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Amateurfußball: Hamburgs Schiedsrichter schlagen Alarm
DPA

"Wir werden beleidigt, bedroht und körperlich attackiert": In einem offenen Brief beklagen Hamburgs Schiedsrichter die Zustände im Amateurbereich. Der Respekt vor den Spielleitern sei vollkommen verloren gegangen.

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prosinn 22.09.2015, 14:02
40. Gewalt ist das Problem

Das Thema zieht sich doch durch alle gesellschaftlichen Bereiche. Da Gewaltdelikte immer mehr zu Kavaliersdelikten verkommen und Fehlverhalten aufgrund von Angst vor Grenzsetzung und den daraus entstehenden Konflikten immer mehr vermieden wird, kommt so was bei raus. Beispiel Straßenverkehr, Beschimpfungen und Gewaltausbrüche gehören auch da leider zur Tagesordnung. Und warum, weil wir es zulassen. Mal ganz davon abgesehen wo die gesellschaftlichen Ursachen liegen.

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hjc 22.09.2015, 14:02
41. Die Profis in der Bundesliga machen es doch vor

Bei jeder angeblichen Fehlentscheidung stürmt man mit mehreren Spielern auf den Schiri zu und schreit ihn aus 10 cm Entfernung an. Achten Sie mal darauf wie oft selbst routinierte Schiris dann den Rückwärtsgang einlegen. Vom Geschrei der Trainer und Zuschauer mal ganz zu schweigen. Vieles was dort passiert ist juristisch gesehen Bedrohung und/oder Nötigung.

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jenskreidler 22.09.2015, 14:08
42. Ich habe deshalb schon längst...

als Amateurschiedsrichter die Konsequenz gezogen: meine Abmeldung.
Jeder Trottel der private Probleme hat und ach so stark Sonntags auf dem Fußballplatz das Alpha-Männchen spielt (mutmaßlich der einzige Ort wo er es "kann"), meint er könne alles besser, schärfer und objektiver beobachten und kommentieren. Tschüss, brauch ich net, braucht keiner.
Tipp: Nur Härte verstehen die Spieler. Fingerspitzengefühl oder "Menschlichkeit" sind Fremdworte, nein, gänzlich unbekannt.
Aber ich hatte keine Lust, den Schiri - Proll zu spielen, also Adieu - sucht euch andere Deppen die das noch machen wollen. Die, die es machen, Hut ab, meinen Respekt und viel Erfolg!!

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danubius 22.09.2015, 14:08
43. Der Schiri ist der Chef - Punkt

Der Schiri ist der Chef. Er kann in der Kabine mit den Trainern und Spielern vorher Klartext reden i.S.v.: "Nur der Mannschaftskapitän spricht mit mir, ich spreche nur mit dem Spieler bzw. Mannschaftskapitän. Wer sich nicht daran hält, kriegt eine Rote und fliegt!" Das Regelwerk lässt ihm genügend Spielraum hierfür. Und wenn es zu schlimm wird, weil ein paar vollpfostige Spieler Randale machen und / oder ihre Fans dabei mitmachen, dann gibt es nur eins: Spiel abpfeifen und Vorfall an den Verband melden. Fertig! Soll ich als Ehrenamtlicher auch noch um Prügel von solchen Deppen betteln (i.S.v. so Dich haut einer auf die linke Backe, so sollst Du ihm die rechte nicht entziehen)?

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olli08 22.09.2015, 14:08
44. Was die anderen so tun ...

Im Karate (und vermutlich fast allen echten Kampfsportarten) geht das so:
Der Kampfrichter entscheidet, der Wettkämpfer verbeugt sich und aktzeptiert die Entscheidung.
Punkt. Kein Gerede.
Und wenn jemand so richtig auf die Schnauze kriegt, steht er auf und kämpft weiter, oder er gibt auf und verlässt die Kampfläche, notfalls mit Hilfe.
Hart, aber fair.

Fußball könnte so ein schöner Sport sein, wenn die (sinnlosen) Diskussionen mit dem Schiri, das ständige Armheben, das Schwalben und das simulierte (nicht das echte) Aua-haben nicht wären.

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Eduschu 22.09.2015, 14:09
45.

