisch gebissen.
Aber im Grund hat es Ajax gestern selbst verdaddelt.

Zwei Tore waren absolut vermeidbar, das 2-2 hatte ein bisschen Slapstickcharakter.

Leider hatte man auch wirklich das Gefühl, dass in der Nachspielzeit noch was passieren könnte, das es Sekunden vor Ende der regulären Laufzeit nach einem langen Abschlag des eigenen Torwarts passierte, ist doppelt bitter und ärgerlich.

Nunja, da auch schon die beiden PL-Spiele der beiden Finalteilnehmer äußerst knapp waren (in Liverpool gewannen die Reds durch ein Eigentor in der Nachspielzeit) wäre Klopp vermutlich Ajax lieber gewesen.

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hnsmlw 09.05.2019, 12:29
7.

Zitat von dancar
wäre es nicht besser - wie im Handball - die Uhr bei Fouls anzuhalten und dann wird punktgenau nach 90 Minuten abgepfiffen? Selbst wenn 5 Minuten Nachspielzeit angezeigt werden, pfeift der eine Schiedsrichter nach 5 min und der andere nach 6 Minuten ein weiterer nach 7 min ab, dass ist doch nicht eindeutig definiert. Hätte der Schiedsrichter nach exakt 5 Minuten gestern abgepfiffen, dann wäre Ajax jetzt weiter...denen hätte ich es gegönnt
Bei 95:00 hat der Stürmer geschossen und bei 95:01 war der Ball im Tor. Wäre lustig, wenn der Schiedsrichter genau da abgepfiffen hätte. Über die Auslegung der Nachspielzeit braucht man in diesem Fall gar nicht diskutieren.

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batmen_aus_georgien 09.05.2019, 13:14
8. Danke & Respekt

Als jahrelanger Anhänger und Vereinsmitglied (1999) von den Spurs möge man mir verzeihen dass ich gestern, ähnlich wie unser Trainer, am Ende der Partie Tränen der Freude in den Augen hatte. Watching Tottenham on a Wednesday night, you play Thursday because you f....g s...t, oh what a feeling, what a night. Wer jetzt weiss welches Team wir meinen bekommt von mir ein Bier.

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ge1234 09.05.2019, 13:21
9. Natürlich...

Zitat von skeptikerjörg
Schade für Ajax, schade für die neutralen Fans. Ein Finale Liverpool gegen Ajax wäre sicherlich attraktiver gewesen, als ein Finale Liverpool gegen Tottenham sein wird. Aber mal ehrlich, wer in London 1:0 gewinnt und zu Hause bei Halbzeit 2:0 führt, darf das Halbfinale nicht verlieren. Entweder, der Powerfußball forderte letztlich Tribut und sie konnten nicht mehr oder sie bekamen Angst vor dem Erfolg oder der Wunschtrainer vieler Bayernfans kann doch kein " in game coaching". Wahrscheinlich von allem etwas. Und natürlich mangelnde internationale Erfahrung. Florian Kohfeldt hatte zu seinen seine Bremern im Spiel gegen Dortmund in der Halbzeit gesagt:"Schaffen wir ein Tor, beginnen sie zu schwimmen". So ähnlich kam es mir gestern auch bei Ajax vor. Klar, es gehört immer auch ein gewisses Glück dazu. Das hatte Liverpool vorgestern und das hatte Tottenham gestern. Hätte Ziyech nicht den Pfosten, sondern ins Tor getroffen ... Hätte Schöne vor dem 1:2 nicht den schon toten Ball wieder scharf gemacht ... Aber mit "hätte" hat noch nie jemand ein Spiel gewonnen. Unterm Strich hat Ajax sich gestern selbst geschlagen weil sie, warum auch immer, in der 2. Halbzeit Tottenham nicht mehr in Schach halten konnten. Und Tottenham hat das gemerkt und reagiert. Schade Ajax, Glückwunsch Tottenham.
... ist ten Hag, im Gegensatz zum Bayerntrainer, auf den Sie anspielen, tatsächlich ein unerfahrener und an Trainerjahren junger Trainer, der erst seit 3 Jahren als Profitrainer auf der Bank sitzt und erst diese CL-Saison sein internationales Debut gegeben hat. Und so einem seien Fehler aus Unerfahrenheit mit Sicherheit eher verziehen als einem, der seit 9 Jahren im Profigeschäft als Trainer tätig ist und darüber hinaus auch schon eine Nationalmannschaft "trainiert" hat. Der ausschlaggebende Fehler gestern war m.E. jedoch Onanas weiter Abschlag wenige Sekunden vor dem Abpfiff. In einer Situation, in welcher sich die eigenen Spieler kaum mehr auf den Beinen halten können geschweige denn noch laufen können, muß man versuchen, den Ball irgendwie unter Kontrolle zu halten und die restlichen Sekunden auszuspielen/Ball blocken, Freistoß/Aus provozieren etc. So kam der Abschlag postwendend zurück und führte zum Gegentor.

Schade, ich hätte es Ajax von Herzen gegönnt, allerdings muß man auch sagen, dass Tottenham nicht unverdient gewonnen hat.

Dann halt jetzt die Reds! Auch gut!

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