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Alemannia Aachen: Stadt kauft Tivoli-Stadion für einen Euro
DPA

Nun ist es offiziell: Das neue Aachener Tivoli-Stadion gehört der Stadt. Sie muss damit für alle laufenden Kosten aufkommen. Dem Bund der Steuerzahler gefällt das gar nicht.

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LJA 28.01.2015, 18:09
1. Unlogisch

Falls die Miete bei einem Aufstieg ansteigt, dann kommt das für den Steuerzahler natürlich billiger, weil die Einnahmen steigen während die Kosten weitgehend gleich bleiben.
So wie es in dem Artikel bisher geschildert wird, müsste die Mannschaft möglichst weit unten spielen, um die Stadt zu entlasten. Das macht leider keinen Sinn.

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marlau 28.01.2015, 18:55
2. das ist ja schön

Das sich der Bund der Steuerzahler darüber aufregt... und nun? Wie soll das dem bürger jetzt helfen?

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Lankoron 28.01.2015, 19:46
3. Welche Alternative hat

denn die Kommune sonst? Einen Fussballverein, der pleite geht, einen Stadionneubau, den dann niemand mehr nutzen wird und der daher die nächsten 15 Jahre verfällt. Dazu dann den Ausfall aller Bürgscvhaften und Fördermittel, die man bereits in das Stadion gesteckt hat. Glücklich über solche Entscheidungen bin ich sicherlich nicht, aber mich würde der Alternativvorschlag des BdSt schon interessieren. Warum fragt denn da nicht mal ein Reporter nach?

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crazy_swayze 28.01.2015, 20:34
4.

Zitat von marlau
Das sich der Bund der Steuerzahler darüber aufregt... und nun? Wie soll das dem bürger jetzt helfen?
Der Bund der Steuerzahler legt den Finger in die Wunde und zeigt den Bürgern, also allen Wählern, was die Politiker mit ihren Steuergeldern so machen.

Dass die Bürger trotzdem so blöd sind, und die immergleichen Leute und Parteien wieder wählen, dafür können sie nichts.

Ich bin froh um den Bund der Steuerzahler. So weiß ich, wen ich NICHT wählen werde.

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sametime 28.01.2015, 23:06
5. Das ist noch gar nichts

In Regensburg wird gerade ein neues reiness Fußballstadion für 53 Millionen Euro von der Stadt für den Drittliga-Tabellenletzen Jahn Regensburg gebaut. Man rechnet mit jährlichen Betriebskosten von 3 Millionen Euro. In der dritten Liga soll der Jahn jährlich 100.000 zahlen, in der zweiten Liga 500.000. Also immer im Minus, in der Regionalliga wird er noch weniger zahlen. Dagegen sind das ja kleine Beträge in Aachen.

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hans_uwe2@yahoo.de 29.01.2015, 11:08
6.

Nur 1,6 Millionen an Kosten für Betrieb und Finanzierung für ein 46Millionen teures Stadion?
Wie lange bezahlen die das Ding ab?
In Dresden wird ein 43Millionen Stadion mit Kosten >2 Millionen allein für die Finanzierung abgezahlt ( + ca. 2Millionen für Betrieb durch Dynamo Dresden 2./3. Liga). Verschweigt die Stadt Aachen hier die Hälfte?

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franz.wirtz 29.01.2015, 11:27
7. Mit der Stadt geht es bergab, aber ... (1)

Mit der Stadt geht es bergab, aber ...
... mit dem größten Schmarotzer der Stadt - der Alemannia - "... geht es wieder aufwärts ...". - Na, wenn das mal keine guten Nachrichten sind.

Donnerstag, 20. November 2014 - AZ - Stadt / Sport Titel / Seite 25
„Es geht wieder aufwärts“ Von Christoph Pauli

Kurz zur Erinnerung: Mit einem fröhlichen - "Seht zu, wie ihr damit klarkommt!", - hatten sie nach ihrer Insolvenz der Stadt das Stadion vor die Füße geworfen. 72.000.000 € - in Worten zweiundsiebzig Millionen Euro - darf der wehrlose Steuerzahler alleine hierfür blechen. Aber das ist längst nicht alles. Wer erwartet hatte, dass - wie das normalerweise üblich ist, - der Schuldner nach (s)einer Insolvenz endlich seriös und kostendeckend arbeitet, kennt die Alemannia nicht. Kackfrech starten die von der ersten Sekunde an gleich wieder mit einer Unterdeckung, getreu dem Motto, "Uns kann doch ohnehin nichts passieren. Wir lassen den Steuerzahler bluten, - bis die Schwarte kracht". Nicht eine Sekunde haben die Verantwortlichen an der Krefelder Straße darüber nachgedacht kostendeckend zu arbeiten und genauso wenig darüber, jemals aus dem neuen Stadion auszuziehen, obwohl sie dessen Betriebskosten auch nicht einmal annähernd zahlen können.