Zitat von Widerstandsgewächs
Jeder sollte sich klar machen, dass Gewalt eine Konfliktlösungsstrategie ist, die um so mehr eingesetzt wird, je stärker die Fähigkeit zur argumentativen Konfliktlösung eingeschränkt ist. Da dies durch mangelnde Sprachkenntnisse bei Immigranten häufiger vorkommt, finden wir in diesem Fall auch mehr gewaltsame Konfliktlösungen vor. Dazu kommen noch andere ungünstige Faktoren, z.B. ein Rollenmodell welches die Erziehung auf die Mütter überträgt und dem Vater die Rolle des abwesenden Ernährers zuschreibt, der nur dann eingreift, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist, und dann vermutlich auch noch mal eine gewaltsame Konfliktlösung durchführt. Zusätzlich werden durch eine zunehmende Alleinerziehung hierarchische Rollenbilder abgeschafft und pubertierende Knaben aber auch Mädchen lernen zu früh, sich mit Verhaltensmustern gegenüber überforderten Müttern durchzusetzen, die sie sich gegenüber ihren Vätern gar nicht erst getraut hätten anzuwenden. Als alleinerziehender Vater hatte ich genug Gelegenheit, bei den Freunden meines Sohnes Verhaltensmuster zu beobachten, wobei mir aufgefallen ist, dass Kinder von alleinerziehenden Müttern in der Regel aggressiver auftraten, weniger soziale Anpassung zeigten und gewillt waren Regeln zu akzeptieren. Es dürfte also falsch sein, sichtbare Gewalteskalation dem Immigrantenstatus zu zuschreiben, sondern Rolle und Funktion der Familie, Möglichkeiten der argumentativen Konfliktlösungsstrategie und die Ausblendung und Verkennung von Autorität als notwendiges Mittel zur Erziehung sind ebenfalls als Ursache zu hinterfragen!
Das ändert nichts daran, dass Schiedsrichter angegriffen werden und etwas dagegen getan werden muss. Die Schiedsrichter können nicht warten, bis jemand sich zu einer argumentativen Konfliklösungsstrategie imstande sieht. Deshalb müssen Pöbler und Schläger als das benannt werden, was sie sind. Und sie müssen weg vom Spielfeld oder Spielfeldrand. Im Übrigen ist jeder Mensch ab 14 Jahren, spätestens ab 21 Jahren, selbst für sein Verhalten verantwortlich und kann sozial adäquates Verhalten notfalls noch im reiferen Alter im Selbststudium erlernen. Von wenigen Fälle der Debilität oder psychischen Totalausfällen mal abgesehen. Er muss es allerdings auch wollen - und daran scheitert es m.E. auch deswegen, weil ihm immer wieder Wege aufgezeichnet werden, wie er bequem die Verantwortung auf Umstände abschieben kann, die zu ändern er angeblich nicht in der Lage war.

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Plasmabruzzler 22.09.2015, 14:15
46.

Zitat von hjc
Die Profis in der Bundesliga machen es doch vor. Bei jeder angeblichen Fehlentscheidung stürmt man mit mehreren Spielern auf den Schiri zu und schreit ihn aus 10 cm Entfernung an. Achten Sie mal darauf wie oft selbst routinierte Schiris dann den Rückwärtsgang einlegen. Vom Geschrei der Trainer und Zuschauer mal ganz zu schweigen. Vieles was dort passiert ist juristisch gesehen Bedrohung und/oder Nötigung.
Das passiert zwar nicht bei jedem Spiel und bei jeder Diskussion mit dem Schiedsrichter, aber im Kern haben Sie Recht. Der Bundesliga-Schiedsrichter wird nicht gewalttätig angegangen und hat im Zweifelsfall Kameras, die jedes Geschehen aufzeichnen. Der Amateur-Schiri hat nur sich, die Fußballer und ein paar Zuschauer, die womöglich sehr weit entfernt stehen und muss sich durchsetzen. Wenn ein Rudel trainierter Männer auf Sie zukommt und damit droht, zu wissen, wo Sie wohnen oder Ihre Tochter oder Frau mit in eine Drohung verpacken, hat das Ganze eine andere Qualität. Steht dann eine ganze Mannschaft vor Ihnen und einer tritt mal eben zu, suchen Sie vergeblich nach Zeugen.