Besonders pikant ist, dass ausgerechnet die Verantwortlichen im Rathaus, die sich eben noch vom Klub "belogen und betrogen" fühlten, - vorrangig um von ihrer eigenen Verantwortung abzulenken -, genau diesem Klub, auch noch auf unbestimmte Zeit einen jährlichen Zuschuss in Höhe von mindestens 2.000.000 € beisteuern möchten. Wohlwissend, dass es hierfür von der Mehrheit der Aachener Bevölkerung, würde sie entscheiden dürfen, niemals auch nur annähernd ein Votum gäbe und dies, obwohl sie sich selbst nach Bekanntwerden der drohenden Insolvenz, zunächst vehement gegen jede Form einer Bezuschussung der Betriebskosten eines Profi-Vereins öffentlichkeitswirksam zu produzieren wussten.

Der Klub spielt mittlerweile in der 4.Liga, einer "Amateurliga", startete allerdings trotz seiner selbstverschuldeten Pleite von Beginn an ausschließlich mit Voll-Profis in seinem Kader. Wie so etwas möglich ist bleibt ein ewiges Geheimnis zwischen den "Blutsbrüdern" im Rathaus und denen der Schuldenschüssel an der Krefelder Straße. Ein theoretisch möglicher Aufstieg in die 3. Liga wäre eine weitere sichere "Totgeburt". Die 3.Liga ist bundesweit unbeliebt, weil die Kosten, um mithalten zu können, exorbitant ansteigen, die Einnahmen aber deutlich darunter bleiben. Einzig verbleibendes Traumziel ist dementsprechend der Wiedereinzug in die 2.Bundesliga. Zwar haben die Alemannen in der Vergangenheit auch schon bewiesen, dass sie ebenso in dieser Liga nicht kostendeckend arbeiten können, aber an diese Aufstiegs-Fatamorgana hängen sich aktuell alle "Experten" auf, um millionenschwere Zuschüsse zu Lasten wehrloser Steuerzahler zu begründen. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass die Stadt Aachen immer wieder aufs Neue weitere Blankoschecks ausstellt. Garantiert sind allerdings nur die Kosten und nicht der geringste Erfolg.

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franz.wirtz 29.01.2015, 11:37
8. Mit der Stadt geht es bergab, aber ... (2)

PS:
Montag, 18. November 2013 - Aachener Zeitung - Stadt / Titel Aachen / Seite 1
Aachen: Kinder leben in Armut

Aachen. Die Zahl ist erschreckend: 10 000 Kinder gelten in Aachen als arm. Mit einer Kinderarmutsquote von 21,8 Prozent liegt die Stadt damit deutlich über dem landes- und bundesweiten Durchschnitt. Das geht aus einem Bericht des Aachener Netzwerks gegen Kinderarmut „Kinder im Mittelpunkt“ vor, der der AZ vorliegt. Das vom Landschaftsverband Rheinland geförderte Projekt hat vor anderthalb Jahren seine Arbeit aufgenommen und den Fokus auf das Gebiet Aachen-Nord gelegt. Dort ist die Lage noch besorgniserregender: „Jedes zweite Kind zwischen 0 und 15 Jahren in Aachen-Nord ist Empfänger von Sozialgeld“, heißt es im Bericht. (sh)

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korbburg 29.01.2015, 11:55
9. Anzeige wegen Verdacht der Untreuung

Vielleicht sollte man mal versuchen, den Weg über das Strafrecht zu gehen. Schließlich handelt es sich nicht um das Geld des Stadtrates, sondern das der Steuerzahler. Für eine solche Maßnahme hätte auf jeden Fall eine Bürgerbefragung erfolgen müssen.
Die Steuerzahler könnten ja vielleicht auch mal an zivilen Ungehorsam denken.

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