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plutinowski 22.09.2015, 14:19
47. richtig lesen

Zitat von gerd.leineune
Zuminest die FAZ traut sich wenigstens die Ursache anzuschneiden, wenngleich 1 Mio und ein grund dazukommen, weshalb die ja nichts dafür können... Spon ignoriert diese völlig klaren, durch Studien und Aussagen belegten und oftgenug gut dokumentierten Fakten. http://www.faz.net/aktuell/sport/fussball/krawalle-im-amateur-fussball-oft-durch-migranten-verursacht-13269445.html
Wenn Sie schon diesen Artikel verlinken, dann lesen Sie ihn doch auch zu Ende.
Da ist von einem "bösen Kreis", auch von übermäßig schweren Bestrafungen (für die gleichen Vergehen) von Spielern mit Migrationshintergrund sowie von Provokationen durch deutsche Spieler die Rede.

Es geht nicht darum, das Verhalten von Spielern mit Migrationshintergrund zu entschuldigen. Aber wie üblich wird hier mal wieder ein bestimmter Punkt herausgepickt, der in die eigene ideologische bzs. vorurteilsbeladene Linie passt. Man muss sieh den Sachverhalt im Ganzen anschauen - so wie er in dem Faz-Artikel beschrieben ist.

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gerd.leineune 22.09.2015, 14:19
48.

Zitat von Widerstandsgewächs
Jeder sollte sich klar machen, dass Gewalt eine Konfliktlösungsstrategie ist, die um so mehr eingesetzt wird, je stärker die Fähigkeit zur argumentativen Konfliktlösung eingeschränkt ist. Da dies durch mangelnde Sprachkenntnisse bei Immigranten häufiger vorkommt, finden wir in diesem Fall auch mehr gewaltsame Konfliktlösungen vor. Dazu kommen noch andere ungünstige Faktoren, z.B. ein Rollenmodell welches die Erziehung auf die Mütter überträgt und dem Vater die Rolle des abwesenden Ernährers zuschreibt, der nur dann eingreift, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist, und dann vermutlich auch noch mal eine gewaltsame Konfliktlösung durchführt. Zusätzlich werden durch eine zunehmende Alleinerziehung hierarchische Rollenbilder abgeschafft und pubertierende Knaben aber auch Mädchen lernen zu früh, sich mit Verhaltensmustern gegenüber überforderten Müttern durchzusetzen, die sie sich gegenüber ihren Vätern gar nicht erst getraut hätten anzuwenden. Als alleinerziehender Vater hatte ich genug Gelegenheit, bei den Freunden meines Sohnes Verhaltensmuster zu beobachten, wobei mir aufgefallen ist, dass Kinder von alleinerziehenden Müttern in der Regel aggressiver auftraten, weniger soziale Anpassung zeigten und gewillt waren Regeln zu akzeptieren. Es dürfte also falsch sein, sichtbare Gewalteskalation dem Immigrantenstatus zu zuschreiben, sondern Rolle und Funktion der Familie, Möglichkeiten der argumentativen Konfliktlösungsstrategie und die Ausblendung und Verkennung von Autorität als notwendiges Mittel zur Erziehung sind ebenfalls als Ursache zu hinterfragen!
Ja, und nun ?
Die Verortung dieses Verhaltens in Migrantenkreise ist doch trotzdem richtig.
Was leiten Sie aus Ihrer Darstellung denn für Aussagen und Folgen ab ?
Integration ist nicht nur bei einem signifikanten Anteil der Migranten gescheitert, sondern der Teil wächst auch noch.
Und nun ?
Hinnehmen, wie die letzten Dekaden ?
Umerziehung ? Ausweisung ?

Wenn es einen nicht persönlich tangiert, mögen solche Erklärungen ja irgendwie ok sein. Nur ohne entsprechende Schlüsse, sind sie wertlos.

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genauhinschauender 22.09.2015, 14:38
49. Frauenfußball

Bei Spielen unserer Frauen-Nationalmannschaft fällt auf, dass Frauen sich viel seltener mit Wehklagen auf dem Boden wälzen.
Die fallen, stehen sofort wieder auf und kämpfen weiter.
Spielen viel fairer als die Männer.
Die wälzen sich mit schmerzverzogenem Gesicht minutenlang und dann stehen sie plötzlich auf und rennen los...
Lächerlich. Profis. Schlechte Vorbilder

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